Mimoto's Reiseforum

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 Betreff des Beitrags: Das Rudel in den Cevennen
Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 25. Juni 2017, 19:56 
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Prolog: Start mit Hindernissen

Nachdem der innere Kampf um die Reisedestination gefochten und ausgestanden war und endlich die Cevennen als Zielgebiet feststanden, musste ich mich mit der Ausrüstungsfrage beschäftigen: meine Tourenjacke hatte einen Riss am Ärmel und war schon länger bei Modeka zur Reparatur. Man hatte mir dort auch versichert, dass sie noch vor Tourstart bei mir eintrudeln würde...

Es wurde Mittwoch, es wurde Donnerstag, es wurde Freitag – keine Jacke in Sicht. Auf die letzten beiden Optionen (Samstag oder Montag in der Früh) wollte ich mich nicht verlassen, eine Ersatzjacke musste her!

Zum Glück fuhren wir am frühen Samstagmorgen sowieso von Stuttgart aus nach Balingen und kamen bei Polo in Filderstadt vorbei. Die hatten ihre Touring-Sommerjacke gerade im Angebot, da hab ich natürlich zugeschlagen. Ob ich auch einen Rückenprotektor kaufen möchte, fragen der Verkäufer und die Dame an der Kasse. Nein, antworte ich, ich hab ja noch einen zuhause...

Hätte einen zuhause gehabt, wenn ich den nicht just letzten Sommer an Chris für seine Jacke abgetreten hätte... Und von wegen Kompatibilität: die Rückenprotektoren der beiden anderen Jacken passen nicht... Wir planen die Anreise also etwas um...

Montag, 15. Mai: Deutschland, adieu!

So richtig rund läuft es ja zu Beginn nicht: meine Jacke kommt natürlich weder am Samstag noch am Montagmorgen und ich fahre in der neuen Ersatzjacke los. Nur ein Dorf weiter steht das DHL-Postauto: wir wenden und fragen, ob er mal einen Blick in seine Lieferung werfen kann... könnte ja sein... leider ist unter den Paketen meine Jacke nicht dabei...

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Am Treffpunkt müssen wir ungewohnterweise auf Claudi warten, weil ihre Nachbarin das Motorrad zugeparkt hat. Wer kann auch schon ahnen, dass man an einem normalen Montagmorgen noch ans Mopped muss...

Die Tour startet also mit einem Schlenker über Villingen-Schwenningen zum dortigen Polo-Store. Gleich nach der Autobahnabfahrt verlieren wir Claudi. Ich kann mir nicht erklären, wie das bei nur zwei Kreisverkehren passieren kann. Claudi findet uns aber bald wieder: ein Autofahrer hatte sie wie wild angehupt, weil einer ihrer Zurrgurte flatterte.

Beim Polo gibt es zwar meinen Protektor, aber kein Klo, weil der Laden gerade wegen Umbau im Zelt verkauft.... Nach dem Losfahren vom Parkplatz bleibt mein Rudel an der nächsten Ampel hängen und wir verlieren uns schon wieder kurzfristig. Also, da seh ich noch Luft nach oben!

Nach der glücklichen Wiedervereinigung kann es endlich "richtig" losgehen!

Unterwegs waren wir mit Bikes, wie sie prädestinierter für eine solche Reise gar nicht sein könnten:

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Claudi auf der Yamaha R6 (Kommentar Micha: "das T(R)aumschiff"…)

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Chris mit der Yamaha MT-07 (Zitat Chris‘ Fahrlehrer Sven: "die ist halt nicht zum Reisen geeignet"… Wollen wir doch mal sehen!)

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Benny und die Kawasaki ER6-N (ohne Worte…)

Die stumpfe Anreise führt uns auf Bundesstraßen bis Rheinfelden und durch die Schweiz auf der Autobahn. Kann man machen, aber geil ist anders... Als wir endlich den Großraum Genf hinter uns lassen, werden auch endlich die Strecken schöner!

Nach Seyssels zeigen sich die Straßen kleiner und kurviger, mit schönen sakralen Bauwerken und malerischen Seen.

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Es wird Zeit für den ersten Foto-Stopp!

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Nicht schlecht, was sich da in unseren Sucher schiebt!

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Die Kirche in Massignieu de Rives

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Blick auf den Lac d'Aiguebelette

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Auf der Westseite des Lac d'Aiguebelette geht es zu unserer Unterkunft "La Bageatière".

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Wir stehen erstmal vor verschlossenem Tor, weil der Besitzer unser Klingeln im weitläufigen Garten nicht gehört hat. Als wir den Garten sehen, wissen wir auch warum.

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Das Anwesen ist ein Traum mit Park-ähnlichem Garten!

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Da ließe sich traumhaft grillen!

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Der Haus- und Hofhund. Eine Dame übrigens.

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Die Schaukel versetzt uns in Entzücken!

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Muss natürlich ausprobiert werden.

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Der kleine Holzsteg im Garten.

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Es gibt theoretisch auch einen Pool... ist aber noch geschlossen ;-)

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Es gibt Leben auf anderen (Blumen)Planeten!

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Nur ein paar Schritte vom Park entfernt, führt ein kleiner Weg an den Bach – und mitten hinein in einen Feenwald.

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Das verzauberte Bächlein.

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Sieht aus wie ein eingeschlafener Troll...

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Zauberblume am Wegesrand

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Ein Kobold hat sich in den Feengarten verirrt.

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Das zählt noch als Gymnastik.

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Allerlei merkwürdige Wesen treiben sich dort herum.

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Aber generell haben wir uns mit der Knutscherei schon zurückgehalten...

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Noch ein Schmusepärchen.

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Hottehüh im Garten.

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Da kann die Pferdenärrin nicht nein sagen!

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Das Anwesen ist wirklich wunderschön! In jeder Ecke findet sich ein noch schöneres Detail.

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Coole Aussicht auf die Berge des Vercors.

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Zum Abendessen müssen nochmal die Moppeds raus und wir fahren wieder runter an den See.

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Thelma & Louise

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Malerisch liegt das Restaurant am Wasser!

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Passend zur Stimmung: der Sonnenuntergang über dem See!

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So romantisch liegt die Terrasse im Mondschein, als wir wieder an der Unterkunft ankommen.

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Und romantisch geht es in unserem "Marokko"-Zimmer weiter!

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Und passend dazu noch der Spruch aus dem Essraum

Die Route im Überblick:
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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 25. Juni 2017, 19:57 
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Dienstag, 16. Mai: in die Ardeche

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Stilleben. Man beachte die farbliche Abstimmung von Helm und Handschuh!

Der Reiseablauf läuft noch nicht optimal: wir haben erst kurz nach halb 9 mit Frühstücken angefangen.

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Und bei der Auswahl dauert es halt auch länger...

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Das Verabschiedungskomitee wirkt ein wenig müde.

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Soooo bizarr finden wir den Hund jetzt gar nicht.

Bis wir aufgepackt haben und loskommen, ist es halb 11. Das ist selbst mir zu spät, das muss die nächsten Tage besser werden!

