Mimoto's Reiseforum

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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 15. September 2018, 20:14 
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Du schaffst es beim nächsten Mal !!! DD
LG Michi


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 17. September 2018, 15:06 
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Vielen lieben Dank für das nette Feedback. Freut mich immer sehr :) :L

Ich bin ja noch die Strecke auf der Karte schuldig. Kommt dieses mal auf zweimal, anders ging nicht, weil Google die Straße, die ich zum Song Kol See gefahren bin, nicht kennt.

Liebe Grüße1


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Bishkek  Kyrgyzstan to Kyzart Кызарт   Google Maps.jpg
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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 23. September 2018, 14:00 
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18.06.2018: Karakol

Grrrr....Da fährt man über Stock und Stein, steckt im Schlamm fest, rutscht im Gatsch und naßem Gras und nix passiert. Dann stellt man die Fifi wo hin, eh auf den Hauptständer ... Läßt sie aus den Augen und sie fällt um. Und das auf Beton......der leider weich wurde. Der Bremshebel ist verbogen. Der Handguard ist verbogen. (und den habe ich mir extra für die Reise besorgt um genau so etwas zu vermeiden) Alles für die Katz. Am Anfang habe ich es gar nicht bemerkt. Erst als ich sie keinen Millimeter verschieben konnte, habe ich gesehen, dass der Handguard so auf den Bremshebel drückt, dass das Vorderrad blockiert war.

Der Weg von Cholpon Ata nach Karakol war kurz und schmerzlos. Relativ viel Verkehr und viele Baustellen.

Ich habe ein kleines Guesthouse gefunden, das ganz OK ist. Es liegt relativ nahe im kleinen Zentrum; es gibt einen Parkplatz für Fifi (leider mit weichem Beton) und heißes Wasser. Das Zimmer ist wie immer sehr sauber, aber die Küche, die auch allen Bewohnern zur verfügung steht und in der auch die beiden jungen Männer kochen, die hier arbeiten, schaut nicht so einladend aus.

In Karakol gibt es viele Menschen , die sehr gut Englisch sprechen.

Es ist auch eine Touristenhochburg, viele kommen hier her um zu wandern und zum Bergsteigen. Aber es ist wieder mal fast nichts los.

In Karakol ist auch ein bißchen Sightseeing möglich: Unter Anderem die russisch orthodoxe Kirche der Dreifaltigkeit die Ende des 19 Jahrhunderts aus Holz erbaut wurde. Die realtiv bekannte dunganschie Moschee habe ich jetzt architektonisch sind so aufregend gefunden.

Heute das erste mal seit 12 Tage wieder mal Reis gegessen. Ich hatte so einen riesen Reishunger, dass ich noch eine Portion zu einem sehr guten Eintopf bestellt habe.

Mein Gastgeber spricht zwar exzellent Englisch, hat aber leider keine Ahnung von den Bergen hier. Damn it! Da habe ich irgendwie kein Glück.

Heute sicher 10 Touristen gesehen. So viel wie noch nie an einem Tag in Kirgistan.

Ich habe eine Mail, an den Schweizer Mechaniker in Osh geschickt, aber leider noch keine Antwort erhalten. Ich habe gefragt, ob ich den Hebel von Europa nach Osh in die Werkstatt hinschicken kann und ob er meinen Seitenständer modifizieren kann. Mich ärgert das ganz schön. Aber wenn die Fifi auf Beton ( auch wenn er noch so weiche ist) fällt, dann nutzen wohl die stabilsten Handguards nicht. Das war so unnötig. Aber ich habe der Konstruktion eh nicht wirklich vertraut. Zu knapp war alles. Zwischen Guard und Hebel waren nicht mal ein halber Zentimeter, da reißt so ein verborgenes Teil natürlich gleich den Hebel mit.

Hey, ich bin wieder unterwegs. Jeden Tag erwartet mich etwas anderes. :)

19.06.2018

Was für ein Tag.

Ich fühle mich zwar halb tot, aber ich fühle mich auch sehr gut.

