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3 Monate durch Nordindien ( 2016)
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Seite 13 von 16

Autor:  Thatsmyway [ Sonntag 5. November 2017, 11:11 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 3 Monate durch Nordindien ( 2016)

hoppalla hat geschrieben:
Hast du irgendwie versucht, dem Zauberlehrling an der Tankstelle zu vermitteln, dass der Zähler verhext ist? Zufällig zu seinen Gunsten :D
..und wie du Schläge auf den Kopf und heisse Ohren im Geiste positiv einer Massage zuordnest :lol:
Schön beschrieben, deine Gelassenheit und positive Einstellung ist bewundernswert :L :L
Wunderschöne Fotos!
Vielen Dank!

Tanja und Herbert


Freut mich, dass ihr nachwievor meinen Reisebericht mit Genuss verfolgt :L


Nun ja, ich schätze der Herr hatte stets im Hinterkopf, dass die nächste Tankstelle auf jedem Fall einen Pass über 5200m Höhe entfernt ist. Er war sich wohl seiner Monopolstellung bewußt :)

Liebe Grüße

Peter

Autor:  Kurare79 [ Montag 6. November 2017, 04:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 3 Monate durch Nordindien ( 2016)

Bild <- mehr fällt mir dazu manchmal schon nicht mehr ein. Da schaue ich nur mit großen Augen :shock: Sehr starke Eindrücke von einer ganz fremden Kultur aus einer (für mich) anderen Welt.

Vielen Dank für's Berichten und Teilen! DD

Autor:  Thatsmyway [ Montag 6. November 2017, 12:16 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 3 Monate durch Nordindien ( 2016)

@Karim

dankeschön :)


@Tanja und Herbert

"..und wie du Schläge auf den Kopf und heisse Ohren im Geiste positiv einer Massage zuordnest :lol:"

Ich muß dazu sagen, dass in Indien ein Barbierbesuch Pflicht ist. Bis jetzt haben sie immer gewußt wie sie meinem Bart und meinem Bartwuchs Herr werden. (ganz anders ist das zB. in Thailand: Da war ich nur einmal beim Barbier/Friseur und es war eine einzige Quälerei. Nicht nur, dass sie versucht haben mich im Liegen zu rasieren, was schon sehr schräg war, sie wußten einfach nicht wie es geht, weil die thailandischen Herrn nun mal nicht mit reichlichem Bartwuchs gesegnet sind. Ich bin dann reichlich zerschnitten dort wieder raus :) ) Und diese Kopf-Gesichts "Massage" ist immer anders. Aber meistens kann ich es genießen. :)

Autor:  Savethefreaks [ Mittwoch 8. November 2017, 08:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 3 Monate durch Nordindien ( 2016)

Endlich habe ich den Reisebericht bis hierher gelesen (ich habe mir das Schmankerl extra zur Seite gelegt, um es mit der nötigen Ruhe anschauen zu können, das dauert dann halt einfach ;) ) ... Was soll ich sagen?

:Sl: :Sl: :Sl: :Sl: :Sl: :Sl:

Ich liebe Deine Bilder, die einem nicht nur die unglaublich schöne und vielfältige Landschaft nahe bringen (so ein richtiges Bild von Indien hatte ich bisher gar nicht), sondern auch tolle Einblicke in das Leben der Menschen dort vermitteln.

Wunderbar, einzigartig, bezaubernd! DD DD DD DD

Dazu Dein Bericht, der einen wirklich eintauchen lässt - mit allen Eindrücken, die man auf dieser Reise gewinnt, auch die mit negativem Beigeschmack. Aber da ist nichts dabei, was Dir die Freude an der Tour vermiesen kann. Toll beschrieben, eine echte Traumtour!