Auf kleinen Straßen durch kleine Weiler lotst uns das Navi nach Les Echelles. Anschließend umfahren wir Grenoble und queren Voiron. Die Kathedrale in der Stadtmitte ist wirklich beeindruckend und wir bestaunen sie, als wir an einer roten Ampel warten müssen. Anhalten zum Fotografieren wollen wir aber noch nicht. Denn wir haben ein Ziel vor Augen: die Gorges du Nan.

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Schon faszinierend: da fährt man immer auf Sichtweite zu diese geilen Bergen, kommt ihnen aber gefühlt nicht wirklich näher.

Und dann biegt man in irgendeinem Weiler links ab – und schwupp ist man nicht nur direkt an der Felswand, sondern das das Mini-Sträßle schraubt sich mirnichtsdirnichts in die Höhe.

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Damit wir das, was jetzt ansteht, ganz entspannt angehen können, legen wir die erste Pinkelpause ein.

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Coolste Pinkelaussicht ever!

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Okay, okay, für die Aussicht bin ich aufs Gestrüpp geklettert und hab mich nicht dahinter verschanzt...

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Wo wir schon mal da sind, veranstalten wir eine kleine Posing-Einlage

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Das Rudel on Tour

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Besser noch als das Poser-Bild ist nur das "2 seconds after" Bild – ja, wo laufen sie denn?

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Kaum wieder auf den Bikes stehen wir schon mitten in der Gorges du Nan.

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Hut ab vor den Straßenbauern!

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Zum Aussicht-Genießen besser absteigen - find ich jedenfalls!

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Hui, da geht's ganz schön runter!

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Durch diese hohle Gasse müssen sie kommen...

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Es grünt so grün!

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Und egal wie steinig, die Bäumchen finden immer einen Weg!

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Die Blumen sowieso..

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Kurvig geht es auf kleinen Straßen weiter.

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Das Auf und Ab, links und rechts wird zum Zen.

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Man soll ja immer mal wieder vom Mopped steigen und ein wenig Gymnastik machen.
Dann klappt das mit dem Fahren auch wieder einwandfrei!

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Immer wieder bieten sich Ausblicke auf kleine Höfe zwischen bewaldeten Felsen entlang der D31.

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Irgendwie müssen wir ja wieder ins Tal. Und wie könnte das schöner gehen als so?

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Vor dem Fahren erstmal einen Teil der Strecke ablaufen... oder so....

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Aber erstmal noch die Aussicht von oben genießen.

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Ein Kniefall in die Blumen inklusive.

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Selbst unser quirligstes Rudelmitglied verfällt ab und an in andächtiges Staunen

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Verheißungsvolle Ausblicke. Ich nenn die Strecke „durch das Loch im Felsen-Straße“.

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Man könnte auch wandern... Muss man aber nicht.

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Tafelberg?

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Der Beweis: wir steigen nicht immer zum Knipsen ab.

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Auf der Suche nach einem Mittagessen landen wir in einem netten Hotel-Restaurant in St. Jean-en-Royans.

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Wir sind irgendwann die letzten Gäste und die Katze des Hauses nutzt einen unachtsamen Moment der Chefin, um uns ihre Aufwartung zu machen.

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Gefällt ihr ganz gut bei uns.

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Was für eine schöne Katze!

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Und was für Pranken!

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Eindeutig, die will hier gar nicht mehr weg...

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Kein Wunder bei der Aufmerksamkeit!

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So fühlen wir uns nach der Mittagspause auch immer...

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Anschließend lockt die Straße zur Grands Goulet. Die Straße an der Schlucht entlang, eine „der abenteuerlichsten Schluchtstrecken der Alpen“ ist leider seit 2006 gesperrt, aber der Rest der Strecke ist immer noch schön.

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Chris' Lieblingsspruch des Tages: „Können wir das nochmal fahren?“

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Nach La Chapelle-en-Vercors ignorieren wir die Schilder zum Col de Rousset und biegen stattdessen auf die D178 ab und fahren über den Col de Proncel. Hat nicht mal einen grünen Strich bekommen, aber dafür viel Spaß gemacht!

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Über den Col de Lachau führt die kurvige Strecke durch den Wald.

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Wenn die Bäume endlich den Blick frei geben, verschlägt es einem den Atem.

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I believe I can fly

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Gruppenbild mit Panorama

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Das obligatorische Ich-schmeiss-mich-weg Bild

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Da purzeln die Begleiter vor Begeisterung nur so durch die Wiese!

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Der Col de la Bataille beeindruckt mit tollen Wolken und Farbenspielen!

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Ob er den auch nochmal fahren will?

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Aussicht, soweit das Auge reicht

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Mal sanft, mal schroffer

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Auch ohne Bäume sehr ansprechend.

Danach heißt es verschnaufen, Valence umfahren, sich nach Privas quälen – und dann noch das Schmankerl D104 nach Aubenas mitnehmen. Breite Kurven, kein Verkehr, was für ein geiles Stück Straße – nur die tiefstehende Sonne schmälert das Vergnügen.

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Nach dem Bezug unseres Chambre d'Hotes "Mas Le Nogier" gibt es noch ein Vesper im Garten. Schon schön, wenn's schön ist!

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Und noch ein wenig Abendgymnastik.

Die Route im Überblick:
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Mittwoch, 17. Mai: weiter in die Cevennen

Wir haben Wetter, Wetter, Wetter! Das versöhnt uns mit der Tatsache, dass keiner so richtig gut geschlafen hat... Claudi fühlt sich heute nicht so wirklich gut: die Nase geht zu, der Kopf ist matschig.

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Wie immer als erster gepackt!

Pünktlich um halb 10 (geht doch!) rollen wir vom Hof – und zwar rechts rum nach Vesseaux. Es gäbe auch einen Weg, der links rum nach Aubenas führt, aber unser Gastgeber François weist uns darauf hin, dass der nur was für Enduros ist!

In Aubenas versuchen wir, beim Intermarché direkt an der Hauptstraße zu tanken. Der will aber unsere deutschen Karten nicht. Und ich habe ein Déjà-vu: stimmt, das war letztes Mal ja auch schon so! Das hatte ich nur erfolgreich verdrängt. Genau wie die Irrfahrt in dem Industriegebiet, um wieder auf die Hauptstraße zu finden…

Heute steht die Gorges de l'Ardèche auf dem Plan. Und dafür wollen wir uns viiiieelll Zeit nehmen!

Bald nach Aubenas verlassen wir die Hauptstraße und folgen kleineren Strecken, die kurvenreich übers Land und durch typische französische Dörfer führen.

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Natürlich, kaum steh ich hier so malerisch, will prompt ein Auto in die Einfahrt hinter meinem Motorrad...

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Ansonsten ist während unseres Fotostopps herzlich wenig Verkehr

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Blumen und Fotogräfin im Anschlag

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Toller Parkplatz für eine schicke Ducati

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Besser lässt sich das nicht arrangieren

Neben uns wollen auch diverse Autos, Transporter, Wohnmobile und Busse über Vallon-Pont-d'Arc in die Schlucht. Gut, dass uns eh eher nach Aussicht als nach Fahren ist!

