Mimoto's Reiseforum

Reiseberichte mit Routen, Foto und Film
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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 21:07 
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Vorspiel:
Eine gute Beziehung / Ehe funktioniert nur, wenn die Aufgaben entsprechend verteilt sind.
Unsere funktioniert, denn die Aufgaben sind verteilt.
Max kümmert sich um die wirklich wichtigen, entscheidenden Dinge und Liane um den Rest.
Max seine Aufgaben:
Entscheiden, ob die EU osterweitert wird, ob die Nato der EU-Osterweiterung folgt; ob Friedenseinsätze in Afghanistan, Libyen, Kosowo, Horn von Afrika usw. erfolgen sollen, und weitere lebensnotwendige Entscheidungen. Das geht hinunter bis in die Niederungen, welches Zweitmopped zum Alleinfahren denn angeschafft wird.
Liane kümmert sich um den Rest:
Wohnung / Haus. Miete / Eigentum. Wohnungseinrichtung. Entscheidung Wohnmobil / Wohnwagen. Welches Mopped zum Fahren zu zweit das richtige ist usw.; also Dinge von weniger Relevanz oder Tragweite.

Umsetzung des Vorspiels:
Unsere Wohnung verlangte in Flur, Küche, Wohnzimmer und Gang einen neuen Fußboden – diese Wohnungsteile sollten auch neu gestrichen werden.
Wir suchten die Wandfarbe aus und auch den Fußboden und Liane machte Termine mit entsprechenden Handwerkern.
Nachdem der Termin feststand musste ich nur noch ein paar politisch engagierte Moppedfahrer aktivieren um in dieser Zeit Andalusien einen Besuch abzustatten.
Schließlich gehört ja zu meinen Aufgaben auch, die westlichen EU-Kernländer unter die Lupe zu nehmen.

Jetzt fängt es langsam an:
Dank meiner Fähigkeit den Fernsprecher benutzen zu können waren wir bald zu dritt, die wir vom 20. Februar bis 27 Februar Andalusien aus politisch einwandfreien Gründen inspizieren wollten. Der ryna, der Unterkunft, Moppeds, Flug und Leihwagen buchte, der Günther, ein bayerischer Ostfriese, der meine Freundschaft schon über 45 erträgt und unter Freunden nur MDB oder Körnl genannt wird und ich, der Max.
Ryna kam am Donnerstag den 19.02. zu uns nach München (um sich die Wohnung im ihm bekannten „Ist-Zustand“ nochmal anzusehen). Um uns auf das typische Flair der Südeuropäer einzustimmen gingen wir noch griechisch Essen, schliefen und Liane brachte uns am Freitag Vormittag zum Flughafen „Franz Josef Strauß“. Jeder weiß, er hieß nur Franz Strauß. Den Josef gab er sich selber um bayerischer, ursprünglicher zu klingen. Mit dem Ziel mit seiner CSU der Bayernpartei in der Nachkriegszeit Stimmen wegzunehmen. Wie jeder weiß, war er damit sehr erfolgreich und wir haben einen Flugplatz mit einem Namen eines verdienten (im ursprünglichen Sinn) Politikers, der eigentlich anders hieß. – Aber das ist eine andere Geschichte.

