Mimoto's Reiseforum

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 Betreff des Beitrags: Bewältigung von Luxusproblemen
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 29. Juni 2017, 19:56 
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So nach dem Motto des von mir äusserst geschätzten Herrn Maxmoto: „meine Probleme möchte ich haben“!

Angefangen hat das mit dem Problem, finde mal ein Reiseziel wo Max noch nicht war, das ist eine gewaltige Aufgabe, die ich / wir, meine liebe Silvia war ja auch daran beteiligt, bravourös gelöst haben.

Wir entschieden uns für einen Urlaub auf der Insel Elba. Zugegebenermaßen war das Problem schon gelöst, bevor es überhaupt eines wurde, weil ich bei Buchung gar nicht wusste, dass Max dort noch nicht war!

Wir reisen meist auf zwei, drei Tagesetappen zum Zielgebiet, weil wir Reisestress nicht leiden können.
Station eins mit Problem zwei war Padua, etwas mehr als 600 KM von uns zuhause entfernt.

Padua ist eine typisch italienische Stadt mit schönem Altstadtkern, wo gibt es da ein Problem?
Ganz einfach wir fanden die von uns so geliebten Lokale auf irgendwelchen Plätzen nicht, irrten durch die Stadt, wo wir auf Nachfrage dann eine sehr gute Pizzeria in Nähe des Doms fanden. Einziger Haken, kein Gastgarten, also im Lokal gegessen.
Danach auf der Piazza vor dem Dom noch etwas Italian Life inhalliert und ein zwei Getränke genossen.
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Danach dann das, etliche Lokale auf einer großen Piazza
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Das ist doch zum Haare raufen, da schaut sogar der Kerl aus Stein etwas angefressen drein!
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Am nächsten Tag, weil ich ja, wie Andre sagt, ein Vollkaskotyp bin, folgte die Weiterreise nach Piombino, damit wir schon nahe am Fährhafen sind und ja nichts schief gehen kann.

Hier im Hotel stellte sich Problem drei ein, beim Abendessen habe ich mir ein Rindersteak mit Bratkartoffeln bestellt. Das Steak war sehr rasch da, lange bevor meine Frau ihr Essen bekam und noch länger bevor meine Bratkartoffel aufgetragen wurden. Ich wollte die Bratkartoffeln eigentlich nicht als Nachtisch, sondern als Beilage, letztendlich war’s quasi der Nachtisch, egal es war halt so und was hätte man sonst zu reden!

Man sagt sich dann, es gibt Menschen die froh wären, wenn sie überhaupt Bratkartoffeln bekommen könnten!

Vom Hotelstrand sieht man schon die Insel Elba
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Nicht nur wir hatten die Idee nach Elba zu fahren. Die Hafenarbeiter und Mitarbeiter der Fährgesellschaften haben das dort aber logistisch super in der Hand, läuft wie am Schnürchen bis man auf der Fähre ist.
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Nach nicht mal einer Stunde Fahrzeit erreicht die Fähre Portofarraio.
Wir hatten im ca. 15 Autominuten entfernten Porto Azzurro, einem quirligen Kleinstädtchen mit schönem Yachthafen gebucht.
Von unserem Hotel hatten wir einen tollen Ausblick auf die ankommenden Yachten.
Diese hier kann man chartern, um lächerliche € 75.000.- pro Woche, also 8 Passagiere passen neben der Crew drauf, wenn man das durch 8 dividiert ist das doch nicht ganz so schlimm, nicht mal 10 Riesen pro Person, da raunzt der Edelmann doch nicht oder doch!
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Porto Azzurro
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In einem der zahlreichen Lokale haben wir zu meinem 60-ger sehr gut gespeist, da ich kein Fischesser bin, ein ausgezeichnetes Steak, diesmal mit Rosmarienkartoffel „gleich dabei“! ;)

