Mimoto's Reiseforum

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 13. Februar 2019, 13:27 
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Servus Miteinander,

ein paar Offroadverrükte gibts hier im Forum ja, und da hab ich einen kleinen aber aus meiner Sicht wunderschönen Tip.

Es war Mai 2018 und ich hatte zu viel Resturlaub vom Vorjahr, der noch verbraten werden musste. Pfingsturlaub war schon geplant. Mit der Familie im Campingbus nach Italien. Sommer, Sonne, Chillen... :Mh: aber was mach ich mit dem Resturlaub. Zuhause wartet nur Arbeit, aber die nimmt mir niemand weg... :Mh: Und ich hab keinen Bock drauf.... Würde viel lieber Mopped fahren. Also kurz mit Frauchen Krisengespräch geführt. Wenn ich Ihr den Bus komplett packe, dann fährt sie alleine mit unseren Minderjährigen nach Bella Italia und ich kann ein paar Tage vorher noch mit dem Mopped durch den Balkan pflügen und stoße dann dazu.

Der Plan war folgender: Der Linesman von TransEuroTrail Slowenien TET Slovenia hat die Route im Westen des Landes deutlich verändert gegenüber dem Vorjahr, dass muss man ja mal anschaun... Also erst die ersten beiden Tage Anreise + Slowenien, dann einen Tag auf der Insel Krk (war ich noch nie, viele sagen es soll dort sehr schön sein) und dann gleich mal einsteigen in die TET Croatia (2 Tage inkl. Rückreise zur Familie nach Grado in Italien. So der Plan.

Am Tage des 16.05.2018 meinte es Poseidon nicht gut mit den Motorradfahrern. Der Wetterbericht war schon schlecht, die Realität noch viel schlechter. Daher lies ich mir etwas Zeit, weil der Wetterbericht für späten Vormittag etwas besseres Wetter vorhergesagt hatte. Ja, man hätte sich das Wetter auch schönreden können.... O.k. Am späten Vormittag also in die neuen auf Garantie getauschten Alpinestars GoreTex-Latschen und dank Held auch gleich über den Moppedzwirn die GoreTex-Regenhaut. Und ab auf die Bahn.

1. Stop Louis Mega-Store Eugendorf bei Salzburg. Mein Bruder hatte noch einen 20 € Gutschein der sonst verfallen würde. Rok-Strapse waren grad im Angebot und es liegt fast auf dem Weg. Als ich das Zeug im Koffer verpacken will, fällt mir das Kofferschloß entgegen :Oh: Das fängt ja gut an. Lange rumprobiert. Der Koffer voll, es regnet, na Toll..... welch Glück, dass ich grad zwei niegelnagelneue Rok-Straps gekauft hab. Sowas kann man in solchen Situationen gut brauchen. Nach ca. 20 Minuten Bastelei war der Koffer wieder zu und ich auf der Bahn. Autobahn war an diesem Tag alternativlos, da es ja auch schon über 3 Stunden hinter meinem Zeitplan hänge. Also ab in die Gischt Richtung SÜDEN DD .

Nach etwa einer Stunde hab ich dann bemerkt, dass ich mir bei Louis noch ein paar neue Tex-Handschuhe hätte leisten sollen, die alten gaben ihren Dienst auf. Also Griffheizung an. Warm und nass ist besser als kalt und nass. Ja, Warm war die Griffheizung. Bald zu warm. Sogar sehr warm. Kurz vor Villach waren meine Hände dann durchgeschmort. Die Griffheizung lief nur noch auf Vollgas und ließ sich nicht mehr abschalten. Schöner :Hau: . Schon das dritte mal dass der Müll defekt ist. Es blieb nur eins, raus auf dem Parkplatz und Werkzeug auspacken. Gott sei Dank hat es inzwischen zu regnen aufgehört. Also, Werkzeug raus, Verkleidungen ab, Kabelbinder aufschneiden, Stecker ziehen. Mopped wieder zusammen bauen und Gepäck wieder aufsatteln. Wieder 30 Minuten für`n A....

