Mimoto's Reiseforum

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 20:18 
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Mimoto's Reisebericht Andalusien Februar 2014

Wenn Du nix dagegen hast häng ich mich hier mal mit rein Max. ;)


Die Saison 2014 war für mich gerade zu Ende, die Batterien der Bikes am Ladegerät geparkt und ich mit meinen Gedanken bei vielen Dingen aber sicher nicht beim Motorradfahrer und schon gar nicht beim Planen für die kommende Saison, obgleich ( :mrgreen: ) André schon anfing mich mit Links von Endurotouren in Andalusien zu bombardieren: „…schau Dir mal das Video an und dass und hier die Bilder…“ usw. und so fort.

Irgendwie war dann auch Perlweisswildsau, unser Edi (langes E, langes schwarzes Haar) mit im Boot, genau genommen im Wasser, das Boot war noch gar nicht geordert.

Sonst bin ich nicht so spontan aber um nun nicht ellenlang durch zu diskutieren wo was wie, nur eines war klar, Flughafen Málaga und Enduro fahren. So kümmerte ich mich um ein familiäres Zeitfenster, schaute bei meinem vor der Haustür Flughafen (Hahn) bei Ryanair vorbei (www), hin und rück gebucht incl. Platzreservierung und 20kg Extragepäck, alles für um die 170€ - genial.
Zeitraum 17. bis 24.02.2015.

Damit war das Thema eigentlich bis Februar für mich durch, André war nun, so hatte ich das Gefühl, etwas überfahren, jedenfalls war er nun beschäftigt. Ein Familien OK, scheint mir, ist nördlich von Hamburg nicht ganz so einfach zu bekommen, ganz zu schweigen seiner Termine bei der Arbeit.

André war wie nicht anders erwartet, erfolgreich beim Verhandeln, sein Aufenthalt für 7 Tage wie Edi und ich aber um einen Tag vor versetzt, so war er die Vorhut die vor-haut um das Auto zu besorgen - was Edi und ich anteilmässig noch bezahlen müssen (PN). ;)

Die Unterkunft, der Veranstalter, ehrlich, ich hatte bisher noch nie eine Reise angetreten wo ich so wenig wusste was mich erwartet, wo wir wohnen, was es kostet, keine Ahnung. Ich einfach in den Flieger und schauen was passiert. @André, sehe es als blindes vertrauen in Deine Person.

Vorher, Anfang Januar telefonierte ich mit Sir Ryna und erwähnte das es dieses Jahr nach Andalusien zum Enduro fahren ginge, die Gesprächspause am Telefon machte mich schon stutzig und als er lachte und fragte wann und wo wir denn wären. Der Zeitraum war klar, wo, da musste ich André kontaktieren der dem Ryna dann mitteilte wo wir sein werden. Was soll man da sagen, 3 Tage nach uns waren die Herrschaften Max, Sir Ryna und Günther keine 3 Kilometer Luftlinie entfernt von uns untergebracht.

Málaga, meine Ryna.. ähm Ryanair landete pünktlich, das Wetter war kühl und es regnete ordentlich, macht nix morgen ist ja Sonne da. Andre´und Frank, unser Instruktor, holten mich ab und anstelle ein paar Stündchen nach Málaga´City zu fahren und Edi etwas später abzuholen sind wir gleich nach Álora in unsere Finka gefahren, der Grund, Edi (langes E, langes schwarzes Haar) hat den Flieger verpasst und kommt erst gegen 19 Uhr in Málaga an.

Frank erzählt während der Fahrt ein bisschen, u.a. auch was ich schon von André wusste, als André für Edi vor ein paar Wochen eine Lenker Erhöhung telefonisch beim Frank am ordern war, war Frank etwas erstaunt weil einer Namens „Edi“ neben ihm sitzen würde der auch ne Lenkererhöhung hat, erst da wurde es Edi überhaupt klar das wir, also André, das gleiche Training gebucht hatten was er gerade besuchte (haha, heimlich am üben, wer’s nötig hat). Ja was soll man sagen, die Schweizer, kaum ist der schweizer Franken mal was Wert hauen sie gleich die Kohle auf den Putz, egal wo, Hauptsache raus mit.

