Mimoto's Reiseforum

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Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 13. Juni 2013, 23:41 
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Registriert: Samstag 2. Juni 2012, 19:29
Beiträge: 8129
Wohnort: 80993 München
Das Niederschlagsradar unseres Vertrauens sagte uns, dass es ab Sonntag den 02-06.2013 im Vercors nicht regnet.
Also sind wir am Samstag den 01.06.2013 losgefahren. Ab München. In der Früh um 6°° Uhr. Bis kurz vor Lausanne waren wir unheimlich froh, dass wir zwei überzeugte Warmduscher sind.
Warum? Ganz einfach, bis kurz vor Lausanne hat’s nur geregnet. Nicht immer, manchmal auch geschüttet. Und so waren wir zwei Warmduscher richtig froh, in unserem Ducato zu sitzen, in dem das Mopped hinten drin steht und trocken und warm – trinkend, essend, rauchend quatschend – Richtung Vercors unterwegs zu sein.
In Österreich (kurz vor der Schweizer Grenze) haben wir den Ducato und das Mopped noch vollgetankt.
Dann gings bis Genf auf der Schweizer Autobahn (wofür hat man sonst eine Vignette) und dann Landstraße über Francy, Rumilly, Aix les Bains, Chambery, les Echelles, Voiron, Romans sur Isere, Chabeuil, Crest nach Grane, wo wir einen Platz auf dem Campingplatz Les 4 Saisons bezogen.

Unterwegs zum Vercors. Der Dom von Voiron
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Ab Lausanne hat es nicht mehr gerechnet, ab und zu getröpfelt und zwei größere Staus (einer wegen Gaffen, weil auf der anderen Autobahnseite ein Unfall war) sind noch zu vermelden.
Mit Tanken und Pausen waren wir nach ziemlich genau 12 Stunden, abends um 18°° Uhr auf dem Campingplatz (knapp 900 km). Um 19°° Uhr war das Mopped geparkt, der Ducato wohnlich hergerichtet und wir saßen bei einer Brotzeit.
Wir machten einen Plan, was wir morgen unternehmen. Wir wollten einige Gorges in dem Gebiet „Region de Chartreuse“ befahren. Das ist so in etwa nördlich von Grenoble.

Sonntag 02.06.2013 sollte es laut unserem Lieblingswetterradar hier also nicht regnen. Natürlich hatte unser Lieblingswetterradar Recht. Aber nicht so richtig. In der Früh war‘s ungemütlich. Tiefhängende Wolken und so richtig stürmisch. (Tagsüber haben wir auf verschiedenen Thermometern so zwischen 8° und17° abgelesen, aber gefühlt, durch die tiefhängenden Wolken, Nebelfahrten und den stürmischen Mistral war es viel kälter.

Da das Wetter nicht so wirklich berauschend war, haben wir uns Zeit gelassen und sind erst kurz nach 10°° Uhr losgefahren. Über Crest, Chabeuil Richtung Romans sur Isere. Das Wetter wurde nicht besser. OK – umplanen! Da wir kein Navi haben und die Karte im Duc liegt, aber vor der Fahrt angeschaut wurde, geht das bei uns problemlos und schnell.
In Alixan rechts weg auf die D101 Richtung Barbiéres und weiter über den diesmal voll in den Wolken stehenden 1.145 m hohen Col de Tourmiol nach Léoncel.
Heute waren Unmengen von Radfahrern unterwegs (später, zwischen Léoncel und L’Escoulin über 300) so auch auf dem Col de Tourmiol.
Ihr wisst: Radfahrer sind (bergab) schnell, lautlos, unbeleuchtet und – vor allem in Frankreich (liegt evtl. an der Tour de France) der Meinung, dass die Straße ihnen gehört. Nachdem, wie auch auf den Bildern zu erkennen ist, der Tourmiol in den Wolken steckte, war die Sicht entsprechend eingeschränkt und wir sind extrem gemütlich da hoch gefahren. Wobei sich „gemütlich“ nur auf’s Tempo bezieht – in Nebelsuppe bei Starkwind ist’s nicht so wirklich gemütlich.

Nebelsuppe am Tourmiol.
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Gemütlicher war’s dann in der Kneipe am Passende in Léoncel bei einem großen Milchkaffee. Nur zur Info: Vis a vis der Kneipe ist ein „Chambre de Hotes“ und eine wirklich sehenswerte romanische Kirche.
Zwischendurch noch ne Geschichte aus der Mottenkiste: Den Col de Tourmiol habe ich vor einigen Jahren schon mal kennengelernt. Ich war im März unterwegs und kam aus Südfrankreich. (Kann man sich 2013 gar nicht vorstellen, dass man im März Moppedfahren kann). OK, auch damals hatte es nachts Bodenfrost. Aber so ab 10°°, 11°° Uhr gings. Ich wollte also (damals mit der R 80 GS und Stollenreifen) den Tourmiol fahren. Er war gesperrt wegen Schnee. Na ja, dachte ich mir, gut 1.000 m hoch und ziemlich südlich (im Vergleich zu München), das kann nicht so schlimm sein. Ab knapp 500m kam der Schnee. Kein Problem, hab ja Stollenreifen. Bei gut 900m war in einer nicht sehr engen Serpentine unterm Schnee eine Eisplatte. Zack, hat’s g’macht und ich lag auf der Schnauze. Also auf Schnee/Eis rutschigem Untergrund alleine ein ca. 225kg schweres Mopped in einer zwar breiten, nicht sehr engen aber steilen Serpentine aufzustellen, ist mit schlotternden Gliedern ein fast unvergessliches Erlebnis. Unsicher vom „Ausrutscher“ war der Rückweg bergab auf dem Schnee nicht das reinste Vergnügen. Wie heißt’s so schön:“ Was uns nicht umbringt, macht uns stärker.“ Ganz ehrlich: Meiner Meinung nach einer der doofsten Machosprüche überhaupt. Nur noch zur Erklärung: Es lag nicht überall Schnee, nur einzelne Schneefelder, die aber in den eher ungünstigen Stellen und da der Pass gesperrt war, waren auch keine Spuren vorhanden. Mottenkiste wieder zu.
Von Léoncel sind wir nach Süden über Plan de Baix, Beaufort Richtung Die bis L’Escoulin gefahren. Auf der Strecke kamen uns gut 300 mehr oder weniger organisierte Rennradfahrer entgegen. Ich kann Euch sagen: Das drückt den Schnitt. Wir fuhren etwa so vorsichtig wie sich Igel vermehren, hatten die „Nebelscheinwerfer“ zusätzlich an und mehr gehupt, also sonst das ganze Jahr.

