Mimoto's Reiseforum

Reiseberichte mit Routen, Foto und Film
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 Betreff des Beitrags: Re: OktoBär in Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 3. November 2017, 19:49 
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Frühstück bei Sonnenschein auf oben gezeigter Terrasse ließ auf einen tollen Tag hoffen.
Zunächst fuhren wir ein Stück zurück, um dann ins Landesinnere vorzustoßen.
Dort fuhren wir einige enge Gassen, die zum Teil sogar richtig Spaßig waren.
Von Kozica kommend gab es eine unasphaltierte "Abkürzung" auf den Sveti Jure.
Die war etwas schwieriger zu fahren, da diese vermutlich erst vor kurzem mit frischem Schotter aufgefrischt worden war.
Aber wir alle haben das unbeschadet überstanden. :)
Von Sveti Jure, der Luftlinie ca. 4km vom Meer entfernt liegt, hatten wir eine traumhafte Aussicht auf eben dieses. Kein Wunder bei klarer Sicht von 1700m runter. Wirklich klasse!

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Auf dem Rückweg machten wir dann noch Pause in dem einzigen an diesem Pass liegenden Lokal und genossen mit Blick auf den Esel eine wärmende Gulaschsuppe.

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Nach einem Stück Küstenstraße ging es wieder ins Hinterland. Sehr kurvenreich, aber eng, unübersichtlich aufgrund hoher Sträucher schlängelte sie sich über eine Art Hochtal.
Da unvermittelt Verschmutzungen in Form von Sand und anderem Dreck auftrat, senkte das das Marschtempo.

Nördlich von Split, in einem kleinen Ort Namens Klis bogen wir erneut in die Berge ab. Ohne Navigation hätten wir das sicherlich nie gefunden. Durch schmale Gassen, teilweise mit Blick auf Split und das Meer, fuhren wir um den Einstieg zu dem Pass zu finden.
Ich hab ja schon manche Betonauffahrt gesehen, aber dass ein ganzer Pass mit dem Material befahrbar gemacht wird, war mir neu. So wellig wie das war, war ich wieder dankbar über die langen Federwege. Trotzdem fuhr ich das im Stehen.
Dass die Strecke dann plötzlich unansphaltiert wurde, wäre ja nicht der Erwähnung wert. Ist auch keine herausragende oder anspruchsvolle Strecke. Aber dass sie plötzlich zu einer zweispurigen, mit durchgezogener Mittellinie versehenen asphaltierten Straße, dann unter der Autobahn durch ging und kaum war man ausser Sichtweite der Autobahn, befand man sich wieder auf einem Feldweg.
Warum macht man so was? Um anzugeben? Bei denen, die über die Autobahn fahren und bei dem Tempo dann noch feststellen: Ui... die haben sogar die Nebenstraßen aspahlthiert?

Es wurde gerade dunkel, als wir am Quartier ankamen. Morgens hatten wir uns wieder ein Appartement via Booking.com besorgt. Jani und Thorsten waren schon da. Sie hatten unterwegs beschlossen, dass es besser sei über die Küstenstraße zu rollen. Waren ja schon einige Strapazen die letzten Tage und der Sveti Jure hatte es ja auch in sich. Und das alles mit einem mittlerweile ja immerhin 3 Wochen alten Führerschein. Und immer noch kein Hoppala.. naja fast.. aber eigentlich nicht der Erwähnung wert, also lasse ich es. ;)

Wir kamen also an, aber die Hütte war abgedunkelt. Wir befanden uns tatsächlich an der richtigen Adresse. Ronny schaute dann mal in sein Mail und stellte fest, dass uns der Vermieter am Nachmittag abgesagt hatte. Angeblich sei er mit der Badrenovierung nicht fertig geworden. Super! Mittlerweile war es zappenduster, wir hatten keine Unterkunft und so langsam machte sich auch der Magen bemerkbar und verlangte nach Füllung. Vom Ankommbier will ich jetzt gar nicht mal anfangen....
Ronny machte sich dann alleine auf den Weg eine Alternative zu suchen. Eine halbe Stunde später kam er zurück und bot uns die Wahl zwischen verschiedenen Appartements. Natürlich wählten wir das mit der super Dachterrasse.