Unsere Finka, 3 sehr große Zimmer mit je separatem Bad, leider sehr kühl und das obwohl 2 Elektroradiatoren im Dauerbetrieb und ein Klimagebläse was um die 31° Umluft erzeugte, auch dass half nicht den eiskalten Boden barfuss begehbar zu machen. Ich übertreibe gerade ein bisschen, das ist nun auch kein echter Vorwurf wenn man weiss das der Winter 2014-15 der kälteste in Andalusien der letzten 50 Jahre ist, jedenfalls in meinem Zimmer war Dauerfrieren angesagt was nur dick eingemummelt unter der Decke beendet werden konnte. Für 35€ pro Tag und Zimmer gibt es aber nicht wirklich was zu meckern.

Unsere Finka..
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..wenns mal warm ist sicher wie im Paradies.
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André und ich sind schon früher los um Edi (langes E und langes schwarzes Haar) am Flughafen abzuholen, der Ärmste musste nicht nur umbuchen sondern konnte aus Zürich nichtmal im Direktflug starten sondern musste in Madrid zwischen landen, was für ein Tripp und auch richtig teuer.

Da kam er dann der Edi, langes E ups kurzes rotes Haar, trotzdem erkannt. :L
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Santa Maria.....

Zeitig haben wir uns mit Frank dort zum Abendessen getroffen wo Max in ein paar Tagen das beste Filet seines Lebens essen wird und das waren schon ein paar bisher schreibt Max. Frank erklärte uns erstmal das was wir, André und ich, machen nix aber auch gar nix mit Enduro fahren zu hat, sinngemäss, wir sind Weicheier, Edi nickt dabei nur mit dem Kopf. (Verräter)

Schon lang weiss ich das mit IHR eigentlich oftmals der Dicke am Tisch gemeint ist, das erkennt man wenn man den Blicken folgt, also ICH bzw. WIR. Mit dem fortschreitendem Alkoholpegel wurden WIR dann auch mal mutig und stellte die Behauptung auf das WIR „gar nicht mal so untalentiert“ sind wie WIR aussehen, was Frank sofort veranlasst sein Handy Tonaufnahmemodus zu starten und mich diese Ansprache wiederholen lässt, ohne zu zögern und mit Gottvertrauen (oh Herr erbarme mich) posaune ich das dann nochmal und es fühlt sich gut an.

Frank lacht nur, erzählt von normalen (WIR) Leuten und das was er macht, Edi nickt mit dem Kopf, nicht Welten sondern Galaxien, nein Universen liegen da dazwischen. Mhh, na wenn das mal keine Motivationsrede war, wer da nun nicht absteigt hört wohl nicht zu. Ich jedenfalls kann nach dieser Ansprache durchaus ruhig schlafen, wenn man mal vom anfänglichen Zähneklappern unter der Bettdecke absieht.

Der nächste Morgen, Frank holt uns zum Frühstück ab, runter zum Kreisel dort eine Lokalität, pur Spanien, Holztheke, Holzdecke, Holzstühle, Holzboden, Holzköpfe, mindestens 5 Schweineschinkenhaxen hängen von der Decke, ein Lärm der sich gewaschen hat, was die da am Morgen an der Theke schon rein kippen ist unfassbar, Conjak Schwenker randvoll mit einem Mix aus hochprozentigem, tatsächlich, hier das sind schonmal Universen zu uns.

Brötchen mit Schinken, Käse oder Ei und ein wirklich guter Kaffeekolätsche - halt so wie ich es bestelle. Meckern kann man nicht wirklich weil es echt günstig ist und satt macht und tatsächlich auch schmeckt.

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Frühstück..

Dann wieder in die Finka, wir packen alles zusammen was wir zum Fahren brauchen ziehen uns bei Frank um und lassen dort heute Abend unsere Sachen liegen, so gehts ab Morgen schneller.

Bei Frank stehen mindestens 8 Enduro’s, alle top in Schuss, neu bereift, ich bin wirklich angenehm überrascht, auf Fuerteventura war das nicht so professionell wie hier. Die Marke Sherco sagt mir nicht viel, ein französisch- spanischer Hersteller, die Kisten machen einen verdammt guten Eindruck, 300ccm mehr braucht’s nicht.

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Letzte Arbeiten, unsere Sherco's sind bereits fertig.