Fahrradfahrer, also Fahrer von muskelbetriebenen Zweirädern
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... Kurvenschneiden bei Tempo 12 bis 18 macht extrem viel Spaß
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Unfallfrei kamen wir bis L’Escoulin. Da geht’s geradeaus Richtung Die (von dort kamen die Rennradler), wir fuhren links nach Les Maillets um Margarete und Thomas Falk in La Grange zu besuchen. La Grange ist ein einsam gelegener „Bauernhof“, der Apartements vermietet (die meisten Besucher sind Motorradfahrer). Wir kennen sie schon seit vielen Jahren, haben auch schon drei-, viermal dort gewohnt und besuchen sie jedesmal, wenn wir in der Gegend sind. Ich will jetzt keine Werbung machen, aber es ist eine ideale Adresse, wenn man die Gegend nördlich und südlich der Drôme, also grob zwischen Grenoble und Ventoux erkunden will. Man sollte aber schon eine Woche Zeit haben, weil die Endreinigungkosten mit € 60 sonst den an sich günstigen Preis in die Höhe treiben.

Auf dem Weg nach La Grange
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La Grange
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Nach knapp 3 Stunden haben wir La Grange wieder verlassen und sind über Beaufort (auf dem Weg dorthin haben wir wieder Rennradler angetroffen – da sie in dieselbe Richtung fuhren, waren sie aber kein Problem) Mirabel –les-Blacons, Crest nach Grane auf unseren Campingplatz gefahren.
Da gab’s ein verspätetes Mittagessen als Brotzeit (schließlich war es schon 17:30), duschen, umziehen, abwaschen und heutigen Forumsbericht eintippen.

Zurück am Campingplatz.
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Jetzt ist’s 20:15 und vor 24 Stunden hatten die Bayern erst das Double – jetzt das Triple – was ein Tor letztlich ausmacht…



Montag am 03.06.13
Die zwei Warmduscher sind heute frei nach Karl May gut 430km „Durch die Schluchten des Vercors“ gefahren.
Wecker auf halb 8 gestellt und dann gemütlich um halb Zehn losgefahren. Traumwetter, Sonne, keine Wolke am Himmel.
Aber, wer suchet, der findet.
Grane, Crest, Chabeuil, in Romans sur Isere auf die Autobahn nach Grenoble (4 €). Kurz vor Grenoble muss man die rechte Autobahn nehmen um links nach Grenoble (Richtung Bastille) zu kommen. Die Autobahn mündet in eine normale Straße mit Ampelschaltung. Langer Stau. Aber mit dem Mopped kann man bei den wirklich freundlichen Franzosen zwischen den Autoreihen durchfahren. Die erste Möglichkeit links und dann die erste Möglichkeit rechts Richtung Sarcenas. Die 15 km bis Sarcenas gehören zu den kurvigsten Straßen, die ich gefahren bin.
Sarcenas weiter nach St.Pierre de Chartreuse (da ich mich nicht permanent wiederholen möchte: Bis auf die Anfangsstrecke bis Grenoble – einschließlich Autobahn – reihten sie heute Kurve an Kurve). In St Pierre de Chartreuse links durch die Gorges du Guiers Mort nach St. Laurent du Pont. Dort haben wir getankt und eingekauft – für die Brotzeit und für den Campingplatz.

Gorges du Guiers Mort
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Von St. Laurant du Pont nach Norden bis Les Echelles und dort nach Osten, weil wir die Gorges du Guiers Vif fahren wollten. Die waren gesperrt. Erstens mit Schild „Route Barree“ und zweitens mit Schweizer Moppedfahrern, die uns entgegen kamen und die Sperre bestätigten. Also – auf ner anderen, kleineren Strecke – zurück nach St. Laurant du Pont, wieder durch die Gorges du Guiers Mort nach St. Pierre de Chartreuse und dann über eine winzige Straße (ferme de hiver = vermutlich Holzfällarbeiten, jedenfalls mit viel feuchter Erde auf dem Teer) zum Col du Coc (1738m) und kurz nach der Passhöhe auf einer breiten, gut ausgebauten Straße über St. Pancrasse bis kurz vor St. Bernhard links ein kleines Sträßchen (D 30 c) nördlich bis Chaparaillan. Dort auf der D 285 zur D 912, auf die wir am Col du Granier trafen.
Nun wieder Richtung Süden über Entremont, St. Pierre de Entremont, St.Pierre de Chartreuse, zum dritten Mal durch die Gorges du Guiers Mort nach St. Laurent du Pont; dort links auf die D 520 bis zum Abzweig der D 520a nach Vorebbe.
In Vorebbe gab’s erstmal einen heißen Kaffee. Denn so schön das Wetter im Vercors war, nördlich von Greboble im Gebiet Chartreuse bewegten wir uns nahezu immer auf über 1.000m und die Temperatur war (weil der Himmel bewölkt war und den Wolken ziemlich nahe kamen) deutlich unter 10°. Liane, die des schönen Wetters wegen am Campingplatz ihre Sommer-Mopped-Klamotten angezogen hatte, war ein „Eisklumpen“ und wurde den Rest der Strecke auch nicht mehr warm. Erst eine lange, heiße Dusche am Campingplatz taute sie auf. – Aber so weit sind wir noch lange nicht….