In der Früh habe ich im Café ein Prospekt vom hiesigen Tourismus Büro in den Händen gehalten und da war eine Eintagestour beschrieben. Da das Tourismus Büro gleich neben den Café ist, bin ich gleich rüber gestapft. Die freundliche Dame hat mir im perfekten Englisch alles genau erklärt. Es gibt einen Linienbus der zum Ausgangspunkt der Tour fährt, auch wenn der einen nicht immer genau zum Punkt bringt, auch wenn er müsste. Er kostet 30 Sum. ( 40 Cent) Und das ganz geniale war dann noch, dass mir die Dame eine Wanderapp für das Handy empfahl, wo ich der Tour folgen kann.

Die Tour ist 12,7 km lang und führt über Wälder und Hügel zurück nach Karakol. Klang perfekt. Ich wollte meine Beinchen so und so mal wieder ordentlich bewegen und es war ein schöner sonniger Tag dafür.
Noch geschwind was zum Essen gekauft und dann ging es weiter zur Bushaltestelle. Ich musste auch nicht lange warten. Ich zeigte dem Fahrer den Zettel. Alles klar.
Aber der Busfahrer kannte keine Gnade. Er fuhr die letzten 3 Kilometer nicht hoch. Wie ich doch diese Abhängigkeit von Busfahrern, Taxilenkern hasse.
Das ist ein Grund warum ich immer schau, dass ich ein Moped oder Motorrad für meine Reisen aufstellen kann. Kaum bin ich ausgestiegen, waren auch schon Leute da, die " Helfen" wollten. Für "nur" 1000 Som (12,5 Euro) würden sie mich die letzten Kilometer zum Einstiegspunkt bringen. Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Abhängigkeit nicht Leiden kann?

Die drei Kilometer sind dann auch schon wurscht, bin ja zum Gehen da, dachte ich mir und los ging es. Ich weiß gar nicht, wie ich es mir vorgestellt habe, diese Wandertour ohne App und GPS zu bestreiten. Es gibt keine Hinweistafeln, keine Menschen, etliche Abzweigungen, teilweise gar kein Weg.... ich wäre komplett aufgeschmissen gewesen ohne dieser kleinen Naviapp die mir den Weg wies.
Der Anfang führte durch einen schönen dichten Wald und Vogelgezwitscher begleitete mich den abschnittsweise doch sehr steilen Weg hinauf. Und ich war froh über den Wald, denn die Sonne hatte eine unbändige Kraft entwickelt.
**
Auf 2300 Meter hörte der Wald auf und es offenbarte sich ein Sanft Hügellandschaft. Ich war hier nicht alleine. Es war eine große Kuhherde da und... Wie ich bei meiner Pause merkte, jede Menge Fliegen, angezogen von dem zahlreichen Kuhdung, den die Kühe hinterließen. Drei Hirten bewachten mit ihren Pferden die Herde. Einer davon war ein kleiner Junge, der mich freundlich grüßte. Ich versuchte mich durch die Herde zu bewegen ohne große Aufmerksamkeit zu ziehen Nach dem mich ein Bulle aufgeklärt hat, dass er besser nicht beim Fressen gestört werden möchte, schaute ich den Tieren intensiv zwischen die Beine um einen großen Bogen um die Bullen machen zu können. Glücklicherweise waren keine Jungtiere in der Herde.
Irgendwann riefen die Hirten zu mir rüber und winkten, ich solle zu Ihnen rüber kommen. Nachdem sie ihre wunderschönen großen und angsteinflößenden Hunde zurückgepfiffen hatten, nahm ich ihr Angebot gerne an. Sie luden mich zu ihrem Essen ein und ich war sehr froh, dass ich meinen geräucherten Käse und etwas Brot beisteuern konnte. Ich bekam, etwas von ihrem Brot, gekochte Kartoffeln und einen hervorragenden Schweinespeck. Sie glaubten anfangs, dass der Käse aus Deutschland sei und waren verwundert wie ich Ihnen sagte, dass ich ihn in Karakol gekauft hatte. Sie haben ihn blitzschnell aufgegessen.
Wir " plauderten" so gut es ging. Einer von ihnen wusste sogar ein paar Phrasen auf deutsch und englisch. Die Übersetzer App war auch sehr hilfreich. Nachdem sie wußten wieviele Kinder (Anmerkung:0) ich hatte, wurde es ein wenig derb, aber wir hatten viel Spaß miteinander.
Den Jungen, er ist 12 Jahre alt und hütet mit den anderen zwei Männern hier oben 150 Rinder, habe ich auch noch meinen Proteinriegel gegeben, damit er groß und stark wird ;)