Umziehen, kurze Einweisung und schon sind wir auf dem Weg zur Tankstelle, kein direkter Weg sondern UNSERE erste Prüfung, kommen wir da nicht an sind wir richtige Luschen und Frank muss sich was mit uns Weicheiern überlegen: „…dann machen wir halt nur Basics.“ sacht er.

Die ersten Meter fühlen sich gar nicht gut an, ich bin gelenkig wie eine deutsche Eiche, Edi ist hinter mir und Frank und André vor mir, André gast schon an als gäbe es kein Morgen mehr, er sollte recht behalten, wie ich das hasse wenn es schon so losgeht.

Gute 20 Minuten sind wir unterwegs, eigentlich nicht wirklich schwierig am Ende einer Saison aber direkt am Anfang die ersten Meter mit einem Motorrad was man nicht kennt, dem Winterspeck auf den Rippen, es wäre geprahlt wenn ich behaupten würde alles easy, puh.

Der erste Test war nun mal bestanden, Edi liessen wir dann mal hinter Frank ich ging freiwillig ans Ende und kam immer besser ins Spiel, Geschmeidigkeit stellte sich ein und vor allem das Gefühl und vertrauen für die Reifen, besonders hinten hatte ich anfangs ne echte Misstrauenshaltung aufgebaut die echtem Fahrspass langsam weichte.

Die Sherco ist ein tolles Motorrad, kaum höher als die Freeride, die überhaupt nix taugt wie Frank meint, ich es so aber nie und nimmer stehen lasse und die Fahne in der verbalen Schlacht der kommenden Tage nicht senken werde, muss dennoch gestehen, die Sherco ist ne echte Alternative, der Motor ist unten herum ähnlich sanft wie die Freeride aber kann auch, wenn man sie drehen lässt, zur EXC werden, gerade mal 4 Kilo schwerer gegenüber der FR, hat einen 8 Liter Tank (Angaben von Frank) und das Fahrwerk - nur edle Komponenten, da ist bei der Freeride tatsächlich low Budget am Werk.

Über Stock und Stein, Hänge, Pfade, steil für UNS, Edi schmunzelt da nur, durch ein Bachbett, alles geht gut, ein paar Übungen, ich hab allerdings schon früh gegen alle Regeln aufgehört stehend zu fahren und mitbekommen das Frank ein toller Enduro Fahrer ist aber auch Raucher und nach vielen Show Einlagen und Kilometern alleine auf dem Hinterrad schon früh die Hände ausschüttelt und gerne Raucherpausen einlegt, was so ein bisschen seine Fitness in Frage stellt, dazu kommt noch, er sagt es nicht, man sieht es wenn er geht - er hat richtige Rückenschmerzen, ich konzentriere mich also darauf nur dann zu Kämpfen wenn es muss und komm konditionell so sehr gut durch den Tag.

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Edi kanns nicht lassen..
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...unermüdlich, links vom Zaun ist schwieriger.

Ja und Edi, Frank der es ehrlich meint sagt Edi fährt auf seinem Niveau und dazu ist er dann auch noch richtig fit. Einen großen Unterschied gibt es zwischen Edi und uns beiden, André und mir, das macht dann wohl den echten Enduro Fahrer aus, wenn wir irgendwo hin wollen fahren wir das was einfacher geht um anzukommen, anders Edi: „Warum den Pfad wenn man doch auch senkrecht die Wand hoch kann.“ ist sein Motto.

Abends nach der Tour bin ich müde aber nicht fertig, hab heute ein bisschen was dazu gelernt und spüre einige Muskeln die über den Winter wohl selten bis gar nicht gebraucht wurden.

Heute Abend gehts in die Tapasbar auf dem Berg in Álero, einfach aber gut, André bestellt mehrere mittlere Tapas die wir drei, Edi, André und ich, genüsslich verzehren und schauen Fussball, ich glaube es waren die Königlichen gegen Schalke, was der Stimmung in der Tapasbar gut tat war das 2:0 was am Ende auf der Tafel stand, uns war das Ergebnis eher schnuppe. Frank hat heute Abend Auszeit, mal bei Kind und Frau, morgen um 9 Uhr ist Frühstück und weiter gehts.