Nördlich von Grenoble
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Vorebbe – Sassenage auf die D 531 über Villard de Lans durch die Gorges de la Bourne war geplant. Route Barree! Alternative fahren. In Méaudre festgestellt, dass es die falsche Richtung ist, umgedreht, über Villard de Lans eine kleine Straße über das Ruinendorf Valchevriere am gleichnamigen Pass, auf dem wir Brotzeit gemacht haben und Liane sich die Handschuhe auf den Boxerzylindern wärmte nach St. Martin en Vercor weiter nach La Chapelle en Vercors bis kurz vor Vassieux en Vercors, rechts weg über Col de Rama, den Col de la Portrette den Col der la Bataille nach Léoncel.
Meist wolkig, immer stürmisch manchmal sonnig aber immer arschkalt. Meine Sozia, die heute – wen wunderts – kaum Lust zum fotografieren hatte, tat mir richtig leid, ein Col am anderen und bei jedem wurde es (es war mittlerweile nach 18:00 Uhr) kälter.
Léoncel nach Süden. In Plan de Baix nochmal Handschuhe gewärmt und über Beaufort sur Gervane nach Crest. Seit dem letzten Tanken in St. Laurent du Pont sind wir 310 km gefahren und „Reserve“ leuchtete auf. Also nochmal getankt und die letzten ca. 15 km bis Grane sind dann auch gleich runtergerollert gewesen.
Wir haben noch schnell die Einkäufe aufgeräumt; Sozia ist unter die heiße Dusche; ich habe Brotzeit hergerichtet. Gemütlich zu Abend gegessen. Abgespült, aufgeräumt, ich mich Duschen und umziehen. Die heutigen Bilder auf’s Laptop überspielt. Sozia liest. Ich schreibe Forumsbericht…. Und jetzt ist’s bald Mitternacht und so langsam fallen mir die Augen zu.
Es war ein ausgefüllter Tag mit fast nicht zu verarbeitenden Eindrücken, grandiosen Landschaften, unzähligen Kurven und Temperaturen zwischen ca. 6° und 18°.

Durch die Hochebene des Vercors am Heimweg.
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Bin ich froh, dass wir zwei Warmduscher uns vor vielen Jahren gefunden haben – so ne Sozia, die sich mittlerweile schon auf die Tour von morgen freut, ist rar.

Dienstag 04. Juni
Heute lassen wir es langsam angeben. Sonne und blauer Himmel. Der Wecker war auf halb 8 gestellt, aber um 7°° war ich schon wach und habe Kaffee gekocht. Da gestern auf „La Grange“ ein Forumspärchen eingetroffen ist, mit dem wir unverbindlich vereinbart hatten, dass wir sie – wenn wir in der Gegend sind – besuchen, hatten wir gestern Abend noch SMS ausgetauscht und vereinbart, dass wir sie zwischen 10°° und 10:30 Uhr besuchen. Pünktlich um 10°° waren wir da. Mitglieder vom Mimoto-Forum, die sich das erste Mal gegenüberstanden. Logo – haben wir uns auf Anhieb verstanden. Nachdem es ihnen in La Grange so gut gefällt, sie gestern eine anstrengende Herfahrt hatten, wollten sie heute nicht Mopped-fahren. Gut drei Stunden haben wir uns ausgezeichnet unterhalten, dann sind wir unsere Tour gefahren. Auf möglichst kleinen Straßen Richtung Süden, weils da ja immer warm ist. Heute hat’s gestimmt.
Ich versuche mal die Tour aufzuzählen…
La Grange (Les Maillets) – L’Escoulin, Col de la Croix, Lallet, St. Julian en Quint, Col de Marignac, Die, ein kurzes Stück auf der D93 Richtung Aspres-sur-Buech aber nach ein paar Km rechts weg über Barnave, Col de Pennes, Pennes le Sec, Pradelle, St. Nazaire le Desert, Volvent, Chalancon, La Motte Chalancon auf die D61, die wir nach ca. 2 km kurz vor Cornillon nach rechts auf der D 173 durch eine Gorges verließen. Kurz nach Arnayon links auf die D570 über den Col du Pertie auf einer ziemlich schmalen Straße nach Villeperdrix auf die große D 94 rechts Richtung Nyons. Nach ca. 5 km, kurz nach Sahune rechts weg über Eyroles, wo hunderte Kirsch- und Aprikosen- und Olivenbäum stehen, nach St. Ferreol Trente Pas. Auf der D70 nach Norden. Kurz vor der Schlucht „Défile de Trente Pas“ in einem „Cafe“, das zu einem Campingplatz gehört, Pause gemacht. Je einen Café Noisette, ein Cola für mich und ein kleines Bier für Liane.
Durch die Défile de Trente Pas und über den Col la Sausse über Crupies, Bourdeaux nach Saou, eines der schönsten Dörfchen mit einem belebten Dorfplatz auf unserer heutigen Tour. Dann gings nur noch über Crest zum Einkaufen und Tanken nach Grane zu unserem Campingplatz. Da haben wir erstmal gekocht und erst nach dem Essen, abspülen, aufräumen gabs ne heiße Dusche.

Bilder von der Tour
Angefangen haben wir in Crest
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Dann nach Norden zum Forumspärchen auf La Grange
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Klatschmohn bei Die
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ein paar Eindrücke der Tour südlich der Drôme
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Es waren heute nur ca. 230 km – aber wirklich traumhafte Landstraßen, einsame kleine Sträßchen und dass wir in Frankreich sind, war unüberseh –hör, -bemerkbar. Jede Menge Rollsplit. Aber auch da muss ich sagen: hatte noch nie einen Reifen, der besser mit dem Zeugs zurecht kam als der Heidenaus K 60 Scout.