Nur kurz, passt ja zum Thema. Bei mir stellen normalerweise die runden Geburtstage immer ein sehr großes Problem dar und ich kann sagen ich hab schon mehr gelitten als beim 60-ger! Es passt, wie’s ist, ich habe eine liebenswerte Frau, die mich schon seit 1983 erträgt (ich bin nicht so einfach, wie alle glauben, glaube es auch selbst, …), wir haben uns noch was zu sagen, darum auch kein Problem „nur“ zu zweit auf Urlaub zu fahren, ich habe eine Tochter, die ich über alles liebe, die uns nie Probleme bereitet hat, weder in Schule noch Ausbildung, steht auf eigenen Beinen, ich habe Freunde, alte seit teilweise mehr als 50 Jahren auch neue und kann sogar, wenn’s die Knie zulassen ein paar KM laufen, gehe in zwei Jahren in Rente, scheiss Alter, was gibt es da zu raunzen, nichts würde ich sagen! :L

Problem auf Elba hatten wir eigentlich keines, naja die Terrassentüre ließ sich nicht verriegeln, es war ziemlich heiss, also Axel Schweiss (von wem der Ausdruck stammt, brauche ich wohl nicht sagen) war immer irgendwo anwesend und die Italiener schneiden mit Ihren Dosen gerne Kurven, aber das war’s dann auch.

Elba ist eine überschaubare Insel mit kurvigen Straßen, lebt teilweise vom Mythos Napoleon, obwohl er ja nur so acht bis neun Monate auf Elba verweilte und zwei Wohnsitze auf der Insel hatte.

Mim Mopped wär man glaube ich in zwei entspannten Tagestouren mit einigen Espressopausen durch. Der Asfalt schien mir teilweise nicht so griffig zu sein, an manchen Stellen glänzte es irgendwie komisch. Ich kann’s aber eben nicht genau sagen, weil mit der Dose bin ich ja unter Aufsicht der heimischen Regierung (Justizministerin und Polizeipräsidentin in einem) gemäßigt unterwegs, also eigentlich eh, wie immer!
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Hafen von Portoferraio
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Gigl
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 Betreff des Beitrags: Re: Bewältigung von Luxusproblemen
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 29. Juni 2017, 20:03 
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:L fängt sehr schön an, dein eigentlich kein Reisebericht. Geht hoffentlich noch weiter <daf>

Ingo

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Der frühe Vogel kann mich mal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bewältigung von Luxusproblemen
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 29. Juni 2017, 20:10 
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Hier ist es quasi Pflicht auf Napoleons Spuren zu wandeln.
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Ob auf dieser Bank auch Napoleons Allerwertester Platz gefunden hat, soll ich die Hose lieber nicht mehr waschen?
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Sehenswert sind auch die teilweise sehr alten Bergdörfer mit viel italienischem Flair.
Capoliveri
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Über eine mit der Dose abenteurlichen einspurigen Straße über den Monte Perone gelangt man nach Marciana.
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Madonna di Monserrato
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Nach einem kurzen (bei der Hitze war aber auch wieder Axel Schweiss und Zwillingsbuder dabei) Marsch über einen Pfad gelangt man an diesen idyllischen Platz. Wir waren ganz alleine dort, die Kirche ist leider versperrt, man hat eine tolle Aussicht von da oben.
Es ist komisch (meinen auch meine beiden Mädels), aber ich habe hin und wieder Begegnungen , die unglaublich sind.
Wie wir von dem Kirchlein Richtung Auto schlendern, kommt uns eine kleine Gruppe, die offenbar auf dem Weg zur Kappelle ist, entgegen. Fragt mich ein Mann: „gehört das Auto mit WU da unten Ihnen“?
Ich: „ja“
Er: „ich stamme auch aus Niederösterreich, aus Klosterneuburg, lebe aber jetzt in Lana bei Meran“
Ich: „ich stamme auch aus Klosterneuburg, bin dort aufgewachsen und hab an der …… Adresse gewohnt“
Er: „dort hat auch meine erste Frau gewohnt“
Ich: „wie heißt sie“?
Er: sagte mir ihren Familiennamen!
Ich: „ah mit Gertraud, ja die ist ein zwei Jahre Älter als ich“!
Mit guten Wünschen haben wir uns gegenseitig verabschiedet.
Die Welt ist ein Dorf!
Auch bissl Strand war angesagt, aber nur stundenweise, weil wir nicht die „Nurstrandurlauber“ sind.