Ich freu mich darauf, noch mehr davon zu lesen! Und wenn es komplett ist - dann les ich es einfach nochmal und schau mir auch alle Filme dazu an! :kno: :kno:

Autor:  Thatsmyway [ Freitag 10. November 2017, 20:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 3 Monate durch Nordindien ( 2016)

@Savethefreaks

Vielen lieben Dank für dein schönes Feedback und schön, dass du dir die Zeit nimmst "mitzulesen"

Liebe Grüße

Peter

Autor:  Noggi [ Samstag 11. November 2017, 10:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 3 Monate durch Nordindien ( 2016)

Nun Peter, Indien ist halt eben nicht nur Mumbai oder Bangalore, Du hast es wirklich geschaft mit Deinem Bericht
bei mir einen da will ich hin Reiz zu entfachen, nur die Bilder vom Essen konnte ich noch nicht alle verdauen. Alles
andere ist einfach nur genial :Sl: <daf> :Sab: Freu mich auf die Fortsetzung. :kno:

Autor:  maxmoto [ Samstag 11. November 2017, 10:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 3 Monate durch Nordindien ( 2016)

Wahrscheinlich nicht nachvollziehbar, aber so wenig ich Indien auf der ToDo-Liste habe, so spannend und authentisch finde ich Deinen begeisternden Bericht.

Autor:  Thatsmyway [ Sonntag 12. November 2017, 17:05 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 3 Monate durch Nordindien ( 2016)

24.07.2016 Alchi

Die Herfahrt war sehr stürmisch und die zwei Radfahrer die ich gesehen habe, taten mir aufgrund des massiven Gegenwinds echt leid. Teilweise hat es auch geregnet und es war zu kühl um nur mit einem Tshirt bekleidet Motorrad zu fahren.

Alchi ist eine nette Ortschaft. Der Tourismus konzentriert sich auf dem Eingangsbereich des berühmten Tempels. Eigentlich sind es vier Tempel und wie so meistens darf man innerhalb nicht fotografieren und es ist so finster, dass man kaum was sieht. Schade um die alten Wandmalereien die man so kaum sieht ( da sehen moderne Kameras auch ohne Blitz weit mehr, als das menschliche Auge.)
Das Guesthouse ist äußerst nett mit einem großen üppigen Gärten und sehr nett Gastgebern. Abends wird meistens laddakhi gekocht, was sehr fein ist, da man eigentlich nur ein oder zwei Gerichte in den Restaurants bekommt, welche der traditionellen laddakhischen Küche entspricht.

Als ich ankam bekam der Herr des Hause einen neuen Anstrich. Er meinte, ich solle mich zu ihm an den Tisch setzen. Seine Frau hat ihn die Haare gefärbt. Immer wieder haben sie sich gegenseitig geneckt und sie hat ihn an den Wangen gezogen. Beide hatten sichtlich ihren Spaß an diesem Ritual, welches sie wohl nicht zum ersten mal vollführten. Als die Frau damit fertig war, war sie an der Reihe und er färbte ihr die Haare. Hatte irgendwie was sehr Intimes und etwas sehr Schönes.

Gestern dann einen Tagesausflug in zwei Seitentäler gemacht um Kloster zu besuchen. Ich bin immer wieder fasziniert, wo die Mönche beschlossen haben, ein Kloster zu errichten. Das erste war das Rizong Kloster, dessen Anfahrtsstraße sich durch ein 7 Kilometer langes, enges Tal schlängelt. Ich muss ja zugeben, dass sich die Tempel meiner Meinung nach mit der Zeit schon sehr ähneln. (Ausnahmen wie der Tempel in Lahlung im Spiti Valley, der komplett mit Holzfiguren getäfelt ist, gibt es sehr selten) Aber die Lage der Klöster in Ladakh ist schon meist sehr spektakulär.

Das zweite Ziel, das Kloster, war schon schwerer zu erreichen, da eine Brücke zerstört war. Aber manche Dinge haben ja etwas gutes. Ich müsste ein gutes Stück zurück fahren, um anders über den Fluß zu kommen. Aber dafür hätte ich Markus nicht kennengelernt. Ein deutscher Motorradfahrer, der seit über drei Jahren in Delhi lebt und so überaus Interessantes zu berichten weiß. Außerdem hat er mich eingeladen, in seiner über 200 Quadratmeter großen Wohnung zu übernachten wenn ich möchte. Cool!