Mittwoch der 05.06.13
Um halb acht klingelte nicht der Wecker, sondern das Telefon. Die Bekannten aus dem Forum, die wir gestern besucht und kennengelernt haben, wollen heute eine Tour machen und fragten, ob wir zusammen fahren können. Gern, aber es dauert noch bis 10°° bis wir bei Ihnen sind. Alles klar um 10°° an der Kreuzung „Les Maillets“ / „Die“.
Natürlich klappte es fast auf die Minute und wir sind erst nach Die zum Tanken und dann über den ziemlich zügig zu fahrenden Col de Rousset.

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Weiter gings über den Col de Alexis nach Vassieux-en-Vercors. Kurz hinter Vassieux links auf die D76 und über den Col de la Machine „durch“ die Combe Laval.

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Manche Ampeln zeigen an, nach wieviel Sekunden "Grün" kommt
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St.-Jean-en Royans, Pont-en-Royans Richtung Gorges de la Bourne, jedoch kurz hinter Pont-en-Royans links hoch über eine zwar kurze aber fast atemberaubende kleine Straße mit teilweise gewagter Trassenführung und einer Mund-offen-bleibender-Aussicht, nach Presles.

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Presles, Le Fas, Malleval-en- Vercors – da begann es etwas zu regnen – durch die Gorges du Nan nach Cognin und dort rechts weiter bis Gervais, dort wieder rechts durch die nächste Gorges und dann nach Süden die Route de Ecouges nach Rencurel, wo wir im (ziemlich bekannten Moppedhotel) Maronnier Erfrischungen zu uns genommen haben und uns vor dem Regen, der nicht wusste, was er wollte indem er kam und ging in unterschiedlicher Stärke, geflüchtet sind.

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Ich bin unfähig, Gorges du Nan, die Gorges de Ecouges, die Strecke nach Presles, die Combe Laval zu beschreiben. Mir fehlen die richtigen Worte. Ich kanns einfach nicht. Der,der die Strecke kennt, kann das sicher zumindest ansatzweise nachempfinden, der, der die Strecke nicht kennt, dem helfen letztlich auch die Fotos nicht wirklich weiter. Man sollte es einfach selbst mal gefahren sein …
Bei Nicht-Regen sind wir in Rencurel wieder auf Tour gegangen und durch die Gorges de la Bourne wieder nach Pont-en-Royans, kurz vor St. Jean-en-Royans haben wir nochmal getankt und sind nach Léoncel gefahren. Zwischen St. Jean-en-Royans und Léoncel hat der Himmel seine Schleusen für 4 – 5 Minuten geöffnet, aber dann schien wieder die Sonne und wir sind schon fast ganz getrocknet in Léoncel angekommen.
Da haben wir 10 Minuten Kultur gemacht indem wir uns die in ihrer Schlichtheit wunderschöne romanische Kirche angeschaut haben und, davon durstig geworden, vis a vis in der Kneipe unseren Flüssigkeitshaushalt auf normal gebracht haben.

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Léoncel über Plan-de-Baix nach Beaufort, uns voneinander verabschiedet und vereinbart,dass, wenns Wetter und alles passt, wir uns morgen um halb 8 zusammentelefonieren, ob wir uns um 10°° in Crest treffen und gemeinsam eine Tour gen Süden unternehmen. Moi schaugn.

Donnerstag am 06.06.13
Wie besprochen, morgens telefoniert und um halb 11 haben wir uns in einer Eckkneipe in Mirabel sur Blacon getroffen. Es war sonnig, heiß und auf den Straßen, die wir uns für heute vorgenommen haben so gut wie kein Verkehr. Auf ca. 30 km sind uns 8 Autos entgegengekommen. Dann hab ich aufgehört zu zählen.
Es mag für viele nicht nachvollziehbar sein, aber wir sind heute nahezu genau dieselbe Strecke gefahren, wie vorgestern. Wen’s also interessiert, der liest die Route vom Dienstag den 04.06. nach.
Wir wollten nur so zwischen 200 und 250 km fahren und nachdem wir im Vercors schon öfter waren, die Strecke von vorgestern einfach schön, abwechslungsreich, kurvig, mit einigen Aah’s und Ooh’s gespickt wollten wir sie den beiden Vercorsnovizen zeigen. Wie vermutet hat’s ihnen gefallen.
Nachdem die Route ja schon „beschrieben“ wurde, einfach noch ein paar Fotos, die meine Sozia gemacht hat. Sie hatte heute ihren Fauna- und Floratag.

