Mimoto's Reiseforum

Reiseberichte mit Routen, Foto und Film
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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 15. Oktober 2017, 13:21 
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Mimoto hat geschrieben:
Hi Peter,

die Bilder habe ich schon aufgesaugt, die Texte nur angekratzt aber den ersten Film hab ich fertig,
füge mal meinen YT Kommentar hier ein:

selber hat geschrieben:
Hi Peter, 
ja ein Wahnsinn, was für ein gewusel. 
Einfach mal die Kamera filmen und den Ton unverfälscht mitlaufen lassen. 
Das ist wirklich so als wäre man dort. 
Meine Frau würde zwar die Sauberkeit in Frage stellen aber ich finde das hat was dieses Dehli,
Menschen, Menschen, Menschen und jeder hat ne Hupe.... sagenhaft!
Viele Grüße
Michael /mimoto  


Jetzt bin ich neugierig und hab was für die nächsten Tage. :Sl: DD

Grüße


Dankeschön.

Freut mich sehr , dass es geklappt hat, etwas von der Atmosphäre von Delhi einzufangen. Und ja, ohne Hupe geht gar nichts. Das ist das erste was ich immer ausprobiere, wenn ich mich in diesen Ländern auf ein Moped setze ;)

Liebe Grüße
Peter

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 15. Oktober 2017, 13:38 
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maxmoto hat geschrieben:
Servus Peter,
als begeisteter Mitleser (der zugeben muss, dass das nichts für ihn wäre, was aber der Begeisterung keinen Abbruch tut) habe ich mir gerade Deinen letzten Fim reingezogen.
Ich gehe mal davon aus, dass man diese Straße fahren muss, wenn man von A nach B kommen will.
Und da fallen mir so Sätze (können durchaus von mir sein) über z.B. die gefürchtete Teth-Südroute oder die gefährlich einsame LGKS, die man beide nicht fahren muss, weil es wunderbare Umfahrungen gibt.
"Da Schlimme an der Teth-Südroute ist die Länge und Abgeschiedenheit."
"Das Kräftezehrende an der LGKS ist deren Länge und weil es auf über 70km keine Tankstelle und fast keine bewirtschafteten Rastplätze gibt".

Und Du fährst so eine Strecke, ganz allein, vollgepackt in einem wirklich fernen Land mit der Schwierigkeit angepasstem Tempo und weißt nicht, wo Du wann was zu Essen/Trinken bekommst und wo Du wie Übernachten wirst.

Mein Gott, was sind wir doch für verwöhnte Weicheier.

Vielen Dank für's Perspektivengeraderücken. DD


Hallihallo

dankeschön :)

Ich muss sagen, ich bin diesen Sommer die Teth-Südroute gefahren und habe sie schon auch sehr anspruchvoll empfunden.

Im Grunde genommen habe ich die Routen schon mithilfe von Reiseführer und Internet geplant. Dann gibt es ja noch den Austausch mit den anderen Reisenden. Und da immer mehr Mittelschichtinder auch diese Regionen bereisen, gibt es glücklichweise auch genug Infrastruktur wie Guesthouses und was zum Essen. Aber ich war froh, dass ich sicherheitshalber auch immer das Zelt mit hatte und was zum Beißen.

Durch Spiti Valley führt nur diese eine Straße.

Nach Laddakh führen zwei: Die Route die ich hinaufgefahren bin und eine durch Kashmir. Das ist aber ein Riesenumweg wenn man von Dehli nach Leh möchte. Die Straße ist zwar besser, und die Pässe sind nicht ganz so hoch, aber das hat auch die Folge, dass der ganze Schwerverkehr, welcher ganz Laddakh versorgt, über Kashmir geht. Ich bin dann diese Strecke zurückgefahren und werde darüber dann noch später berichten.

ich glaube es ist alles relativ. Ich bin in anderen Belangen ein Weichei. Ich fahre immer langsam und bin kein Kurvenflitzer. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wieviel Kilometer, andere Motorradfahrer an einem Tag schaffen. Da bin ich ganz schlecht. :)

Liebe Grüße

Peter

P.S.: was ist die LGKS?

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 15. Oktober 2017, 13:40 
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dikki hat geschrieben:
interessanter Bericht mit schöner Bildern, Danke.

Ich werde wohl mal mit meinem Chef sprechen müssen,
der ist für Indien zuständig und meckert nach seinen Dienstreisen immer über das Land.
Der Verkehr, das Benehmen, das Essen, der Durchfall..... :D


Ich glaube, dass es auch was ganz anderes ist, wenn man geschäftlich in Indien ist. Es ist schon so gewöhnungsbedürftig, aber wenn man dann auch noch dem Job im Hintergrund hat......