Der nächste Morgen, an die Stimmung vor allem Lautstärke beim Frühstück werde ich mich nicht gewöhnen, es dauert also nicht lange und wir sitzen wieder auf der Sherco.

André hat wie schon im letzten Jahr richtiges Pech, sein Handgelenk ist geschwollen und schmerzt stark, kann es kaum bewegen, an fahren ist nicht zu denken und schon heute muss er aussetzen, wir vereinbaren einen Treffpunkt am Mittag um gemeinsam zu Essen.

Dann gehts los, siehe da zur Tankstelle gibts kürzere und einfachere Wege und man ist ganz schnell dort. Dieses mal geht es Richtung Norden an tollen Landschaften vorbei und es wir anspruchsvoller aber bleibt immer machbar wenn es auch nicht so flott wie bei den beiden ausserirdischen Universen vor mir geht komm ich doch recht zeitnah hinterher.

Mittlerweile kenne ich auch Franks Kommandos und kann sie einordnen, wenn er anhält und sagt: „Eigentlich ist das jetzt ganz einfach, Du musst nur…“ dann wird’s schwierig und ich muss sagen mir wäre es lieber er würde einfach mal fahren anstelle den Versuch zu machen mental per Hypnose mir was einzureden, es ist gut gemeint und ich meckere nicht ausser: „…scheisssseee da hoch.“ :o

Merkwürdiger weisse, das sagt auch Frank, hab ich steil hoch größere Sorgen und zwangsläufig auch Probleme (nicht Denken) als Berg ab, reduziert man das nun Gedanklich alleine auf die Gravitation sagt sicher jeder „logisch“ bei UNS, so einfach ist es aber nicht, metal bin ich abwärts ne Bank die andere Richtung eher ein Hase. Einwerfend und immer wieder faszinierend für mich, was man mit echten Enduro / Cross Reifen einen Grip auf passendem Untergrund haben kann, es ist unglaublich was man mit der vorderen Bremse alles anstellen kann bis tatsächlich mal das Rad anfängt zu rutschen, Ausnahmen sind nicht die Regel.

Hier an diesem einen Hang (s.o. Eigentlich ist das…), das richtig Steile kann man ruhig senkrecht nennen, zum Glück keine 4 Meter hoch dann wird’s flacher also nicht mehr ganz so senkrecht, die 4 Meter sind ganz easy dann vorne, das Rad im „flachen“ wird irgendwann leicht und hebt und ich krampfe, geh vom Gas, könnt Euch denke dass ist falsch, ich verlass die Spur und muss anhalten: „..lieber Gott lass mich nicht rückwärts runter rollen - Danke“. (Mit rollen meine ich Überschlagen)
Hier hilft mir dann Frank, einwerfend wie schon beim Abwärtsfahren und Bremsen, die echte zweite Erkenntnis in den zwei Tagen, es ist unglaublich wie man in solchen Situationen nochmal anfahren kann, dass lernt man in Hechlingen definitiv so nicht. Ich für meinen Teil, gäbe es keine alternative Route würde hier immer wieder runter und mit Schwung versuchen da hoch zu kommen. Frank schaut die Situation, heb ein bisschen um, fährt 2 Meter in „besseres“ Gelände und ich versuche es, Wahnsinn es klappt, puhhh geschafft ich bin oben.

Für Edi ist das alles Easy, anders wie gestern nutzten wir heute Frank’s Raucherpausen dazu Edi müde zu machen, ja die jungen Kerle in ihrem Saft, den „Wixxer Arschloch Berg“, so heisst der wirklich, Frank hat dem diesen Namen gegeben, an dem sind wir gestern vorbei gefahren, ich kann nur sagen, ist was für Gehirn amputierte oder die es Können so wie Edi und Frank (..hab gerade noch die Kurve gekriegt, was Jungs :mrgreen: ..) also insgesamt sausteil, weicher Untergrund und bestimmt 80 Meter hoch, Anlauf ist nicht weil es erst tief runter geht und in einem engen Knick wieder hoch, irre kann ich nur sagen und ich denke wenn man mal so weit ist das man sowas muss, dann empfängt man da halt solche Namen für solche Berge wenn man da herum ackert.