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Freitag der 07.06.13
Nachdem es jetzt kurz vor Mitternacht ist, nur eine kleine Zusammenfassung der heutigen Tour. Wir kamen heute nicht richtig in die Gänge. Um halb Zehn kam ein Anruf, ob wir wieder eine Tour machen. Gerne, aber vor 11°° schaffen wir’s nicht. Also verabredet um 11°° an der Tanke in Die. Um halb elf am Campingplatz weggefahren und 10 Minuten nach 11°° eingetroffen. Die beiden Forumsmitglieder hatten schon getankt und wir noch genug Benzin. Also gings gleich los. Wieder ne kleine Tour von ca 250 km. Nichts außergewöhnlich spektakuläres aber wirklich wieder durch abwechslungsreiche wunderschöne Landschaften mit Kurve an Kurve.
Die – die D93 ein paar km bis es links auf die D539 weggeht – durch Châtillon-en-Dios- durch die Gorges des Gats – Glandane – Grimone – bis zur D1075. Dort links, also nach Norden über den Col de la Croix-Haute bis es rechts nach Clelles geht, da aber links auf der D7, die später, ab dem Col de Menee zur D120 wird bis Les Nonieres, dort in einem „Logis de France“ Pause gemacht. Gestärkt gings weiter über Châtillon-en-Dios weiter auf der D539 bis wir wieder auf die D93 kamen. An dieser Kreuzung links und nach ein paar km rechts auf die D340 durch Barnave, den Col de Pennes (da wird die D340 zur D595, den Pass runter und unten auf die D135 nach Norden. Beim nächsten Brotzeitplatz Brotzeit gemacht (In Les Nonieres hatten wir nur etwas getrunken). Danach weiter bis wir auf die D93 (Crest – Die) trafen. Diese links Richtung Crest, an Crest vorbei nach Grane zu unserem Campingplatz. Dort das Laptop geholt und über Crest (einkaufen und tanken) nach La Grange ins Domizil unserer Forumsfreunde gefahren.
Während die Mädels eingekauft haben, haben die Jungens getankt und ein Schwätzchen gehalten. Ein typisches Franzosenpärchen sprach uns an (weil mein Mopped ein Münchener Kennzeichen hat), sie sind eigentlich Münchener. Sind im Urlaub immer in diese Gegend gefahren. Wollten sich eigentlich einen Altersruhesitz hier unten zulegen. Dann war die Tochter fertig mit dem Studium (Landwirtschaft). Kurz: Sie haben vor Jahren alle Zelte in München abgebrochen, alles verkauft und betreiben mittlerweile (mit der Tochter) eine Ziegenfarm mit über 300 Ziegen. Sie haben an Arbeit gewonnen (müssen also mehr arbeiten) aber an Lebensqualität auch. Sie machten einen unheimlich abgeklärten, glücklichen Eindruck, erklärten uns, wo ihre Ranch ist, wie sie heißt und täten sich über einen Besuch freuen. Wir haben uns fest vorgenommen, sie im September, wenn wir wieder für ein paar Tage hier in der Gegend sind, zu besuchen.
Dann kamen auch schon die Mädels und wir fuhren zusammen nach la Grange, haben gemeinsam zu Abend gegessen und (das macht Liane, weil ich ein absoluter technischer Analphabet bin) die gemeinsamen Urlaubsbilder von Laptop zu Laptop getauscht.
Heute gab es blauen Himmel, Sonne und ganz dunkle, fast schwarze bedrohliche Wolken. Wir hatten das Glück, immer ohne Regen zu fahren (manchmal jedoch auf regennassen Straßen) und haben nie gefroren, ober oft geschwitzt (kein Angstschweiß – wegen der Hitzte)
Um halb Zehn (einundzwanziguhrdreißig) sind wir wieder zu unserem Campingplatz, waren um 22:10 da. Dann das übliche. Mopped abladen, Einkäufe verstauen, umziehen, duschen und dann noch ein paar Zeilen für’s Forum schreiben.
Apropos Forum. Von einem Forumsmitglied bekam ich noch eine SMS. Da sie gelesen hat, dass wir wegfahren, aber dann nichts mehr kam, wollte sie wissen, ob wir ok sind, auch wirklich unterwegs sind – oder in Bayern beim wahrscheinlich wieder mal Jahrhunderthochwasser abgesoffen, und ob es uns gut geht. Wir waren richtig gerührt und haben sofort zurückgeSMS’t, dass alles OK ist, wir aber kein Netz haben und deshalb das Forum unfreiwillig vernachlässigen.