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Dass es in dem Lokal, welches dem Haus angeschlossen war, auch eines der besten Cordon Bleus gab, an das ich mich erinnern kann, war dann ein weiterer glücklicher Umstand. Bier hat auch geschmeckt. :)

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Gruß, Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: OktoBär in Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 3. November 2017, 23:41 
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Registriert: Sonntag 26. März 2017, 20:03
Beiträge: 184
Wohnort: Fürth
Krka... das stand heute auf dem Programm.
Für mich persönlich ein besonderer Ort.
Aber dazu muss ich - hoffentlich kurz - ausholen.
Von allem was BrummBrumm machte, war ich schon mit 2 begeistert. Ich glaub mein alter Herr war beleidigt, dass ich nach Mama (b)MW und (mer)Cedes sprach, bevor mal ein Papa über meine Lippen kam.
Auto war dann mit 13 noch weit weg, Mofa und darauf folgender Aufstieg in greifender Nähe. Und irgendwie wurde aus "Notlösung" dann Leidenschaft. Gut, Mofa hatte ich noch, für alles weitere gab es keinen finanziellen Support. Als es dann auf die 18 zuging, wurde mir dann eröffnet, dass mir der Auto Führerschein bezahlt werden würde, ich auf Familienautos zugreifen könne, aber wenn ich den Motorradschein mache, dann eben keine Autos mehr und ich könne mir das selber finanzieren bzw. wieder aufs Fahrrad steigen.
Als bequemer und opportunistischer Schüler ohne eigenes Einkommen war die Entscheidung einfach anno 1987 - Scheiss aufs Mopped. Auto macht auch Spaß.
Und ein Jahr darauf konnte ich dann mit einem Kumpel und der Familienente mal selber in den Urlaub fahren. Ferienarbeit macht es möglich.
Dort in Jugoslawien lernten wir dann Thomas aus Essen kennen. Der hatte auch einen Zweizylinder, allerdings in Form einer R90S.
Und da schließt sich der Kreis - dort in Krka hat er mich als Sozius mitgenommen auf seinem Fahrstuhl. Da war mir schlagartig klar: Zur Not wieder Fahrrad... aber die Lizenz zum motorisierten Zweiradfahren muss her. Das brauch ich auch. Nach dem Urlaub ging es heimlich in die Fahrschule.
Mit Thomas bin ich übrigens dieses Jahr in den Dolomiten gewesen. Den Kontakt zum Auto fahrenden Kumpel habe ich verloren.
Also Krka ist der Ort, der mich zum Moppedfahren gebracht hat. Und da ging es heute hin. :)

Am Anfang war es nur dröge Küstenstraße. Dann fuhren wir von diesem Highway runter und machten noch einen Schlenker zum Meer. Auf dem Weg dahin gab es eine lustige Kieselstraße und am Meer wurde noch ein wenig Fotosession betrieben.

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Dann ging es Richtung Krka. Ich muss zugeben, ich hatte das anders in Erinnerung. Auf einmal war da ein riesiger Parkplatz, die eigentlich geplante Route führte durch den Parkplatz, weiterfahren hätte man eh nicht dürfen und der Parkplatz würde 5€ kosten. Und es waren Menschenmassen da. Hat sich irgendwas geändert in den letzten 30 Jahren. Gut.. ich hab ja auch graue Haare bekommen seitdem.
Also das wollten wir nicht und sind dann ein wenig um den Nationalpark herumgefahren mit verschiedenen Schlenkern in den Park hinein und hatten hin und wieder ein wenig Schotter.

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Beeindruckend, nein, eher erschreckend war dann das Dorf Nos Kalik:
https://translate.google.de/translate?h ... rev=search
Da lebte wirklich niemand mehr. Einige Dächer sahen noch aus, als seien sie vor kurzem noch neu gedeckt worden. Die meisten Türen waren auch ordentlich abgeschlossen (halt zu), aber es war gar nichts. Kein Hund, keine Katze, kein Huhn. Eine echte Geisterstadt. Offensichtlich gab es noch Bauvorhaben, bevor der Ort verlassen wurde. Aber nicht fertig gestellte Rohbauten scheinen innerhalb kurzer Zeit ein Opfer der Erosion zu werden.

