Mimoto's Reiseforum

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 Betreff des Beitrags: McFadden's Touren
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 22. August 2016, 12:28 
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Jetzt will ich mal anfangen, mich aktiv am Forum zu beteiligen.
In diesen Thread kommen meine Deutschlandtourenberichte. :o
Und irgendwann werde ich sicherlich dann auch beim aktuellsten von letzter Woche ankommen! ;)

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Gruß

Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: McFadden's Touren
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 22. August 2016, 12:56 
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Vom 23.05.- 07.06.2015 habe ich mir Motorradurlaub verordnet. Wobei die erste Woche im Emsland, bei meinen Eltern und die zweite im Südschwarzwald stattfand.
Stellvertretend für alle gefahrenen Touren, insgesamt über 1000 km, werde ich über eine Emslandtour und eine Schwarzwaldtour berichten.

TOUR 1:
Nach wettertechnisch durchwachsenem Pfingstwochenende und Wochenbeginn, lautet die Vorhersage für Mittwoch, den 20.05., bedeckt aber trocken!
Somit bereite ich Mensch und Maschine vor und starte meine Tagestour von Meppen bis Papenburg.
Nun mag man denken: was für eine kurze Strecke? Allerdings ist der Plan, kleine und kleinste Nebenstrecken zu fahren und somit der Zeitansatz eines Tages durchaus angemessen.
Nach urlaubsangemessener morgendlicher Aufwachphase, starte ich meine Tagestour um 10 Uhr!
Die ersten Kilometer durch die Meppener Innenstadt, am Stadion vorbei, Richtung Borken und Hemsen.
Dann links ab nach Hüntel, wo auch schon die ersten Highlights der Strecke grüßen: rechte Hand das alte Hünteler Gaskraftwerk mit der größten Weltkarte auf dem alten Kühlturm und am Ortseingang die einspurige Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal.
Weiter über Wesuwe nach Haren. Auf halber Strecke nach Wesuwe die alte Brücke über die Ems, für Fahrzeugverkehr unlängst durch eine neue ersetzt, aber als Fußgänger-, bzw. Fahrradbrücke als Baudenkmal erhalten geblieben UND (keine anderslautenden Schilder!) auch mit dem Motorrad befahrbar!
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Haren, durchzogen von Kanälen aus vergangener Zeit des emsländischen Torfabbaus und heute die Stadt mit der größten Reedereiendichte Deutschlands ist immer eine Reise wert! Das dachten sich allerdings an diesem Vormittag auch viele Dosenfahrer, Resultat: Stau!
Aber, wer sich auskennt, fährt Nebenstraßen. Dann halt das nächste Mal wieder durch die Innenstadt…
Die nächsten Orte sind Oberlangen, Niederlangen, Sustrum, Walchum, Dersum und Heede.
Sehenswertes in Heede sind die sog. 1000jährige Linde und die, für so einen kleinen Ort reichlich überdimensionierte Marienkirche.