Bilder vom Tage...
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Samstag der 08.06.13
Für heute war Regen angesagt. Ich bin erst um halb 9 aufgewacht. Mir ging’s bescheiden. Hing rum wie ein nasser Sack und kam überhaupt nicht auf Touren. Um halb 11 riefen unsere Forumsfreunde an (schon das dritte Mal – aber ich hab’s nicht mitbekommen) und ich musste ihnen für heute absagen. Um 11:00 Uhr hab ich noch nen Beta-Blocker eingeschmissen und um 12:00 Uhr war schon fast die Normalform erreicht. Das Wetter hat auch gepasst und so sind wir um 13:00 Uhr zu ner kleinen Tour aufgebrochen. Wir wollten die (ehemals Münchner) mit ihrer Ziegenranch besuchen. Haben die Ranch auch ziemlich schnell gefunden. Die Tochter (Landwirtschaftsmeisterin) kam uns auf dem Hof entgegen, sah uns und rief sofort nach der Mutter: „Die Münchener Motorradfahrer sind da“. Mutter kam und es war eine wirklich freudige Begrüßung, als würden wir uns schon jahrelang kennen. 20 Minuten später kam der Vater mit dem Traktor und einer Ladung Heu. (wir hatten ihn unterwegs überholt). Wir wurden in die Geheimnisse der Ziegenzucht eingeweiht und auch ein bisschen in die Geheimnisse einer speziellen Hunderasse, die sich zum Hüten von Ziegen und Schafen besonders eignen. Die Tochter züchtet sie ziemlich erfolgreich und nimmt auch mit Erfolg an entsprechenden Wettbewerben teil. Außerdem wurden uns noch drei „Maremma“ Hunde vorgestellt. Sie bewachen die Herde, die sie als ihre Familie ansehen. In dieser Gegend (das ist kein Witz) gibt es Wölfe, die den Schaf- und Ziegenzüchtern so manches Tier „entwenden“. Da die Wölfe geschützt sind, schützt der französische Staat die Züchter und ihre Tiere indem er (was auch immer) für die Haltung dieser Maremma-Hunde, die die Tiere bis zum Letzten auch gegen Wölfe verteidigen, dazuschießt.
Es war wirklich interessant und wir versprachen, im September wieder zu kommen und fragten, was wir ihnen aus München mitbringen können. Hacker-Pschorr –Dunkles in der Bügelflasche und Franziskaner Dunkles Weizen.
Dann fragten sie uns ob wir zufällig „La Grange“ in Les Maillets. Natürlich, da haben wir schon öfter gewohnt und unsere Forumsbekanntschaft, die sie ja gestern kennengelernt haben, wohnen da. So ein Zufall. Wir (die Ziegenzüchter) waren 1994 das erste Mal dort Urlaub machen. Dann noch vier Mal. Dann haben wir beschlossen unseren Altersruhesitz hier zu suchen und ein Häuschen zu kaufen. Weder wir noch Makler fanden was Passendes. In einem der nächsten Urlaube sind wir hier vorbei gefahren, haben das Schild „zu verkaufen“ gelesen, uns das angeschaut, im Urlaub noch beim Notar gewesen, eine Anzahlung gemacht (die im schlimmsten Fall weg gewesen wäre). Die nächsten Jahre im Urlaub hierher gefahren. Uns immer gefragt, was machen wir mit den 60 Hektar Grund, der zu dem Anwesen gehört. Die Tochter mit genommen. Die war so begeistert, dass sie Bäuerin werden wollte. Sie ist’s geworden, hat mit etwa 21 nach ihrer Ausbildung mit der Ziegenzucht begonnen, die Eltern haben in München alles verkauft und sind innerhalb eines Jahres „nachgezogen“. Nun sind sie seit 7 Jahren in der Einsamkeit, haben statt eines Altersruhesitzes wegen der Tiere 365 Tage im Jahr nahezu permanent Arbeit und werden doch nie fertige, denn das Anwesen muss teilweise instantgehalten und auch –gesetzt werden. Sie sind aber glücklich.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob so etwas überhaupt in ein Reiseforum gehört oder ob das überhaupt jemanden interessiert, aber genau so haben wir es auf unserer Reise erlebt und ich schreibe es deshalb hier rein, weil es mich (uns) wirklich sehr beeindruckt hat und wir glauben, dass man sich, seine Ansichten, sein Leben schlechthin doch ab und zu mal hinterfragen sollte. Bestenfalls wird man nichts ändern (müssen). In den meisten Fällen wird man was ändern wollen…… Und im schlechtesten Fall stellt man fest, dass man was ändern hätte sollen, aber (so glaubt man zumindest meistens) jetzt ist’s zu spät. Das waren zumindest unsere Gedanken, als wir unsere glücklichen Landsleute verlassen haben um nach La Grange zu fahren um dem Forumspärchen von unserem Besuch zu erzählen und Margarete und Thomas von La Grange zu sagen, dass wir alte Freunde von ihnen kennengelernt haben und dass das Hundefutter für die La Grange-Hunde (Nigel und Bella) eingetroffen ist, denn sie holen es immer bei den Ziegenranchern, da die Tochter als anerkannte Züchterin das richtige besorgt.
Bis kurz nach 18:00 Uhr blieben wir in La Grange und sind dann zu unserm Campingplatz nach Grane gefahren, wo wir um 19:00 Uhr ziemlich durchnässt angekommen sind. Richtig, mittlerweile hat’s zu Regnen begonnen und das soll angeblich bis Montag (also den ganzen Sonntag) anhalten.

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Sonntag, am 9. Juni 2013
Nachdem heute Regen angesagt war – alle Zeit der Welt genommen. Telefoniert – unsere Forumsfreunde auf La Grange fahren heute eine bekannte Tropfsteinhöhle anschauen. Bei Pont-en-Royans. Ist uns zu weit und zu „gefährlich“, denn wenns hier regnet, dann richtig und dann zwei, drei Stunden im Regen fahren und hier am Campingplatz nichts um die Klamotten zu trocknen – ne, dafür sind wir zu alt, zu bequem und halt einfach Warmduscher.
Also sind wir gegen Mittag gen Westen los. Loriol-sur-Drôme, auf der D104N über die Rhone

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und weiter bis Privas. Die D104 ist eine richtig breite Straße, aber mit schönen Kurven und – trotz Sonntag – wenig Verkehr. In Privas rechts, nach Norden auf der D2, die zur D120 wird bis Pont de Chervil. Es ist ein normal breites kurviges wunderschön zu fahrenden Sträßchen, das dem Flusslauf des Eyrieux folgt. Jeweils auf der anderen Seite des Flusses (also jeweils auf der anderen Seite auf der die Straße verläuft) sieht man die ehemalige Straße, mittlerweile ein Schotterfeldwegchen, das einige Bänke zum Rasten aufweist und wahrscheinlich für Wanderer, Naturradfahrer und ggf. lieber Schotter als Teer fahrende Moppedtouristen instand gehalten wird.

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In Pont de Chervil rechts weg auf ein schmales Sträßchen (D364), sich kurvig am Hang klebend diesen hinaufwindet und teilweise Mundoffenstehende Ausblicke bietet. In Chalecon geradeaus auf der jetzt D2 heißenden Straße nach Silhac, da rechts nach Süden über den Col de Comberon auf der D233 bis diese, kurz vor Dunières auf die D231 trifft. Dort links nach Norden. Dann erreicht man die D21 etwas östlich von Vernoux-en-Vivarais und fährt rechts Richtung La-Voultre s. Rhone. Allerdings sollte man aufpassen, dass man nicht kurz vor Voultre s. Rhone in einen etwa 4-minütigen Regenschauer kommt, der sich aber sowas von gewaschen hat, dass man fast an Weltuntergang denkt. Wir haben also nicht aufgepasst.
Der Rest ist schnell erzählt: Auf die D86 bis Le Pouzin, dort links nach Loriol. Wir waren schon wieder ziemlich trocken, als wir dort zu Mc Donald auf einen Kaffee eingekehrt sind.
Nachdem am Campingplatz für uns kein Netzt verfügbar ist (nur ca. 6 Minuten kostenlos und dann mit PayPal oder Kreditkarte und das will ich nicht. Ich will bar zahlen und mich nicht Wochen nach dem Urlaub mit irgendwelchen Abbuchungen – ohne Belege - auseinandersetzen) wollten wir eigentlich nur schauen, ob Mc D. WiFi anbietet. Tut er. Kostenlos und solange er geöffnet hat. Da der Mc D. nur 10 Minuten vom Campingplatz weg ist, wollten wir am Campingplatz nur den Laptop holen um ihm beim „Abendessen“ bei Mc D. zu gebrauchen.
Kaum am Campingplatz fing es aber wieder zu regnen an. Wir haben Mc D. verschoben und uns Spaghetti gekocht.
Ich glaube, heute sind wir keine 150km gefahren.
Für Morgen haben wir uns auf halb Zehn / Zehn verabredet um mit den Forumsfreunden entweder zur Ardeche oder zum Mont Ventoux (sprich: one two) zu fahren.