Jetzt fängt’s an.
Wir landeten in Malaga, holten den Opel Astra als Leihwagen ab und fuhren in unsere gebuchte Finca Limon.
Die Finca liegt versteckt zwischen Orangen- und Zitronenhainen, ist gemütlich und hat zwei außergewöhnlich freundliche, hilfsbereite, fürsorgliche Gastgeber.
Patrick, dem die Agentur „Grenzbereich“ gehört vermietet Enduro-Bikes (nur für geführte Touren) und ist auch Tourguide. Die Offroader die mit ihm unterwegs waren, waren ziemlich begeistert (sagt vielleicht nicht allzufiel aus, waren lauter Österreicher :mrgreen: :D :lol: ).
Wir haben bei ihm Straßenmotorräder gemietet (zwei BMW GS 700 und eine BMW GS 650).
Maschinen waren in wirklich gutem Zustand. Die 650er hatte Heidenau Scout drauf und eine 700er auch. Die andere einen Michelin Anakee. Der wurde als weniger tauglich empfunden (sowohl von Günther als auch von mir), weil er oftmals, obwohl wir nur Teerstraßen gefahren sind, unvermittelt wegrutschte. Vorwiegend am Vormittag, wenn die Straßen noch nicht sonnenerwärmt waren. – Unsere Fahrweise würde ich mit sportlichem Cruisen bezeichnen.
Wir kamen also an, lernten ein paar österreichische Enduro-Fahrer, Patrick und Katja, die Lebensgefährtin von Patrick kennen. Katja ist die Seele der Finca, „gelernte“ Ärztin (was wir später noch schätzen gelernt haben) und einfach immer freundlich. Die Finca wird komplettiert von dem Sohn „Max“ von Katja und Patrick und dem Hund „Maya“, der immer spielen will. Am liebsten apportiert er Orangen oder Zitronen.
Erst gab’s eine reichliche Willkommensbrotzeit.
Zimmer beziehen, ausräumen, einräumen duschen, umziehen usw.
Abends dann in ein spanisches Restaurant fahren (eines der besten Filetsteaks meines Lebens – und ich hab schon allein auf Grund meines Alters einige gegessen). Da war dann Patrick mit seiner Offroad Ösi-Truppe wir und Frank mit seiner Offroad-Truppe.
Frank war so vom zwischenmenschlichen, hilfsbereiten, einfühlsamen, freundlichen Typ in etwa das exakte Gegenteil von Patrick. Zumindest hatte ich den Eindruck, als ich mich mit ihm und drei seiner vier Offroadern unterhalten habe.
Da war einmal einer, den ich nicht kannte, was ich aber nicht bereut habe und dann:
Mimoto, André und Eddi die Perlweißwildsau.
Das war der Beginn einiger Umarmungen!
Eddi hatte eine Odyssee hinter sich – aber das schreibt er sicher selber.
André hatte Hand – aber das schreibt er wahrscheinlich auch selber.
Und Mimoto hatte wahrscheinlich schon umgänglichere Menschen als Frank kennengelernt – aber das schreibt er vielleicht auch selber.
Es war für uns fünf aber ein durchaus angenehmes Wiedersehen und eine nicht völlig unlustige entspannte Atmosphäre zu der Eddi wohl am meisten beigetragen hat. Wenngleich ich keine Weltreise mit ihm unternehmen würde, einzig aus dem Grund, weil er sicher für mich unfahrbare Abkürzungen durch unwegsames Gelände und/oder senkrechte Felswände führe, so könnte ich ihm stunden- oder tagelang zuhören.
So gegen 23:30 Uhr machten wir (ryna und ich) uns auf, um Günther vom Flugplatz in Malage abzuholen, wo er pünktlich um 0:04 landete.
In die Finca, noch ein wenig Quatschen, was trinken und ins Bett.

