Mimoto's Reiseforum

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 Betreff des Beitrags: Re: TET GR-AL-BiH
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. Dezember 2019, 14:32 
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Hallo,

erst die "holprige" Anreise, dann krankheitsbedingte Zwangspause, da sollte eure Pechsträhne eigentlich mal beendet sein, aber wenn ich die Andeutungen mit der gebuchten Unterkunft lese....

Ungefähr zu der Zeit hatten wir im Permet Quartier bezogen und waren westlich von eurer Route im Gemüse unterwegs, u.a. im Osumi Canyon, an eurem Grenzübergang sind wir in Sichtweite vorbeigefahren und hatten überlegt, ob wir eine Runde in Griechenland drehen, passte nicht so in unsere Pläne, wird aber bestimmt noch nachgeholt, den letzten Kick haben mir die verschiedenen Reiseberichte über GR verpasst, da geht es mir wie Max, nur hab ich da eher noch die Bilder von Flüchtlingen im Kopf als Hully Gully.

Freue mich auf die Fortsetzung eures Berichtes! DD

Gruss
Frido

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 Betreff des Beitrags: Re: TET GR-AL-BiH
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Dezember 2019, 13:50 
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Hallo Max und auch die anderen nun Griechenland Faszinierten.

Ich hatte meine erste Griechenland Erfahrung vor 30 Jahren auf Rhodos und eine weitere vor 15 Jahren auf Kreta.
Griechenland verband ich seitdem auch mit Meer, und Bildern romantischer weißer Häuser vor einem strahlend blauem Himmel, wie er nur in Griechenland so blau sein konnte.

Dass aber Griechenland auch aus Landmasse besteht, verlor ich völlig aus dem Fokus.
Im Hinterland ist es ein raueres Land, wild zerklüftet, viele Berge und noch viel mehr Wald.
Ein komplett anderes Bild, als jenes, welches sich in meinem Kopf firmiert hatte.

Doch nun haben wir Griechenland bereits hinter uns gelassen und sind eingetaucht in das Land der Skipetaren.

Hier geht es nun weiter mit dem Bericht unserer Reise:

Irgendwo in den Weiten des WWW hatte Ronny eine Route von einem Moppedfahrer entdeckt, die ein wenig von jener abwich, an welcher wir vor 2 Jahren aufgaben.
Es sollte von Voskopoja nach Lozhan, von dort weiter über Gramsh, Elbasan nach Verri gehen. Zwischen Gramsh und Elbasan eine Schotteretappe des TET, die wir schon im Vorjahr gefahren waren.

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Der Einstieg war der gleiche direkt am Ortsrand. Nur halt mal links abbiegen vor der Brücke. Haben wir gemacht und standen dann vor einer Schranke, an der 3 Männer erschienen und uns mit Händen und Füßen klar machten, dass wir hier nicht weiterfahren könnten.
Wir erklärten dann mithilfe meiner Tablet Navigation wo wir eigentlich hin wollten. Zwei von den dreien waren dann der Ansicht, dass das nicht geht, das man da nicht über den Berg käme. Nur der Jüngste meinte nach einem Blick auf unsere Fahrzeuge und unsere Kleidung, dass das doch ginge mit diesem Material. Gut... mehr wusste er ja auch nicht von uns.

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Wir also zurück zur Brücke, über die Brücke und dann nach links. Die nächsten 4km waren noch easy. Dann kamen matschige Steigungen, Ronny wurde angeschoben und ich sprach ihm Mut zu, dass die kommende Steigung nicht so wild sei...

Hochmut und so...

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Bei der dann folgenden heftigen Steigung, die schnurgerade über groben Kies den Berg hochlief - laut Navi 33m Höhe auf 110m Strecke - kniff ich alles zusammen und bewältigte es gleich. Da Ronny nicht gleich hoch kam, lief ich runter, gab weise Ratschläge und lief wieder hoch. Knallrote Birne, aber glücklich.

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Nachdem wir uns 25 Minuten ausgeruht hatten, ging es weiter. Jetzt fanden wir auch die flacheren Stellen, in denen sich das Wasser gesammelt hatte. Heißt ja nicht, dass es einfacher wird.

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Aber mit Gewalt geht ja alles...

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Ein Stückchen weiter war der Weg dann von halben Bäumen versperrt. Man hätte auch mal auf die Karte schauen können - vorher - um zu sehen, ob ein Weg drum rum führt. Einfachere Gemüter räumen dann einfach auf und lösen solche Probleme mit Muskelkraft.
Die dann eine Weile später wieder fehlt.

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Das schöne an Bergen ist ja die Gewissheit, dass es irgendwann wieder runter geht.

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Unschön ist es, wenn eine zentimeterdicke Matschschicht den eigentlich interessanten Pfad ziert. Da bleibt man dann auch mal stecken.