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Gigl
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 Betreff des Beitrags: Re: Bewältigung von Luxusproblemen
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 29. Juni 2017, 20:24 
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Für die Heimfahrt hatten wir noch in Lazise am Gardasee für drei Nächte gebucht, weil wir hier 2003 und 2008 schon mal waren und es uns damals sehr gut gefallen hat.
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Nach Eintreffen in Lazise standen wir neben dem Problem Hitze vor einem noch größerem Problem, unzählige, wirklich unzählige fast ausschließlich deutsch sprechende Touristen, das war nach Elba Italien pur, auf einmal, wie die Faust auf’s Auge.

Wurde die deutsch- österreichische Grenze nach Lazise verlegt, nicht zu packen?!
OK, natürlich haben nicht nur wir Recht auf Urlaub, sondern auch andere, aber müssen die alle auf einmal einfallen und das schon im Juni.

Wir beschlossen uns aus dem Touristengetümmel auszuklinken und uns nach der zweiten Nacht auf die Heimreise zu begeben.
Trotzdem wir drei Nächte bezahlt haben, war die Abreise die beste Lösung unseres Problems. So schön die alten Dörfer dort sind, aber nein, Gardasee und das hoch oben überm See nurmehr mim Mopped!
Blasmusikveranstaltung in Lazise
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Schöne Sonnenuntergänge in Lazise, ich hab sie halt mit dem Handy geknipst, ich fotografiere zur Erinnerung, von Blende usw. habe ich keine Ahnung, anlegen, abdrücken und gut isses, mehr kann von einem mehr oder weniger erfolglosen Humanisten niemand verlangen.
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Malcesine
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Unser Heim hat einstweilen unser Töchterchen, fallweise auch mit ihrem Daniel (ein ganz lieber, fährt ne 650-ger Suzi, ich mag ihn, er mich ich auch, findet mich irgendwie cool, bilde ich mir ein), mehr als Rasensprengen war im „Hüterauftrag“ nicht enthalten.
Das Rasensprengen dürfte excellent funktioniert haben, der Rasen hatte beträchtlich zugelegt in den 11 Tagen, der Unkrautstand war mittel, aber dann ein Riesenproblem, „Kleinhollywood“ so nenne ich unser Pool, nicht’s Aussergewöhnliches, aber zum Abkühlen des alternden Kadavers groß genug.

Abkühlung hatten sich Silvia und ich nach der Fahrt von Lazise, über Tirol, Bayern (Stau auf der A8 bei Rosenheim…, naja ging so halbwegs durch) bis in den Speckgürtel um Wien gewünscht, aber „Kleinhollywood“ bot einen furchtbaren Anblick, Wasser gekippt, grün, Algenflecken am Boden (meine Probleme möchte ich haben).
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Sch….. , ich Vollidiot habe vor der Abreise nichts gegen den Algenbefall ins Wasser gemischt. Ihr müsst wissen, Poolwasser ist äusserst natürlich, Chlor, Contralgin (wenn man’s nicht vergisst), PH-Minus oder PH-Plus, also alles, was die gesunde Haut so braucht.
Wir befüllen das/ den (keine Ahnung) Pool noch dazu mit Brunnenwasser (rund um unseren Ort sind Felder), manche befüllen das/den Pool mit kostbaren Leitungswasser wegen der Pestizide, die im Grundwasser sind! :o :D

Uns ist das irgendwie egal, weil ob wir die Pestizide übers Brot zu uns nehmen oder direkt durch die Haut, bis dato merken wir davon zum Glück keinen Unterschied! ;-)

Jedenfalls noch bevor ich das Auto komplett ausgeräumt hatte, stürmte ich in den Keller, den Sauger, der an die Filteranlage angeschlossen wird raus, gesaugt wie ein Wilder, Chlorcoktail vom feinsten, volle Pulle angemixt, PH-Minus angerührt und rein damit, Umwälzpumpe auf Dauerbetrieb…, schaumer mal, was es wird!