Irgendwann müsste ich doch wieder weitergehen. Inzwischen war es 15 Uhr geworden und ich hatte noch 9 Kilometer vor mir. Es ging noch eine Weile bergauf und dann wieder bergab über die sanfte grüne Hügellandschaft, komplett ohne Bäume oder Sträuche; einfach nur kurzes Gras.
Ich kam noch, relativ entfernt an eine Hütte vorbei. Das bemerkten auch die drei Hunde von dort, die mich dann stellten. Die Männer von der Hütte riefen mir noch was auf russisch zu, was ich aber leider nicht verstehen konnte. Einer der Männer bückte sich und ahmte einen Steinwurf nach. Nach einer kurzen weile machte es klick. Ich bückte mich ebenfalls und simulierte einen Steinwurf auf die Hunde. Sofort wichen diese zurück. Gut zu wissen ;)

Dann folgte ein ziemlich langer Abstieg. Starker Wind kam auf und hinter mir, von den hohen Bergen krochen dunkle Wolken ins Tal, gefolgt von bedrohlichem Donner. Ein Gewitter wollte ich hier nicht erleben. Hier gab es überhaupt keinen Schutz vor Naturgewalten. Dann war ich am Ziel angelangt. Super, oder!

Mein Handy klärte mich dann aus: Nachhause waren es weitere 4 Kilometer. Mittlerweile watschelte ich mehr als was ich ging. Meine Füße taten mir weh, dass ich das Gefühl hatte, ich ginge Barfuß. Mein rechtes Knie war beleidigt und ich beschleunigte dennoch als ich den nächsten Greißler sah. Die Verkäuferin sah mein Erschöpfung an und als mein kleines Cola aus war, schenkte sie, die ganze Zeit freundlich mit mir russisch redend, von ihrer großen Flasche reichlich nach. Wow! Echt, sehr nett. Das war mir das erste Mal, dass mir so etwas in Kirgistan passierte. Ich bedankte mich herzlich. Ich zeigte ihr noch wie ich hergekommen war und sie war sichtlich beeindruckt.

Dann waren es noch 2 Kilometer bis zu meinem Zimmer und immer mehr meiner Gelenke machten sich bemerkbar. Bin es halt doch nicht mehr gewohnt zu wandern.

Nichtsdetotrotz war es ein sehr schöner Tag gewesen.Abends gab es noch ein ordentliches Essen und Bier. DAs hatte ich mir wahrlich verdient. Ich werde heute sicherlich gut schlafen...falls mir meine Gliedmaßen nicht allzu wehtun ;)

Es waren mehr als 20 Kilometer und rund 800 Höhenmeter. Um 12 Uhr hat der Marsch begonnen und um 19:30 war ich zurück im Guesthouse.

20.06.2018

Heute ist echter Ruhetag. Kein Motorradfahren, kein Herumlaufen, viel schlafen, abhängen, lesen usw.

Nach dem Frühstück habe ich nochmals 2 Stunden geschlafen. Der gestrige Tag war anstrengend, und seitdem ich jetzt von Bishkek weg bin, habe ich mir keinen echten Ruhetag gegönnt. Entweder ich bin Motorrad gefahren, oder ich bin durch die Gegend gewatschelt.

Und hier gibt's ein Café mit Kaffee und Kuchen, einige Restaurants zum ausprobieren. Was will man mehr.