Der erste Fahrtag
Mimoto und André haben sich uns Onroadern angeschlossen. Sie bekamen von Patrick je ein Mopped. Mimoto eine ältere BMW 650 GS, die (ich glaube) Katja gehört und André eine BMW 1200 GS, die (ich glaube) Achim gehörte. Achim war auch auf der Finca. Er ist ein Freund von Patrick und Katja und ist weltweit tätiger Tourguide. Ein welterfahrener angenehmer Mitmensch, der drei Tage später schon wieder mit dem Flieger unterwegs nach Chile war, wo er eine Gruppe übernahm, die er drei Wochen durch Südamerika guidet. Da das private Motorräder waren, waren sie nur Haftpflicht versichert – also aufpassen.
Nachdem ich schon ein paarmal in der Gegend war, wurde ich als Vorfahrer auserkoren.
(Ich fahr fast immer allein bzw. mit Sozia, mir ist Wurscht, ob ich mich verfahre, weil ich eher der ziellose Typ bin. Wo ein Weg, da geht’s weiter. Wenn nicht, wird umgedreht. Jetzt als Vorfahrer fühlte ich eine gewisse Verantwortung, wurde unsicher und zweifelte permanent an der richtigen Strecke, am richtigen Tempo – kurz ich fühlte mich nicht so richtig wohl in meiner Haut)
Aber es klappte ganz gut und als der Rückweg (wir fuhren im östlichen Berggebiet von Malaga) von ryna übernommen wurde, ging’s mir wieder richtig gut. Dabei habe ich wieder was gelernt: Wer vorn fährt, gibt Richtung und Geschwindigkeit an und die anderen haben sich daran zu halten Punkt. Nicht zu viel Gedanken machen.
Danke ryna.
Am Abend dann in eine Tapas-Bar, die mir auf Grund des Speisen-Angebotes ausnehmend gut gefallen hat. Und da war ich nicht der Einzige. Ich glaube, wir waren alle begeistert. Demzufolge waren wir auch die allerletzten Gäste und als wir gegen halb Zwei in der Finca waren, war das Tor gottseidank auf. Die Finca aber versperrt. Sinnvoller Weise habe ich den Schlüssel in meinem Zimmer gelassen. Es war kurz vor Zwei, alle im Tiefschlaf, keine Klingel (das wir anrufen… auf die Idee ist keiner gekommen). So hat sich ryna zwei Decken, die auf der Terrasse lagen geschnappt und sich auf der Couch auf der überdachten Terrasse zum Schlafen niedergelegt, Günther und ich sind mit einer Decke ins Auto und so hatten wir auch eine Spur von Abenteuer. (Abenteuer als Gegenteil von Bequemlichkeit definiert).
Um 7:30 aufgewacht, ans Küchenfenster geklopft und um Einlass gebeten. „Wo kommt ihr denn her? – Warum habt ihr nicht Lärm gemacht? Oder gehupt? Oder angerufen? Oder Oder Oder? Ihr Ärmsten. Jetzt gibt’s aber gleich nen heißen Kaffee.“
Von dem Lärm wurde auch Ryna wach, der angeblich ausgezeichnet geschlafen hatte.
Kaffee getrunken, geduscht umgezogen und gefühstückt, uns von den Österreichern, Mimoto und André bedauern lassen und auf’s Mopped.