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Gleich mal die ersten Blicke auf die Ardèche

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Alles mal in die richtigen Größenverhältnisse setzen.

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Wenn man ein wenig geduldig ist, erwischt man auch verkehrsarme Momente

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Die berühmte Brücke mal von der anderen Seite.

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Von uns liebevoll der "Königsfelsen" genannt.

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Die berühmte Brücke von der bekannten Seite.

Randbemerkung: Völlig begeistert von der Ardèche und den Cevennen schicke ich natürlich wunderbare Landschaftaufnahmen per WhatsApp an die daheim gebliebenen Kollegen. Und was kommt von diesen Banausen als Reaktion? "Hmm, ein wenig steinig"…

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Und dann stehen wir erstmal eine gefühlte Ewigkeit in einer Baustelle – zusammen mit dem Rest. Gut, dass das der Stimmung keinen Abbruch tut! Yeah, it's getting hot, hot, hotter than hell!

Randbemerkung: Mein Weckerklingelton auf dem Handy ist "Hot" von Reckless Love. Wer diesen Meilenstein des melodischen Poser-Rocks nicht kennt, kann diese Wissenslücke hier schließen:



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Bevor es wieder nahe an der Schlucht entlang geht, macht die Straße nochmal einen Schlenker landeinwärts.

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Es gibt Schmiermaxe und es gibt Klettermaxe.

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Erster Aussichtspunkt, erster "Wow" Effekt.

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Kurven der anderen Art

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Auch der Blick in die Ferne kann entzücken

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Spaß bei der Arbeit

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Typisches Touri-Foto, netterweise aufgenommen von einem Pärchen aus Karlsruhe. Immer wenn andere Leute Bilder von uns machen, schauen wir so brav aus…

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Bietet auch was für Höhlenforscher

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So sieht die Zukunft der Rock-Hühner aus

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Und das ist die Gegenwart

Wir nehmen jeden 2. Bellevue/Belvedere in der Schlucht mit und halten an. Nach dem ersten Aussichtspunkt verläuft sich auch der Verkehr und die Etappen zwischen den Aussichtspunkten können wir dem Kurven-Flow frönen.

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Ardèche-Schleife

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Wie kleine bunte Ameisen tummeln sich die Wassersportler in den Fluten

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Luziefers erste "richtige" Tour. Ihm gefällt's hier! Leicht zu erkennen am diabolischen Grinsen

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Typisches Fotoballett. So muss das!

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Typisches Fluss-Ballett. Auch Jahrmilliarden lang geübt.

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Es wird wieder flacher

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Beim letzten Aussichtspunkt darf ich allein hochklettern.

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Mein Rudel verweigert wegen der Hitze die Gefolgschaft...

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Ich finde ja, das hat sich gelohnt!


Nach St. Martin-d‘Arc machen wir es uns in Ermangelung eines besseren Platzes, der vor allem auch Schatten bietet, am Straßenrand gemütlich und vespern.

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Auf den zweiten Blick...

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… zeigt sich der Schmetterling in Tarnfarbe

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Auch die R6 lechzt nach Schatten

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Lustiger Besucher auf meinem Stiefel

Die D901 macht auf der Karte nicht viel her, aber zum Fahren ist's ein Traum! Und die Örtchen St. Sauveur-de-Cruzières und St. André-de-Cruzières unterwegs wissen zu bezaubern.

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Kinokunst

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Ein ganz großer seiner Kunst – und wir: halt... Nein! Doch! Ooooohhhhh....

Randbemerkung: Unterwegs überholt uns auf einer etwas längeren geraden Strecke ein BMW-Fahrer. An und für sich nix Besonderes. Was uns ein wenig verwundert: kaum wird die Strecke kurviger, holen wir langsam aber unaufhaltsam wieder auf. Wir fahren die Kurven wie gewohnt schön aus, er kürzt vor allem Links-Kurven konstant mit einer Geraden ab und wird uns trotzdem nicht los. Auf den kurzen Geraden lassen wir ihn immer ziehen, da wir wissen, dass wir eh gleich wieder aufschließen, wenn die Kurven beginnen. Komische Art, Motorrad zu fahren. Ob er sich ein wenig gejagt gefühlt hat? Wir wissen es nicht…

In Les Vans gibt es einen längeren Zwischenstopp beim örtlichen Carrefour-Markt, denn hier gibt es auch eine Apotheke.

Claudis Birne wird immer matschiger und sie möchte das gerne mit Sinupret bekämpfen. Leider gibt es kein Sinupret in Frankreich. Der Apotheker spricht aber deutsch (auf unser Erstaunen darüber hat er uns aufgeklärt, dass seine Frau aus Deutschland stammt) und so erhalten wir das französische Äquivalent Sinuspax. Claudi ignoriert die Dosierungsangabe und nimmt lieber die anderthalb-fache Dosis.

Randbemerkung: An dieser Stelle ein Gruß an Claudis Kollegin Katja, deren Viren wir gnädig aufgenommen und im schönen französischen Zentralmassiv spazieren gefahren haben.

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Schatten, wem Schatten gebührt

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Das Magnum-Eis ist genau das richtige jetzt!

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Kurz nach Le Vans gibt es gleich wieder einen Grund anzuhalten.

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Ein Blumenmeer tut sich vor uns auf

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Im Detail

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Blümchenzerpflücker.

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Doch, ja, das ist eine echt nette Gegend!

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Und dann sind wir in den Cevennen! Kleine Straßen, tolle Kurven,

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Steinbrücken!!!! - Ich liebe es!

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Glücklicher Tourguido

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Die hübsche Burgruine bei Pont de Brésis ist das i-Tüpfelchen.

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Trutzig, aber nicht mehr so schick zum Wohnen

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Im Gegensatz dazu kann man hier schon schick wohnen

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Claudi findet's auch umwerfend

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Graspflücker. So bleibt keine Kombi sauber

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Romantischer Bachlauf

Der Weg zum Chambre d'Hôtes "La Source de Castagnols" war gespickt mit schmalen Kehren und dann noch die letzten 500 Meter unbefestigt.

Als wir die letzten Meter den Weg hinunter in den Hof rollen, denke ich nur "Mist, da komm ich morgen nie wieder hoch"

Egal, jetzt sind wir erstmal da und das Anwesen ist zauberhaft!

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Alle heil angekommen.

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Gandalfs Stock als Handlauf.

Ein kleiner Spaziergang ums Haus:

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Die Schieferkonstruktion der Wände war schön anzusehen

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Leuchtende Blume

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Das Heavy Metal-Element

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Kleiner Innenhof

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Verwinkelte Wege

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Im Sommer gibt es hier Frühstück

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Der letzte Mohikaner

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Gegengewicht

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Das Haus vom Garten aus.

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Die letzten Sonnenstrahlen nutzen

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Absacker. Sundowner. Oder so.

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Was das ist?