LIebe Grüße

Peter

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 15. Oktober 2017, 13:53 
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hoppalla hat geschrieben:
Nachdem wir Freitagabend im heimischen Wohnzimmer dank dir einen "indischen Abend" hatten, möchte ich das natürlich nicht unkommentiert lassen.

Zuerst waren die Texte dran, dann die Filme.
Ich habe das Gefühl, du bringst authentische und ungeschönte Bilder und Eindrücke mit.
Armut und Zufriedenheit. Schmutz, Lärm, Hektik. Lachende, glückliche Kinder. Ohne Widerspruch.
Hut ab vor deinem fahrerischen Können DD und deiner Gelassenheit die bürokratischen Hürden geduldig zu nehmen.
Die reparaturmethoden der indischen Schrauber - basst! ...ohne Hightech-Schnickschnack.
Die Mystik ist auf einem Geo-Foto natürlich eine andere als die in deinen authentischen Filmen.
Man muss sie wohl für sich entdecken und dieses Land mit seinen Eigenheiten lieben, so wie du - oder eben nicht.
Dann war's zumindest eine Erfahrung.

Mir wurde immer wieder nahegelegt, dieses Land nicht zu bereisen, ich bin wohl zu sensibel.
Es sei schwierig, sich vom Anblick des Elends abgrenzen können, von der aufdringlichen Nähe der Menschen - ganz zu schweigen vom Gestank.
Die die längere Zeit dort waren, würden es als Lebenserfahrung nicht missen wollen.

Frühjahr 2016 war ich bei diesem Vortrag
http://allesleinwand.at/project/indien- ... aradschas/
Interessant, aber geschönt und gelightroomed.
Auch er ist zeitweise mit dem Motorrad (Royal Enfield) durch Nordindien gereist.
Dieses Land scheint unendlich viele Facetten zu haben.

Ich finde, du bringst das richtig genial rüber :L

Danke!
Tanja und Herbert (Schippy)


Servus Tanja und Herbert

Wow, dass meine Berichte und Filme mal für andere ein Freitagabendprogramm werden könnten, hätte ich mir nie gedacht. Das freut mich wirklich sehr :)

Und vielen lieben Dank für euer Lob.

Mit "weichgespühlten" Reiseberichten tue ich mir immer ein wenig schwer. Wenn dann Leute aufgrund dessen hinfahren, sind Enttäuschungen meist vorprogrammiert.

Liebe Grüße

Peter

P.S.: Ich muss zugeben, ich war nicht wirklich immer gelassen, was die indische Bürokratie betrifft, aber im Nachhinein habe ich das meisten mit einem Schmunzeln sehen können.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 15. Oktober 2017, 17:27 
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Wohnort: 80993 München
P.S.: was ist die LGKS?

Abkürzung für LigurischGrenzKammStraße

http://alpenrouten.de/Ligurische-Grenzk ... ack57.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Ligurisch ... tra%C3%9Fe

viewtopic.php?f=36&t=2845&p=42408&hilit=lgks#p42408

Meine Meinung: Der Nordteil ist landschaftlich traumhaft schön.
Der Südteil eher fahrerisch anspruchsvoll.
Der Nordteil kostet Maut, deshalb auch gepflegter und ist nicht täglich befahrbar.

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maxmoto
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Ungelesener BeitragVerfasst: Sonntag 15. Oktober 2017, 19:31 
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maxmoto hat geschrieben:
P.S.: was ist die LGKS?

Abkürzung für LigurischGrenzKammStraße

http://alpenrouten.de/Ligurische-Grenzk ... ack57.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Ligurisch ... tra%C3%9Fe

viewtopic.php?f=36&t=2845&p=42408&hilit=lgks#p42408

Meine Meinung: Der Nordteil ist landschaftlich traumhaft schön.
Der Südteil eher fahrerisch anspruchsvoll.
Der Nordteil kostet Maut, deshalb auch gepflegter und ist nicht täglich befahrbar.


Danke für die Info. Sollte ich auch mal machen. Sieht schick aus.

Liebe Grüße

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Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 17. Oktober 2017, 10:12 
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04.07.2016: Leh

Ein Kamm kostet 20 Rupees. Eine Bürste 250 Rupees.

