Mimoto's Reiseforum

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 Betreff des Beitrags: Re: Richtung Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2018, 06:00 
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Hallo Max, bin auch mit dabei. Endlich hab ich das Ende des Threads eingeholt - hier wird ja schneller gepostet als man lesen kann … auch von mir beide Daumen hoch …


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 Betreff des Beitrags: Re: Richtung Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2018, 07:54 
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Beiträge: 5085
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maxmoto hat geschrieben:
Ich möchte mal klar stellen bzw. wertfrei stellen bzw. mich selbst interpretieren, wie ich's gemeint habe.
.............



Max,

einfach schön zu lesen, deine Gedanken! :L

LG und eine schöne Zeit

_________________
Gigl


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 Betreff des Beitrags: Re: Richtung Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2018, 08:11 
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Wohnort: Kottingbrunn
maxmoto hat geschrieben:
Und jetzt erzähl ich Euch noch eine Geschichte, die einfach die verschiedenen Sichtweisen zeigt.
Es gibt einen Pass zwichen der Grenze Montenegro / Albanien bei Gusinje und Hani Hotit.
Für mich einer der schönsten Pässe die ich kenne, weshalb ich ihn immer "Stilfser Joch" von Albanien nenne.
Den bin ich 2014 mit dem Wolf, dem Klaus(ton) und dem Gigl gefahren.
Ein Natursträßchen, eine Schotterstrasserl, aber bei dem außergewöhnlich starken Gewitterregen schon fast eine offroadmäßige Herausforderung.
Diese Strecke wurde größtenteils (ich schätze zu 98%) hervorragend geteert und ich bin sie - leider bei Starkregen 2017 mit mehrern Forumisti gefahren.
So wirklich prickelnd schön war's nicht, weil wir durch den Regen die Schönheit der Landschaft nicht wirklich wahrnehmen konnten.
(Beweis: Mit Tornante und Alen - die letztes Jahr auch dabei waren, bin ich heuer bei Sonnenschein wieder gefahren und die zwei - vor allem Alen - waren total geflasht.)
Ein paar Tage bevor ich mit den beiden gefahren bin, fuhr ich ihn allein mit Liane.
Auch das Stichsträßlein nach Vermosh.
In Vermosh traf ich einen Alleinfahrer auf seiner Fazer. Ein Schwabe aus Biberach an der Riss.
Wir quatschten (er empfahl mir dabei das Hotel Alpin in dem wir später nach der Koman-Fähren-Fahrt) genächtigt haben.
Ich sagte zu ihm: Ein Wahnsinnspass gell, vergleichbar mit dem Stilfser hoch, nur besserer Teer und weniger Verkehr.
Er bremste mich ein. "Landschaftlich schon schön, aber da laufen ja Tiere rum, ich musste ein paar Mal abbremsen, weil Ziegen und Schafe auf der Straße waren, soger Kühe und das mitten auf der Straße.
Auch Steine lagen auf dem Weg, richtig große. Und hast Du den Baum gesehen, der die Böschung gesprengt hat und die Straße fast um ein Viertel verschmälert hat?"
Natürlich hab ich das auch alles wahrgenommen, aber so wirklich gesehen, dass es mich gestört oder beeinträchtigt hat, hab ich es nicht.

Ich war einfach begeistert, weil ich es anders kannte und ich gesehen habe, was sich in den vier Jahren in den Dörfer getan hat.
Ich hab mich für die Menschen gefreut, deren Leben jetzt einfacher geworden ist, die dabei sind sich Existenzen aufzubauen.
Bescheidene, aber immerhin.
Das Lokal in dem wir von vier Jahren waren (ein Tisch mit vier Stühlen und eine kleine Verkaufstheke) hat sich schön vergrößert, mit kleiner Terrasse und eigener Fischzucht.
Was will ich damit sagen.
1. Albanien verändert sich (teilweise) ziemlich schnell.
2. Damit auch der Blickwinkel des Touristen, der jetzt oder in Zukunft das erste Mal nach Albanien kommt. - Im Vergleich zu einem der von 4, 8 10, 12 ... Jahren schon dort war.
So, jetzt wisst ihr auch den Auslöser von meinem o.a. Geschreibsel.
Wenn ihr also hinkommt, erwartet keine Straßen, die für die Tour de France / Giro Italia extra geteert und gekehrt wurden.
Genuss - genießen ist selektiv. Nehmt für Albanien / Montenegro einfach ein etwas anderes Genusssegment aus dem Vollkreis des Genießens und ihr werdet es mögen oder zumindes wird es euch ein klein wenig beeindrucken.
Vielleicht positiv, vielleicht negativ, vielleicht mal so und mal so - aber so ganz kalt lassen wird es euch nicht.
Ich werde versuchen, es in meinen jährlichen Tourenplan aufzunehmen.



Interessant die Sichtweise.
Völlig wertfrei:
Wir sehen ganz viel und vergleichen das mit unseren Werten die wir von hier gewohnt sind.

Wenn man aber viel ausserhalb Mitteleuropas reist dann ist es ganz normal das Tiere rumrennen, denn die brauchen ja auch Ihren Platz.

Da hat man nicht überall sofort Zäune gebaut um was abzugrenzen oder einzusperren.

Die Menschen sind das gewohnt und leben damit.
Und ich persönlich finde es stört nicht.
Muß man halt etwas mehr aufpassen was man macht.
Eine Eigenart die wir langsam verlernen wenn nicht mal wo ein Schild steht das vor Irgendwas warnt.