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Die Lampe im Esszimmer!

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Die Hauskatze freut sich über Gesellschaft.

Genauso einnehmend wie das Gebäude sind die holländischen Gastgeber. Wir haben uns für die zwei Tage unseres Aufenthalts für das gemeinsame Abendessen „Table d’hôtes“ entschieden und so sitzen wir am Abend an der langen Tafeln mit unseren Gastgebern, vier weiteren Deutschen und noch einem anderen holländischen Paar. Diese Konstellation ist eher ungewöhnlich, im Normalfall ist der größte Teil der Gäste französischer Nationalität.

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Kleiner Appetithappen zum Apéritif

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Die Vorspeise: Zucchini-Suppe

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Zum Hauptgang wird Hühnchen kredenzt!

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Und erst das Dessert: Blumenkuchen mit sowasvonsauleckerem Schokoboden

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Bevor wir ins Bett hüpfen, gibt es noch das 5-Minuten-Planking-Workout

Die Route im Überblick:
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Donnerstag, 18. Mai: Kreise fahren

Was haben wir gut und tief geschlafen! Claudi kränkelt immer noch, will aber nicht daheim bleiben.

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Disco-Feeling am Morgen

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Die Auffahrt hat mir echt Bauchschmerzen bereitet, aber mit gutem Zuspruch bewältige ich sie. Und wie immer: wenn man's mal hinter sich hat, war's nur halb so schlimm.

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Malerisch führt das Sträßchen über den Fluss Luech. Hab ich mein Faible für Steinbrücken schon erwähnt?

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Was bitte schön ist an Apfelstrudeln gefährlich? Oder meinen die Mohnstrudel?

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So gefährlich sieht die Straße gar nicht aus!

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Natur gegen Brücke. Natur hat gewonnen.

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Vialas überzeugt mit einem ortseigenen Tempel.

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Malerischer Blick auf den Hausberg

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Der Berg in voller Pracht. Ist halt ein wenig steinig...

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Ja, man kann hier schön flanieren!

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In Genolhac zweigt die D66 ab und führt soooo schön nach oben.

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Ein Farbenrausch in grün

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Mit blauen Highlights

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Mini-Wasserspiele

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Kletterhilfe

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Bodenkontakt der netten Art

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Kunstwerk am Straßenrand

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Der Belvedere des Bouzedes geizt nicht mit Aussicht!

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Ja, die Anfahrt macht auf diesen Straßen auch Spaß!

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Aussicht in alle Richtungen

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Sonnentanz, damit die Wolken schneller verschwinden

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Rudelbild. Ich kann ja auch ohne Pommesgabel

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Und wegen der Gymnastik steigen wir natürlich auch mal wieder ab.

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Wir fahren ein Stückchen weiter, bis zur nächsten Aussicht kurz vor dem Plateau de la Croix de l‘Ermité.

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Mauerbezwinger

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Nun gut, sooo hoch war die Mauer nicht. Aber gibt noch mehr Aussicht!

Die Straße ist superschön zu fahren, die Gerüche, die Farben, der Ginster, kaum Verkehr, ein Traum!

Und dann kommen wir ums Eck und vor uns liegt diese malerische Kombination an hell leuchtendem Ginster! Ich bremse, halte an, steige ab....

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… und da schiebt sich diese blöde Wolke vor meine Sonne!

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Warten, bis die Sonne wieder kommt

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Derweil kann man ja anderes ablichten

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An die Botaniker: wasndas?

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Das Warten hat sich gelohnt! Es erstrahlt wieder in voller Pracht!

In Villefort geht es auf eine meiner Lieblingsstrecke, die D906, die in geilen Kurven gen Süden führt. Weil die Strecke so geil ist, sind wir bis Portes gefahren.

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Dort werfen wir einen kurzen Blick aufs Schloss und fahren zurück bis La Tavernoles.

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Glückskäfer! Passend zum Tankrucksack

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Ich will ja unbedingt das Schloss von Crouzas sehen (hab ich auf der Karte entdeckt), deswegen biegen wir auf eine Winzstraße ab – super schmal, mieser Belag und das Schloss hat man erst nicht richtig gesehen. Der Schlenker war für die Katz.

Und Claudi murmelt in ihren Helm „Sich wegen der Auffahrt beim Chambre d’Hôtes so anstellen und dann diese Schlaglochpiste fahren… Weiber!“

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Zur Mittagspause gibt es neben einem vernünftigen Tomate-Mozarella-Sandwich zum Nachtisch unvernünftiges aber leckeres Caramel-Eis. Bis ich den Foto gezückt habe, hat das Rudel das Eis schon fast verschlungen…

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Zurück in der Zivilisation nehmen wir die D29 und ich entdecke eine wahrlich beeindruckende Steinbrücke!

Wunderschön führt die Straße nach Peyremale. Als wir durch „Chambon“ durchfahren, ulke ich vor mich hin: „Hildesheim hat die Schinkenstraße, wir hatten die Chambon-Straße!“

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Malerisch...

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Noch eine Flussschleife

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Die Straße führt schwungvoll am Flüsschen entlang

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Wie immer unser Dilemma: fahren oder schauen? Wir wechseln uns ab...

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Steinbrücken reloaded

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Ob der Esel die Fütterungsvorschriften genauso gut findet?

Das Zickzack-Fahren auf der D17 nach Richtung Genolhac und zurück über die D156 nach Beyremale hätte man sich sparen können: das waren einfach kleine Straßen, die zumeist recht holperig sind. Aber das sieht man der Karte ja nicht an.

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Wunderbarer von Blumen gesäumter Zufahrtsweg!

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Kleiner Weiler unterwegs – und die R6 macht wie immer eine gute Figur!

Zum Abschluss gab es die D51 nach Villefort, die zumindest zu Beginn wieder äußerst holprig war. Danach war die Strecke genial zu fahren, bevor es ab Vielvic die restlichen Kilomter wieder hopste.

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Bei Aujac entdecken wir ein hübsches Schloss.

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Auf der Strecke legen wir zwischendurch eine Rast ein: wir sind fahrerisch alle noch am Anfang der Saison und die Konzentration lässt zu wünschen übrig.

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Aussicht war nicht sooo übel – wenn man sie nicht ver-nickert hat.

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Zwischendurch noch ein Wasserfällchen

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Der kleine Bach mit der schmucken Brücke liegt in Vialas.

Böiger Wind und dunkle Wolken treiben uns zurück zum Chambre d'Hôtes, wo wir schon um 5 wieder eintrudeln und es uns bis zum Abendessen (heute italienisch) gemütlich machen. Nach ausführlichem Katzenstreicheln gibt es wieder eine große Runde mit 4 weiteren Holländern.

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Knuddeln, dieses Mal mit dem Hauskater

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Pizza-Attack

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Das Beste kommt zum Schluss!

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Freitag,19. Mai: Weiter an den südlichen Rand der Cevennen

In der Nacht windet und regnet es, dass ich fast nicht schlafen kann und in Gedanken schon die Tour umplane (direkt nach Le Vigan fahren und die Schmankerl unterwegs irgendwie die nächsten Tage nachholen. Und wie ätzend es wird, bei Regen die Moppeds aufzurödeln!)