Weiter nach Papenburg, wobei ich hinter dem Herbrumer Segelflugplatz rechts auf die sog. Deichverteidigungsstraße abbiege. Dementsprechend lasse ich alle weiteren Orte links liegen, aber es gibt ja noch den Rückweg…
Die Deichverteidigungsstraße, eine wunderschöne (Rad-)Wanderstrecke am Emsdeich entlang, die kurz vor Papenburg endet und natürlich NICHT für den Fahrzeugverkehr freigegeben ist!
Meine kleine Mofa geht doch noch als Fahrrad durch, denke ich mir und fahre weiter…
Grade dann, wenn die Straße die Deichkrone überquert, hat man grandiose Aussicht ins Hinterland. Auch der Blick auf die Meyerwerft, nördlicher Endpunkt meiner heutigen Tour, begleitet mich von Anfang an.
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In Halte, an der nördlichen Emsseite, erreiche ich schließlich Papenburg.
Schnell noch den Radweg hoch zur Rheiderlandstraße, dann auf den Parkplatz der Meyerwerft abgebogen und ein paar Fotos gemacht.
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Nach einer kleinen Pause geht es dann weiter. Denn mit dem Erreichen des „Zieles“ ist natürlich erst eine Etappe geschafft!
Die nächsten Orte sind Vellage, Diele, Brual. Hier mache ich einen kleinen Abstecher zum Friedhof
– Verwandtschaftsbesuch…
Als nächstes Rhede, über Nebenstraßen erreicht. Im Ort die sehenswerte Kirche und am Rheder-Ems-Altarm, das Neubaugebiet für den aufstrebenden Geldadel, natürlich mit eigenem Bootsanleger direkt am Grundstück! – Wer mal mit dem Kopf schütteln will sollte sich DAS unbedingt ansehen!
Über die Rheder Straße geht es jetzt nach Aschendorf. Einen kurzen Blick auf die ADO-Werke und das ADO-Schulungszentrum geworfen und weiter, ein kurzes Stück B 70, über Herbrum und Lehe nach Neulehe
Von Neulehe Richtung Wippingen und einen ersten Blick auf die ehemalige Transrapidteststrecke erhascht.
Von Wippingen aus kann man der Teststrecke über Versorgungswege bis Lathen folgen.
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Dann, vorbei am „neuen Wahn“ und dann mit kurzem Halt am „alten Wahn“(siehe Wikipedia unter Wahn (Hümmling)), weiter nach Sögel.
In Sögel ist der Halt am Schloß Clemenswerth ein absolutes Muß! – Wer Zeit und Muße hat, sollt durchaus an einer Führung teilnehmen, mir fehlt dafür heute allerdings beides.
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Weiter nach Werlte, der Ort, welcher, wenn man schon den Hümmling befährt, nicht fehlen darf.
Dann kommen Lahn, Hüven (sehenswert die Mühle!), Groß- und Klein Berßen und Stavern.
Kurz vor dem Abzweiger Richtung Stavern befindet sich eine alte Wassermühle, sehenswertes Kleinod!
Von Stavern geht es jetzt über die Panzerstraße, quasi direkt über den Schießplatz der WTD 91, wieder nach Meppen.
Fazit dieses Tages: viel Landschaft und Erinnerungen! Als „Heimkehrer“ sieht man die Sehenswürdigkeiten der alten Heimat plötzlich in einem ganz anderen Licht…

