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Schanfigg reloaded
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Autor:  steph [ Samstag 14. September 2019, 14:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schanfigg reloaded

:Ju: eine Reise in die Vergangenheit bei Kaiserwetter .. und mit eurer Ma wäre ich gerne mal mitgefahren DD

Schön, dass es euch so gut ergangen ist und ich bin schon sehr gespannt wie's weitergeht.. :kno:

Autor:  Andreas W. [ Samstag 14. September 2019, 17:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schanfigg reloaded

Für 0,50 CHF eine ganze Stunde essen ist ein erstaunlich fairer Kurs für die Schweiz, oder bringe ich was durcheinander ;)
Ne Quatsch... schöne Tour... stelle mir auch grad Eure Mutter im Käfer und Zwischengas in der Kurve vor... :Sl:

Autor:  Kurare79 [ Montag 16. September 2019, 07:17 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schanfigg reloaded

Sehr schön DD Eine Reise mit der Schwester zurück in Erinnerungen der Kindheit... da wird mir warm ums Herz und ein Gefühl der Nostalgie umgibt mich. Danke fürs Zeigen! Und mitnehmen

Autor:  Rainisbistro [ Mittwoch 18. September 2019, 19:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schanfigg reloaded

Lost Road

[Conni] Tatsächlich: Durch eine Lücke in der Straßen-Leitplanke gelangen wir direkt hinter der Bergröhre
zu einem kleinen Parkplatz und stellen den zufrieden brummenden Goldbär ab.
Schaut man sich um, sieht man die ganze Pracht!

Bild1 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild2 by Rainer Schramm, auf Flickr

Leider kann er nicht mitkommen auf die alte Straße des “Calfreiser Tobel”. Für uns wäre das Befahren
dieser “lost road” ja ein echter Knaller gewesen. Aber die etwa 420 m lange und sehr steile frühere
Tobelstraße lässt das wirklich nicht zu. Deswegen gehen wir sie heute zum ersten Mal in unserem Leben
zu Fuß runter – und wieder rauf.

Bild3 by Rainer Schramm, auf Flickr

Die Straße windet sich oberhalb der tief eingeschnittenen, wilden Schlucht entlang vieler störender Felsnasen,
im Sommer bedroht von Steinschläge und abgestürzten Bäumen, im Winter von Eisabbrüchen und
Schnee-Abrutschen. Die zum Tobel hin offene Straßenseite ist instabil und rutscht langsam hangabwärts.
Außerdem ist sie sehr eng: 2 PKWs kommen hier nicht aneinander vorbei, weswegen in geringen Abständen
Ausweichen talseits gebaut wurden.

Spannend wurde es früher für uns alle im Auto, wenn sich hier 2 PKWs begegneten: Klarer Fall von Bergfahrt
vor Talfahrt, außer du bist ein Postbus… Aber wo war nochmal die letzte Ausweiche???

Unsere Ma fuhr uns Jahrzehnte lang sicher und unfallfrei durch’s Schanfigg. Kaum zu glauben bei diesen Bildern,
aber wahr! Danke, Ma!

Bild4 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild5 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild6 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild7 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild9 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild10 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild11 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild12 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild13 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild14 by Rainer Schramm, auf Flickr
Bild15 by Rainer Schramm, auf Flickr

Ich kann mich kaum satt sehen. Meine Blicke wandern fasziniert und staunend in alle Richtungen. Ja, ich erkenne
diese Straße wieder. Obwohl sie ganz schön in die Jahre gekommen ist und eher einer verwilderten Wanderstrecke
gleicht: Hier darf die Natur machen, was sie will.

Wie oft sind wir hier hoch- und runtergefahren? 1000 andere Dinge gehen mir durch den Kopf… Wann war ich das
letzte Mal hier? Muss Jahrzehnte her sein. Fast habe ich das Gefühl, es war gestern, so klar sind meine Erinnerungen
und so nah meine Gefühle. Vergangenheit und Gegenwart…

Wir lassen uns viel Zeit zum Schauen, Staunen, Erinnern und Austauschen…

[Rainer] Obwohl man Autos hören kann – besonders am Ein- und Ausgang des Tunnels – nehme ich hier alles als
sehr still wahr. Und bin auch still. Das Ganze bekommt mehr und mehr etwas Andächtiges, nicht wie eine Kirche,
sondern mehr wie ein mystischer Ort. Wie in Trance laufe ich los.