Die meiste Zeit gibt es keinen Strom in Leh. Das Internet hat noch überhaupt nicht funktioniert, seitdem ich hier bin.

Irgendwie krempeln sie derzeit die ganze Stadt um.

Der eigentliche Main Bazaar, also jener wo die Ladakhis einkaufen, verläuft parallel hinter dem offiziellen Mainbazaar. Das merkt man auch an den Geschäften. Auf der Fußgängerzone gibt es hauptsächlich Souvenirshops, Reisebüros, Outdoorshops und Lokale die ihr Angebot auf Touristen zugeschnitten hat. Auf der Parallelstraße gibts Geschäfte für den täglichen Bedarf und einfache Esslokale.

Stille ist ein kostbares Gut in Indien

Das einzige was meine Laune trübt ist das Ding mit der Taxivereinigung. Ich war noch nicht mal in einem Hotel in Leh, da wurde mein Motorrad schon von einem Typen fotografiert. Die Antwort auf die Frage warum er das getan hat, war: it's a game. Ich habe mich dann revanchiert und ihn fotografiert. Die nächsten Tage war er dann nicht mehr da.
Wenn ich das Nubra Valley auf meinem eigenen Motorrad machen möchte hilft wohl nur "davonschleichen" das heißt möglichst früh, ca. um 5 sich auf dem Weg machen. Dann ist vielleicht niemand oder nur eine Person da und dann sollte es auch mit meinem Kaufvertrag gehen. Mich nervt das alles. Die Unsicherheit ob das alles klappt, und wie werde ich reagieren wenn sie mich nicht durchlassen.

Die Seen habe ich schon gestrichen, aber ich möchte unbedingt für eine Woche in das Nubra Tal. Alles andere sollte eigentlich theoretisch gehen, ohne dass ich mit der Taxivereinigung anecke. Auf der Strecke vom Pass nach Leh bin ich auch niemanden von denen begegnet.

Angeblich gibt es zwei Chekpoints der Taxiinnung. Kurz nach Leh Richtung Nubra Valley
und einen auf dem Hauptverbindungstraße zum Bangong Co See.

Natürlich braucht man für das Nubra Tal und die Seen ein Permit. Natürlich kann man das wieder mal nur in der Gruppe bekommen. Natürlich muss man dazu wieder in eine Reisebüro, die imaginäre Gruppen zusammenstellen und dann klappt auch alles.

Heute auch den Königspalast angesehen... Und mich geärgert :25 Rs für Inder, Pakistani und Bangladeschi. 200 Rs für den Rest der Welt. Und das für einen leeren Palast der nur äußerlich renoviert wurde. Ich kann das nicht leiden und lass das den Ticketverkäufern auch spüren. Woher sollen sie denn sonst wissen, dass das westliche Touristen äußerst nervt nahezu das zehnfache zu bezahlen. Vorallem wenn neben einem Leute aus Indien stehen die gerade mit ihren Harleys die Straße hinaufgefahren sind und lächelnd 25 Rs zahlen, um die Ruine zu besuchen, fühle ich mir verarscht.

2 Damen sitzen an der elektronischen Kasse. 10 Meter weiter sitzen zwei Männer und notieren die 16 stellige Nummer die auf den Ticket stehen, in ein dickes Buch. . Arbeitsplatzbeschaffung.

Dann noch viermal je 30 Rs for diverse Tempel am Hügel bezahlt.

07.07.2016: Leh

2 Tage mal nichts tun. Abhängen und Gedanken sortieren. Mit der Liebsten zuhause chatten und Familie und Freunde wissen lassen, dass alles in Ordnung ist. Viel Musik hören und im Bett liegen. Durch die Stadt schlendern und immer wo einkehren. Wenn man länger unterwegs ist, kann man nicht jeden Tag Programm machen.

Einen Platz gefunden, wo sie frischen Jasminetee haben (also keine Sackerl) . Gemeinsam mit einem Yak Cheesetoast und Fried Eggs ergibt das ein prima Frühstück :)

Heute einen Tagesausflug gemacht. Das Motorrad ist verlässlich sofort angesprungen und es ist erstaunlich wie viele Kilometer man binnen kürzester Zeit zurück legen kann, wenn die Straße mal gut ist. Das erste Ziel war Takthok ein kleines Höhlenkloster in einem Seitental.
Zuvor wollten zwei Männer, in einem Dorf, von mir, dass ich wohl stehen bleibe. Sie haben wild mit den Händen gewachelt und stop geschrien. Aber sie hatten keine Uniformen an, es war keine Straßensperre wie sonst bei Polizei und Armee üblich, also habe ich höflich zurück gewunken und bin weiter gefahren. Es war auch sonst kein Grund ersichtlich, warum ich hätte stehen bleiben sollen. Keine Ahnung ob sie von der Taxivereinigung waren, oder Bullys, vor deinen ich gewarnt wurde, oder nur mit mir plaudern wollten ;)