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Montag, am 10.06.13
Es wurde der Mont Ventoux. Pünktlich zwischen halb zehn und zehn wurden wir abgeholt und sind erstmal nach Süden gefahren. Orange war unser erstes Ziel, wo wir als erstes eine Ehrenrunde um den ca. 2.000 Jahre alten römischen Triumphbogen gedreht haben.

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Dann noch langsam am genauso alten römischen Amphitheater vorbei. Der Triumphbogen und das Theater gelten als eines der besterhaltenen Bauwerke römischer Zeit.
Weiter nach Carpentras und durch die beeindruckende Gorges de la Nesque

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nach Sault. Von Sault aus sollte es direkt zum Mont Ventoux gehen. Nach 2km „Route barree in 8 km“ oder so ähnlich. Gut dass ich nicht französisch kann. Für mich heißt das schöne Straße in 8 km. Also weiter. Route barree 5km. Route barree 2 km. Route barree. Route barree. Die ganze Straße war frisch geteert. Dann kam eine Baustelle ab da teerten sie neu. Wir grüßten freundlich winkend und wurden ebenso freundlich durchgewunken. Dann kam 1 km flüssiger Teer (es gibt viel zu putzen) und nach ca 2 km waren wir an der Kreuzung bei dem Cafe, wo die Straße von Carpentras raufkommt. Pause Kaffee (3,--€, „Cappuccino 3,80, Erdbeer und Himbeertörtchen je 6,--€) Gestärkt „erklommen“ wir den Mont Ventoux.

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Er zeigte sich äußerst windig, immer wieder von rasend schnellen Wolkenfetzen umhüllt und saukalt. Wir genossen die Aussicht zwischen den Wolkenfetzen bis wir vor Kälte erstarrt waren, hangelten uns auf die Moppeds und rollten, langsam auftauend nach Malaucene. Da hatte es mindestens 15 Grad mehr. An Vaison la Romaine vorbei, eine Runde durch Nyons gedreht und auf der D94 nach Osten bis La Bonte, links hoch auf der D70 bis die Abzweigung links auf die D130 nach Dieulefit kommt. (Ein wunderbares kleines kurviges Sträßchen). In Dieulefit nochmal Pause gemacht (0,25 Ltr. Alkoholfreies „Stella“ Bier = € 4,20, also der Liter € 16,80, also ca DM 30,-- ungefähr 100 FF – dafür hat man früher, als ich Frankreich als Urlaubsland entdeckte 2 Touristenmenüs mit Tischwein bekommen. Lang lang ist’s her.)

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(Erklärmodus an: Das soll keine Beschwerde oder sonst was sein. Es soll nur rein informativ sein, dass man weiß, was auf einen zukommen kann. Wein ist viel billiger und ein vernünftiges Mittagsmenü ist immer noch zwischen ca. 10,- € und 15,- € zu bekommen.)
Von Dieulefit ist’s nicht weit nach Crest, wo wir eingekauft und getankt haben. Dann sind wir noch nach Beaufort sur Gervanne gefahren,

In Aouste
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wo wir den letzten gemeinsamen Abend bei einem gemeinsamen Abendessen verbrachten. Um 21:30 Uhr sind die anderen in ihr Quartier nach La Grange gefahren und wir zu unserem Campingplatz in Grane, wo wir kurz vor Nachtschließung knapp vor 22:00 Uhr eintrafen.
Ausgepackt, aufgeräumt, geduscht, Bilder auf’s Laptop überspielt. Aussortiert, auf einen anderen Ordner (Reiseforum) überspielt, aussortiert und Bericht geschrieben.
Jetzt ist es schon Dienstag kurz vor 1:00, ich bin saumüde und nehme mir gerade vor zukünftige etwaige Reiseberichte in Kurzform abzufassen, weil es mir so einfach viel zu viel Arbeit macht.
Gute Nacht.

Dienstag am 11.06.13
Heute letzter Tag. Morgen geht’s nach Hause. Reifen für’s Mopped sind schon bestellt.
Diesen Tag wollten wir ganz für uns alleine haben und auch nur ein paar km fahren, denn die Reifen sind Slicks mit Sägezähnen und in Kurven mittlerweile lauter als der Motor.
Letztlich wurden es gut 300 km und ich habe mehrmals festgestellt, dass der Heidenau K60 Scout – so gut er ist – am Ende, also wenn man ihn über das erlaubte Profillimit fährt – in Schräglage, also wirklicher Schräglage, gerne ein wenig schmiert, also wegrutscht. Nicht beängstigend, also gut beherrschbar, aber in diesem Zustand gibt der Reifen das Limit an und nicht der Fahrer. – Ist nur so informativ gemeint.
Ich werde jetzt nicht die einzelnen Routen und Straßen aufzählen, die wir heute fahren durften. Nur soviel: Zwischen Privas, Aubenas, Ruoms, Pradelles und Lamaste gibt’s nahezu unzählige Straßen auf denen man sich schwindelig fährt. Ich fahre schon viele Jahre nach Frankreich und es gibt wirklich viele Moppedparadiese, aber so eine Ballung von Kurven, bergauf, bergab habe ich noch nicht erlebt. Nicht nur die kleinen weißen, auch die gelben und teilweise sogar die roten machen unendlich viel Spaß.
Natürlich ist der Verkehr in und um die größeren Städte (Privas, Aubenas) stark wie überall, und in Ruoms geh’s – so schön das Städtchen ist – ziemlich touristisch zu. Aber kaum ist man aus dem Dunstkreis dieser Städte ist man fast allein.
Mag man’s gern flott, ist die Strecke zwischen Privas und Aubenas zu empfehlen – natürlich ist man da nicht ganz allein. Hat man’s gern, auf Grund der schon grenzwertig vielen und mitunter nicht enden wollender Kurven, langsamer (so zwischen 45kmh und 80kmh – man braucht nur den 2ten und 3ten Gang) dann sollte man das Sträßchen zwischen Ruoms – Largentiere – Col de Chavade – Pradelles fahren.