Ja, das ist wirklich eine verlorene Straße! Stark, was sich die Natur hier zurück geholt hat. Sie hat viele, breite Risse
in den Teer gezogen, hier und da ein paar kleinere und ein paar richtig große Felsbrocken auf die Straße knallen lassen.
Ein paar Bäume liegen quer, und alte Betonmauern neigen sich dem Tal zu, als ob sie demnächst im Abgrund verschwinden
wollen. Ein kleiner Fußweg schlängelt sich durch den Schutt. Dass hier mal Autos gefahren sind?! Tief in mir höre ich
das Hupen der Postbusse. Und tatsächlich – kommt da nicht gerade einer?

Bild16 by Rainer Schramm, auf Flickr

Bewegt kommen wir zu unserem Startpunkt zurück.
Und da: Was für ein toller Blick auf die andere Talseite!
Das wäre ein perfekter Platz für ein Picknick. Beim nächsten Mal :D

Bild17 by Rainer Schramm, auf Flickr

Wir satteln auf, und weiter geht’s nach Pagig. Gut, dass Conni Räterromanisch kann:

Solsana, nus vegnain!“ (wir kommen!)

https://schanfiggreloaded.home.blog/

Autor:  steph [ Mittwoch 18. September 2019, 22:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schanfigg reloaded

:Sab: :Sab: :Sab: wunderschön :App: :App: :App:

Autor:  Chris aus Hofkirchen [ Donnerstag 19. September 2019, 06:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schanfigg reloaded

Schöne Bilder, und das mit dem eingeblendeten Postbus - toll DD

Autor:  Schippy [ Donnerstag 19. September 2019, 07:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schanfigg reloaded

:L :L :L
Bei den ersten 1-2 Fotos, dachte ich dass das der Goldär doch schaffen könnte, aber bei den weiteren war dann klar, da würde sogar die Tunnelumfahr-Endurofraktion an die Grenzen kommen....

Prima Unterhaltung von euch. :App:

Danke fürs reinstellen.

Grüßle
Herbert aka Schippy

Autor:  Rainisbistro [ Samstag 21. September 2019, 23:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Schanfigg reloaded

Im Schanfigg (3): Pagig, Solsana

[Rainer] Solsana, unsere nächste Station. Kaum aus dem Clasaurer Tunnel heraus,
sehen wir Pagig links oben am Berg. Das unterste Haus ist unser ehemaliges Feriendomizil.
Solsana, so hatte Hedi Bollinger ihr Haus genannt. Gesund durch Sonne? Nicht ganz abwegig.
Sie hatte ein uraltes Bauernhaus gekauft und es stilgerecht ausgebaut.
Im Winter pflegte sie alte Herren in Chur, und im Sommer war Solsana ihr Ferienheim für Kinder,
das auch zwei Ferienwohnungen für Familien bot.

Unsere Eltern waren über eine Kleinanzeige darauf gekommen und hatten den ersten Urlaub dort
blind gebucht. Da war ich gerade mal 4 Jahre alt, Conni schon ein Teenie. Aus einem erst mal
abwartend distanzierten Verhältnis – die Hedi war schon irgendwie „anders“ – wurde im Lauf der Jahre
eine ziemlich enge Freundschaft. Irgendwann hatten wir unseren eigenen Schlüssel zum Haus
und das Angebot: „Kommt, wann immer ihr wollt!“.


Sorry, leider zickt heute flickr. Oder ich check's nicht?
Deshalb möchte ich dieses Mal auf unseren Blog verlinken.
Inhaltlich ist das 1:1 kompatibel, euch entgeht nix.

Weiter gehts hier: https://schanfiggreloaded.home.blog/201 ... g-solsana/

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