Tour 2:
Wir schreiben Donnerstag, den 05.06.2015. Es ist Fronleichnam und in Baden-Württemberg Feiertag!
Dementsprechend viele Motorradfahrer sind auch unterwegs…
Aber von Anfang an!
Es ist 08:45 Uhr und ich mache mich, gut ausgestattet für einen warmen Tag, mit meiner „Kleinen“ auf den Weg zur Sauschwänzlebahn in Blumberg.
Hier treffe ich mich mit „Scramble“ aus dem XJ- Forum.
Die Anreise hierhin ist schon ein kleines Schmankerl! Startend in Bräunlingen- Unterbränd, geht es über Löffingen, die B31 (über Gauchachtalbrücke und durch den Tunnel Döggingen), Döggingen und Achdorf nach Blumberg. Eine Strecke, auf die ich später noch zurückkommen werde…
Kurz vor halb 10 komme ich also am Bahnhof Zollhaus an und warte auf Patrick – und warte und warte… Da! Eine Nachricht: „komme etwas später“… - Gott sei Dank, ich fing schon an mir Sorgen zu machen!
Um 10 Uhr sind wir dann zu zweit und starten unsere heutige Tagestour – zuerst natürlich mit dem obligatorischen Volltanken.
Nun geht’s aber wirklich los! Von Blumberg auf die B27 Richtung Süden zu unserem ersten Etappenziel, dem Rheinfall von Schaffhausen!
Nach dem Grenzübergang die erste Ausfahrt genommen und schon befinden wir uns auf motorradfreundlicher Nebenstrecke mit toller Aussicht.
In Schaffhausen allerdings schon ein anderes Bild, Stau auf der Anfahrt zu den Parkplätzen, ist halt Feiertag in BW…
Freude, als wir ankommen und zwei kostenfreie im Schatten gelegene Motorradparkplätze ergattern.
Was nicht fehlen darf, ist die Fahrt vom „Schlössli“ Werth zum Rheinfallfelsen.
Die Fahrt ist ein Erlebnis, die Aussicht vom Felsen toll und der Preis mit 8€ akzeptabel.
Kleiner Hinweis: wir waren schon FAST zu spät dran. Also früher ist besser; ab 12 Uhr macht es in den Touristenströmen gar keinen Spaß mehr!
Also, schnell wieder auf die Mofas und nur raus aus Schaffhausen – denken wir uns…
Denn so einfach ist das dann doch nicht. Ist die Anfahrt zum Rheinfall noch gut beschildert, sieht das für den Rückweg schon anders aus!
Aber nach einigem Suchen und schönen Nebenstrecken kommen wir über Beggingen wieder wohlbehalten in Deutschland an! :D
Wie wollen wir jetzt weiterfahren? Ich kenne das Wutachtal noch nicht, sage ich und somit war der Plan für die weitere Fahrt grob zurechtgeschmiedet.
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Von Rothaus kratzen wir kurz den Schluchsee an (ich war im Laufe der Woche schon da und das heutige Motorradaufkommen ist exorbitant!) und fahren weiter nach Ühlingen über Schönbach, Grafenhausen und Birkendorf.
Geplant ist Richtung Weilheim zu fahren und auf der Strecke dann abzubiegen und über Berau nach St. Blasien zu kommen.
So eine Strecke bin ich noch nicht gefahren! Scharfe bis schärfste Spitzkehren, die allerhöchste Konzentration verlangen! Erschwerend kommt hinzu, dass hie und da Steine auf der Straße liegen, die von der Steilwand auf der rechten Seite abgebrochen sind!
Als wir in Berau ankommen, brauche ich erst mal ne Pause!
Nochmal zurück? Hmmm, nächstes Mal… ;)
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Weiter geht es jetzt nach St. Blasien.
Von hier aus nach Todtmoos, dann nach Bernau, Kaiserhaus links ab und zurück zum Schluchsee.
Jetzt über die B31 bis Löffingen, wo sich unsere Wege trennen.
Es ist mittlerweile nach 16 Uhr und Patrick hat noch eine gute Stunde Heimfahrt.
Ich habe heute auch genug erlebt und freue mich auch auf das kühle Bierchen im Anschluß!!!
Leider gibt es zu dieser Tour nicht viele Bilder, was den Tatsachen geschuldet ist, dass ich 1. Keine Helmkamera habe und 2. An vielen Stellen ein Anhalten zum „Fotoshooting“ schlichtweg nicht möglich war.
Ausdrücklich möchte ich mich bei Patrick für einen sehr schönen Tourentag bedanken! Ohne Dich wäre es nur halb so schön gewesen!