Den Rest:
Konnte viel erkennen
Auch die Hochzeitstische von Karim und mir :lol: :lol: :lol:

Und sonst nur : :App: :App: :App: :App:

Also wie es aussieht gefällt es Liane :L

_________________
Wer sein Leben so einrichtet, dass er niemals auf die Schnauze fällt, der kann nur auf dem Bauch kriechen.

http://www.klausmotorreise.com

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 Betreff des Beitrags: Re: Richtung Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2018, 08:39 
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Beiträge: 689
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ich lese euren Bericht - und die anderen Berichte über den Balkan mit großem Interesse, weil es für mich alles Terra Inkognita ist. Und diese Berichte sagen, mir, fahr da mal schnell hin!
Auch vergleiche ich das hier gepostete mit den Bildern im Kopf, die ich gerade auf einer 9-tägigen Tour quer durch Italien gesammelt habe. (Ähnlich der Routen, die Jojo nimmt, nur scheinen meine Straßen kleiner)
Ja, und wenn ich mir das hier ansehe, dann kommt mir in den Kopf, dass sich Albanien und Italien, v.a. südlich der Toskana, allmählich annähern. Albanien auf dem aufsteigenden und Italien auf dem absteigenden Ast. Sie begegnen sich quasi grade. Es ist ein Trauerspiel zuzusehen, wie dieses schönen Land von Jahr zu Jahr immer mehr "verkommt". Man findet ab von den Hauptstraßen eigentlich nur noch 30-er Schilder. Und zwar mehr oder weniger flächendeckend. Die Straßen so miserabel, dass die Enduro mit +200mm Federweg gerade richtig ist. Nicht dass man mich falsch versteht, ich bin dort gerne, mag die Menschen, finde die Landschaften, die Orte wunderbar, und fahre dort ja gerade wegen der unendlichen Kurverei und fehlender Touristen hin.
maxmoto hat geschrieben:
Wenn ihr also hinkommt, erwartet keine Straßen, die für die Tour de France / Giro Italia extra geteert und gekehrt wurden.

Ja, dort bin ich dem Giro mit einem Tag Distanz z. T. nachgefahren. Biegt man aber einmal ab, ist alles wieder so, wie oben beschrieben. Und wenn ich dann in Castelluccio stehe, letzten Mittwoch, und sehe, dass Lianes Bärchis bis heute noch nicht einen Stein wieder aufgebaut haben, dann bin ich fassungslos.
Auch wenn es für uns "Nordeuropäer" dann ein bißchen weniger abenteuerlich sein, wird, so wünsche ich den Albanern, dass sie alle von einem prosperierenden Land profitieren und sie es evtl. auch schaffen, dass sie ihre neuen Straßen eine (große ) Weile erhalten können. Dass dann mehr Touris kommen, ist die Folge. Da die Welt, die wir bereisen können, gerade immer enger wird, ist das eine Chance für so ein "Schwellenland" wie Albanien. Danke für die Einblicke.

_________________
Viele Grüße aus dem Allgäu
Peter


Zuletzt geändert von thund3rbird am Freitag 25. Mai 2018, 09:42, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Richtung Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2018, 09:21 
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...da es gerade hinzu passt, ich etwas in Albanien-Planung für September 2018 bin, kann jemand folgende Frage beantworten?
Direkt nach dem "Stilfser" (vom Süden her kommend), bei Google nennt sich die Stelle Grabom, kann man dort offiziell nach Montenegro einreisen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Richtung Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2018, 09:33 
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Beiträge: 7852
Wohnort: 80993 München
Hi Reini.
Ich kann es Dir nicht 100%ig beantworten, bin mir amer ziemlich sicher, dass es offiziell nicht möglich ist.
Vielleicht gibt es einen alten "Schmugglerpfad" den Einheimische - wenn es sie dort noch gibt - kennen, aber da gibt es sicher Sprachprobleme.

_________________
maxmoto
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 Betreff des Beitrags: Re: Richtung Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2018, 10:49 
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Enduro ist meist von Vorteil- war Pfingsten in den Dolomiten- Straßen waren sogar für mein dicke Varadero teilweise fordernd- mit grobstolligen Reifen (Mitas E 07) und höher gelegtem Moped war ich genau richtig unterwegs, mit einem normalem Straßenmoped hätte es sicher den einen oder anderen Rutscher oder Aufsetzer/ Durchschlager (sind wieder neue Wortkrationen von mir) gegeben- oder man hätte langsamer fahren müssen. So war es deutlich entspannter und die 2200km haben echt Spaß gemacht!

Zu den Grenzübergängen im Balkan. Wir hatten mehrfach das Problem, daß kleine Grenzübergänge nur für >locals< offen waren, wir mußten einmal 1 Stunde fahren, damit wir von Bosnien wieder zurück nach Kraotien kamen. Auch von Montenegro nach Bosnien war ein Übergang geschlossen. Also vielleicht bei der Tourenplanung eher größere Übergänge planen.

_________________
gugst Du- wenn Du mehr über mich wissen willst:
Youtube: Mike-auf-Tour oder auf: https://mike-auf-tour.jimdo.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Richtung Albanien
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2018, 15:15 
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Wohnort: Raum Linz
mikettr600 hat geschrieben:
Also vielleicht bei der Tourenplanung eher größere Übergänge planen.

...das werden wir wohl tun, danke. :L


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