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Am Morgen scheint die Sonne durch unser Fenster.

Randbemerkung: Unterhaltet ihr euch auf Tour eigentlich auch so oft über die Verdauung? War bei uns irgendwann der Running Gag – gerne auch zum Frühstück!

Es hat über Nacht wohl nur 6 mm geregnet. Stimmt, so richtig nass waren die Moppeds nicht. Aber es ist kühl geworden. Mit diversen Schichten versehen, brechen wir 20 nach 10 auf. Und nochmal geht es ein Stück die wunderbare D906 entlang. Ein roter Seat jagt und erlegt uns. Wir sind die Klügeren und lassen ihn ziehen. Das Navi will uns über Couzas lotsen. Danke, das kennen wir, ich ignoriere die Anweisungen.

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Von der Hauptstraße aus haben wir das Schloss dann aber doch noch gesehen!

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Wir folgen der kleinen Kurvenstraße D276 nach Ste.-Cecile-d'Andorge.

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Unterwegs entdecken wir ein Wasserfällchen

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Floraforscher werden hier wieder glücklich.

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Die malerischen Hügel der Ardèche...

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… bergen so manches stattliches Anwesen.

Die Nationalstraße N106 bietet endlich weite Kurven, denen wir gerne ein paar Kilometer folgen. Dann geht es querfeldein auf putzigen kleinen Kurvenstraßen.

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Kunst am Baum

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Auf der Jagd nach dem Motiv

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"Macht mal was... Aber doch nicht so was!"

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Raspelasphalt

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Blömchen

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Der Himmel wird immer blauer

Ich verlass mich auf das Navi. Nur einmal verweigere ich die Gefolgschaft: wir haben endlich eine Straße mit gutem Belag, die 12 km Kurven verspricht. Das Navi will, dass wir links auf eine Rumpelpiste abbiegen.

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Dabei lockt geradeaus diese schöne Aussicht! Kurz auf der Karte geschaut: es ist kein großer Umweg, wenn wir die Navi-Abkürzung ignorieren. Und so machen wir das!

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Kurz vor Le Martinet: eine Steinbrücke!

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Mit kleinem Deko-Wasserfall

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Gestatten? Bond, Chris Bond.

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In Le Martinet gönnen wir uns ein leckeres und umfangreiches Mittagessen. Ohne Jacke wär's aber ein wenig zugig gewesen...

Die letzten 12 km nach St. Jean du Gard sind Kurven, Kurven, Kurven. Herrlich!

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Dann schlagen wir uns auf die Corniches des Cevennes.

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Ab und an genießen wir die Aussicht auf die Hügel.

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Ich hätte ja nicht gedacht, dass es nochmal eine Steigerung gibt. Aber hier können wir es so richtig fliegen lassen. Und das auf gut 40 km. Das tut nach den kleinen Rumpelpisten echt mal gut!

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Einen Aussichtspunkt gibt es dann doch noch, der mit Ginster und Hügeln begeistert

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Das fand auch der einsame Fotograf auf dem Hügel

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Wir waren ja zu faul, um da hoch zu laufen

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Kleine Tanzeinlage

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Bevor wir wieder richtig posen

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Claudi kann sogar Spagat! Und das in der Lederklamotte!

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Auf die Sorge der Daheimgebliebenen, ob's denn arg geregnet hätte: ja, wir haben eine Pfütze gefunden!

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Und dann biegste ums nächste Eck und die Aussicht wird immer geiler

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Wäre der ideale Golfplatz, so mitten in den Bergen.

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Und der Baum, ein Traum! Als hätte ein Künstler das entworfen.

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Stimmung auf der Straße

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Lenkt aber nur kurz vom Anblick ab.

Wir biegen ab auf die D18 am Col de Perjuret.

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Unterwegs ergibt sich nochmal diese eindrückliche Aussicht.

Nächster geplanter Halt: der Mont d'Aigoual. Das Wetter ist allen Vorhersagen zum Trotz heute einfach prächtig: kein Regen in Sicht!

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Beim Mont d'Aigoual finden wir ein paar Schneereste

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Let the battle begin

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Jetzt aber wieder ganz ernst die Aussicht bestaunen

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Diese Kurven führen uns später nach Valleraugue

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Es zieht ein wenig zu, die böse aussehenden dunklen Wolken werden mehr.

Die 8 Grad fühlen sich bei dem böigen Wind sehr viel kälter an. „Wieso hast Du deine Handschuhe nicht angelassen?“ fragt Chris. Ja, das frage ich mich auch.
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Aber auch mit kalten Händen kann ich knipsen!

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An den fifty shades of blue kann ich mich gar nicht satt sehen

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Wir umrunden einmal das Observatorium

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Obligatorisches Bild auf dem Turm. Wir Mädels frieren, Chris ist besser eingepackt.
Da hat's aber echt mal gezogen!

Als Dessert gibt es die Kurven nach Valleraugue, die sich vor den Alpen nicht verstecken müssen, und die restliche Flow-Strecke nach Le Vigan.

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Unser Chambre d'Hôtes "Roque Rouge" liegt verkehrsgünstig direkt an der D48

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Es bietet eine nicht zu verachtende Aussicht.

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Moppeds kann man direkt vor der Tür parken.

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Sogar mit Pool! Leider zu kühl dafür.

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Auch im Garten gibt es einiges Schönes zu entdecken

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In unserem Chambre d'Hôtes essen wir draußen umrahmt von Rosen. Romantik pur.

Die Route im Überblick:
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Zuletzt geändert von Savethefreaks am Sonntag 25. Juni 2017, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 25. Juni 2017, 19:59 
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Samstag, 20. Mai: die Gorges du Tarn

Es ist etwas kühl die Nacht und ich kuschel mich immer weiter an Chris ran, bis der Angst bekommt, aus dem Bett zu fallen.

Kennt ihr diese Einstellung beim Handy-Wecker? „Werktags“? Und wusstet ihr, dass – im Gegensatz zu Knöllchen – das Handy den Samstag nicht als Werktag zählt? Es klingelte jedenfalls nicht um halb 8... Und dann ist man wach und wartet auf das Klingeln. Und wartet. Und denkt, komisch, dass ich so lang vorm Weckerklingeln wach bin. Die anderen liegen auch wach und denken das gleiche. Dann hab ich doch mal auf die Uhr geschaut: 10.39 Uhr. WIE BITTE???? So schnell waren wir noch nie frühstücktsfertig!

Beim Frühstück lernen wir „Confiture au lait“ kennen. Nicht so geil wie Crème caramel, aber kann schon auch was!

Es ist dann 10 nach 12 bis wir endlich vom Acker kommen. Die Tour (der Tag wäre etwas euphemisch) beginnt gleich genial mit der D48 Richtung Col de Minier. So liebe ich Straßen! Die ersten 20 km sind mit perfektem Asphalt versehen und unsere Motorräder tanzen nur so durch die Kurven.