Kleines Fazit:
Der Schwarzwald, besonders der südliche Bereich, ist immer eine Motorradreise wert.
Meiden sollte man zu Stoßzeiten die regionalen Anziehungspunkte.
Andere kennen die natürlich auch und dann wird’s voll.
Außerdem immer mit sich komplett selbstüberschätzenden Idioten rechnen, die einem auf der eigenen Fahrbahn, grade in Kurven, mit völlig überhöhter Geschwindigkeit entgegenkommen.
Ich habe noch nie an schönen Tagen so viele Motorräder unterwegs gesehen, allerdings auch noch nie so viele Motorradunfälle in so kurzer Zeitspanne – Und ich meine nur die, die ich aktiv miterlebt habe!!!!!
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In diesem Sinne gute Fahrt und

_________________
Gruß

Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: McFadden's Touren
Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 22. August 2016, 13:41 
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Und die nächste Tour:

Eine Woche in der Altmark

Endlich Urlaub! Und der Plan diesmal: eine Woche durch die Altmark touren.

Da ich mit Frau unterwegs bin und die Wettervorhersage nicht eindeutig ist, packe ich die Maschine vorsichtshalber auf den Anhänger und wir reisen mit dem Auto an.

Tag 1:
Zur besten Mittagszeit erreichen wir unsere Unterkunft für die nächsten 4 Nächte, das Hotel Zur Wildgans in Zießau am Arendsee.
Mehr zu diesem wirklich tollen Hotel am Ende des Berichts.

Nach dem Beziehen des Zimmers und erfrischendem Bad im Arendsee, entschließen wir uns, das gute Wetter zu nutzen und eine erste Tour Richtung Elbe zu starten.
Da ich mich natürlich vorbereitet habe, sind schon einige Touren ins Navi eingegeben! Geplant, wie immer, unter Weglassung von Bundesstraßen und Autobahnen und mit Einbeziehung von Nebenstraßen – bööööser Fehler…
Aber von Anfang an:
Wir fahren also los. Schöne, wenn auch holperige Strecke zum Ort Arendsee, dann die erste links und… SCH…! Was ist DAS? Direkt ins 19. Jahrhundert katapultiert, befinden wir uns auf einer Kopfsteinpflasterstraße – äh, Straße?
Naja, von wegen Straße! Beiderseits selbiger sind, gut zu erkennen, jeweils waldwegtypische Reifenspuren. Und man ahnt auch warum…
Todesmutig entschließe ich mich also mit der Straßenmaschine lieber dem Sandweg, als der „Straße“ zu folgen. Dieses Unterfangen ist allerdings nach ca. 200 Metern zum Scheitern verurteilt, als im Wühlsand nichts mehr vor und zurück geht! Also, absteigen und zu zweit die gut 270 kg aus dem Sand auf die Steinansammlung wuchten. Ist ja Sommer, da soll man doch schwitzen!
Zur Hauptstraße hoppeln wir dann, geläutert, im Standgas zurück.
Durch dieses Erlebnis nicht gänzlich entmutigt geht es weiter. Das Navi berechnet unverzüglich eine Alternativstrecke. Immer noch auf Nebenstrecken geht es dann nach Seehausen. Erste Pause – und sowas von verdient! Es drängt sich der Gedanke auf, dass seit Wilhelms Zeiten hier irgendwie der straßenbautechnische Fortschritt nicht angekommen ist!
Weiter geht’s zur Elbfähre nach Havelberg. Zwischendurch haben sie Asphalt über das Kopfsteinpflaster gekippt. Dadurch erhöht sich der Fahrkomfort zwar nicht wirklich, aber wenigstens die Traktion!
Die Elbfähre ist dann allerdings ein Muß! Für 3,50€ kommen wir entspannt auf die andere Seite. Auch die Stadt Havelberg ist sehenswert.
Rechts der Elbe geht es dann über die L10, überraschend gut Asphaltiert, nach Wittenberge. Und von hier, nach kurzer Pause, über die B 189 und B190 zurück.

Tag 2:
Wir werden wach und es regnet Bindfäden!
Naja, zuerst Frühstücken und dann mal weiter sehen.
Das Frühstück zaubert uns dann aber ein Lächeln ins Gesicht. Man hat sich eine ganz besondere Kleinigkeit für die Gäste einfallen lassen – was das ist, wird aber nicht verraten! Cool
Gut gestärkt beschließen wir, trotz des Wetters zu fahren. Ziel wird die Stadt Wittenberge. Anfahrt über die Schnackenburger Fähre und dann nördlich der Elbe entlang.
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Diesmal erlaube ich dem Navi, auch Haupt- und Bundesstraßen zu benutzen. Viel besser!
Auch die Schnackenburger Fähre sollte man einmal genommen haben. Schöne Überfahrt. Der anschließende Schlenker durch den Ort Jagel lohnt sich. Dann weiter über die B 195 nach Wittenberge.
Hier haben wir das Glück, eine kurze Regenpause zu erwischen. Nach 2 Cappuccino (p.P.!) zum aufwärmen besichtigen wir die Innenstadt und das imposante Rathaus.
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Grade als wir weiter wollen, fängt es wieder an zu regnen. Wir entschließen uns, auf direktem Weg zur Unterkunft zurück zu fahren, das Wasser läuft schon ohne weiteres Dazutun aus den Handschuhen…
Salzwedel haben wir dann nach ausgiebiger, warmer Dusche, nachmittags mit dem Auto besucht.

