Mimoto's Reiseforum

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 Betreff des Beitrags: Endlich bei den Skipetaren
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 17. September 2018, 12:20 
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Hallo,

letzten Freitag war es endlich soweit, mein Freund Peter und ich sind nach Albanien aufgebrochen. Da die DRZ 400 kein Reisemopped im eigentlichen Sinn ist, haben wir 3 Zetten in meinen Reno Master gepackt und sind ganz entspannt gestartet. 2 Mann und 3 Enduros? Wenn der Platz vorhanden ist und ein Ersatzmopped in der Garage steht nehme ich das mit, ich habe schon einmal wegen eines Kolbenfressers den Frankreichurlaub nach 2 Tagen abbrechen müssen, das soll nicht noch einmal passieren. Ein Bekannter war in Rumänien froh, dass Ersatz dabei war, am 1. Tag ist ihm nach 30 km die Benzinpumpe seiner 250er Huskie verreckt, aber das ist eine andere Geschichte.

Nach ca. 1.000 km haben wir in Maribor übernachtet und da wir ja Urlaub haben, hat es uns nicht gestört, dass uns die freundliche Rezeptionistin sagte, dass es erst ab 8 Uhr Frühstück gibt. Samstag sind wir gegen 9 Uhr aufgebrochen und haben uns für die restlichen 50 km bis zur kroatischen Grenze die 30 € für die Autobahnvignette gespart und sind gemütlich über die Landstrassen gegondelt.

5 km vor der Grenze waren die Wegweiser nach Kroatien durchgestrichen. Wir haben das ignoriert weil die Strasse frei aussah, bestimmt ist da nur an Werktagen irgendwo eine Baustelle. Denkste, kurz vor der Grenze war Ende, wir sind einem Einheimischen gefolgt der über einen asphaltierten Waldweg gefahren ist - geht doch, wir kamen am Grenzübergang raus, aber die Zufahrt war Opfer der Baustelle geworden. Optimistisch sind wir einer kleinen Strasse gefolgt, der nagelneue Grenzzaun vermittelte nicht den Eindruck, als könne man hier die Grenze alternativ überqueren, also haben wir gedreht und sind die 15 Minuten zurück zur Grenze gefahren. Da konnten wir nur in Richtung Slowenien auf die Autobahn auffahren und den langen Stau Richtung Kroatien begutachten. Der gefiel uns so gut, dass wir uns nach dem Wenden angestellt haben. :(

Ich bin selten bzgl. der Routenplanung so schlecht vorbereitet auf Tour gegangen. Lt. Navi bot sich ab Zagreb die Weiterfahrt Richtung Bosnien/Sarajewo an oder alternativ über die kroatische Autobahn bis nach Montenegro und dann weiter nach Shkodra. Die Strecke über Bosnien sollte etwas kürzer und schneller sein und dazu noch ca. 30 € weniger Maut kosten, also haben wir die genommen - keine gute Idee wenn man zügig nach Albanien möchte. An der Grenze zu Bosnien standen wir wieder im Stau, der Grenzer wollte dann noch einen Blick hinter die undurchsichtige Scheibenfolie werfen, wir mussten die hinteren Türen öffnen und dann wollte er noch die Moppedpapiere sehen, einschließlich der grünen Versicherungskarten. Dann ging es großteils über Landstrassen durch das landschaftlich sehr schöne Bosnien, das ist sicher eine Reise wert. Die Uhr tickte schneller als der Kilometerzähler, wir kamen nur schleppend voran und drückten aufs Gas soweit es ging. Dann forderte uns das Nav gegen 19.30 Uhri auf von der Hauptstrasse abzubiegen und über den 8 km entfernten Grenzübergang nach Montenegro zu fahren. Es war stockfinster als wir vor dem geschlossenen Schlagbaum ankamen und uns der Beamte mit Bedauern erklärte, dass dieser Übergang ausschließlich für "Locals" sei. Also sind wir wieder zurück zur Hauptstrasse, 30 weitere Minuten unserer inzwischen knappen Zeit waren futsch. Auch beim Grenzübergang nach Montenegro kontrollierten beide Seiten, wieder das Auto öffnen und wieder die Moppedpapiere rausholen.

Ende vom Lied, kurz vor 22 Uhr sind wir ca. 60 km vor Shkodra in ein Hotel eingekehrt. Vorher sind wir noch durch Niksic gefahren, da hat es uns gar nicht gefallen und wir hätten da ungern das Auto abgestellt.

Die Strassen in Montenegro sind in einem guten Zustand, die Fahrt bis zur albanischen Grenze verlief entspannt. Da gab es wieder die obligatorische Wartezeit, den Blick in den Bus und die Kontrolle aller Fahrzeugscheine und grünen Karten.

Wir waren überrascht, dass die Strasse Richtung Shkoder in einem sehr guten Zustand ist und da entlang recht viele neue Häuser stehen. In Koplik haben wir einen Geldautomaten gefunden, Peter hat 3x vergeblich versucht mit der EC-Karte Geld abzuheben, mit meine Visa klappte es auf Anhieb. Dann rein in den benachbarten Telefonladen und erstmal eine Simkarte gekauft. Das dauerte eine Weile weil uns der freundliche junge Mann erst beraten und dann die Karte installiert hat. Wie dort üblich hatten wir den Bus am Fahrbahnrand der Hauptstrasse geparkt, das gefiel einem Polizisten wohl nicht, der stand mit gezücktem Block neben unserem Auto. Auf meine Frage, ob es ein Problem gäbe, erklärte er auf Englisch, dass man so nicht parken dürfe, dafür gäbe es einen öffentlichen Parkplatz.Ich verkniff mir die Frage ob das auch für die einheimischen Fahrzeuge gilt die vor und hinter uns standen. Er beließ es bei der freundlichen Ermahnung und wir setzten unsere Fahrt zum Lake Shkodra Resort fort. Der Platz ist recht gut besucht und wir bezogen in einem der Mietzelte Quartier. Ist sehr gemütlich, der Platz ist sehr gepflegt und das Personal sehr freundlich - sehr empfehlenswert!