Takthok ist ein Kloster dessen Räume sich teilweise Felsen befinden. Im Haupttempel kleben jede Menge Münzen und Geldscheine an der Höhlendecke, als Dank für den heilenden "Nektar" der von der Decke tropft. Leider darf man, so wie oft, nicht fotografieren.
Nächstes Ziel war Das Chemre Kloster, das klassischer für Laddakh gar nicht sein kann. Auf einem Felsen klebend, darunter ein kleines Dorf mit grünen und gelben Feldern. Ich bin zu Fuß hinauf, da ich die gut aspahltierte Straße gründliche übersehen habe.
Die buddhistischen Tempel hier in Ladakh sind her etwas anders, als ich es gewohnt bin. Schreckliche Fratzen, zieren zum Teil die Wände mit ihren Malereien und auch die Figuren sind alles andere als lieblich. Irgendwie fehlt dieser friedliche beruhigende Aspekt, den ich ich in Thailand und Myanmar so genossen habe. Die heiligen Räume sind zum Teil beunruhigend und laden jetzt nicht unbedingt zu verweilen ein. Sie sind auch keine sozialen Treffpunkte wie in den anderen Ländern.
Man findet zwar auch immer die lieblichen lächelnden Buddha, aber in Erinnerung bleiben die höllischen Fratzen.

Das letzte Kloster auf diesem Ausflug war Hemis, das reichste Kloster in Laddakh. Es hat ein großes Museum und ist bekannt für seine Maskentänze, welches jedes Jahr zwei Tage lang aufgeführt werden.
Am Eingang wurde ich gefragt, ob ich Inder bin. Meine Frage ob es den zwei verschiedene Eintrittsgelder gäbe, wurde bejaht. Ok, also bin ich Inder, war meine Antwort, und der Mönch an der Kassa hat mir die indische Eintrittskarte gegeben.

Ich wollte mir auf dem Rückweg noch ein Kloster und eine Palast Ruine ansehen, aber es war dann schon zu spät.

Alles in allem ein schöner kleiner Ausflug.

08.07.2016: Leh

Eigentlich habe ich gedacht, dass ich den ganzen Tag beim Mechaniker verbringen werde, aber alles war in einer Stunde erledigt: das Motorrad bekam ein kleines Service und Juma der sympathische Mechaniker hat wirklich nur das gemacht was notwendig war: der Vergaser wurde gereinigt und eingestellt. Die Zündkerzen überprüft und eine würde ausgetauscht. Der Luftfilter würde ebenfalls gereinigt. Da er kein Luftdruckgerät zur Verfügung stand hat er den Motor gestartet, ordentlich Gas geben und den Filter mit Hilfe des Auspuffaustoßes gereinigt. Übrigens kommt bei ordentlichem Gastgeben eine kleine Stichflamme aus dem Auspuff. Cool! :). Mein Tachometer funktioniert auch wieder und endlich habe ich auch wieder eine Batterieabdeckung
Irgendwann sind drei merkwürdige Typen ausgetauscht um mit Juma zu reden. Einer von ihnen hat sich zu ihm am Ende des Motorrads hingehockt. Keine Ahnung was da besprochen wurde, aber Juma hat den einen Typen gründlich erschreckt in dem er ordentlich am Gashahn gedreht hat. Er ist aufgesprungen und mit den anderen Zweien abgehauen.

Dann habe ich überlegt was ich mit dem angefangenen Tag noch anfangen soll. Ich habe mich für Alchi entschieden, eines der bedeutendsten Klöster in Laddakh, gut 45 Kilometer von Leh entfernt.
Nur ich kam nie dort an. Auf dem Weg kam ich an jenen Ort vorbei an den sich die Flüsse Indus und Zanskar treffen. Der Zanskar Fluß kommt aus einem Tal und das sah so einladend aus, dass ich beschloß dem Fluß durch das Tal bis zum Örtchen Chilling zu folgen. Es war wunderbar. Meistens eine gut aspahltierte Straße, der wilde weiße Fluß, roter und grüner Felsen. Es war unglaublich. Immer wieder bin ich kopfschüttelnd mit der Kamera in der Hand stehen geblieben und bin einfach, aufgrund des beeindruckenden Naturschauspiels, dagestanden und habe gestaunt. Wow!