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Nachdem wir dann noch einen Blick auf die Insel Visovac geworfen haben,
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welche ein mittelalterliches Kloster beherbergt gab es eine weitere unasphaltierte Etappe. Erkennbar in der Karte, wo wir uns verfahren haben. Das ging da eigentlich ganz harmlos los. Wie wenn jemand Splitt auf einen einen Naturboden wirft. Bloß irgendwann war der Splitt faustgroß, bedeckte den gesamten Boden und es war mindestens, wenn nicht noch mehr steil. Charmant gesagt, ich wurde aus meiner Komfortzone gelockt.
Im Nachhinein betrachtet, empfehle ich das allerdings jedem mal. Man merkt, dass es total gefährlich ist - wenn man langsam ist. Und lässt dann die Kiste einfach rollen. Erstaunlich was so ein Endurofahrwerk so alles wegstecken kann, wenn es erst mal annähernd in seinen Arbeitsbereich kommt. Das nächste Mal bin ich vielleicht so cool und mache Bilder dabei. Diesmal war das echt nicht drin.

Und dann passierte was, was ich nur von heimischen Feldwegen kenne: Wir trafen auf Menschen, die uns böse anguckten. Den Kopfbedeckungen nach zu urteilen vermutlich heimische Menschen. Denn als wir wieder auf Asphalt zurück kehrten, konnten wir im Rücken ein "Durchfahrt verboten" Schild registrieren. Ist mir bisher nur daheim passiert: Ohne Verbot irgendwo ins Gemüse und da wo ich raus komme, ein fettes Verbotsschild.

Zwischen Pirmatovci und Devrske fanden wir tatsächlich mal ein Stückchen ungesplitteten Nichtaspahlt. Das war ein richtiger Spaß und musste natürlich dokumentiert werden.

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Die beeindruckende Bergkulisse im Osten passierend

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zog es uns dann Richtung Karin Gornji. Hört sich an, als hätte ein Großgrundbesitzer den Ort nach seiner deutschen Gattin benannt.
Dazwischen war aber noch eine Sonderprüfung geplant. Mapsource hat diese Strecke gelistetet und OSM auch. Kurz zuvor trennten wir uns in 2 Gruppen und zu dritt stellten wir uns dieser Prüfung. Es ging so ein ganz normaler Eselspfad von der betonierten Route weg. Ronny voraus, blieb irgendwann stehen und deutete an, dass es nicht weiter ging. Mit einem Blick auf höchster Zoomstufe erkannte ich am Navi, dass wir da den Hang hinauf müssen. Also voran. Da waren viele große Steine, aber wir hatten heute ja schon geübt. Da wächst das Selbstvertrauen. Es ist wirklich erstaunlich, was Pfeifen wie ich alles erklimmen können, wenn sie es einfach nur probieren.

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Den nächsten Abzweig hab ich dann verpasst und bewegte mich 50m neben der "Route" in unwegsamen Terrain, wo Ronny dann die Reisigbüsche beiseite schob und der eigentlichen "Route" folgte. Da fanden wir dann auch kurz darauf eine Beschilderung, welche die Nummer dieses Weges auswies. Nach einer kurzen Wiese kam dann ein Mäuerchen - vielleicht 30cm hoch - und ließ einen kleinen Durchgang frei. 200m später kam dann das nächste Mäuerchen. Diesmal 10cm höher und ohne Durchlass. Uns wurden im wahrsten Sinne des Wortes Steine in den Weg gelegt.