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Eigentlich sind das ja schon fast „Geheimtipps“, die ich eigentlich für mich behalten wollte, weil ich nicht möchte, dass es hier mal verkehrsmengenmäßig so zu geht, wie in den Dolomiten. Aber dann habe ich mir überlegt, dass die Anreise für viele zu lang ist, dass die Preise für Übernachtung und Essen viele abschrecken, genauso, wie die Sprache und letztlich gibt es hier viel zu wenig Hotels, die auf Gruppen eingerichtet sind; und, wie fast überall, kostet ein Zimmer einen fixen Preis, egal ob für 1 Person oder für 2.
Das alles, so denke ich mir, wird viele abhalten hier her zu fahren und die, die es trotzdem tun, die sollten zur Belohnung auch ein paar Tipps für schöne Strecken bekommen.
Grundsätzlich läßt sich sagen, dass man in dem Gebiet „Naturel Regional d’Ardeche“ fahren kann, wo man will. Man wird sich immer schwindelig fahren und begeistert sein.

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maxmoto
was ist was wert


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Ungelesener BeitragVerfasst: Donnerstag 13. Juni 2013, 23:53 
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Beiträge: 3268
Wohnort: Trier
Daaanke, Max! :L :L :L

Ich bin schon häufiger am Kloster Léoncel vorbeigefahren, nun weiss ich, dass ich da unbedingt mal reingehen muss.

Drück Liane für die Fotos von mir! Sind wieder wunderschön geworden, gerade die Flora-Fotos gefallen mir sehr gut (ich liebe Klatschmohn(i)) ;) ) und die Aufnahme von der Jungfer im Grünen ist TOP!

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Besten Dank, Max!
Moni

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MoniK on tour

"Wollen Sie in ein Land eintauchen oder nur drauf rumlaufen?" (gelesen in einem Schaufenster in HH)

"Es ist der Reiz des Lebens, dass man nicht alles für selbstverständlich hält, sondern noch bereit ist sich zu wundern." (Loriot)


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Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 14. Juni 2013, 00:07 
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Beiträge: 970
Da seid ihr aber schon tief ins Luberon vorgestossen ;)

Schöne Bilder, danke fürs Mitnehmen.

Gruss - Kermit

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Kermit ist mit seinem eigenen Forum hier zu finden: >Motorradreiseforum.ch<


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Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 14. Juni 2013, 07:34 
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Registriert: Samstag 17. November 2012, 13:29
Beiträge: 3408
Wohnort: Schönste Stadt Ostfrieslands
Tolle Tour, schöne Bilder. Lohnt sich immer wieder.


Vor allem der Track/die Route vom Dienstag würden mich interessieren.

... falls diese verfügbar sind ... ! :)

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VG
Bernd - qtreiber (AUR)

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... irgendwann kriege ich euch alle ...


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Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 14. Juni 2013, 08:32 
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Beiträge: 109
Wohnort: Bedburg
Einfach nur begeisternd ...

habe mir erst mal nur die Bilder reingezogen, Text wird bei Gelegenheit folgen.

Schon beim Bericht fällt mir auf, dass man die vielfältigen Eindrücke kaum verarbeiten kann (es sei denn, man nimmt sich sehr sehr viel Zeit dafür), und wieviel mehr Eindrücke hat das Gehirn live und vor Ort verarbeiten dürfen. Eigentlich müsste man die Welt Tag für Tag so erkunden ...

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Viele Grüße, DetlefT

Meine Reiseberichte


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Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 14. Juni 2013, 09:00 
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Beiträge: 178
Wohnort: München
Servus...

Auch wenn ich mich (behaupte ich jetzt mal 8-) ) in der Ecke gut auskenne, kannst du die Touren mal bei Motoplaner o.ä. reinklicken?
Ich hab' an der einen oder anderen Ecke so meine Probleme das zu reproduzieren... :D

Ansonsten, schöner Bericht, schöne Ecke, muss ich auch mal wieder hin.

_________________
Viele Grüße...Woodapple.

"Alles für die Kinder..."

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Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 14. Juni 2013, 09:04 
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Registriert: Sonntag 20. Juni 2010, 19:44
Beiträge: 159
Wohnort: Berlin
Schöne Bilder !

Eine Sozia die Bilder während der Fahrt macht...ist schon was feines ! :L

_________________
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Fahrleistungen 2008 : 17050 KM / 2009 : 11500 KM / 2010 : ca 16500 KM / 2011 : ca 12000 KM / 2012 : ca 9000 KM / 2013 : ca 8500 KM / 2014 : 8500 km


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Ungelesener BeitragVerfasst: Freitag 14. Juni 2013, 17:18 
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Registriert: Freitag 20. April 2012, 16:19
Beiträge: 101
Oh Max :L
Besten Dank an Deine Sozia für die tollen Aufnahmen :!: :!:
Die Vorfreude auf Frankreich wächst kontinuierlich :D

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Ausbildung ohne Bildung ist wie Wissen ohne Gewissen (Daniel Goeudevert)
XT1200Z Bj 2011, Km 67400
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