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Und da geht's weiter? Cooollll!!!

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Tolle Straße mit (Rück)Blick auf die Cevennen-Höhenzüge

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Ein Traum in Gelb

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Und so macht halt jeder das, was er am besten kann

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Dancing on the streets

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Extra einen Aussichtspunkt für die Touristen hingestellt.

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Aussicht zum Durchatmen

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Der Wind kam eindeutig von rechts

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Merke: die Cevennen sind ziemlich grün!

Was lernt man als erstes beim Fahren in der Gruppe? Richtig: immer auf den Hintermann achten! Sollte man auch als Tourguide berücksichtigen... Gerade eben sind Claudi und Chris noch hinter mir. Dann kommt die Abzweigung auf eine schmale Holperpiste, die ich wie vom Navi gewünscht nehme. „Oh Mann, jetzt war die Strecke bisher so toll und jetzt rumpelt’s schon wieder. Mein Rudel wird genauso begeistert sein“. Blick in den Spiegel. Kein Rudel, ich bin allein! Mist, da war doch was... Also zurück zur Kreuzung und hinter meiner Gruppe her!

An der nächsten Abzweigung hab ich sie eingeholt. Sie wussten ja, dass ich Richtung Mont Aigoual will, weil: die zwei haben bei der Beschreibung der Tagestour ja zugehört und sich sogar gemerkt, was ich da erzählt habe! Eine ganz neue Erfahrung ;-)

Der Wetterbericht hat uns trockenes Wetter um die 21 Grad prophezeit. Die Regensachen bleiben also daheim. Aber über die Berge wird es doch ziemlich frisch und die Wolken hängen so manches Mal auch verdächtig tief... Hat aber alles gehalten!

Es geht kurvig (mal holprig, mal auf gutem Belag) weiter nach Meyruies. Und da war es wieder, das Kommunikationsproblem mit meinem Navi. Da vergisst frau ein Mal, noch einen Wegpunkt einzufügen, schon meint Mrs. Navi, sie wüsste eine bessere Strecke... Statt wie geplant zum Col de Perjuret und weiter nach Florac, sind wir in Richtung der Causse Méjean gefahren.

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Die wunderbare Strecke am Berg entlang durch das Steintor kommt mir doch gleich so bekannt vor.

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Wir nutzen das gleich mal für den ersten Fotohalt

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Ja, genau durch diesen Felsen führt die Straße.

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Und bis dahin wedelt es gar wunderbar

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Wind kommt immer noch von rechts, passend zur Kurvenrichtung.

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Aussicht in ganzer Pracht

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Wenn man bei der Aussicht ganz genau hinschaut, entdeckt man ein Kleinod in Form dieser Steinbrücke

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Poserbande

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Auf der Hochfläche beschließe ich, das Navi zu ignorieren und rechts über die D16 nach Florac zu fahren.

Das kenne ich noch nicht und ich will die Gorges du Tarn unbedingt komplett ab Florac fahren.

Das Navi bettelt und bettelt: wenden, jetzt links abbiegen, wenden, aber ich ignoriere es standhaft!

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Die Strecke führt über die Hochfläche durch gefühlt Klein-Montana.

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Dickes Pferd

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Faszinierend, wie sehr sich die Landschaft hier vom bisherigen unterscheidet

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Aber in der Ferne locken schon wieder die Berge

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Einzig die Qualität der Straßen könnte ein wenig besser sein

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Viele schwarze Schafe

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Komisch, auch hier scheint es immer von rechts zu wehen...

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Nadelgewächs

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Mal wieder Gymnastik

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Wetter ist trocken, aber etwas frisch

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Nach 26 km windet sich die Straße schmal in Kehren runter nach Florac.

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Blick auf Florac

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Kehrenpause

In Florac hängt sich das Navi aus Trotz völlig auf und spielt beleidigte Leberwurst. Mir egal, zur Gorges du Tarn finde ich auch ohne Navi!

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Unterwegs

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Hier gleich am Einstieg ein Blick auf die Schlucht.
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Spannender aber ist das Felsendorf Castelbouc

Randbemerkung: Um die Bezeichnung der Burg Castelbouc rankt sich eine unter Einheimischen und Touristen bekannte Legende: Demnach seien zur Zeit des Ersten Kreuzzuges sämtliche Männer der Region in den militärischen Dienst getreten und hätten ihre Heimat verlassen. Einzig der Burgherr Raymond blieb zurück. Die Legende besagt, dass er in der Folge alle Frauen des Dorfes sexuell befriedigte und daraufhin vor Erschöpfung verstarb. Am darauffolgenden Abend sei sein Geist in Form eines Ziegenbocks (frz.: [i]bouc) über die Burg geflogen, die auf diese Weise – ebenso wie der Ort – ihren Namen erhalten habe. [/i]

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Claudi muss gleich mal näher ran klettern

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Wie Schwalbennester schmiegt sich das Dorf an den Felsen

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Starship Troopers – sind immer und everywhere!

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Und so wedeln wir durch die Schlucht.

Randbemerkung: Eins versteh ich ja nicht: da haben die Franzosen diese geilen kurvigen Straßen. Aber der gemeine französische Motorradfahrer nutzt die gar nicht richtig aus, sondern hat vielmehr den unabänderlichen Drang, auf der Mittellinie oder besser noch ein wenig auf der Gegenseite zu fahren... So gesehen bei diversen Motorradgruppen an diesem Tag.

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Bei Saint-Chély-du-Tarn empfängt uns eine Steinbrücke.

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Ein besonders hübsches Exemplar, garniert mit einem Mini-Wasserfall

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Platzsparend geparkt

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In La Malène gibt es die lang ersehnte Eis-Pause.

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Und pünktlich dazu kommt auch auf längere Zeit die Sonne raus!

Als wir eisschleckend da sitzen, spricht uns ein Pärchen aus Dortmund an, das normalerweise auch mit den Motorrädern unterwegs ist, jetzt aber den Urlaub aus gesundheitlichen Gründen mitm Auto macht. Ob wir wüssten, dass hier die tollsten Serpentinen starten? Ja, wissen wir, aber die lassen wir dieses Mal links liegen. Man will sich ja auch noch ein paar Highlights für das nächste Mal aufheben.

In Les Vignes verlassen wir die Tarnschlucht und biegen auf die D16 ab.

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Blümchenmodus

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Schon etwas rasanter

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Dort hat man nochmal einen unglaublich schönen Blick ins Tal.

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Hätte man auch entlang fahren können

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So schwingt sich das Sträßle wieder gen Hochebene

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Auch auf der anderen Seite wäre es interessant weitergegangen.

Durch die Wälder ging es wieder Richtung Causse Mejean.
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Oben angekommen

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Natürlich darf das obligatorische Bild von Rouveret nicht fehlen. Ist aber auch zu malerisch, das Dörfchen!

Die Strecke nach Meyrueis kennen wir ja schon.

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Wir halten trotzdem an, wegen der Gesteinsproben.