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Angesichts der vielen Natursteinmauern in Kroatien hab ich mich gefragt, wie viele Generationen von Kroaten ihr Leben mit Steine sammeln, schleppen und stapeln verbracht haben müssen.
Jedenfalls ein weiterer "gescheiterter" bzw. nicht vollendeter Offroadausflug für uns. Wir kehrten um und fuhren zum Quartier. Diesmal hat es mit Booking wunderbar geklappt.
Im Restaurant im Ort gab es dann ein leckeres Abendessen mit konkurrierend bettelndem Hund und Katze und es war ein gelungener Tag. :)

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Gruß, Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: OktoBär in Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 4. November 2017, 06:21 
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Ein schön zu lesender Bericht mit prima Bilder von einer Region, die mich im Frühjahr auch in ihren Bann gezogen hat. :L :L :L

Blöd nur, dass der Bericht mein Kopfkino in Gang setzt und meine Prios für 2018 gerade durcheinanderwirbelt :Ni:

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Gruß aus dem niederen Sachsen
Michael Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: OktoBär in Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 5. November 2017, 14:41 
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Da veröffentlicht der Wolf ein Video zu Mali Alan und Winnetou und man denkt sich: Super... jetzt kommt er damit an. Jetzt wo ich wieder daheim bin.
Und dann schaut man sich das Video an, kommt ins Grübeln, googled ein wenig, gleicht es mit den eigenen Tracks ab und stellt fest, dass man da ja auch war.

Unmittelbar bevor wir auf dem Mali Alan den Asphalt verlassen wollten, blieb die orange KTM stehen. Das Problem: Die Kupplung trennte nicht mehr. Als wir dann den Deckel des Behälters öffneten, sahen wir, dass keine Flüssigkeit mehr da war.
Die muss sich wohl irgendwo unten schleichend geflüchtet sein. Bremsflüssigkeit hatten wir natürlich nicht dabei. Aber, und das wusste ich bis dahin auch nicht, gehört die da gar nicht rein. Da ist was von Magura verbaut - ihr wisst schon: Fahrradbremsen und so. Und die wollen mineralisches Öl (steht auf dem Deckel). Am besten das sogenannte Blood aus eigenem Hause. Hatten wir natürlich auch nicht. Aber Öl. Das hatten wir (KTM Fahrer halt...).

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Ronny hatte noch einen Schlauch unter der Sitzbank. Der wurde mit Öl befüllt, unten an der Entlüftung aufgesteckt. Penibelst wurden Luftblasen aus dem Schlauch gepresst, dann die Entlüftung geöffnet und das Öl in Ermangelung einer Spritze hinein geblasen. Eine kräftige Lunge hat der Bub. Was soll ich sagen? Operation gelungen, Patient fuhr wieder.

Auf dem Mali Alan war allerhand los. Während unserer OP fuhr an uns ein Tross Land Rover vorbei. Touristen, die eine Fotosafari gebucht hatten. Jede Menge Mountainbiker und es war fürchterlich windig. Jetzt weiß ich auch, dass die KTM seitenwindempfindlich sein kann.

Interessant fand ich immer wieder, wie Steine zu Formationen aufgeschlichtet waren. Ob das was religiöses ist?

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Die Strecke lässt sich aber schön fahren und das nächste Mal weiß ich auch, dass dort ein Drehort zu Winnetou war :)
Auch weiß ich, dass einem auf einer solchen Strecke Reisebusse entgegen kommen können. Glücklicherweise auf der Geraden, was mich dennoch meine Offroad Linie überdenken ließ :o

Für Naturwissenschaften Interessierte: wir kamen am Museum für "Nikola Tesla" dem Namensgeber der amerikanischen Stromautos vorbei. Tesla war Pionier auf dem Gebiet der Elektrotechnik und kam aus einem kleinen Ort in der Nähe von Gospic.

Wir folgten der Strasse durch das Stirovaca Tal in den Nationalpark Velebit. Da ist so richtig viel Wald und es soll wohl so eine Art Urwald sein.

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Viel Zeit hatte ich nicht, mir die Umgebung anzusehen. Klar, sie war schön. Aber die Straße war auch eng und sehr kurvenreich und dazu war es bitter kalt. Hallo! Wir sind extra Ende September auf den Balkan gefahren, damit wir in der Hitze nicht zerfließen und jetzt hatte es 7,5°. Ich war froh, die Membran der Jacke nicht zu Hause gelassen zu haben und bedauerte dennoch, dass außer T-Shirt und Brustpanzer kein Pullover unter die Jacke passte. Der Kuschelfaktor des Brustpanzers hielt sich in Grenzen.