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Mittlerweile sahen die Moppeds aus wie paniert.

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Das mit dem Matsch wurde nicht besser

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Und mir dann noch mal zum Verhängnis. Ich habe keine Ahnung, wie groß die Stollen hätten sein müssen, um hier noch Halt zu bieten.

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Teilweise ging es richtig steil wieder runter. Auch mit einem richtigen Geländewagen wäre man da wohl in Schwierigkeiten gekommen...

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... und teilweise kam es dann auch auf die Breite an. Es gab zwar zuvor noch einen Abzweig, aber der war auch mit Stöckchen voll. Ich glaube, dass war gezielt von den Einheimischen gemacht worden, weil sie es leid waren, alle paar Tage ambitionierte Offroad Fahrer vom Berg zu retten.

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Gelegentlich hatten wir aber auch noch Ausblilck auf die grandiose Landschaft.

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Als krönenden Abschluss ging es noch über heftigere Stufen runter.

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Nun hatten wir den Asphalt wieder erreicht. Für dieses grandiose 20km Abenteuer hatten wir mit allen Pausen und Rettungsaktionen 5 Stunden vertrödelt. So hatte der Plan nicht ausgesehen. Und die Unterkunft war schon fest gebucht. Ab nun galt es sich ran zu halten.

Die Straße war komplett neu gemacht. Und ich hatte das Gefühl, der Planer war selbst Motorradfahrer.

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So ging es mit spektakulären Aussichten - von der komplett roten Schlucht habe ich leider keine Bilder - am Stausee vorbei und da es mittlerweile schon 17:00 war, verzichteten wir in Gramsh nicht nur auf den Offroad Abstecher nach Elbasan, sondern auch auf einen Kaffee.

Um 18:00 hatten wir dann Elbasan erreicht und anstatt uns da eine neue Unterkunft zu suchen, füllten wir noch mal unsere Tanks. Das Ziel lag ja irgendwo nördlich in den Bergen.
Die ersten paar Km waren "Asphalt". Oder was halt davon noch übrig war. Laut Garmin sollten nach den 8km Pass dann noch 18km Schotterstrasse sein und dann wieder Asphalt.
Wir hatten vielleicht 5km dieses staubigen Weges hinter uns gebracht, als das bereits dämmrige Licht in ein famoses Abendrot überging. An und für sich absolut überwältigend, brachte es aber auch die Gewissheit, dass es gleich dunkel werden würde. Und es war fast so, als hätte jemand das Licht ausgeknipst.
So eine 690er hat ja einige Vorzüge gegenüber anderen Modellen. Der Scheinwerfer zählt jedenfalls nicht dazu.
Mühsam tastete ich mich weiter voran und versuchte den Boden nach Hindernissen visuell abzutasten.
Es kamen uns auch noch Geländefahrzeuge in Form eines W124 und eines 5t Lastwagens entgegen und signalisierten damit, dass dies zumindest ein Weg zu sein schien, der von anderer Art als jener am Vormittag war.

Auch hier hatte es in den Vortagen geregnet. Erst waren es kleinere Löcher, welche mit Wasser gefüllt waren, dann nahm die Anzahl der Löcher zu und dann nahm die Anzahl wieder ab, ohne jedoch die Wassermenge zu verändern. Mittlerweile war häufiger der Weg auf seiner gesamten Breite geflutet. Teilweise ging das Wasser bis an die Nabe unserer 21 Zöller. Gut, das hatte den Vorteil, dass viel von dem am Vormittag aufgesammeltem Schlamm hier wieder abgespült wurde.

Nach den erwähnten 18km Schotterstrasse machten wir einen Halt und suchten angestrengt nach dem Asphalt. Erfolglos. Dies ließ nur einen Schluss zu: Garmin lügt!
Was will man machen? Weiter! Es sollte erst in Verri wieder etwas Asphalt geben.
Ich machte die Erfahrung, dass sich so eine 690er durchaus schaltfaul fahren lässt. Ich kam quasi nicht mehr in den zweiten und schon gar nicht mehr in den dritten Gang.

Aufgrund eines Navigationsfehlers nahmen wir kurz vor dem Ziel noch eine "Abkürzung". Sollte irgendwer mal die Tracks von mir anfordern, so rate ich dringend, diesen Pfad zunächst mal per Pedes zu begehen. Ich unterstelle den meisten, dass sie es dann mit dem Motorrad erst gar nicht versuchen. Allerdings hätte dann diese Episode eine Chance, aus der Münchhausen Ecke herauszukommen.
Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie Ronny da eigenständig und sturzfrei herunter fuhr. Das Gefälle betrug irgendwas zwischen 30 und 40° und war gespickt mit 20-40cm hohen Felsen. Auf eine Länge von vielleicht 100m. Ein Bach schlängelte sich lieblich am linken Rand entlang. Ich weiß das, saß ich doch darin.
Mein Fahrzeug bugsierten wir zu zweit, ohne Motor, im ersten Gang, immer wieder die Kupplung lösend das Gefälle hinab.