Tag 3:
Es regnet immer noch!
Die Wettervorhersage verspricht allerdings Trockenheit im Nordosten.
So fahren wir, wieder im Regen, los. Da ich, wenn ich schonmal so nahe am Wendland bin, das Brennelementelager in Gorleben sehen möchte, fahren wir zuerst dorthin. Hat sich irgendwie nicht gelohnt. Straßen schnurgrade und das Gelände mit hohem Erdwall + Zaun umgeben. Allerdings kann ich behaupten, auf dem Gelände gewesen zu sein! „Elfriede“ hat mich schnurstracks hinein navigiert und ohne Betreten des Grundstücks war es, selbst mit Motorrad nicht mehr möglich zu wenden!
Von hier aus geht es über die L 256 und die B 493 nach Schnackenburg. Auf der anderen Elbseite dann via B 195, L 12 und B 189 nach Pritzwalk. Hier gibt es leckeres Mittagessen aus der Gulaschkanone auf dem Marktplatz!
Ach ja, seit Überquerung der Elbe hat es wirklich aufgehört zu regnen!
Von Pritzwalk fahren wir nach Ludwigslust. Zuerst wieder über die B 189, dann allerdings über die L 103 und L10 nach Berge und von da aus die L 082 und L 08 Brunow, Möllenbeck bis Grabow. Von Grabow die B 5 nach Ludwigslust.
Schloß Ludwigslust nimmt sich, im Verglich zum Wittenberger Rathaus, geradezu klein aus. Die Besichtigung von innen lohnt sich m.E. nicht, aber 3,50€ p.P. sind auch nicht teuer – Fotografiererlaubnis kostet natürlich extra!
Die Außenanlagen lohnen aber einen Besuch!
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Zurück über die B 191 bis Quickborn, dann die K 29 bis Gusborn, von hier die L 256 und vorbei an Gorleben nach Zießau. Heute waren es gut 220 km und langsam sind wir auf die Straßenverhältnisse eingestellt, bzw. haben einen Riecher für die besseren Straßen entwickelt.
Als wir des Abends die Unterkunft erreichen, hat es auch hier aufgehört zu regnen, allerdings sind 16°C keine Sommertemperatur…