Jedenfalls heute Morgen hier stehen wir bei dem kleinen Bruder dieses W-A-Berges, Leute ehrlich, da komme ich nicht zu Fuss hoch. Frank gibt noch Tipps, Edi wollte gerade Linie hoch, Frank meinte: „ne fahr hier den Bogen, ist leichter“ und Edi fährt den Bogen, bis zur Hälfte sieht es super aus, das 2. drittel muss er mit den Füssen rudern und am letzten drittel erstmal stehen bleiben, dann fängt er an 2 zurück 2,1 Meter vor. Nach etwa 10 Minuten, Edi hat ungefähr 3 Meter geschafft, meint Frank ganz trocken: „hier gerade hoch ist besser, geht leichter.“ Ich grins mir einen sag nur „hinten herum ist einfacher“.
Ne weitere Kippen länge später und einmal Wasser lassen, Edi hat noch etwa 10 Meter also bereits 4 geschafft, fahren wir um den Berg los um auf der anderen Seite recht einfach zum Gipfel zu kommen, oh Schreck wo ist Edi, ich mach mir echt Sorgen, der könne rückwärts runter gerollt sein (überschlagen) was in dem Hang das normalste vom normalen wäre und versuch so weit wie möglich runter zu gehen um etwas zu sehen, kein Edi - ehrlich Leute ich hatte echt Arbeit da wieder hoch zu gehen.

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Einige Zeit nach diversen Fahranweisungen an Edi beim kleinen Bruder vom..

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...wixxer Arschlochberg, das Edi Suchbild.

Frank hat Edi bereits gesehen, er hat es tatsächlich geschafft, der fuhr irgendwo unten herum, Frank meint dann: „Hier nun runter, gleich wird’s dann richtig steil. Eigentlich ist das… ;) . Ich erwähnte ja bereits, runter bin ich ne Bank, mach mir also keinen Kopf, ist auch so, echt verdammt steil, fühlte sich in den Armen an wie Liegestütze gestreckt, die Zeit wo ich mal 70 davon drückte ist etwa 35 Jahre und 50 Kilogramm her. „Hammer was die Reifen halten….“ denke ich beim Schnappatmen aber dass schrieb ich ja schon.

Edi ist eingefangen und nun irgendwie auf Augenhöhe mit UNS, was so eine kleine Auffahrt doch alles bewirkt. :lol:

Frank ist ganz entzückt wir sind viel früher am Stausee und der nahen Klause als sonst, na was soll ich mir da nun darauf einbilden, ich halt die Klappe bevor ich wieder aufgenommen werde.

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Am Stausee, fantastisch hier einfach wirken lassen.

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Teufels Hörner oder einfach nur Pommesgabel, der Edi.


Die Örtlichkeit wo wir Pause machen ist richtig toll die Sonne knallt und das Essen ist spitze. André meldet sich, steckt fest, die Straße wo er steht ist gesperrt wegen Bauarbeiten, mit dem Auto kein durchkommen, die alternative Route hierher würde fasst ne Stunde dauern also kommt er nicht zu uns, echt doof, hoffentlich wird das mit seinem Arm nochmal. Die Chancen stehen gar nicht so schlecht, Morgen ist Ruhetage, wir fahren mit Frank nach Málaga, lassen uns die Stadt zeigen, da sollte es übermorgen doch funktionieren.

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Geht doch nix nach getaner fahrt ne nette Pause, nur Alko geht gar nicht, noch nicht. :D

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Die Rückfahrt ist anfangs so wie die Hinfahrt, meine Problemzonen, also nun abwärts, somit kein Probleme mehr, wir sind alle nun etwas ruhiger unterwegs, da wo Edi sich hoch gekämpft hatte ist er tatsächlich auch runter gefahren, ich denke da hätt’ ich dann doch gekniffen wenn auch die Richtung stimmte. Bisschen Zeit ist nun auch die herrliche Landschaft aufzusaugen, einfach traumhaft, heut passt sogar die Temperatur.

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Ausgetobt haben wir uns, Frank zeigt uns die schönste Plätze der Umgebung.

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Hier kommt das nächste hin.

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Álora schönes kleines weisses Bergdorf.

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Letzter Ausblick.

Ich bin voll im flow es läuft wie geschmiert der Kopf abreitet praktisch nicht, ich lasse es laufen, am Ende des Tages wird Frank zu Edi sagen das ich schneller fahre als ich es eigentlich kann. Edi meinte nur „Du“, also WIR, „30 Kilo weniger dann wird’s eng“, beides nehme ich als das was es ist, ein Kompliment und verbuche es unter „ gar nicht mal so untalentiert“.