Nun war es nicht mehr weit bis Verri. Bedauerlicherweise war unser Wirt mit den modernen Medien nicht so vertraut und hatte den Wegpunkt seiner Unterkunft bei Booking einfach mitten in den Ort gesetzt. Aber da junge Leute in Albanien abends noch gern auf der Straße sind und in der Regel auch Englisch sprechen, bekamen wir eine Wegbschreibung zu einer Stelle etwa 500m ausserhalb des Ortes, welche wir alleine wohl nie gefunden hätten.

300m nachdem wir wieder vom Asphalt abgebogen waren, standen wir vor einem roten, verschlossenem Tor. Die Reaktion auf Hupen (meine ging ja wieder, wie der geneigte Leser weiß) war ein laut vernehmliches Bellen. Der Tonart nach zu schließen von einem größerem Exemplar. Sichtbar wurde das Tier nicht, aber es verbot sich, das Gelände einfach so zu betreten. An der Beleuchtung des Hauses änderte sich indes nichts.
Ronny griff zum Mobiltelefon, war ja eine Nummer bei Booking angegeben gewesen.
Der Herr am Telefon meinte, er hätte bis 19:00 gewartet, da wir ja optimistisch 17-18 Uhr als Ankunftszeit angegeben hätte und sei nun die 40km zurück nach Tirana gefahren, wo er ja eigentlich wohnt. Als wir erwähnten, dass wir vor einem roten Tor stehen, meinte er nur: "Just a second." und legte auf.
3 Minuten Ratlosigkeit unsererseits später, wackelte eine alte Dame mit Handy am Ohr aus dem Haus, sprach uns in einer für uns unverständlichen Sprache (Albanisch) an und reichte uns das Handy. Der Wirt war wieder am Apparat und nahm unsere Wünsche entgegen und übersetzte sie seiner Mutter, so dass wir um halb Zehn doch noch unser Quartier beziehen konnten, ein Bier bekamen, eine heiße Dusche und einen Eintopf aus Bohnen mit Hammel mit Salat.

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Ich glaube, ich war selten so froh mein Ankommbier zu trinken, wie an diesem Tag.
Dennoch: Ein unvergessliches Erlebnis!

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Gruß, Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: TET GR-AL-BiH
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Dezember 2019, 17:14 
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Ein unvergessliches Erlebnis!
Nachvollziehbar.
Wenn ich mitgefahren wäre .... wär's für mich, der ich keinen Schlamm / Batz mag, wohl eher ein vergessliches Erlebnis gewesen.
Whow - als "um Schlamm/Batz wissender" ziehe ich den Hut.
Aber irgendwie entschädigt die Landschaft und Gastfreundschaft schon auch ein wenig für die Strapazen.

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maxmoto
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 Betreff des Beitrags: Re: TET GR-AL-BiH
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Dezember 2019, 17:40 
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Hallo,

ich mag auch keinen Schlamm, werde dich aber ganz sicher vor meiner nächsten Albanientour kontaktieren, diese Strecken und Erlebnisse sind ja eigentlich das Salz in der Suppe eines Endurourlaubs. Man quält sich, flucht, hat mit Glück Begleiter die auch über Galgenhumor verfügen und erinnert sich gerne an diese "Abenteuer". Ist nur blöd, wenn man ein geplantes Ziel erreichen muss und unterwegs nicht einfach abbrechen kann. DD

Keine Ahnung wie lang die Stollen sein müssten, Reifenhalter und Luftdruck verringern wäre da nicht verkehrt, ist dann auf der Strasse aber nicht so komfortabel, ist halt der Preis wenn man auf eigener Achse + Gepäck unterwegs ist.

Gruss
Frido

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 Betreff des Beitrags: Re: TET GR-AL-BiH
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 27. Dezember 2019, 01:47 
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Hallo Frido,
das kannst du gerne machen mit dem Kontaktieren. :)

Zu der Schlamm Geschichte: Das war auf der Westseite, auf der wir begonnen haben, nicht ganz so schlimm. Irgendwie noch alles ganz gut machbar.
Wären wir allerdings von der anderen Seite gekommen, dann hätten wir vielleicht noch die Steinstufen mitgenommen, hätten aber spätestens nach 2km abgebrochen.
Vielleicht nicht mal, weil wir eingesehen hätten, dass es heftig ist, sondern einfach weil wir die Steigungen mit dem Schlamm nicht mehr hoch gekommen wären.