Wir hatten uns bibbernd auf 1300m hoch geschraubt, als wir den Asphalt Richtung Westen verließen. Dort ging es einige Kilometer auf Naturstrassen

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durch den Wald um dann in eine Passstraße zu münden, die phänomänale Ausblicke auf das Meer und die vorgelagerten Inseln ermöglichte.

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Die letzten 30km folgten wir dann der Küstenstraße bis Sveti Juraj, wo wir uns wieder ein günstiges Appartement via Booking besorgt hatten.
Vom Balkon aus hatten wir zwar einen Blick auf den örtlichen Friedhof aber auch auf das Meer

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und gingen abends zum Essen noch einen Bären streicheln.

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Gruß, Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: OktoBär in Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 6. November 2017, 13:32 
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Toller Bericht und unterhaltsame Schreibweise- da kommt Lust mit zu fahren auf! Auf dem Sveti Jure war ich dieses Jahr auch- wir sind die Mautstraße mit der Varadero hochgefahren- war auch geil und etwas beänstigend, da sehr windig und keine Leitplanke ...

Wenn mal einer in die Richtung will oder weiter nach Montenegro- Albanien- Griechenland- in der Nähe von Makarska habe ich einen Kumpel (Motorradfahrer), der ein Haus mit 8 Betten vermietet. Hat auch geile Insidertips für die Umgebung dort. Ich bin nächstes Jahr die beiden ersten Maiwochen dort. Von dort soll es dann auch mal nach Montenegro gehen. 2 Monate später will ich dann von Rumänien aus nach Bulgarien-Mazedonien-Albanien-Griechenland- 10 Tage und jeden Tag ordentlich Kilometer onroad- falls noch jemand so was mag ...

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 Betreff des Beitrags: Re: OktoBär in Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 6. November 2017, 13:58 
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Wow, was für eine tolle Aussicht aus den Bergen! Der Urwald erscheint mir auf dem Foto auch so, dass dafür etwas mehr Zeit einzuplanen eine gute Idee wäre.

@mikettr600 - der Hoteltipp deines Kumpels wäre in dieser Rubrik sehr gut aufgehoben:
viewforum.php?f=56

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 Betreff des Beitrags: Re: OktoBär in Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 6. November 2017, 15:13 
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Er ist noch ein wenig am Basteln der Homepage- wir waren in diesem Jahr mit die ersten Gäste...

Hier mal ein Link zu einem frühen Film zur Gegend und zum Haus: https://vid.me/CeOC

In meinem Reisebericht- Video vom Sommerurlaub 2017 sieht man auch einige Aufnahmen vom Haus und einigen Aktivitäten, die wir dort in der Umgebung gemacht haben. Der Ort heißt ZAGVOZD- hat 3 Kaffees, 1 Supernmarkt, 1 Bäcker- alles in 200m Umkreis, große schöne Kirche. Liegt verkehrsgünstig in der Nähe der Autobahn, aber auch nur 10km von der Küstenstraße entfernt. Aber ich habe ihn mal ermahnt daß er mit der Homepage Gas geben soll.

Weitere Bilder von unserem Sommerurlaub: gugst Du: https://mike-auf-tour.jimdo.com/sommeru ... en-bilder/

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 Betreff des Beitrags: Re: OktoBär in Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 6. November 2017, 21:50 
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Vorweg.. ihr braucht gar nicht groß scrollen, denn an diesem Tag hab ich das Bilder machen vergessen. Also nur Text und einen Kartenausschnitt.

Als wir am Morgen starteten viel auf, dass hier in der Küstenregion die Zweiraddichte deutlich zunahm. Im gesamten Urlaub hatten wir kaum andere Zweiräder gesehen. In Albanien vielleicht 10 insgesamt, in Montenegro waren es kaum mehr, steigerte sich das auf der kroatischen Küstenstraße. Aber jetzt hier im Norden, an einem Sonntag, waren es deutlich mehr.

Da war ich froh, dass wir nach einigen Kilometern die Küstenstraße verließen und uns in die Berge und Wälder schlugen. Da war es ganz nett, mit dem einen Haken, dass je höher wir kamen, desto kälter wurde es. Aber immerhin war es trocken und wenn man aus dem Schatten der Bäume heraus kam, hatte die frei stehende Sonne die Möglichkeit, ihre schwache Strahlung auf des Moppedfahrers Textil auszubreiten.
Die Strecke war nett, die Landschaft austauschbar. Also etwas was man mal machen kann, sich vermutlich aber in naher Zukunft nicht mehr an die Details erinnern kann.