Meine Herrn, die heisse Dusche hat gut getan. Beim Abendessen erfahren wir das übermorgen noch einer dazu kommt, ein guter Kollege, wohl auch Kunde von Frank, so wie Edi, also kein Weichei wie wir. Macht nix sag ich nur zu Frank, machen wir so wie heute mit Edi, die graben die Hänge um und wir rauchen eine oder zwei, passt doch. Es sollte anders kommen.

Der dritte Tag, für André schon der vierte. Frühstücken tun wir in Málaga heute ist ja Auszeit, Andrés Handgelenk ist besser aber weitab von gut, also entscheidet er das er morgen fahren wird aber mit Max und Ryna, kein Problem wie sollte es anders sein - da wo Max und Ryna mit Günther sind und Ihre Maschinen her bekommen ist der ehemalige Partner von Frank, ja die Welt ein Dorf, telefonisch wird ne 1200er GS reserviert und wir verbringen einen entspannenden Tag in Málaga, so der Plan.

Auf der Hinfahrt, wir sind mit 2 Autos unterwegs weil Frank eventuell früher nach Hause wieder muss, fahr ich mit Frank, Edi und André im unserem Leihwagen. Frank erzählt dies und das und ganz nebenbei „Morgen wird echt hart, bis Du dir sicher das Du das wirklich willst?“ Ich nehme das gar nicht so ernst, klar, wiederhole den Vorschlag von gestern Abend und denk nicht weiter drüber nach.

In Málaga gehen wir dann erstmal Frühstücken, leider ein schattiges Plätzchen ausgesucht, dann gehts auch schon bald mit dem Alkohol los, so früh oje. Der Tag vergeht übers Mittagessen hinaus und es folgt noch 2 mal die gleiche Frage vom Vormittag: „Bist Du Dir sicher dasde da morgen mitwillst?“. Ich bejahe dies immer wieder, fange nun aber langsam daran zu zweifeln was das soll, seit November haben wir hier eine Enduro Tour gebucht, es war klar das mindestens 2 Weicheier kommen werden, was soll den dass nun, lass es wirken und versuch nicht darauf weiter zu reagieren.

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Edi finde nicht Enduro fahren doof.

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Wenn ich auch keinen Alko trinken würde würde ich vielleicht auch so denken, prost.

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Knips.

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André entwickelt konservative Ansichten wegen Edi's Haarfarbe, Du wirst alt Mann.

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Warte ab wie Du dich erst morgen fühlst. :lol:

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Dachterasse ein wenig den Blick über Málaga geniesen

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Mimoto und Edi von links nach rechts.

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Hätt' manN sich auch hinpflanzen können.

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Am Hafen war es aber schöner.

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Hast ja gewonnen, weisst nur noch nicht das du verloren hast.

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So schaut er wenn er Hunger hat.

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..isst alles wenn es Hähnchen ist.

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Die "Unsinkbar 2"



Wir beenden dann gemeinsam den Aufenthalt in Málaga, fahren also mit 2 Autos gleichzeitig wieder los, dieses mal scheuch ich Edi zu Frank und setz mich neben André. Kaum im Auto bricht es aus mir heraus: „Hat dieser A…. sie noch alle? Wenn das keine Ausladung ist dann weiss ich nicht was es ist“ ich koche. Als Frank dann mal zum Pinkeln anhält nutze ich dies und ruf ihm zu das ich dann seiner Frage folge doch morgen mit den andern auf Straße fahren werde und siehe da dieses Gesicht merkt nun, das im Klingelbeutel weniger hängen bleibt.

Ich kann mich gar nicht beruhigen. André versteht das gar nicht macht seine Witzchen, worüber ich gerade nicht lachen kann und bleibt selber Cool.