Heute gab's Beshbarmak ( fünf Finger) . Fleisch, Knochenmark ( glaube ich) von Tieren, die gerade verfügbar sind. Dazu Nudeln. Und eine kräftige Suppe. Ich habe es nicht traditionell mit den Fingern gegessen. Ein klassisches Nomadenessen. Wie traditionell es in dem kirigisischen Lokal ist, weiß ich nicht. Er war nicht schlecht.

Einige Zahlen: Hauptgerichte fangen so bei 1,30€ das Bier bei 1€ im Lokal. Wenn man einen Espresso möchte kostet es so viel wie in Italien, ist aber bei weitem nicht so gut. Ein Kilo Walnüsse, ausgelöst: 7,5 € Eine Kanne Schwarztee: 50 Cent

Mein billigstes Zimmer war bis jetzt 6,4 € das teuerste so um die 25 € ( in der Hauptstadt) was alle Zimmer gemeinsam hatten: Sie waren blitzblank sauber.

Der Liter Benzin kostet ungefähr 50 Cent.

21.06.2018

Heute scheint es ein verregneter Tag zu werden. Heute möchte ich auch zur Südküste des Issykul Sees aufbrechen um ein schönes Quartier für meinen morgigen Geburtstag zu finden. Aber ich glaube das wird schwierig. Ich habe die Wahl zwischen Ostblockcharme und Touristejjurten, die überteuert sind. Bei Regen macht es halt noch weniger Spaß herumzulaufen und einen netten Platz zu suchen. Ich möchte auch drei Nächte oder so bleiben und ein paar Tagesausflüge machen.

Ich habe noch immer einen Muskelkater in meinen Waden von meinem Wandertag.

Mein GPS war inzwischen ohne mich in Karakol unterwegs . Laut Streckenaufzeichnung bin ich wildest Kreuz und Quer durch Karakol gelatscht. Sehr seltsam.
Immerhin waren es 68 Kilometer


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Dateikommentar: alte orthodoxe kirche aus dem 19. Jhd.
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Dateikommentar: alte orthodoxe kirche aus dem 19. Jhd.
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Dateikommentar: die alte orthotoxe Kirche von innen
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Dateikommentar: Hier gibt es Grilllhendl...wenn man nach diesem Plakat noch Appetit darauf hat.
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die ein Tageswanderung


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Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 25. September 2018, 09:21 
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Eine Karte zur Orientierung gibt es auch wieder dazu:


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 1. Oktober 2018, 11:34 
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21.06.2018

Also doch eine Jurt.

Es ist nett da, wenn auch sehr einfach. Meine Jurt hat keinen Strom, damit auch kein Licht. Meine Jurt hat auch keine Tür, sondern nur eine Matte. Aber ich habe die Jurt für mich alleine und sie ist direkt am See. Sie wollten mich schon wegschicken, da ich ich nicht reserviert hatte.
Als ich der jungen Dame sagte, das ich einen netten Platz für meinen Geburtstag suche, hat sie aber doch eine Jurt für mich gefunden.
Das Essen ist ok und der Preis für die Jurt inklusive großem Frühstück beträgt 900 Som (11,5 €)

Man kann Bier kaufen, was will man mehr. Ich glaube es ist ein guter Platz um Morgen hier meinen Geburtstag zu verbringen. Und es ist auch heute schon ein schöner Abend.

Es war echt schwierig etwas hier zu finden. Zum Essen wie zum Schlafen. Es ist kaum was angeschrieben, vieles ist wieder einmal geschlossen.

Abends wird es hier schon ganz schön frisch. Es hat jetzt 17 Grad und es geht ein kühler Wind.

Die kirigisische Folklore um 300 Som lasse ich aus.