Heute stand die Theth-Runde auf dem Plan, aber Peters Daumen ist aus unerklärlichen Gründen dick und vmtl. entzündet, an Endurofahren ist so nicht zu denken. Also tun wir uns die Ruhe an und planen nachher weitere Touren.

Et is wie et is, mer muss et nemme wie et kütt und et hätt noch emmer joot jejange.

Gruss
Frido

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Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Endlich bei den Skipetaren
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 17. September 2018, 12:29 
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Tja, manchmal fährt man halt ins Blaue mit allen Konsequenzen ... mir auch schon passiert. :mrgreen:

Sehr schön Frido , freu mich schon auf den Bericht! :L

Albanien/Balkan steht bei mir ganz oben auf der Liste, nachdem ich mal (ohne Mopete) eine Woche im Kosovo war.

Servus, Monti

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Meine Gefährte sind orange ... und ich bin überzeugter Endurist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Endlich bei den Skipetaren
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 17. September 2018, 18:42 
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Gute Besserung an Peters Daumen.
Wünsche euch schöne Touren und uns vor dem Bildschirm
tolle Berichte :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Endlich bei den Skipetaren
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 17. September 2018, 18:58 
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Frido, das meine ich nicht böse:
Die Grenze zwischen Sparsamkeit und Geiz ist manchmal ziemlich fließend.

Gute Besserung für Peter's Daumen!!!
Du hast Dich jetzt schon so oft und so lange auf die Theth-Runde, gefreut, dass sie diesmal einfach klappen muss.
Ich drück Dir die Daumen dass es klappt und ihr ein schöne Zeit habt.

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maxmoto
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 Betreff des Beitrags: Re: Endlich bei den Skipetaren
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 17. September 2018, 23:34 
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Hallo Max,

maxmoto hat geschrieben:
Frido, das meine ich nicht böse:
Die Grenze zwischen Sparsamkeit und Geiz ist manchmal ziemlich fließend.

hilf mir auf die Sprünge, wie meinst du das?

Was hat es mit Sparsamkeit oder Geiz zu tun wenn man sich für eine Route entscheidet die lt. Navi kürzer, schneller und billiger ist?

Im August bin ich mit der Familie über die kroatische Autobahn gefahren, da haben wir ca. 30 - 40 km stop n go gehabt, danach der gleiche "Spass" zwischen Triest und Udine. Autobahnen sind nur schnell wenn man nicht Teil des Staus ist. ;)

Mal gucken wann ich den Kollegen aufs Mopped geprügelt kriege, wir haben glücklicherweise gute 3 Wochen Zeit. :) Sicher freuen wir uns auf das Motorradfahren, aber so ein Faulenzertag in netter Umgebung und bei strahlendem Sonnenschein ist auch keine Strafe. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Theth-Runde und weitere interessante Strecken fahren werden, Peter ist selbst sehr unzufrieden mit der Situation und wird sich aufs Mopped setzen sobald es möglich ist.

Heute haben wir beim :Pr: im Campingrestaurant Karten und Reiseführer gewälzt. Die junge einheimische Kellnerin hatte Zeit und schaute sich im Laufe des Gesprächs die Fotos im Reiseführer an. Sie fand die vom Koman See sehr schön, ich hatte den Eindruck, dass sie den noch nie gesehen hat, obwohl der quasi um die Ecke ist. Als wir ihr Fotos von Endurostrecken zeigten und ihr erklärten, dass das Strecken sind die wir gerne fahren, hat sie uns innerlich wohl für vollkommen bekloppt erklärt. Naja, so gaaanz Unrecht hat sie auch nicht. :Mh: ;)

Gruss
Frido

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 Betreff des Beitrags: Re: Endlich bei den Skipetaren
Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 18. September 2018, 00:54 
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Was hat es mit Sparsamkeit oder Geiz zu tun wenn man sich für eine Route entscheidet die lt. Navi kürzer, schneller und billiger ist?
Das zu erklären sehe ich mich außerstande da wir so unterschiedlich ticken als sprächen wir unterschiedliche Sprachen.

Im August bin ich mit der Familie über die kroatische Autobahn gefahren, da haben wir ca. 30 - 40 km stop n go gehabt, danach der gleiche "Spass" zwischen Triest und Udine.
Die Theresienwiese in München eignet sich hervorragend zu joggen oder für ähnliche sportliche Aktivitäten.
Zur Zeit des Oktoberfestes allerdings weniger.
Möglicherweise haben sich das die Autobahnen im August von der Theresienwiese abgeschaut.

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maxmoto
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 Betreff des Beitrags: Re: Endlich bei den Skipetaren
Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 18. September 2018, 04:34 
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Hallo

Musste doch gleich googeln was "Skipetaren" heisst.

Viel Spass dort.

gruss sushi

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2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa
http://www.youtube.com/user/MrXt660ztenere


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 Betreff des Beitrags: Re: Endlich bei den Skipetaren
Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 18. September 2018, 21:18 
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Hast Du nie Karl May gelesen? :mrgreen:

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Alles über 50PS braucht man nur um Fahrfehler auszugleichen!


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