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Reiseerinnerungen: 2.Teil Col St. Jean


Pünktlich um 22 Uhr verlies die Fähre Genua, André und ich hatten bereits im Restaurant gegessen, übrigens keine trockenen Brezeln sondern ein nettes 3 Gänge Menü. Ich muss sagen meine Erwartungen waren, was die Fähre angeht, nicht allzu hoch gehängt und so wurde ich positiv überrascht. Das Schiff war nun nicht das neuste aber dennoch gut in Schuss, das Personal war nett, das Essen lecker und Getränke gab es auch reichlich.


Eigentlich schade aber Tage wie diese, Motorradreisen halt, machen auch müde, so war auch schnell Sendepause und wir beide gingen kurz nach dem Auslaufen in Genua in unsere Kojen, aufstehen war um kurz nach 6 Uhr angekündigt bzw. wurde gefordert, selbst auf nettes Nachfragen an der Rezeption wurde keine Ausnahme gemacht.


Unverständlich, weil wir ja erst um 8 Uhr in Bastia anlegen werden. Die wollen wohl das dass Schiff schnell entladen wird. Allzu ernst nahmen wir die Aufforderung nun aber auch nicht auch weil wir wussten das nicht mal die Hälfte an Gästen und Fahrzeugen auf der Fähre waren die normalerweise drauf passen würden und somit das Entladen sicher sehr schnell gehen wird. Dennoch stellte ich mir meinen Wecker für 6 Uhr.


Der nächste Morgen, vor dem Wecker war ich wach und sicher nicht lange davor erst am schlafen gewesen. In der Kabine war es sehr warm und ich konnte erst sehr spät die Augen zu machen, kaum geschlafen aber dennoch geruht. Bereits um 10 Minuten nach 6 Uhr wurde schon das erste mal geklopft, mir egal. Ich machte mich fertig so wie immer, in aller Ruhe, packte mein Zeug zusammen und verlies kurz nach 7 Uhr die Kabine. Wie nicht anders zu erwarten dauerte es dann noch gut eine Stunde bis wir endlich von Bord konnten.


Korsika, hier sind wir, die Scheinheiligen.


André war Kreide bleich, Seekrank zumindest ein bisschen und das bei glatter See. Reihern musste er zwar nicht aber es ging ihm nicht gut. Naja, ein wenig gegen den Wind fahren, der jetzt noch etwas frisch war, ist da sicher nicht das schlechteste, also verliessen wir den Hafen, am ersten Kreisel gleich die Erste rechts in den Norden, diesen kleinen „Finger“ oberhalb von Korsika, Cap Corse wird diese Halbinsel genannt, da fahren wir rein und kreuzen ein wenig.

Die Idee war heute bis ganz in den Norden von Cap Corse zu fahren und dann schon wieder gleich in den Süden, für Korsika haben wir nur 3 Nächte geplant und wollen dennoch einiges abfahren daher war etwas Eile von Nöten.


Nach ein paar Kilometer hinter Bastia sind wir dann gleich mal eingekehrt zum Frühstücken, André ging es immer noch nicht besser, vielleicht hilft es ja was zu futtern. Ich freu mich jedenfalls auf den heissen Kaffee und 2 Mondsicheln.


Seekrankheit ist ein wirklich übler Zustand, vor vielen Jahren mal hat es mich mal erwischt, seit dem hab ich sobald es Wellen gibt und das Schiff merklich sich bewegt Reisetabletten eingeworfen, diesmal nicht - vergessen sie mitzunehmen, wir hatten aber auch keine Wellen, daher bin ich ok.

Bei André hat wohl schon die Unwucht der Schiffsschrauben gereicht. Jedenfalls, mit Seekrankheit kannst Du Dir echt den Tag verderben. Das gilt übrigens auch für Miesmuscheln, dazu später auf Sardinien mehr dazu. 