Es wurde nichts, am nächsten Tag, ganz „umweltbewusst“ die ganze Pampe (19 m³) ausgepumpt, läuft in den öffentlichen Kanal, naja man beruhigt sich, dass im Klärwerk ja sicher auch Zusätze eingesetzt werden.
Bis 19m³ aus dem Becken sind dauert es, danach putzten wir, zwischen Wäschewaschen und Putzen hat mir Silvia geholfen, wie die Irren!

Mit normalem Poolreiniger, war der Algenbesatz am Boden nicht weg zu bringen…
Dann, ja man lernt für’s Leben, fiel mir mein allererster Ferialjob ein, ich war Hilfsbademeister im städtischen Strandbad Klosterneuburg, da bin ich glaube ich die rund 3,5 KM von meinem Wohnsitz sogar noch mit Fahrrad oder eventuell doch schon mit der Zündapp hin zur Arbeit.

Bademeister wird sicher heute auf Deutsch Lifeguard heissen, also ich war dann Lifeguardassistent.
Lifeguardassistent’s (gefällt mir :D)mussten auch Pool putzen, ja und da, da putzte ich gemeinsam mit einem Türken, ich glaube der hatte den Tripper, wenn ich mich recht erinnere (essenziell wichtige Dinge vergisst man nicht so leicht).

Also wieder zurück zum Wesentlichen, wir putzten mit Salzsäure verdünnt mit Wasser, das war auch damals schon anstrengend. Der Türke machte es sich leichter, „musst so putzen, geht besser“, putzte mit purer Dosis Salzsäure ging echt super, allerdings mit einer klitzekleinen Nebenwirkung, der Schrubber verlor sehr rasch die Borsten! :roll:

Also diese Erinnerung im Speicherzentrum des Schrumpfhirnes abgerufen und auf in den Baumarkt und Salzsäure besorgt. Zuvor bei der Putzaktion ist mir wieder, wie jedes Jahr aufgefallen, dass die Gummistiefel ordentlich drücken.
Hab dann vorsichtshalber nachgesehen und festgestellt, dass das Problem darin liegt, dass die Stiefel Größe 44 sind, ich aber Schuhgröße 45 habe. Dieses Problem wurde im Baumarkt recht rasch gelöst, neben Salzsäure kaufte ich auch Gummistiefel Größe 45, herrlich, wie die auf einmal passen! ;-)

Zuhause dann Salzsäure ins Wasser und nicht umgekehrt und geschrubbt wie ein Irrer, mit einem bescheidenem Ergebnis, der Algenbelag ging nur zaghaft weg…

Ok, „musst du putzen so“ , fiel mir wieder ein und ich versuchte es mit Salzsäure pur (die Handelsübliche ist eh schon verdünnt steht 24% drauf),also gut gedacht getan, bis meine liebe Frau meinte, „du das raucht“! Na dann lieber nicht, die Algen gingen zwar prächtig weg, aber die Schwimmbadfolie war am Schmelzpunkt angelangt, also in erhöhter Dosis mit Wasser gemischt und dicke Oberarme vom Schrubben geholt.
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Silvia hat dann noch die Terrasse aufgewaschen, ich konnte nicht hinschauen, darum habe ich auf der Gartenliege die Augen geschlossen und bin eingeschlafen! :D ;)

Nächsten Tag, also gestern hatte es 33°, Pool war wieder mit Brunnenwasser befüllt, hatte prickelnde 18° Wassertemperatur, wurde aber, ich schicke es voraus, nicht benutzt!