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Paparazzi

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Ohne Worte...

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Noch mehr ohne Worte

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Meyrueis von oben

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Wir entscheiden uns noch für einen Schlenker über Trèves: wunderbare kurvige kleine Straße am Flüsschen Trevezel entlang.

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So viel zur Breite der Straße. Und zur bunten Truppe

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Die Gorges de Trevezel

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Und schon geht es wieder in die Hügel.

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Genauso schön kurvig führt die Strecke weiter hoch zum Col de la Pierre Plantée.

Die Abfahrt nach St. Jean-du-Bruel begeistert mit geilem Asphalt, ist aber immer noch nicht die breiteste Strecke. In einer Linkskehre wundere ich mich ein wenig über das Pärchen, das mit Warnwesten und „Romeo & Juliette“ Schild auf Campinghockern sitzt.

Dass es sich hier um eine Applauskurve handelt, wird mir schnell klar, als ich das Röhren von Motoren höre. Und da kommen sie auch schon um die Ecke gebrettert: Ralleye-Autos! Wir verlangsamen sofort das Tempo und schleichen am rechten Fahrbandrand entlang. Das ist auch nötig, die Autos donnern in einem Affenzahn auf der Mitte der Straße an uns vorbei. Wenn wir ein Auto gewesen wären, hätte das gekracht!

In der nächsten Linkskehre kommt ein Held im blauen Auto von unten hoch gekachelt. Will er durch die Kehre sliden? Hat er mich gesehen und ist erschrocken? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist er viel zu schnell, er bremst und sein Heck bricht aus und überholt ihn. Einmal um die eigene Achse gedreht, steht er mitten in der Kehre in Richtung Gegenverkehr. Ich bin immer noch ganz rechts und mehr als nur erleichtert, dass er inzwischen steht und nicht noch weiter in meine Richtung gedriftet ist. Hinter ihm kommen die anderen Bekloppten zum Stehen. Mir schlägt das Herz bis zum Hals und meine Hände zittern. Die sind doch echt nicht ganz dicht! Es kommen noch weitere und wir bleiben in langsamem Tempo g a n z weit rechts bis zum Dorf. Dort halten wir erstmal kurz an, weil ich tief durchatmen will. Diese hirnlosen Idioten machen mich einfach wütend.

Ich beruhige mich wieder. Die Strecke nach Sauclières ist nochmal ein echter Traum. Auch die D999, die uns anschließend wieder nach Le Vigan führt, lädt zum Kurvenräubern ein.

Wir tanken und stellen die Erna ab, bevor es nach Le Vigan rein geht und wir einen mittelmäßigen Salat essen.

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Immerhin ist die Unterhaltung gut: eine Bluessängerin begeistert mit ihrer Stimme. Immerhin wäre heute Posernight in Ludwigsburg, die wir heute verpassen!

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Um halb 10 fahren wir wieder ins Quartier und kuscheln uns in die Decken.

Die Route im Überblick:
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Sonntag, 21. Mai: zum Cirque de Navacelles

Pünktlich um ¼ nach 8 klingelt der Wecker, pünktlich um 9 sitzen wir beim Frühstück (heute ist Sonntag, da wollen auch unsere Gastgeber etwas später frühstücken). Geht doch!

Unsere Gastgeberin Marie möchte wissen, wohin wir fahren und gibt uns als Tipp den Wasserfall bei St. Laurent-le-Minier und das Dorf St. Guilhem-le-Desert mit auf den Weg.

Zum Wachwerden gibt es die breiten Kurven nach Alzon, die wir von gestern Abend ja noch kennen. In Alzon biegen wir ab ins Vis-Tal. Wir sind noch keine 20 Minuten unterwegs, da muss ich anhalten: die Temperaturen der letzten Tage im Hinterkopf bin ich mit viel zu viel Klamotten am Leib losgefahren und entledige mich jetzt der meisten. Damit ist der Tankrucksack zwar voll, aber mir geht’s gleich viel besser!

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Schweizer Felsen! Mit Löchern drin!

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Nicht wirklich viel Wasser...

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Und blaue Schmetterlinge entdecken wir auch noch.

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Claudi ist immer noch nicht auf der Höhe, das merkt man daran, dass sie lieber nickert als auf Foto-Safari zu gehen...

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Ich mag es ja nicht nur, wenn man sieht, wo's hingeht, sondern auch, wenn man die Straße auf der gegenüberliegenden Seite entdeckt, auf der man gerade hergekommen ist!

Nach ein paar weiteren Kilometern wird die Strecke sehr interessant und führt uns an Vissec vorbei.

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Die meiste Zeit im Jahr führt der Fluss Vis gar kein Wasser.

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Das macht natürlich das Queren mit Schafherde um einiges einfacher

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Der Cirque de Vissec.

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Kniefall

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Die ersten Ausblicke auf den Cirque des Navacelles wecken auch Claudis Lebensgeister.

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Die Strecke ist wunderbar zum Fahren und der Ausblick am Cirque ist grandios!

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Beeindruckendes Naturerlebnis

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Noch ein Golfplatz!

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Schön herzförmig um den Felsen gelegt

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Posen am Abgrund

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Stiefel-Selfi

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Aber wir müssen ja auch irgendwann weiterfahren...

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In schönen Kehren windet sich die Straße dann wieder nach unten

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Noch ein malerisches Dorf on the road

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Straßenkunstlauf

Wir fahren weiter nach St. Maurice-Navacelle. Wildes Gehupe und Gefuchtel hinter mir: Chris hat oben am Aussichtspunkt seinen Nierengurt vergessen!

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Wir Mädels warten an der Kreuzung und Chris fährt die Strecke zurück: hoch auf den Berg, runter ins Tal, wieder hoch zum Aussichtspunkt und das ganze retour. Er gibt Gas und ist in 30 Minuten wieder da – allerdings ohne Nierengurt. Zum Glück ist es heute so warm, dass sein Fehlen nicht ins Gewicht fällt. Und morgen haben die Geschäfte wieder offen!

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Wieder zurück auf der Route kommt noch so eine schöne Schmankerl-Strecke durch die Gorges de la Vis.

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So viel Natur!

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Einfach genial.

In St. Laurent-le-Minier machen wir Mittagspause in einem Café, das sehr an eine Surfer-Bar erinnert.

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Die Burger sind klasse, das Essen preiswert.

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Und nur ein paar Schritte weiter ist der Wasserfall, an dem sich die Leute erfrischen.

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Sogar mit eigenem Wasseranschluss via Aquaedukt!

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Glasklares Wasser und reizendes Anwesen

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Unterwegs dann dieses Hotel in Cazilhac. Naturkunst am Bau.

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Irgendwo entdecken wir auch noch diese kleine Burg. Leider habe ich wirklich nicht mehr den blassesten Schimmer, wo das war.