2ter Fahrtag
Heute Grundrichtung Westen. Ich war wieder Vorfahrer. Diesmal aber relaxter. Über „El Chorro“ (durch ne Wasserfurt), den Chamino del Rey angeschaut, die Sackgasse rauf auf den Stausee, Aussicht bewundert, bein Tanken kurz angehalten und nach Ronda. Es war ziemlich kalt und Andrè und vor allem Mimoto, die ja zum Offroaden da waren hatten nur luftige Kleidung an und haben ziemlich gefroren.
Es war Sonntag und in Ronda oktoberfestähnliche Menschenansammlungen. An der Brücke kurz auf dem Gehsteig geparkt um die Brücke zu besichtigen. Nach 5 Minuten kamen Ordungshüter und ich schindete nochmal drei Minuten raus. Dann aber weg.
Nach Sentinel de la Bodegas. Ein kleines unbekanntes Dorf, dessen Häuser spektakulär unter Felsen gebaut sind. Ich hab’s gefunden, aber im Dorf selbst bin ich lange ziemlich herumgeirrt, bis wir einfach unter meiner Leitung entgegengesetzt eine Einbahnstraße gefahren sind und trotzdem von der außerordentlich beeindruckenden Besonderheit des Ortes nichts mitbekommen haben, weil auch da Sonntag war und der Ort vor Besuchern überlief.
Über kleine Straßen gings durch kleine Dörfer weiter bis Olvera. Kurzer Halt und da kams dann Dicke: „Wolln wir nicht mal ne Paus machen? Wir fahren schon seit gut vier Stunden. Du bist ja schlimmer als der Wolf.“ :D :mrgreen:
„OK, noch fünf Minuten, dann Pause“. Ich kenne da einen fast idyllisch gelegenen Campingplatz mit Restaurant. Hingefahren, für gut befunden und erst mal einen heißen Kaffee. Dann leckeres warmes Essen (bis auf Günther, der hatte sich aus Versehen eine Spezialität bestellt, eine eiskalte Tomatensuppe – nicht Gazpacho -). Mit ihm habe ich mir meine Babytintenfische dann noch geteilt.
Gestärkt, erwärmt auf’s Mopped, Richtung Westen, bis kurz vor Algonodales. Dann nach Süden und über Ronda nach San Pedro de Alcantaras. Die Strecke Ronda – San Pedro ist ziemlich befahren, reizt aber auf Grund des Belages, der Kurven, der Breite, der Landschaft zum eher sehr sportlichen Cruisen. Das haben wir dann auch gemacht und als wir endlich alle die Autobahnmautschranke (bei Ryna nahm sie gefühlte 20 Minuten weder Münzen, noch Scheine noch Plastikgeld) passiert hatten, war breites Grinsen angesagt.
Richtung Malaga. Ich bin eine Ausfahrt zu früh raus. Deshalb mussten wir wieder eine wasserreiche Furt durchqueren, hab dann die Leitung an Ryna abgegeben, der uns pünktlich um 18:30 wieder zur Finca brachte.
Es war ein wirklich schöner, ausgefüllter sonnenreicher Tag, wobei die Temperaturen in den Bergen um Ronda schon im einstelligen Bereich als recht kühl empfunden wurden.
Abends in unsere Tapas-Bar in Alora – natürlich mit der Perlweißwildsau Eddi – gab’s noch einen beschwingen Ausklang. Nachdem ich alle Schlüssel dabei hatte, waren wir natürlich schon zu Hause in der Finka, als da noch Leben in der Bude war.

Der dritte Fahrtag.
Andrè musste heute wieder heimfliegen. Mimoto hat das Flugplatzhinbringen übernommen und hat Eddi gleich mitgenommen. Eddi, der gestern Pech hatte, weil dem Auspuffkrümmer seines Leihmotorrades ein großer Stein im Weg war der den Auspuffkrümmer, wenn auch nicht zertrümmert so doch verbeult hat, bekam von seinem Guide eine Absage, weil dieser nicht wegen einem Mitfahrer zum Guiden aufgelegt war. Die Nachfrage bei Patick, ob er da mitfahren kann war insofern negativ, dass Patrick ihn sehr gerne mitgenommen hätte, aber kein Mopped mehr übrig hat. Eddi’s Guide konnte dem Eddi kein Mopped zur Verfügung stellen (obwohl laut Plan heute er mit zwei Offroadern – mimoto, Eddi – unterwegs hätte sein sollen) weil alle seine Moppeds heute gewartet werden mussten. Muss man jetzt nicht verstehen. So hatte Andrè an seinem Abflugtag doppelten Geleitschutz.
Wir waren nur noch zu dritt unterwegs und Günther und ich fuhren Ryna nach, der uns in gewohnter Manier auf Traumstrecken östlich von Marbella lotste. Teilweise die, die wir schon gefahren waren, aber auch viele neue. Es macht einfach nur Spaß hinter dem Genussfahrer herzuswingen. Mittagspause. Günther sagt zu Ryna: „Wenn Du einen Geldautomaten siehst, bitte kurz anhalten, ich muss was abheben“. Ryna zu Günther:“Geh doch einfach über die Straße, da ist einer“. Ein an alles denkender Guide halt!!
Abends trafen wir uns noch mit Mimoto und Eddi in dem Restaurant in dem wir am ersten Abend waren (Tapas-Bar hatte Ruhetag). Wieder gut gegessen und zum Schluss gab’s reichlich Umarmungen.