Es war schon später Nachmittag und ich immer noch in Österreich. Meinen Routenplan für heute kann ich über den Haufen werfen. Die Slowenische Grenzkammstraße kannte ich großteils schon. Also das Montana auf direkten Weg nach Görz (Gorizia) programmiert. Ankunftszeit: 19:00 Uhr :o . Die Route dafür ein Traum. Wurzenpass, Vrsic-Sattel und dann durch ein Auto- und Motorradleeres Soca Tal zum Camp Lijak. Langsam werden das Montana und ich auch Freunde :mrgreen:

Kurz vor 19:00 laufe ich dann auch dort ein. Ein schöner kleiner Campingplatz, mitten im Grün. Nix los, Zelt aufstellen, das Wetter ist schön, es ist warm. Ich liege im Zelt. Der Urlaub kann beginnen :Ni:
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Der Wetterbericht für den nächsten Tag verspricht nichts gutes. Daher wird umgeplant und die Route verkürzt.
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Gut wer noch daheim ein altes Windows Tablet :Al: hat. Basecamp funktioniert DD

Und es gibt leckeres Essen:
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und noch leckereres Frühstück:
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Nach einem netten Plausch mit der Campingplatzchefin bin ich dann los. Die Platzbetreiber sind ein junges Pärchen, die den Platz grad aus dem Dornröschenschlaf erwecken. Ich glaube, dass das in 2-3 Jahren eine richtig coole Lokation sein wird, so ala "Camp Lazar in Kobarid." Also mein Geheimtip Camp Lijak.

Dann war aber noch das Thema mit dem Wetterbericht..... ich glaube der Chef vom Wetterdienst war im Urlaub und die Vorhersage hat der Praktikant gemacht. Er sollte die Jobwahl überdenken. Ich bin noch ohne Regenzwirn los obwohl es schon getröpfelt hat. Aber seht selber. Die ersten 3 1/2 Minuten sind an diesem Tag entstanden.



Das mit dem Regen ist ja schon nicht schön, aber die Ténéré mit dem Gepäck über das Gelände zu zirkeln kann schweißtreibend sein. Kurze Zeit nachdem ich von dem "Aussichtspunkt" (so schauts da bei schönem Wetter aus)" weg bin hat der Regen nochmal einen Zahn zugelegt. Die TET Route führte mich dann irgend wann an eine Pferdekoppel und ich sollte über die Grüne Wiese. Nasses Gras und dazwischen kindskopfgroße Steine. Die Pferde haben mit nicht ausgelacht, sie haben weg gesehen :Trost:

Schnauze Voll, erneute Planänderung. Route Löschen. Neues Ziel: Camping Slamni - Insel Krk.

Ist schon immer wieder interessant was ein amerikanisches Navi für Straßen verwendet, wenn mann kürzeste Route ein gibt. Die Strecke führte mich bei schönstem Regenwetter durch eine dunkelgrüne Kurvenhölle. Die Strecke kaum breiter als ein PKW. Der kroatische Grenzer war sichtlich angepisst, als er wegen mir seine Augen öffnen sollte. Ich vermute an dem Grenzübergang war ich an dem Tag der erste. Es war ca. 14:00 Uhr. Der Regen begleitete mich noch durch Rijeka hindurch und mein schlauer Navigator wusste oft nicht, was er mir da jetzt grad für einen schmarrn anzeigt. Nach rund einer Stunde ungewolltem Sightseein in Rijeka war ich dann auch durch und es hörte endlich auch mal auf zu regnen.

An der Mautstation zur Insel Krk hab ich mir dann auch mal die Regepelle abgestreift. Es ist ca. 15:30 Uhr als ich auf dem Campingplatz einlaufe. Nix los, quasi alles frei, daher suche ich mir auch einen der besten Plätze aus:
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Wer hatte denn schon mal so einen Zeltplatz:
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Hinter mir ein etwa 65jähriger Wiener mit Lebensgefährtin im Wohnmobil. So ein großes Wohnmobil mit einer Heckgarage wo man Fahrräder, Campingstühle usw. verstaut. Er ist auf Europatour hat da hinten sämliche Freiräume für "Otterkringer :Sab: " genutzt. Und er hatte mit einem geschundenen und durchwaschenen Biker erbarmen. Ich hab dann doch noch frühzeitig den Absprung geschaft und ein tägliches Ritual gegönnt:

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Bevor es dann in den Schlafsack ging. Route für den nächsten Tag war geplant (geklaut) https://www.gpsies.com/map.do?fileId=xlxeuqkbvtinspga und der Wetterbericht gab mir keinen Anlass für schlechten Schlaf.

Am nächsten Tag hatte ich dann wirklich den Spass des Jahres:



Es ging wirklich kilometerlang über super Tracks, gelegentlich sah man dann noch sowas:

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Leider war ich zu früh dran, aber probiert hätte ich das Schweinderl gerne mal.