Die Anfahrt hier war klassisch. Zuerst habe ich wie verrückt, den abmontieren Handguard gesucht. Die Taschen mehrmals ein und ausgeräumt. Nichts. Tische verrückt, unterm Bett geschaut. Nichts. Es hat mich schon ganz wurlert gemacht, da das Ding ja nicht mir nichts, dir nichts verschwinden kann. Und so klein, dass ich es andauernd übersehen kann, ist es ja auch nicht. Wie ich schon aufgeben wollte, ist es auf einmal auf dem Boden gelegen. Ich kann es mir nicht erklären, wie es es so lange nicht finden konnte. Kaum habe ich mich auf Fifi geschwungen, hat es zu schütten angefangen. Glücklicherweise konnte ich bei einer Tankstelle Unterschlupf finden. Ich musste eh auch tanken. Nach drei Kilometern ist mir aufgefallen, dass irgendetwas nicht stimmt. Es war ungewöhnlich kühl unter meiner Motorradjacke. Mein Pullover. Ich hatte ihn weder an, noch hatte ich, ihn, wie immer, wenn ich den Pullover nicht anhabe, um meine Hüfte geschwungen. Also zurück zu meinem Guesthouse. In einem Gewirr von Decken und Polster habe ich ihn dann gefunden. Der Regen hatte glücklicherweise inzwischen aufgehört. Es könnte endlich losgehen.

Manche Dinge haben sich tatsächlich geändert. Ein Pärchen, nein, nicht jung, kommt nach dem Folklore Programm am Abend in die Bar. Wir plaudern eine Minute und dann fragen Sie ob es mich eh nicht stört, wenn sie sich auf ihrem Tablet eine Fernsehserie ansehen.... Naja, miteinander quatschen ist eh überbewertet..... Irgendwie sehne ich mich an die einfachen Hirten in den Bergen zurück. Mit denen hatte ich eine Menge Spaß obwohl wir nicht die selbe Sprache gesprochen haben.

22.06.2018

Happy Birthday to me!

In der Früh bekam ich von der Belegschaft sogar eine "Geburtstagstorte und ein Geburtstagsständchen :) Vielen lieben Dank vor allem an die junge Dame von der Belegschaft (es war die selbe, die sich auch darum gekümmert, dass ich überhaupt eine Jurt bekommen habe) , die daran gedacht hat. hat mich sehr gefreut!

Eine Geburtagsbrezn grissen, aber glücklicherweise ist uns beiden nichts passiert. Es waren auf einmal tiefe ausgewaschene Spurrillen da, ich war zu unaufmerksam, und dann bin ich schon gelegen. Das Motorrad ist quer nur Fahrbahn gelegen, und die Räder waren in den beiden Spurrillen. Aufgestellt war sie ja ziemlich schnell, aber sie hat sich dann in den Spurrillen "verbissen" und der Motorschutz ist im Teil zwischen den Rillen aufgesessen. Ich habe 10 Minuten gebraucht um Fifi zu befreien. Keine Glanzleistung von mir.

20 Minuten davor habe ich was rattern gehört, ich war nicht schnell unterwegs, ansonsten hätte ich gar nix mitbekommen, und habe mir nur gedacht: Hä?? Ich war doch ohne Gepäck unterwegs was kann ich da schon verlieren. Bin aber doch stehen geblieben. Das Stück unscheinbares Blech, wo ich mir noch gedacht habe, oh das wars, da bin ich drüber gefahren, entpuppte nach beim nähren Hinsehen als mein Nummernschild. Die Halterung ist halb runtergerissen. Ich bin heilfroh, dass ich das gleich bemerkt habe.

Das ganze ist bei einem Loop in
das Landesinnere passiert. Es gibt eine Straße die parallel zur jener entlang des Sees liegt.

Zu Mittag gab's wieder Mal was neues. Teigtasche gefüllt mit Gemüse. Kann von der Form her, anlassbedingt durchaus als Torte durchgehen. War sehr gut. Dazu gab's auch noch Schoro. Der Getreidesaft „Schoro“ ist bei den Kirgisen unter anderem deshalb so beliebt, weil er Hunger und Durst gleichzeitig stillt. Er wird aus : Wasser, Gerste, Mais, Weizen, etwas geschmalzene Butter, Weizenmehl und Salz hergestellt.
Ich finde, es hat gar nicht so schlecht geschmeckt.