Der vierte Fahrtag.
Heute letzter Mopped-Fahrtag. Alles in Ruhe angehen lassen. Wir wollen nur die kleinen Straßen Richtung Marbella abfahren. Berge, Sonne, Wärme, weiße Dörfer, Kurven.
Günther fährt aus der Finca in Richtung Umkehrplatz (da haben wir mit dem Auto immer umgedreht), ich Richtung Strecke. Auf einmal hör ich von Günther kein Motorgeräusch mehr.
Ich stell das Mopped ab und gehe in seine Richtung. Ich sehe wie das Mopped am Boden liegt und Günther gebückt daneben steht. Mittlerweile kommt Ryna. Ryna und ich stellen das Mopped auf. Günther hält seinen linken Arm, sagt nach ca. 3 Minuten, dass er zwar Schmerzen hat, aber mitfahren kann. (er ist beim Umkehren zu langsam gewesen, über eine abgerundete Schwelle gefahren, dabei ist der Motor abgestorben und weil das Vorderrad auf der Schwelle stand, bekam er mit dem Fuß keinen Bodenkontakt und so ist er im Stand umgefallen mit der Schulter auf die Schwelle).
Also los. Auf einem Berg in einem kleinen verwinkelten engstraßigen Dorf gab’s einen kleinen Platz wo wir anhielten. Günther sagte, dass die Schmerzen zunähmen und er zurück fährt. Er findet allein hin, kann noch fahren und wir sollen weiter fahren. Gesagt, getan.
So hatten Ryna und ich noch einen wunderschönen Moppedabschlusstag. Wir sind kleine und kleinste Sträßchen gefahren. Kartenschottersträßchen, also welche, die auf der Karte abenteuerliche Schotterstrecken versprachen, sich beim Fahren aber als wunderschön zu fahrende Teerstraßen entpuppten. (Unsere politische Mission war also erfolgreich – Spanien hat das EU-Geld sinnvoll investiert – wer jetzt nicht weiß, was der Satz soll, sollte nochmal den Anfang lesen).
Als wir an der Finca ankamen, ruhte Günther. Er hatte Schmerzen, die aber erträglich waren.
Patrick kam von der Tour, schaute sich die Schulter an und sagte: „Alle Bänder ab, nennt man Schultereckgelenksprengung, hatte ich schon drei mal, dauert monatelang, ist schmerzhaft, wird manchmal operiert, manchmal nicht, blöd ist halt, dass man den Arm monatelang ruhig stellen muss“.
Zufällig war noch ein unglaublich freundlicher, kompetent wirkender mobiler Masseur da,der einen der Offroader massierte. Ein Mann mit medizinischer Erfahreung, was man nicht nur an seiner weißen Hose sah, der eine ähnliche Diagnose stellte, sich aber zu Hause nochmal vergewissern wollte, ob Günther in Marbella gleich in die Klinik gehen sollte (wenn er nichts dergleichen herausfindet, ruft er nicht an, andernfalls meldet er sich telefonisch).
Mittlerweile hat die anwesende Mutter von Katja (Katja war heute mit Max in der Sierra Nevada beim Ski-fahren) bei Katja eine professionelle Armruhighalteschlinge gefunden, die Günthers Arm stark entlastete und die Schmerzen stark schwinden ließ.
Am Abend kam Katja (Ärztin), die die gleiche Diagnose stellte, allerdings auf jeden Fall zum Röntgen zu Hause riet, weil ja im Gelenk auch was gebrochen sein könnte.