Karte von Kap Corse

 

Unsere Route: in Bastia angekommen geht es nun im Teil 2 (Film) entlang der Ostküste fasst bis in die Mitte der Halbinsel, dort setzen wir den Blinker und wechseln die Küsten nach Westen. Bei Sisco beginnt dann schon bald der Schotter und es geht hinauf zu einer kleinen Kapelle St. Jean, die ist auch die Namensgeberin des Passes der bei knapp 944 Meter liegt.


Die Serpentinen da hoch haben es schon richtig in sich, ich bin noch ganz hölzern, „die Glieder steif, ausser eines“ *(Zitat Goethe), ist wirklich ruppig hier hoch und es zieht sich.

Nach einer kurzen Fotopause geht es dann weiter zum Col St. Jean den wir auch irgendwann erreichen. Was für eine Aussicht, herrlich hier oben, es hat sich gelohnt! (Siehe Fotos Teil 2)


Die Wolken auf Augenhöhe dennoch weit entfernt, wir Scheinheiligen im Himmel, zumindest an der Grenze. Machen unsere Fotos, quatschen ein bisschen und sind gut drauf, ok,  André noch nicht so richtig.


Dann geht es wieder abwärts, den Pass auf der Westseite hinunter, ständig den Golf von Saint Florent im Blick und Bergkämme wo sich Wolken drüber drücken, teilweise erinnert es mich an die Pyrenäen.



Erste Kontakte mit Einheimischen verlaufen friedlich, anhand der vielen christlichen Symbole auf diesem Eiland braucht es keine Bekehrung, positiv äussert manN sich über KTM (hat sicher nie den Sitzkomfort getestet) und ist recht neugierig (..alles im Film Teil2 ;-)) ..) danke internationaler Zeichensprache kann die Neugier befriedigt werden.


Dann kommt ein Strässchen zum Verlieben, sehr schmale Straße, viele Wechselkurven, viele Kilometer lang, ich hab mich da schon in die Insel verliebt, ein Genuss war das. An der Küste ist es dann nicht mehr ganz so schmal aber Landschaftlich mit dem Meer an meiner Seite herrlich.


Jetzt ist auch wieder Zeit ne Pause einzulegen und unsere Wasservorräte aufzufüllen. Eine Lokalität springt uns ins Auge, die werden wir anfahren allerdings erst nachdem wir noch ein paar Kilometer entlang der Küste und der Neugier wegen mal ans Wasser fahren.



Das alles nun als Foto und Film (unten).  -Fortsetzung folgt- :-)

 

Seenot Rettungsübung


Da ich ja schon öfters mit der Familie auf Schiffen unterwegs war (AIDA, Mein Schiff) war ich etwas erstaunt das es auf den Fähren keine Seenot Rettungsübung gibt, also das Antreten aller Gäste und Besatzungen mit Schwimmweste an den  Evakuierungspunkten, dort wird durchgezählt und die Wege zu den Rettungsbooten aufgezeigt.


Vor der Costa - Katastrophe mussten diese Übungen innerhalb von 24 Stunden nach dem Auslaufen gemacht werden, bei einer Überfahrt von nur 8 Stunden also nicht, allerdings, nach dem Costa Kentern werden diese Übungen bereits kurz nach dem Auslaufen durchgeführt, dies müsste auch für Fähren gelten.

Es ist zwar viel angenehmer diese Prozedur nicht zu machen, dauert bei großen Schiffen fasst eine Stunde bis die letzten „gefunden“ sind, aber wenn was passiert sollte man wissen was zu tun ist, wo man hin muss.

Im eigenen Interesse immer auf den Tür Innenseite der Kabine die Flucht und Treffpunktweg anschauen und einprägen, klären wo Schwimmwesten sind.

***

Garmin VIRB elite


Noch ne kleine Anmerkung zur Garmin Virb Kamera, rechts die Karte, der schwarze Track ist die Strecken wo wir gefahren sind, da wo schwarz ist wurde gefilmt und dies wird oben links im Film immer angezeigt, allerdings ohne die Karte, nur der Track und ein roter Punkt, dennoch ist so gut möglich die Aufnahme örtlich über den Film und der Karte zuzuordnen.

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