Über den Nachmittag bzw. die Zeit die vergeht, freue ich mich nun aber langsam richtig mit der Maxgruppe herum zu fahren. Abends fahren wir dann schon die Maschinen abholen, André seine GS und ich meine 650er GS, als ich den grauen Eisenhaufen sehe entsteht bei mir eine emotionale Begeisterung wie als wenn ich ne Rolltreppe fahren darf. Naja, wenigstens sind gute Reifen drauf, wenn ich die Kette öle hat die Kiste sicher auf einen Schlag 10PS mehr auf dem Hinterrad denke ich als die rostbraune Farbe mir auffällt, sonst ist sie aber technisch gut in Schuss und mit 25.000km auch noch nicht ausgelutscht.

Nun ja das ist das Pech der zu spät kommenden, ausserdem ist es ja kein Leihrad sondern das Bike der Chefin also Danke sagen und ab durch die Mitte. Alle anderen Bikes sind wie Ryna und Max schon schrieb tipp topp, Günther hatte bei der Reifenwahl allerdings Pech gehabt.

Die folgenden Tage vergehen wie Max berichtet hat, mein Verhältnis zu Frank ist nun sachlich aber kühl, leider bekommt dies auch Dieter zu spüren, der Kumpel von Frank, dabei kann er für die Situation ja gar nix, es war an Frank die Situation zu klären. Ich für meinen Teil hatte mit Enduro fahren bei Frank abgeschlossen. Damit war der Urlaub aber nicht vorbei und vor allem nicht versaut, der Spass begann ja jetzt erst richtig wie man bei Max lesen kann.

Zur 650er GS noch ein paar Wort, emotionslos ja, mit etwas Eingewöhnung tatsächlich als echter Motorradersatz zu gebrauchen, sehr gute Sitzbank und für die Temperaturen ne gute Verkleidung auf die ich bei den folgenden 2 Tagen nicht verzichten wollte. Der Unterschied der 650er zum 690er KTM Motor, hier liegen tatsächlich Universen dazwischen.


Fazit.

Sachlich betrachte, Franks Enduro Tour kann man empfehlen, der Kerl hat echt was drauf, sagt auch ganz klar das er mit Weicheiern eigentlich nicht gerne fährt, gibt gute Tipps und ist das Eis mal geschmolzen fasst sympathisch. Sein Stall und seine Bikes sind topp in Schuss, wer wirklich fahren kann und viel Abwechslung und weitere Herausforderungen sucht ist hier genau richtig. Was er da gedreht hat, wie er es verkauft hat war unter aller sau, mich sieht er nicht wieder wenn er auch im Grunde seines Herzens wohl ein guter Menschsein mag.


Im Vergleich zu Fuerteventura letzten Jahres, Unterbringung und vor allem Lokalitäten ist viel schöner auf Fuerte, Landschaft nicht so gegensätzlich wie Andalusien, Andalusien ist abwechslungsreicher, Fuerte insgesamt einfacher Strecken und die Bikes nicht so gut in Schuss aber ok und Kai-Uwe ist ein ganz Netter.

Noch ein paar Bilder der Tage mit Max, Ryna und Günther:

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André am Morgen nach der Nacht der langen Messer :lol:



Noch paar Panos der vergangenen Tage in klein, für in GROSS einfach aufs jeweilige Pano klicken

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Dann mal noch die Filme:

1.Teil = 1.Tag galaktisches Enduro fahren :mrgreen:



2. Teil... fahrn, fahrn fahrn... :D




Viele Grüße

_________________
Michael /mimoto

Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 20:44 
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Mimoto hat geschrieben:
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:shock: :shock: :shock: Da verschlägt's mir die Sprache. Edi, wie konntest Du nur!!! Hast Du einen Werbevertrag als Ketchup-Experte bekommen??? :roll:


Zitat:
Edi kanns nicht lassen..
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...unermüdlich, links vom Zaun...

:lol: :lol: :lol: War auch mein erster Gedanke! :L


Wenn ich mich von dem Schock über Edis neue "Frisur" erholt habe, werde ich auch in der Lage sein zu sagen, dass Du da einen schönen, authentischen Bericht abgeliefert hast, Micha! Wer Dich kennt, kann Dich und Deine Gedanken sich sehr gut live & in Farbe vorstellen. :mrgreen:

Schöne Tour, sehr schön geschildert! :L

Grüssle
Moni

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MoniK on tour

"Wollen Sie in ein Land eintauchen oder nur drauf rumlaufen?" (gelesen in einem Schaufenster in HH)

"Es ist der Reiz des Lebens, dass man nicht alles für selbstverständlich hält, sondern noch bereit ist sich zu wundern." (Loriot)


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 20:52 
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Gaaaanz anderst als der Maxsche Bericht, aber ebenso suuuper klasse beschrieben und wi immer geile Fotos.
:L :L :L :L
Bin schon auf den Film gespannt!