Bei Delnice bogen wir auf die D32 nach Norden ab. Was für eine geniale Streckenführung! 10km mit flüssiger Geschwindigkeit von einer Schräglage in die andere. Das entschädigte für die eher unangenehmen Temperaturen.
Die folgende Streckenführung war dann auch nicht schlechter.
In Cerovo stand dann ein großes Holzboot vor einem Haus und nicht nur ich dachte: "Noah... bist du's?"

Nach Mali Lug waren dann plötzlich die Straßenbegrenzungen abwechselnd in Rot und Weiß bemalt. Ich weiß ja nicht wie es euch so geht, wenn ihr so etwas seht, aber bei mir ändert sich aufgrund der visuellen Wahrnehmung die Sitzhaltung, es kommt Spannung in den Körper. Der Gang wird gerne einen oder zwei tiefer, als nötig gewählt. Und wenn dann auch noch Kurve auf Kurve kommt, an vorspringenden Felsspalten rot-weiß bemalte Reifen hängen, um Übermütigen den Einschlag angenehmer zu gestalten, spätestens dann weiß man, dass man sich auf einer Rennstrecke befindet.
Zugegeben, eine "Rennstrecke" mit Gegenverkehr, wie das halt so ist, bei zeitweiligen Bergrennstrecken. Aber das Ganze ist schon ein Riesenspaß. Ich hab dann mal im Nachhinein gesucht und es scheint wirklich eine temporäre Bergrennstrecke zu sein. In jedem Fall ist es eine tolle Gegend da und ich war da bestimmt nicht zum letzten Mal.

Hier ein Luftbild
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Und in diesem Pdf wird die Rennstrecke abgebildet
http://docs.wixstatic.com/ugd/5f37fc_1a ... adcfa1.pdf

Ich hab mal gesucht nach einem Video dieser Strecke aus Sicht eines Motorrades. Hab leider keins gefunden. Aber jede Menge von Bergrennnen. Wen es interessiert, sucht auf Youtube nach "Hillclimb Cabar".

Natürlich war das das Highlight dieses Tages. Wobei es sicherlich nicht den Rest bis zur Grenze schmälern soll. Insgesamt waren es fast 50km purer Spaß an einem Stück. Wo hat man das sonst, außer auf Sardinien?

An der Grenze war es nicht ganz so spaßig. Zumindest in diesem Moment. Ronny kommt als erster ans Häuschen, wird von der Grenzerin durchgewunken und startet durch. Ich knapp dahinter, auch ich bekomme einen Wink, will gerade Gas geben, als in dem Moment ein wütender Grenzer aus einem zweiten Häuschen springt, uns aufhält und mit deutlich erregter Stimme auf seine Füße zeigt und artikuliert "Slowenia!". Dann zeigt er auf das Häuschen der Grenzerin und schimpft: "Croatia!". "Slowenia-Croatia!". Das hat er bestimmt 3x wiederholt, bevor er sich unsere Papiere ganz genau angeschaut hat. Zum Schluss hat er aber dann doch unser Angebot, dass wir Ronny per Telefon wieder zurückholen abgelehnt. Er war schon ganz schön stinkig, dass wir diesen Unterschied nicht sofort bemerkt haben...

Mit einer Kaffeepause ging es dann zurück zu unserem Anhänger Abstellplatz. Dazwischen hatten wir noch ein kleines, unbedeutendes "Gefecht" mit zwei deutschen GS Fahrern, was Ronny später mit "Da schämt man sich ja fast, selber eine GS in der Garage stehen zu haben" kommentierte.
Nach dem Verladen und dem Umziehen fuhren wir noch in unsere Unterkunft, hatten noch einen netten Abend in einer sensationellen Pizzeria in Skofja Loka (falls ich da je wieder hin komme, hoffe ich, diese wieder zu finden) und machten uns am nächsten Morgen auf die Heimreise.

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Gruß, Florian


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