So haben wir aber ordentlich geschwitzt und haben danach noch was zu erzählen ;)
Und vielleicht lachen wir ja drüber, wie dämlich wir uns angestellt haben dieses Jahr, falls wir irgendwann mit noch mehr Erfahrung da ganz easy lang fahren :D

Gruß, Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: TET GR-AL-BiH
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 27. Dezember 2019, 02:12 
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Also ein klein wenig weiss ich ja, was garmin adventure routen in Albanien in Verbindung mit Nässe bedeuten können.
Ich hab beim Lesen leicht mittranspiriert.....

Grüßle
Herbert aka Schippy


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 Betreff des Beitrags: Re: TET GR-AL-BiH
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 27. Dezember 2019, 12:13 
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Beiträge: 468
Wohnort: Sachsen, Freiberg
Sehr schön geschrieben, tolles Abenteuer und sicher eine gut Herausforderung.
Aber die fing ja schon bei der Anreise an...

_________________
-Grüße Cornell-


https://www.flickr.com/gp/elbsachse/14kuWs


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 Betreff des Beitrags: Re: TET GR-AL-BiH
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 27. Dezember 2019, 16:04 
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Beiträge: 769
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Vielen Dank für die Kommentare :)

Am nächsten Morgen hatten wir strahlenstes Wetter und ausreichend Frühstück im Garten.

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Das Haus selbst war während des 2. Weltkrieges wohl mal eine Weile ein Unterschlupf des Widerstands gegen die Besatzer.

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Soweit ich den Wirt verstanden habe, waren dies wohl die Italiener. Ich hab mir dann auch überlegt, wie man ein solches Land wohl besetzen und kontrollieren will. Wie man die möglichen Rückzugsgebiete in den Bergen erreichen will und mit welchen Fahrzeugen.

Wir fuhren zunächst ein Stück ostwärts und trafen da auf die SH54. Das erste Stück erinnerte ein wenig an Theth aber rein mental relativierte sich der Anspruch dieser Strecke, als wir auf einen alten Mercedes Transporter aufliefen. So wild konnte das also gar nicht sein.

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Die SH54 bot immer wieder spektakuläre Ausblicke im Westen und ließ sich ansonsten recht einfach fahren.
Der eigentliche Plan war gewesen Richtung Klos zu fahren und dann weiter nach Rreshen um dort wieder in den TET einzusteigen.

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Der Weg war allerdings (Kinds)Kopfsteinpflaster und sehr rumpelig zu fahren, so dass wir nach kurzer Strecke umdisponierten und über Tirana fahren wollten. Das ging bedeutend einfacher und bescherte uns noch einen Plausch mit einem albanischen Baggerfahrer, der mitten im Nirgendwo auftauchte. Ich glaube ich will gar nicht wissen, wo der eigentlich herkam und wie lange er schon mit seinem langsamen Gefährt unterwegs war.

Tirana war dann ein Highlight ganz anderer Natur. Ich war ja schon in einigen südlichen Metropolen. Neapel um mal ein Beispiel zu nennen. Aber so rücksichtslos wie in Tirana hab ich das selten erlebt. Das war Anarchie pur. Völliges Verlassen auf das Recht des Stärkeren. Da wurde gedrängelt, Lücken gesprungen, alles nur um ein, zwei Fahrzeuglängen weiter vorne im Stau zu stehen.

Ich war heilfroh, diesem Moloch wieder entkommen zu sein, auch wenn es bedeutete, dass wir bis Rreshen auf ziemlich langweiligen - auch landschaftlich - Wegen unterwegs waren.
Hier bogen wir wieder auf den TET ab. Brandneu war der Asphalt. Schade.

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Zunächst dachten wir, das ginge nur bis zur Staumauer. Aber es endete auch nicht oberhalb des Sees, sondern zog sich die nächsten 11km.

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Aufgrund der Verschmutzung der Straße war der Fahrspaß hier zudem noch suboptimal. Landschaftlich hingegen wieder toll.

Die Strecke war nicht übermäßig anspruchsvoll und ließ für mich einen ziemlich flotten Strich zu. Bedeutet, ich bin auch mal über 30kmh schnell gewesen. Zugegeben, nicht viel schneller aber immerhin. ;)

Mal ging es durch eine kleine Furt,
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mal über eine abenteuerliche Brücke
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und einmal fuhren wir auch für bestimmt 100m in einem Bachbett.
Die Landschaft wurde allgemein flacher, je mehr wir uns Shkodra annäherten und es waren nur noch wenige Steigungen und Abfahrten zu bewältigen.
Insgesamt aber ein schöner Kontrast zu den Anstrengungen des Vortags.

In Shkodra bezogen wir wieder das empfehlenswerte "Petit Hotel Elita" und speisten hervorragend im "Peja Grill".

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Gruß, Florian


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