Tag 4:
Endlich wieder Sonne!
Heute ist der Plan, nach Magdeburg zu fahren und dann am Schiffshebewerk Rothensee vorbei zurück.
Etwas später als in den vergangenen Tagen geht es los. Da der Besuch des Magdeburger Zoos noch eine Option ist, fahren wir auf dem Hinweg auch ein gutes Stück Bundesstraße.
Über Arendsee geht’s über die L 1 bis Fleetmark, dann über Kerkau, die L 15 und L 12 nach Kalbe (Milde) und von da ab auf die B 71, um das Ziel noch zeitig genug zu erreichen.
Trotzdem reichte es letztendlich nicht mehr zum Besuch des Zoos.
Dafür fahren wir eine Weile durch Magdeburg und haben einen kleinen Einblick in diese ostdeutsche Großstadt bekommen!
Magdeburg über den August-Bebel-Damm verlassend geht es dann weiter zum Schiffshebewerk.
Von der Aussichtsplattform, auf der wir eine längere Pause eingelegen, hat man eine sehr schöne Aussicht bis zur Trogbrücke des Wasserstraßenkreuzes von Elbe und Elbe-Havel Kanal.
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Die Rückfahrt führte uns dann über Wolmirstedt, wo wir uns noch ein leckeres Eis gönnen, auf die B 189. Diese verlassen wir dann bei Windberge um der L 30 bis Kläden zu folgen.
Unterwegs, in Deetz, lockt uns dann ein Imbiss zum halten. Wir kehren in „Weka’s Hof“ ein und bereuen es nicht! Absoluter Geheimtipp! Man fährt auf den Hof und denkt: „Oh Gott, wo bin ich denn hier gelandet?“, aber nachdem man sich zurechtgefunden hat und die Speisekarte in Händen hält, freut man sich, diesen Abstecher gemacht zu haben.
Weiter geht es durch Bismark, Büste, Meßdorf nach Brunau. Sehr Sehenswert hier, die Kirche mit den, aus Ziegelsteinen gemauerten, Turmspitzen und die klassischen, altmärkischen Häuser!
Dann geht’s über Kerkau und Fleetmark zurück nach Zießau.
Am Ende haben wir sogar noch die Zeit, vor dem Abendessen nochmal in den See zu springen.
Für den Nachhauseweg, am nächsten Tag, haben wir wohlweislich die Elbuferstraße gewählt. Auf dem Motorrad sitzend wäre sie aber noch schöner gewesen! Sei’s drum…

Alles in allem hatten wir ein paar wunderschöne Tage in der Altmark, die auch Regen und (teils) schlechte Straßen nicht vermiesen konnten!

Fazit:
Auch in Sachsen-Anhalt kann man Motorradurlaub machen!
Man muss sich auf die Straßenverhältnisse einstellen, die aber Richtung Landeshauptstadt immer besser werden! dann kann man die Schönheit der Landschaft auf sich wirken lassen. Viele Orte sind noch ursprünglich und bieten dem geneigten Betrachter einen Einblick in eine scheinbar längst vergangene Zeit und an einigen Landstraßen stehen, alleeähnlich, Obstbäume am Straßenrand!

Das Hotel:
Wie schon erwähnt, waren wir im Hotel „Zur Wildgans“ in Zießau, nördlich des Arendsees.
Das Hotel ist super! Die Zimmer sind eigentlich kleine Apartments und es gibt Fernseher, Kühlschrank, Wasser und Obst, kostenlos!
Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit.
Beim Frühstücksbuffet erwartet den Gast eine kleine Überraschung, die den Start in den Tag verschönert – Stichwort: Eier! ;)
Motorrad und auch Anhänger können untergestellt werden.
Auch das Abendessen in der hauseigenen Gaststätte lohnt sich!
Die Preise sind fair.

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Gruß

Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: McFadden's Touren
Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 23. August 2016, 10:02 
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Danke fürs Erzählen! Sind unbekannte Gegenden für uns... Wahrscheinlich (nein, ganz sicher doch!) wird D als Urlaubsland bei uns ziemlich unterschätzt... man muss nur das "Hügelige" suchen, dann ist es richtig schön bei euch!
Da kennt man die Dolomiten und Hautes Alpes wie seine Westentasche aber war zB noch nie im Harz oder Elbsandsteingebirge. :lol:

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>>> Motorrad-Kulturreisen mit meinem Schatzl "Diro" :-D


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 Betreff des Beitrags: Re: McFadden's Touren
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 24. August 2016, 09:03 
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Zitat:
Angelika hat geschrieben:
Danke fürs Erzählen! Sind unbekannte Gegenden für uns... Wahrscheinlich (nein, ganz sicher doch!) wird D als Urlaubsland bei uns ziemlich unterschätzt... man muss nur das "Hügelige" suchen, dann ist es richtig schön bei euch!