23.06.2018

Einen Tag bleibe ich noch hier. Ich werde zwar meine Jurt diese Nacht teilen müssen, aber für eine Nacht wird es schon gehen. Gestern war es doch wieder anstrengend. Am Abend nach dem Abendessen, habe ich noch gefragt ob noch wer mit mir ein wenig feiern möchte. Es kamen dann auch jene drei Pärchen, die mit mir am Tisch gesessen sind und wir eh auch schon miteinander gequatscht haben. Es war sehr nett und interessant.

Heute möchte ich es wirklich langsam angehen. Ein wenig schwimmen, schreiben, und das Nummerntaferl irgendwie an Fifi montieren. Und vielleicht einen Miniausflug ins Fary Tale Valley am Nachmittag.

Und morgen geht es wahrscheinlich rauf auf den 4000 Meter Pass und ich muss mich auch entscheiden, ob ich es jetzt über die unbefestigten Bergwege wage nach Naryn zu fahren, oder doch die gute, betonierte Straße nehme. Der gestrige Ausrutscher hat mich etwas stutzig gemacht. Fifi hat doch einige Kilos zu bieten. Und wenn es regnet ist es so und so aus.
Allerdings sollte es gehen, wenn ich mir einfach Zeit lasse. Ich werde doppelt so viel Benzin als für meine Strecke notwendig mitnehmen, damit ich auch kurz vor dem Ziel, falls notwendig, umkehren kann.

War doch nichts mit dem Miniausflug. Ich war einfach zu müde. Dafür konnte ich das Nummernschildproblem lösen und nochmals schwimmen gehen . Und ich konnte zu sehen, wie sie das Schafbabecue zubereiten. Sie verwerten wirklich alles. Kopf, Füße usw. Kopf und Füße haben sie extra behandelt. Die Kids haben die Teile immer wieder über das offene Feuer gehalten, um sie vom Fell zu befreien. Ich glaube, es war ihnen wichtig, dass das passiert, bevor die Touristen eintreffen. Ein junger Mann, denn ich gefragt habe, ob sie tatsächlich immer das ganze Tier verwerten hat gemeint, täten sie das nicht, wäre das respektlos dem Tier gegenüber. Untertags war das Camp jetzt so gut wie leer.

Nach dem Schwimmen, ist jetzt die verdammte Müdigkeit wieder weg. Am Nachmittag waren auch wieder kurz die Gewitterwolken da und es hat auch kurz geregnet. Das hat mich auch nicht gerade motiviert, den Ausflug zu starten. Das wären 70 km gewesen. Wie die Wolken wieder weg waren, war es zu spät. Ich will ja heute unbedingt das Schaf hier essen.

Glücklicherweise hatte die Belegschaft eine elektronische Bohrmaschine. Zwar ohne Bohrer, aber sie haben einfach mit einer Schraube ein Loch in das Nummernschild gedreht, welches ich dann gut erweitern konnte. Ich bin ja direkt stolz drauf, dass ich das Schild wieder montieren konnte. Ich habe ja nicht so mit dem Handwerken.

Mir wurde gesagt, dass ich heute auf jeden Fall wen in meiner Jurt zuzubekommen würde. Aber ich hatte Glück. Es ist ein netter junger alleinreisender Mann. Zu zweit, haben wir auch noch genügend Platz. Ich habe ja echt viel Zeugs mit.

25.06.2018 At Barchi



Das Städtchen liegt einem Gebirge zu Füßen, das über 4000 m hoch ist. Abends wenn die Sonne die schneebedeckten Gipfel in gelbes Licht taucht, ist die Aussicht grandios. Ansonsten hat der Platz nicht so viel zu bieten. Eine leere Bar, zwei Restaurants, und es gibt nicht Mal einen richtigen Markt. Ich bin der einzige Tourist hier.

Ich habe großes Dreibettzimmer für mich alleine. (obwohl bei homestays kann man sich nicht so sicher sein, wie ich später mitbekommen habe) Der letzte Abend am 23. am Issyk Kul See war echt schön. Mit Thomas meinen jungen Jurtgenossen und einem holländischen Pärchen, einfach nett gequatscht so wie ich es von meinen Reisen kenne, und wie ich es schon ein wenig auf dieser Reise vermisst habe. Wir haben ein paar Bierchen getrunken und es wurde recht spät.