Nach dem spitzen Tag (mehr Zeit braucht man dann leider aber auch nicht) gab`s dann erst:

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Eine "Feierabendhoibe" :Sab: und das selbige Menü wie am Vorabend und ein endlich perfekter Tag war schon wieder vorbei. Sorry übrigens für alle die gut englisch können. Das ist etwas eingerostet und bei der Schlussequenz muss ich dazu sagen, dass wohl etwas vom Vorabendmenü nicht ganz o.k. war :No: :Hau:

Am nächsten Tag ging es dann auf die TET Croatia. Das wird dann noch evtl. eine neue Geschichte. Aber nur soviel. Um die Mittagszeit beim Brotzeit machen auf rund 1000 Meter über nN und Blick auf die Inseln der Kvarner ist mir aufgefallen, dass das Kupplungsseil nur noch an zwei Drähten hängt. Ich hatte zwar ein Reparaturset dabei, allerdings ein viel zu dünnes Seil und keine passende Zange. Ohne Kupplung weiter fahren wäre sehr fahrlässig gewesen. Werkstatt mitten im Nirgendwo zu finden echt doof. Auch kaum bewohnte Häuser. Erst eine Werkstatt in Senj konnte mir dann am Samstag Nachmittag helfen. Das hatte mir dann leider zu viel Zeit geskostet, so dass ein zurück auf die TET Route dazu geführt hätte, dass ich bei Dunkelheit noch irgendwo auf einem Berg gesessen hätte. Wäre zwar kein großes Problem, allerdings hatte ich am Vormittag noch eine Begegnung mit einer Braunbärin und zwei Jungen. Leider war die Cam nicht an :Al: Aber irgend wo läuft da sicherlich noch der Papa, Opa, Onkel und div. andere Verwandschaft rum. So eine Grenzerfahrung spare ich mir lieber.

Fazit:
Die Insel Krk, eine Oase bei der es mich nicht angeregnet hat. Traumhaftes Enduroland welches ich sicherlich irgendwann nochmal besuchen werde.

VG
Roland


Zuletzt geändert von diekuh am Mittwoch 13. Februar 2019, 22:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 13. Februar 2019, 19:43 
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schaut alles sehr interessant aus. Den TET-Slovenien im Regen kenne ich übrigens leider auch :)
Ich hoffe dann vom TET-Kroatien noch was zu sehen, der könnte bei mir dieses Jahr anstehen.
Danke für's Zeigen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 13. Februar 2019, 21:14 
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Beiträge: 5086
Schöne Erzählung und Videos.
Ich freu mich auf die Fortsetzung !

Grüßle
Herbert aka Schippy


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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 13. Februar 2019, 21:53 
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Beiträge: 521
Wohnort: Fürth
Hat mir gefallen. :L
Vielleicht besuche ich die Insel auch mal :)

Gruß, Florian


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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 13. Februar 2019, 23:19 
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Beiträge: 707
Wohnort: 27211 Bassum
Moin,

bin schon neugierig wie es weitergeht. Gut erzählt- macht Lust auf mehr.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 14. Februar 2019, 07:17 
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Beiträge: 4595
Wohnort: Wien
Sehr schön DD speziell der "Ruhetag" auf KRK war, wie schon anderswo kundgetan, ganz nach meinem Geschmack :Ni:

Weitermachen!

So long,

da Wolf

PS: Wie bist du mit dem Toucan zufrieden? Ich überlege ja nach wie vor, vom reinen Cross-Stiefel (der meine beiden Schienbeinbrüche auch nicht verhindert hat) auf bequemere "Adventure-Boots" umzusteigen, und da wär der Alpinestars derzeit mein Favorit...

_________________
...der mit dem Tiger tanzt

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Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 14. Februar 2019, 08:39 
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Beiträge: 502
Wir haben da unten sowieso noch was vor. :D
Das muss natürlich in die Routenplanung integriert werden.
Könnte natürlich mit dem Zeit Management kompliziert werden. :shock:
Ich hoffe dass das heuer klappt. DD

_________________
Ich danke allen die zum Thema nichts konstruktives beizutragen hatten, aber trotz dem geschwiegen haben.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 14. Februar 2019, 11:38 
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Registriert: Mittwoch 14. Februar 2018, 14:08
Beiträge: 283
Wohnort: Rheinstetten
Schöner Bericht & Interessante Tipps DD - weckt Erinnerungen.

Ist schon wieder lange her als Birgit und ich da unten waren - Herbst 2002 oder 2003 :Mh: - Damals mit der R1150RT, StopOver in Lido die Jesolo mit Stippvisite in Venedig, weiter über Portoroz, die Istrische Halbinsel, KrK, Cres und wieder retour - Schön war´s...wird mal wieder Zeit.

_________________
Grüße, Dirk

Nos vemos en la carretera...


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