Das kann man so sagen! Sicher hat alles irgendwo seinen Reiz, aber nachdem ich in früheren Jahren beruflich viel Zeit im Süden deutschlands und auch im Ausland verbracht habe, erlebe ich, im wahrsten Sinne des Wortes, meine Heimatregion, bzw. den Norden Deutschlands viel intensiever! :)
Zitat:
Da kennt man die Dolomiten und Hautes Alpes wie seine Westentasche aber war zB noch nie im Harz oder Elbsandsteingebirge. :lol:

Das kann ja immernoch passieren!
Und ich erfahre dann irgendwann noch die Alpen- und Dolomitenregionen! ;)

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Gruß

Chris


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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 24. August 2016, 09:26 
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...und weiter...

Wenn einer eine Reise tut so kann er was erzählen.

Und das will ich hier über meine Tour von Ostenfeld nach Meppen machen.

Wir schreiben den 17.05.2016 und es ist 08:20 Uhr. Motorrad bepackt, Himmel grau, Regenwahrscheinlichkeit um die 70% und muckelige 8°C draußen.
Kurz gesagt: ein schöner Tag für eine Tour durch Norddeutschland! :-)
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Da ich heute einen kleinen Umweg zwecks Geburtstagsüberraschungsbesuch geplant habe, fahre ich (leider) auch den einen und anderen Autobahnanteil. Das soll der positiven Grundstimmung aber keinen Abbruch tun!
Nachdem ich mich nun schon zum x-ten mal vergewissert habe, auch ja alles eingepackt zu haben, geht es um 08:22 Uhr endlich los. (by the way: natürlich habe ich trotzdem was vergessen...)
Die erste Etappe führt mich über Hollingstedt, Dörpstedt, Börm, Kropp und Owschlag auf die A7. Ich will wenigstens einen kleinen Kurvenanteil im ersten Streckenabschnitt haben! Und wie immer macht dieses Teilstück auch richtig Spaß.
Um Strecke zu machen und vor allem Zeit zu sparen, fahre ich die A7 bis Kaltenkirchen. Ich hege ja die Hoffnung, das Geburtstagskind noch zu erwischen.

Nun also runter von der Bahn und ab durch Kaltenkirchen. Dann die Nebenstrecke nach Kisdorf, durch Wakendorf II, Wilstedt und weiter nach Tangstedt.
Was für eine Überraschung, als ich nun am Haus des Geburtstagskindes ankomme. Wir haben uns doch verpasst! Sch...(ade)!
Was hilft's! Es wird nicht gejammert, das Geschenk dem Schwiegervater in die Hand gedrückt und weitergefahren.
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Eigentlich war der Plan, nun durch HH und über die Köhlbrandbrücke zu fahren. Diesen Plan verwerfe ich allerdings, wegen des heutigen Windes. Windstärke 4 am Boden bedeutet einiges mehr auf der Brücke...
Also nehme ich die B 432 nach Schnellsen um durch den Tunnel zu fahren. Und wie kann es anders sein, Stau auf der A7 und zwar so, dass auf dem Zubringer auch schon alles steht. „Wir sind ja nicht dumm und können auch noch andersrum“ denke ich so bei mir, drehe an geeigneter Stelle und fahre doch durch HH bis Stellingen.
Hier, oh Wunder, nichts mehr von Stau und ich gleite durch den Elbtunnel.
Die nächste Abfahrt, Waltershof, ist auch schon wieder meine. Ich fahre die Finkenwerder Straße am Hafen vorbei und dann direkt ins alte Land, welches sich quasi direkt mit Verlassen des Hafengebietes vor mir Erstreckt.
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Ich spare mir den Umweg am Airport vorbei und fahre zwischen den Feldern hindurch auf die L140 Richtung Jork.
Durch Estebrügge am Flüsschen Este entlang geht es dann nach Buxtehude. Eine wunderschöne Strecke, die man, wenn man in der Gegend ist, auf jeden Fall einmal gefahren haben sollte!
Von Buxtehude über Apensen, Beckdorf, Sauensiek geht es dann nach Wohnste.
Als ich diesen Namen bei der Tourenplanung gelesen habe, musste ich diesen Abstecher einfach einfügen, denkt man doch direkt an die Werbung eines schwedischen Möbelhauses...
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Ganz nebenbei und absolut passend, bessert sich das Wetter zusehends!
Auch der Wind lässt spürbar nach.