Wir fahren weiter ins Hérault-Tal. Das hat uns unsere Gastgeberin als tolle Strecke empfohlen. Nun gut, wenn Autofahrer einem Streckentipps geben... Es gibt zig andere Straßen in den Cevennen, die schönere Aussichten, geilere Linienführung und vor allem besseren Belag bieten. Das ist mir echt zu buckelig, um richtig Spaß zu haben…

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Es wird dann irgendwann auch wieder besser.

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Interessante Höhlen

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Der Hérault sehr malerisch kurz vor St. Guilhem-le-Desert. Sogar mit Plätscherfall

In St. Guilhem-le-Desert hat das Thermometer fast 30 Grad erreicht, die Luft steht. Wir haben keine Lust, unter diese Bedingungen das Dorf mit Hunderten anderen Touristen anzuschauen. Ich glaube sowieso, dass wir da auch jedes beliebige andere Dorf nehmen können und es authentischer ist...

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Bei der Teufelsbrücke gibt es noch einen kurzen Halt, hat schon was von einem Fjord.

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Und die Fußgängerbrücke auf der anderen Seite der Straßenbrücke.

Viols-le-Fort wäre so ein nettes Dörfchen mit kleinen Gassen, das sicher einen kurzen Stopp lohnen würde, aber wir rollen nur durch.

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In St. Martin-de-Londres lädt ein kleines Café im Schatten zu einer Pause mit Eis und Wasser ein.

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Malerischer Dorfplatz, das reicht mir und ist genauso, wie ich mir die südfranzösischen Dörfer vorstelle.

Die große D986 führt weiter nach Gorges. Leider ist die Straße zu stark befahren, um anzuhalten, als es über den Col de la Cardonille geht und sich die Cevennen vor einem ausbreiten. Ein grandioser Anblick!

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Laroque gefällt mir mit seinem Wasserspiel

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Und mit den Steinhäusern.

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Sehr schicker LIDL in Ganges! Das Bild hab ich allerdings von Google Streetview geklaut.

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Wir halten nicht an, sondern fahren schnurstracks zu unserer Unterkunft.

Um 6 sind wir am Chambre d'Hotes und genießen die letzten Sonnenstrahlen am Pool.

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Irokesenblume

Der Nierengurt liegt übrigens im Chambre d'hôtes neben dem Bett …

Die Route im Überblick:
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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 25. Juni 2017, 20:00 
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Montag, 22. Mai: zurück in die Ardèche

Es geht beim Ins-Bett-Gehen los: ich hab Halsschmerzen! Die Nacht ist scheiße: mir tut der Hals weh und Chris schläft so unruhig, dass ich auch nicht schlafen kann. Und just als ich überlege, meinen Bettnachbarn zu tauschen, röchelt Claudi los.

Entsprechend schlecht gelaunt bin ich am Morgen. Zum Glück geht's Claudi besser und ihre gute Laune muntert mich auf.

Der Wetterbericht hält nicht, was er versprach, es ist ziemlich frisch und wir packen alles an Futtern und warmen Sachen aus, was wir haben (was bei Chris und mir definitiv mehr ist als bei Claudi).

¼ nach 10 verlassen wir Le Vigan und machen uns auf den Weg. Erst auf der breiten D999 nach St. Hippolyte-du-Fort. Dort biegen wir auf die kurvenreiche D57 ab, die uns nach Anduze bringt.

Randbemerkung: Trotz diverser Reisen nach Frankreich habe ich immer noch nicht das Prinzip herausgefunden, an welchen Supermarkt-Tankstellen man Luft für die Reifen bekommt. Oder wo man generell Luft nachfüllen kann. Normalerweise natürlich an „richtigen“ Tankstellen. Aber davon haben wir die letzten Hundert Kilometer keine gesehen. Wir sind zu einem TÜV-Verschnitt, der uns gerne geholfen hat.

Mir läuft die Nase, mein Kopf ist mit Watte gestopft, ich habe keine Lust zum Anhalten, daher gibt es keine Bilder.

In Anduze führt uns eine schmucke schmale Straße ins Stadtgebiet von Alès, wo der Verkehr merklich zunimmt. Bald schlagen wir uns wieder querfeldein über Le Martinet nach Bessèges. Unterwegs ist es Zeit, Futter und Windbreaker rauszuzippen.

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Riesenzapfen als Moppedschmuck: macht aus jeder R6 ein schmuckes Einhorn.

Von Bessèges führt die nächste schmale Straße nach Les Vans.

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Auch in Les Vans gibt es einen altehrwürdigen Tempel

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Dort suchen wir uns ein schönes Straßencafé aus …

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… mit dem ulkigen Namen "Kohlblatt"

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Wir essen lecker Hühnchen an Zitronensauce respektive Grillwurst.

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Und der Nachtisch erst: Tiramisu bzw. Total Chocolat! Das hat gemundet!

Und weiter geht es: immer noch schmale, kurvenreiche Straßen, die uns in die Berge der Ardèche führen:

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Les Sielvettes mit seinen an den Berg geklebten Häusern

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Weinberge mit Blick auf kleine Weiler

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Und noch mehr Weiler!

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Kurz geht es auch mal schnurgeradeaus

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Angefressener Schmetterling

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Stachelige Schönheit

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Viel steiniger und weniger grün als die Cevennen

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Wie immer kaum Verkehr

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Es blüht so blau

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Freilaufende Schafe. Und Claudi.

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Ich mag die raue Schönheit der Landschaft hier. Auch wenn es „ein wenig steinig“ ist.

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Kurvenschwingen par excellence

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Blutrote Wiese. Und die waren schuld daran

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Ein Hü-Hüpf! War aber weg, bevor ich näher ran kam.

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Hier fährt man kilometerlang ohne auch nur die geringste Besiedlung

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Kurven bis zum Abwinken.

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Nicht nur wir brauchen ab und an ein Päuschen

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Die Route führt uns über Thines und Loubaresse und dann die wunderbaren Kurven nach Valgorge …

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… bevor es nicht minder kurvig nach Largentiere weitergeht.

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Je später der Tag, desto mehr kommt die Sonne raus.

In einem kleinen Weiler will das Navi plötzlich, dass wir jetzt sofort die schmale Straße zur Kirche hoch nehmen. Nun gut, warum nicht? Und dann stehen wir vor dem Friedhof... Klassischer Fall von falsch gesetztem Wegpunkt!

Mit einem wunderbaren Blick auf die Altstadt geraten wir mitten in den Feierabendverkehr von Aubenas.

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Zweigeteilter Himmel: immer noch dunkle Wolken stellenweise, daneben blauer Himmel.

Tanken und Shoppen fürs Abendessen halten uns noch ein wenig auf, dann geht es direkt wieder ins Chambre d'hôtes "Mas Le Nogier", das wir ja schon von der Hinfahrt kennen.

Heute war ein Tag ohne besondere Highlights, aber mit durchweg netten Straßen.

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Unser Gastgeber François spendiert zum Abendessen einen Kir Chataigne (Weißwein mit Haselnusslikör) und wir unterhalten uns nett. Da er auch Motorradfahrer ist und überdies aus Neuseeland stammt, ergibt sich so manch interessantes Thema.

Die Route im Überblick:
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