Das Abendessen war aber enttäuschend. Ich hatte mich ja schon sehr auf das Schafbabecue gefreut. Wir bekamen stattdessen Reis mit ein wenig Fleisch. Ich fragte in der Küche nach meine Befürchtungen wurden bestätigt. Das Essen war für kirigisische Kunden gekocht worden nicht für uns Wessis. Sie hatten aber noch ein Stückchen übrig, was sie mir auch zum Kosten überließen. Es war köstlich.

Ich habe entschlossen abermals länger zu bleiben. Warum sollte ich auch es nicht einfach genießen, ein, zwei Tage länger an einen Ort zu bleiben, der mir einfach gefällt.

Am 24. Stand das Fary Tale Valley endgültig auf den Program. Es war nur 30 Kilometer entfernt und nach einer gemütlichen Schwimmeinlage im See ging es los. Die Anfahrt war schön, dem See entlang. Wasser hatte ich zu vergessen zu kaufen, aber das würde es sich beim Valley geben.... Denkste...... Kein Wasser, naja geht auch so. Und schon stapfte ich durch das wirre Alice in Wonderland Felsenwirrwarr. Irgendwann war mir dann doch komisch und ich fing an mich zu beeilen. Ich war Schweiß-gebadet als ich wieder bei Fifi ankam. Ich öffnete sämtlich vorhandene Lücken in meiner Jacke und genoss den Fahrtwind, bis mit auf einmal kalt war. Irgendetwas stimmte nicht. Ich fuhr dann noch ein Stückchen weiter, beschloss aber dann doch umzukehren und meine Jurt aufzusuchen. Dort verkroch ich mich dann unter meine ganzen Decken, damit mir nicht mehr kalt war. Übelkeit kam auch noch dazu und ich wollte nur noch schlafen.

Irgendwann kam Thomas, mein Jurtengenosse und versorgte mich mit Tee und Brot. Vielen lieben Dank dafür! Ich blieb bis zum nächsten Morgen im Bett. Da war dann alles besser. Viele der anderen Touristen fragten nach meinem Wohlergehen und die Fürsorge tat gut. Was bleibt ist ein Durchfall, von dem ich keine Ahnung habe, woher der kommt.

Übrigens ist es interessant, wenn man dann in die Apotheke geht. Mittels Google Translate konnte ich mich mitteilen, und so bekam ich dann auch ein Medikament. Natürlich kyrilisch beschriftet. Am Abend habe ich es dann mit der App übersetzt ( Schriftzug abfotografieren und geht schon) Sie hatten mir das gute alte Imodium mitgegeben. Immerhin nicht gleich Antibiotika wie in Indien.

Die Fahrt durch die Berge habe ich dann doch abgesagt, war mir sehr leid tut. Ich wollte über das Barskoon Valley durch die Berge nach Naryn fahren. Aber 230 km über kleinste Feldwege und kaum Zivilisation wollte ich bei diesen unbeständigen Wetter doch nicht wagen. Jeden Nachmittag hat es in den letzten Tagen geregnet und ich hatte keine Ahnung was das für die Feldwege bedeuten würde. Superfit fühlte ich mich auch nicht.

Das Wetter ist überhaupt sehr eigen hier. Die Sonne sticht und ist irrsinnig stark. Bewegt man sich im Sonnenschein, steht einem schnell der Schweiß auf der Stirn. Kaum ist die Sonne weg, wird es empfindlich kühl. Jeden Nachmittag gibt es dunkle Gewitterwollken die sich allerdings meistens irgendwo in den Bergen ausregnet.

Also nahm ich heute die Hauptstraße nach Naryn und bin gleich weiter AT Barchi gefahren.


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Dateikommentar: ein schöner Platz
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Dateikommentar: Die Sonnenuntergänge waren immer spektakulär
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Dateikommentar: Die Belegschaft hat in der Früh an meinen Geburtstag gedacht. Dankeschön!
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