Der Fünfte Tag.
Moppedfahren war vorbei, aber wir hatten ja noch den Leihwagen.
Also heute Kultur.
Nach Granada gefahren und der Alhambra einen Besuch abgestattet.
Es ist wirklich außergewöhnlich, was dort gebaut wurde. Aber an einem Mittwoch Mittag zwei Stunden um Tickets anzustehen, dann sich noch fast vier Stunden in der Alhambra aufzuhalten um um 17:00 Uhr in den Löwenhof zu dürfen ….
Wir sind um 16:00 Uhr ohne Löwenhofbesichtigung wieder zurück gefahren. (Kann man sich sicher auch im „www“ anschauen.
Am Abend mit Patrick und der Offroadercrew zu ner anderen Tapas-Bar gefahren. „Unsere“ hat zwei Ruhetage pro Woche. War auch hervorragend, günstig und empfehlenswert – jedoch würde ich nicht mehr hinfinden, da wir hinter Patrick hergefahren sind.

Der sechste Tag.
Heute weder noch. Also keine Kultur und kein Moppedfahren. Nur mit dem Auto in Malaga gewesen und ein wenig in der Hafengegend rumgebummelt. Wir wollten unbedingt ein Eis essen (bei über 20° ja nicht außergewöhnlich). Wenn’s geht, Geschmacksrichtung „Malaga“. Wir fanden keine Eisdiele. Nur einen Stand mit „Frozen Yoghurt“. Als wir dort waren hatte er keinen (keine Saison) nur drei oder vier Geschmacksrichtungen Fertigeis.
Dann tat’s auch ein Kaffeehausbesuch mit Kaffee, Cola und nicht empfehlenswertem Milchshake.
Um 17:30 waren wir in „Unserer“ Tapas Bar. Getränke bestellt und Essen bestellen wollen. Essen erst ab 19:00 Uhr. Also ne andere Kneipe gesucht. Keine gefunden, die vor 19:00 Uhr Essen zubereitet. Wieder zurück und um 19:00 Uhr Essen bestellt. Um 19:30 kam Patrick mit den Offroadern und wir sind so gegen halb zehn nach Hause.

Heimreise.
Unser (ryna und Max) Flug ging um 6:45. Also um 3:30 aufstehen, um 4:00 hatte uns Katja ein – an nichts fehlendem - Frühstück zubereitet. Um 4:30 losgefahren. Auto abgegeben (Schlüssel in den Briefkasten) und um 5:30 eingecheckt.
Um 9:30 in München gelandet. Liane angerufen. Unheimlich schnell ausgecheckt (unsere Koffer waren bei den ersten), 20 Minuten auf Liane gewartet und zu uns gefahren.
Die aufgeräumte Wohnung mit den frisch geweißelten Wänden und Decken und dem neuen Fußboden begutachtet und Liane mit Lob überschüttet.
Kaffee getrunken und dann ist Ryna heimgefahren. Er hatte gut 50km Stau und hat fast doppelt so lang wie normal gebraucht (ist also wieder urlaubsreif).
Am Abend Günther angerufen. Seine Frau hat ihn vom Flugplatz abgeholt und ins Krankenhaus gebracht. Dort hat man ihn kurz untersucht, festgestellt, dass die Diagnose aus der Finca Limon stimmt und ihm gesagt, dass die Schlinge ideal ist, mehr könnte man für ihn auch nicht machen. Er solle sie weiter tragen und am Montag zu einem Chirurgen gehen. Seine Frage, ob’s ein Orthopäde auch täte, bejahte man.

Fazit: Alles richtig gemacht.
Es war wirklich schön und die Finca Limon ist auch wirklich empfehenswert.
Das Offroaden bei Patrick kann ich nicht beurteilen, aber die, die ne Woche mit ihm unterwegs waren, sind begeistert gewesen.
Die Leihmoppeds waren gepflegt.
Auf der Fahrt zum Flugplatz haben wir festgestellt, dass die Chemie unter uns dreien passt und dass wir nächstes Jahr vielleicht mal um diese Zeit die Kanarischen Inseln ins Auge fassen, weil es da sicher noch ein paar Grad wärmer ist.

Ich hab ein paar Handybilder gemacht und Ryna hat mir seine Sony-Bilder überspielt und mir die Erlaubnis erteilt, ein paar davon einzustellen.
Also kommt jetzt, wie von mir gewohnt ein unübersichtliches Durcheinander von Bildern.
Die zwei, drei schlechten von meinem Handy, die besseren von Ryna’s Sony.