Danke fürs Zeigen.

Und Edi mach da wieder schwarz dran ;-)

Gruß
Herbert aka Schippy


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 21:36 
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Klasse ge- und beschrieben. Da fahr ich nichts mehr hinzuzufügen :L :L :L

Grüße
André

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meine Momentaufnahmen

Glück ist wie pupsen, wenn man es erzwingt wird's Scheisse ;-)


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 21:41 
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Beiträge: 3544
Wohnort: Wien
Hi Micha,

wie Herbert schon schrieb: ganz anders als der Maxsche Bericht, aber nicht minder lesenswert, mit jeder Menge Stoff auch zwischen den Zeilen. :L Die Shercos sind mittlerweile in der Cross- bzw. Enduro-Wettbewerbszene hinter KTM die Nummer 2, sehr gute Ware. Bin schon auf den Film/die Filme gespannt.

Grüße, auch an Corinna!

So long,

da Wolf

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 21:54 
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Beiträge: 4704
Es ist ja schon auf der Tour angeklungen, dass sich der Veranstalter wenig neue Freunde gemacht hat. So ausführlich beschrieben liest sich das richtig bitter! Schade für euch und blöd für ihn, die Gegend würde für alle Trainingsklassen landschaftlich reizvolle Strecken bieten. Aber wenn er sich partout nur mit den Crêpes de la Crêpes du Steilhang abgeben möchte.... bleibt das Folgebusiness wohl recht überschaubar.

Patrick scheint da genau das Gegenteil zu sein. Obwohl wir nur die Onroadfraktion waren, die Gespräche mit seinen Tourteilnehmern und die gemeinsamen Abende hinterließen einen positiven Eindruck.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 21:58 
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Hi Micha,
Damit war der Urlaub aber nicht vorbei und vor allem nicht versaut, der Spass begann ja jetzt erst richtig wie man bei Max lesen kann.
So, nun ist es raus - es hat euch zwei Weicheiern also gefallen mit uns auf Teer teilweise sportlich herumzucruisen.
Von meiner Warte aus: zwei Super Tage, die, vor allem, weil nicht so vereinbart, noch einen Reiz mehr hatten.
Als wir uns vor ein paar Wochen in Kaiserslautern beim Mexikaner beim Mini-Forumstreffen unterhalten haben und Du sagtest: "Heuer fahr'n wir mal zusammen", hätten wir beide nicht gedacht, dass sich das so schnell so spontan umsetzen lässt. :L

Dein Reisebericht... als wär ich dabei gewesen :mrgreen: :mrgreen: - nix ausgelassen, nix beschönigt - wie immer halt.
Wie alle anderen auch, freu ich mich jetzt noch auf den Film.
Vielleicht geht - evtl. beim richtigen Forumstreffen noch einer Dickschiff-Tour zam - ggf. mit Weicheischottereinlage. :mrgreen:

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 2. März 2015, 22:02 
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Wohnort: 80993 München
ryna hat geschrieben:
Es ist ja schon auf der Tour angeklungen, dass sich der Veranstalter wenig neue Freunde gemacht hat. So ausführlich beschrieben liest sich das richtig bitter! Schade für euch und blöd für ihn, die Gegend würde für alle Trainingsklassen landschaftlich reizvolle Strecken bieten. Aber wenn er sich partout nur mit den Crêpes de la Crêpes du Steilhang abgeben möchte.... bleibt das Folgebusiness wohl recht überschaubar.


Hi ryna, das sehe ich genauso, kanns nicht aus eigener Erfahrung beurteilen, habe aber den Eindruck (vor allem von den österreichischen Endurofahrern auf "unserer" Finca) dass so eine Enduro-Wochen-Tour beim Patrick wesentlich kundenorientierter, also auf dem Fahrkönnenniveau des Kunden abgestimmt abläuft und damit mehr Spaß macht.
(Darfst mir aber gern widersprechen, wenn ich das zu blauäugig sehe)

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