Weiter geht es nun nach Zeven. Hier halte ich zum fälligen Tankstopp und gönne mir auch eine Pause mit warmem Getränk! :D
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In Oyten plane ich wieder auf die Autobahn zu fahren, um an Bremen vorbei nochmals „Strecke zu machen“. Unterwegs allerdings gibt es noch ein Kleinod zu beäugen:
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Denkt jetzt außer mir noch jemand an Staubsauger???

Es war da aber wirklich schön!
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Die A1 ist, trotz mittlerweile großflächigem Ausbau auf 3 Spuren, auch für ihre Staus berüchtigt. Und so kommt es, wie es kommen musste...
Hier möchte ich einmal eine Lanze für die Autofahrer brechen, in den 2 Staus bei Bremen haben mich die Autofahrer anstandslos durchschlängeln lassen! Gut, ich war wirklich langsam und vorsichtig unterwegs aber sie hätten mir die Gasse ja auch zu machen können – haben sie aber nicht! :-)

Wildeshausen-West ist meine Ausfahrt. Schnurgrade zieht sich die B 213 durch Ahlhorn bis Cloppenburg dahin.
Kurz vor Cloppenburg biege ich endlich ab und fahre durch Bethen Richtung Molbergen und dann durch Emke nach Lindern.
Als nächstes kommen Wachtum, Vinnen und Holte-Lastrup, bevor ich Läden erreiche.

In Wachtum gab es ein „etwas aus dem Rahmen gefallenes, kleines Einfamilienhaus“ zu sehen, aber seht selbst:
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Die gesamte straßenseitige Grundstücksausdehnung war unmöglich komplett auf ein Bild zu bekommen!

Lähden im Ausnahmezustand...
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Von hier aus geht es nun weiter über Westerloh und Westerlohmühlen nach Lohe.
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Mit Lohe verbinde ich einige frühe Kindheitserlebnisse und deshalb war dieser Schwenker obligatorisch.
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Ein kurzes Stück B213, dann links ab nach Bokeloh und die jedem emsländischen Motorradfahrer bekannte Strecke nach Helte genommen. Jetzt noch das letzte Stück nach Meppen und diese Reise hat ihr ENDE gefunden!

Hier noch ein paar Impressionen:
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Entgegen landläufiger Annahmen gibt es auch kurven im Norden! ...wo sind sie denn bloß??? :D

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Gruß

Chris


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 Betreff des Beitrags: Re: McFadden's Touren
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 24. August 2016, 09:37 
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Hallo Chris

Nette Geschichten und Bilder von Deinen Reisen. Ja im Norden da war ich noch nie mit dem Motorrad auf Deinen Bildern
sind das zwar schöne Schmale Strassen, aber Kurven konnte ich keine sehen, naja bin halt verwöhnt vom Schwarzwald
und von den Schweizer und österreichischen Pässen. Danke fürs zeigen und mitnehmen. :L :L :L

_________________
Gruss aus der Schweiz

Bruno


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 Betreff des Beitrags: Re: McFadden's Touren
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 24. August 2016, 09:46 
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Beiträge: 283
Wohnort: 27798 Hude
Sehr schöner Bericht meiner Heimat :D
Meine Frau und ich waren schon 2 mal in 2013 und 2015 da unten und bin das abgefahren.
Meine ganze Verwandsvhaft wohnt da.
Die Kurven misse ich auch sehr oft hier oben im Norden........
Wenn ich von Hude nach Kirchhatten fahre, kommt eine Kurve mit 5 schildern die auf eine gefährliche linkskurve hinweisen........
Ich muss immer innerlich grinsen wenn ich durch diese gerade fahre.
Danke für den schönen Bericht von Zuhause.
Lg
Lucky

_________________
Vernünftig ist wie tot. Nur vorher!


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