Rynas Bilder
Anflug

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Bei El Chorro
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Camino del Rey
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Über El Chorro
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Ronda
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Unterwegs - so grün kann Andalusien sein.
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Ryna hat uns vier geknipst - so richtig giftig war die Stimmung nicht. :mrgreen:
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Mimoto'as ganzer Stolz. Eine BMW 650 GS - das Mopped - frei nach Robert Musil - ohne Eigenschaften
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Abendstimmung auf der Finca
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Andalusischer Sternenhimmel
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Endlich am Campingplatzrestaurant - da aber schon nach dem Aufwärmen.
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Da fällt das Leben "von der Hand in den Mund" irgendwie leichter.
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Unterwegs ... an der Küste
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... in Dörfern
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... auf (auch Frauen begeisternde) Männerspielplätzen
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Alora - da ist "unsere" Tapas -Bar
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Alhambra
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Das "arabische Viertel" Granadas von der Alhambra aus.
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Von der Alhambra aus sieht man die schneebedeckten Berge der Skieregion "Sierra Nevada"
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Der Max - er war schon mal unglücklicher. :P
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Heimflug
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Max seine Bilder
Nicht die Drei von der Tankstelle

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Sir Ryna
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MDB Körnl Günther
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Der Traum vom Glatzkopf Max - Ein Irokesenhelm! :mrgreen:
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...der Film ist ferisch: "Andalusisches Bilderbuch"..... :D


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maxmoto
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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 21:45 
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Servus Papa Max,

deinen Bericht zu lesen, war wie wenn ich dabeigewesen wäre :L - leider war ich zwei Wochen zu früh (fast) in der Gegend (bin diesmal mit der geliehenen Transalp aber nur an der Algarve geblieben und nicht nach Andalusien rüber). Hinter dir herzufahren macht Spaß, da brauchst dir keine grauen Haare wachsen lassen :mrgreen:, das passt genau so - aber schon nach vier Stunden Pause machen?! :shock: :lol:

Echt schade, dass es einen Verletzten gab, wünsche dem Günther, dass die Schulter doch schneller weider heilt, als prognostiziert.

Danke fürs Mitnhemen - und ein ganz dickes Extralob an Liane, die sich so hervorragend um die Nebensächlichkeiten kümmert ;) (auch beim Griechen in München, ich nehme an ich kenne ihn, bin ich gedanklich bei euch gesessen).

So long,

da Wolf

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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 21:49 
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Servus Max,

unverkennbar, deine Schreibe, quasi ein Gedicht! :D :L
War offenbar eine richtig spaßige und kulinarische Angelegenheit! ;)
Das mit der Schulter deines Kumpels, kommt nicht so gut, aber, wenn er so einen Typ, wie dich
45 Jahre aushält, ist das ja quasi ein Klax! :mrgreen: :D (du kennst mi, i muaß immer blöd reden)

Danke für's Schildern und Zeigen eurer Bilder!

Dir verzeih ich sogar den Seitenhieb auf die Ösis, bist uns ja zumindest, was die Sprache betrifft,
net so unähnlich! :mrgreen:

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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 21:54 
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vienna_wolfe hat geschrieben:
Servus Papa Max,