Ihr seht, eine Reihe von Luxusproblemen, die alle irgendwie lösbar waren, passen halt nicht in die Rubrik Reisebericht!

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Gigl


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 Betreff des Beitrags: Re: Bewältigung von Luxusproblemen
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 29. Juni 2017, 20:47 
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Die Welt ist ein Dorf!
Nur für den Mann von Welt, Gigl! :D
Dieser Axel Schweiß scheint im Moment europaweit anzutreffen zu sein.
Besser, glaube ich, kann man nen runden Geburtstag nicht verbringen, als allein mit seiner Liebsten auf ner Insel.
Also - bis jetzt habt's ihr alles richtig gemacht.
Auch die Restaurantwahl am ersten Abend in Padua.
Was meinst, wie lange Du auf Dein überteuertes Steak (lieblos zubereitet mit kalten Beilagen) in den überfüllten Tourikneipen auf der Piazza gewartet hättest?*
*Wahrscheinlich stimmt die Aussage nicht, aber sie lässt das gehabte Essen in einem günstigeren Licht erscheinen.
Ich freu mich drauf, wie's weiter geht.

Hab das zu früh geschrieben - da wart ihr noch auf Elba. :oops:

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maxmoto
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 Betreff des Beitrags: Re: Bewältigung von Luxusproblemen
Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 29. Juni 2017, 21:11 
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Zum Bericht Teil 2
Das zweite Sonnenuntergangfoto ist wirklich klasse!

Ich find den Gardasee großartig!
Da fahren alle hin und latschen sich auf die Füsse. Außerhalb des Gardasees - ich sag mal so ne Bannmeile von 3 bis 5km um den Gardasee rum ist die Welt noch (in Relation zum Gardasee) in Ordnung.
Gardasee selbst und die Ufer sind halt ein Magnet - und ich mag net so viel Leutz um mich, drum meide ich ihn.

Ich war mal mit der Tochter eines Gemeinderates der für das Schwimmbad zuständig war, befreundet und kann Deine Salzsäureerfahrungen nachvollziehen. Hab auch mal mitgeholfen das Schwimmbad Badesaisonfertig zu machen.



Eines solltest Du noch wissen: Du kannst schreiben was Du willst - es macht immer unheimlich Spaß zu lesen.

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maxmoto
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Zuletzt geändert von maxmoto am Freitag 30. Juni 2017, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bewältigung von Luxusproblemen
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 30. Juni 2017, 07:06 
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Herrlich, Gigl, ich mag einfach Deine Art zu erzählen, da könnte ich stundenlang zuhören/mitlesen!! :Ju: :Ju:

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 Betreff des Beitrags: Re: Bewältigung von Luxusproblemen
Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 30. Juni 2017, 07:20 
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Wohnort: Idar-Oberstein
Gigl,


...der jugendliche Gigl gehörte also der österreichischen Baywatch Familie an,
dass kann ich mir sehr gut vorstellen mein Lieber so wie Du da in Deiner roten
Badehose stehst und über die Badeordnung wachst. :Sl:
Ähnlichkeiten mit uns bekannten Personen sind rein zufälliger Natur.
https://www.youtube.com/watch?v=JkqHny_yqLs

Mag sein da ich der 60 langsam auch näher kommen aber irgendwie hat das seinen
Schrecken verloren... Wenn ich mal alt sein sollte dann so wie Du Gigl. :lol:

Herrlich, schöne geschrieben - Elba kennt man, ich, tatsächlich nur wegen Napoleon,
scheint mir ein interessantes Reiseziel zu sein und die Strände scheinen nicht so gepflastert
zu sein wie in Sottomarina oder wie das hies. :roll:

Grüße auch an Silvia... :L (..wo habt Ihr Euch kennen gelernt, im Schwimmbad? :mrgreen: )
Micha


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