Auf dem Weg zum Kloster Manggyu nahm ich noch einen alten Ladakhi als Anhalter mit. Wenigstens wußte ich somit, dass ich auf dem richtigen Weg war, denn Hinweistafel gab es keine und nach laut meiner Karte existiert weder Ort, Kloster noch Straße. Das Tal war von Anfang an sehr grün und schmal und nach 15 Kilometern ging das Tal auf und auf einmal befand man sich auf eine üppige und grüne Großebene. Kleinen Bäche schlängelten sich durch den Ort und die Kinder spielten...... anscheinend mit meinem Motorrad, denn der Motor starb nach 500 Metern ab und der Benzinhahn war auf "Off" gedreht :)
Dadurch dass meistens keine Straßen durch den eigentlichen Ort und den Anbaugebieten führt ist es immer außergewöhnlich ruhig an diesen Orten und die Stille wird nur durch Wassergeplätscher, und dem Lachen von spielenden Kindern unterbrochen. Gelegentlich muht eine Kuh oder die Esel führen wieder mal laut ein Gespräch über das ganze Tal hinweg.

Kashmir macht mir langsam ein wenig Sorgen. Ich möchte ja über Kashmir zurück nach Delhi und habe mich schon darauf gefreut es ein wenig zu erkunden, weil es in der letzten Zeit verhältnismäßig ruhig war. Aber jetzt gibt es immer wieder Nachricht von Unruhen. Selbst von Verletzten und Toten ist die Rede. Gar nicht gut.

26.06.2016

Hemis Sputkachen

Was für ein herrlicher Tag. Die Sonne hat geschienen und Likir das erste Ziel des gestrigen Tages war wohl eines der freundlichsten Klöster die ich bis jetzt besuchen durfte. Einer ihrer Tempel hat eher wie ein Wohnzimmer gewirkt: Hell, gemütlich und mit Couch.
Die Straße führte weiter nach Yangthang und war einfach nur herrlich. Armes Motorrad. 500 Meter fahren und wieder ein Stop zum Fotografieren einlegen. Die Straße war asphaltiert und ausgesprochen gut. Die Landschaft karstig in gelben, roten und grünen Farbtönen. Kein Verkehr! Yangthang ist ein kleines 100 Seelendörfchen. Wie immer auch gleichzeitig eine grüne Oase. Für das Mittagessen bin ich hinein und bei Einem Homestay fündig geworden. Die ganze Familie, drei Generationen war anwesend und die Stimmung was ausgelassen freundlich.
In dem Örtchen gibt es auch einige Zeltlager für organisierte Trekkingtouren mit kleinen Zweimannzelten. Wenn man bedenkt was diese Leute dadurch versäumen. Kein Einblick in das Häusliche Leben, keine Hausmannskost, kein Kontakt zu den Dorfbewohnern.
Weiter ging es über einen 3770 Meter hohen Pass nach Hemis Sputkachen. Ein größerer Ort in dem das Korn kurz vor der Ernte steht und die Nachmittag das Tal in saftigem Grün getaucht hat. Wieder bei einer Familie übernachtet. Abends gab es laut Gastgeberin:" Eselsohren Pasta" mit (Steak!) Gemüse. Gemüse mit Reis, ( Oh ein Schnitzel!!) Gemüse Mit Teigwaren, (Ripperl anyone?)Gemüse mit Chapati. (Cordon Blue?') Tagein, tagaus. Aber mir macht das nicht aus. Ich brauch kein Fleisch! ( wo bekomme ich jetzt einen Schinken her?? Ich zahle alles!, oh das ist eine Kuh auf der Weide...... )
Gestern auch noch zwei Gläser Chang getrunken. War um einiges besser, als in Leh . Hat irgendwie leicht nach Zuckermelone geschmeckt.

Aber Gemüse und Getreide sind, das was die Menschen hier selber anbauen. Deswegen gibt es das auch jeden Tag. Selbst Reis müssen sie dazu kaufen.

Dateianhänge:
Dateikommentar: eines der zahlreichen Klöster am Weg
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Dateikommentar: Suppe mit "Eselsohren Pasta"
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Dateikommentar: Malerei im Kloster von Alchi
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Dateikommentar: auf dem Weg zum Rizong Kloster
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Dateikommentar: hoffentlich löst sich keine Steinlawine (auf dem Weg zum Rizong Kloster)
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Dateikommentar: rot
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Dateikommentar: in diesem Dorf liegt das Kloster Manggyu.
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Dateikommentar: Kloster Likir
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Dateikommentar: Kloster Likir
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