In Laddakh kleben sie nicht nur Klöster an die Felsen ; sie tun dasselbe mit den Straßen. Manchmal hat man das Gefühl, man muss nur ein kleines Steinchen aus den losen Steinhaufen lösen, die sich zwischen Straße und Felsen befindet , damit alles einstürzt und anscheinend ist es auch nicht dermaßen weit von der Realität entfernt: Permanent rieselt Sand und Stein aus den Ritzen und immer wieder entstehen Steinschläge, die dann die ganze Straße blockieren. Dann rücken Sie wieder an, die zahlreichen Arbeiter die permanent an der Straße arbeiten, um die blockierte Straße wieder frei zu bekommen. Und es gibt keinen Statiker, der überprüft ob das Gelände jetzt stabil ist. Je länger ich auf diesen Straßen unterwegs bin, desto größer wächst mein Respekt gegenüber diesen Frauen und Männern, da wortwörtlich für einen Hungerlohn tagtäglich ihr Leben dafür riskieren, dass die Wege offen bleiben.
Am Rückweg ist auch dann tatsächlich passiert: Ein Steinschlag hat die Straße blockiert. Glücklicherweise war es möglich mit dem Motorrad einen Weg durch die Geröllhaufen zu finden.

Letztendlich war es aber zu spät weiter nach Alchi zu fahren. Um 18:00 war ich wieder in Leh, den Kopf voll mit verrückten Gesteinsformationen in allen Farben.

Ein Bierchen mit den zwei Radfahrerinnen Jules und Mages, die ich seit dem Spiti Valley immer wieder begegne waren ein würdiger Abschluss für diesen Tag. Ich bewundere diese Frauen, die diese Strecke, die ich mit dem Motorrad zurücklege, mit dem Fahrrad befahren.

09.07.2016: Leh

Heute war "Beauty Tag": Ich bin in den kleinen Gassen zu einen Barbier gegangen, der das wirklich noch "old school" macht: zuerst 10 Minuten die Frisur hergerichtet, dann zwanzig Minuten den Bart gestutzt. Anschließend 3 Minuten den Rasierschaum einmassiert. Dann gute zehn Minuten in meinem Gesicht herumgeritzt. Zuguterletzt noch Aftershave und Puder 5 Minuten eingerieben. Der endgultige Abschluß war dann die Kopfmassage. Das alles um 70 Rs. Und ich schau jetzt echt gut und gepflegt aus ;)


Davor bin ich noch dem monotonen Singsang über Lautsprecher zum Haupttempel in Leh gefolgt. Aug dem Platz waren über Hundert Menschen versammelt. Meinst ältere und schön rausgeputzt. Warum genau weiß nicht nicht, aber ein wenig später kamen dann drei Lamas in ihrem traditionellen Gewand und ihren auffälligen Hüten.

In den nächsten Tagen möchte ich weiter ins Nubra Valley.


Dateianhänge:
Dateikommentar: Chemre Kloster
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Dateikommentar: Chemre Kloster
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XTCF1468.jpg [ 454.27 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Chemre Kloster
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2016_0707_10172600-01.jpg [ 353.12 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Chemre Kloster
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XTCF1411.jpg [ 519.44 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Kloster Hemis
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DSCF9883.jpg [ 276.03 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Thiksey Kloster
DSCF9931.jpg
DSCF9931.jpg [ 403.1 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Beim Mechaniker
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XTCF1522.jpg [ 335.75 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Beim Mechaniker
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XTCF1524.jpg [ 193.82 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Eingang zum Seitental nach Chilling
XTCF1546.jpg
XTCF1546.jpg [ 298.68 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: so schöner Asphalt :)
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XTCF1572.jpg [ 340.2 KiB | 163-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Tal Richtung Chilling
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Dateikommentar: die Roten Felsen im kleinen Seitental
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Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 17. Oktober 2017, 10:15 
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Noch ein paar Fotos vom schönem Seitental:


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Dateikommentar: Ab und zu gibt es in der kargen Steinlandschaft grüne Oasen.
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XTCF1607.jpg [ 332.49 KiB | 161-mal betrachtet ]
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XTCF1635.jpg [ 324.62 KiB | 161-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Eine Steinlawine. Beim Hinweg war sie noch nicht da.
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XTCF1664.jpg [ 368.17 KiB | 161-mal betrachtet ]
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