deinen Bericht zu lesen, war wie wenn ich dabeigewesen wäre :L - leider war ich zwei Wochen zu früh (fast) in der Gegend (bin diesmal mit der geliehenen Transalp aber nur an der Algarve geblieben und nicht nach Andalusien rüber). Hinter dir herzufahren macht Spaß, da brauchst dir keine grauen Haare wachsen lassen :mrgreen:, das passt genau so - aber schon nach vier Stunden Pause machen?! :shock: :lol:
Die schnelle Pause war der Kälte geschuldet
Ich wollte noch ein Bild von "Dir" einstellen. Auf einem frisch betonierten Stück hat ein Hund (eher Wolf) seine Spuren hinterlassen. hat mir "Ablod" nicht angenommen (Dateigröße zu groß) und ich weiß nicht, wie man die Bilder "verkleinert". Aber Du siehst, Du warst immer allgegenwärtig.
Echt schade, dass es einen Verletzten gab, wünsche dem Günther, dass die Schulter doch schneller weider heilt, als prognostiziert.
Mal schau'n was die Orthopäden sagen. Weißt ja: z langsam fahr'n ist gefährlich. Ich hoffe, dass ich Anfang der Woche mehr weiß. Auf jeden Fall wünsch ich ihm, dass er schnell wieder moppedfit wird.
Danke fürs Mitnhemen - und ein ganz dickes Extralob an Liane, die sich so hervorragend um die Nebensächlichkeiten kümmert ;) (auch beim Griechen in München, ich nehme an ich kenne ihn, bin ich gedanklich bei euch gesessen).
Ja, den Griechen kennst Du auch - das nächste Mal Tex-Mex oder italienisch oder bayersich oder oder oder.
So long,

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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 21:59 
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Gigl hat geschrieben:
Servus Max,

unverkennbar, deine Schreibe, quasi ein Gedicht! :D :L
Danke!
War offenbar eine richtig spaßige und kulinarische Angelegenheit! ;)
Das mit der Schulter deines Kumpels, kommt nicht so gut, aber, wenn er so einen Typ, wie dich
45 Jahre aushält, ist das ja quasi ein Klax! :mrgreen: :D (du kennst mi, i muaß immer blöd reden)
Da hast Du aber recht. 45 Jahre Max kennen härtet ab.
Danke für's Schildern und Zeigen eurer Bilder!

Dir verzeih ich sogar den Seitenhieb auf die Ösis, bist uns ja zumindest, was die Sprache betrifft,
net so unähnlich! :mrgreen:
Du weißt, dass ich ein paar Ösis so richtig gern hab - aber die, die da waren waren wirklich auch SpitzenPfundsTypen. Waren, wie kanns auch anders sein, eine echte Urlaubsbereicherung. - Aber blöd daherreden gehört da natürlich zu meinem Image - und das muss ich pflegen.
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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 22:42 
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Super, Reisebericht ist auch formidable erledigt. ;)
Das Verhältnis Straßen-/Offroadkilometer war u.a. auch durch eine recht hohe Schaden-Selbstbeteiligung von 1.500€ der Mietmoppeds bestimmt. Vermisst habe ich das schottern nicht, der Südzipfel Spaniens bietet landschaftlich tolle und anspruchsvolle Bergstrecken. Über weite Strecken kurvt man in Sichtweite des Mittelmeers die Hügel entlang. Oliven-, Zitronen- und Orangenhaine, Dörfer mit weißgetünchten Häusern an den Bergflanken und obendrüber ab und an eine eine Schneehaube auf den Gipfeln. Da geht einem so richtig das Herz auf.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 23:06 
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Wohnort: Idar-Oberstein
oje,oje, :shock:

auf diesem Wege liebe Grüße und vor allem gute Besserung an Günther. :L

Max zum Lesen reicht heute mein Akku nicht mehr,
war ne richtig schöne Zeit mit Euch 3en, dem Andre und vor allem unserem Edi.... :lol:

Kommende Woche häng ich mich dann mit meinem Material auch hier rein, wenn's
auch weniger mit Renovierung zu tun hat aber ganz viel mit Andalusien. :mrgreen:

Viele Grüße

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Michael /mimoto

Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)

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Ungelesener BeitragVerfasst: Samstag 28. Februar 2015, 23:08 
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Beiträge: 1588
Wohnort: D-71088 Holzgerlingen
Mal wieder ein klasse Reisebericht, Max! Danke das du mich mitgenommen hast und auch schöne Bilder mitgebracht hast! :L :L :L

_________________
Grüße aus dem Schönbuch

Marc / Nagge

´s Leba isch koin Schlotzer!

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