Mimoto's Reiseforum

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 30. September 2019, 19:01 
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2019 Sommertour – Ostseerunde oder die Reise zum Weihnachtsmann
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Nach 23 Tagen und 5877 km waren wir am 02.08.2019 wieder zu Hause. Nach diversen Überlegungen waren wir auf die Idee gekommen, mal um die Ostsee zu fahren. Rumänien oder endlich doch in die Pyrenäen waren noch im Finale, haben es aber dann doch nur auf das Treppchen geschafft.
Zuerst war Schweden/Finnland auf dem Plan, dann kam noch das Baltikum dazu. Das Baltikum hauptsächlich wegen der Städte Riga und Tallinn, die wir uns mal anschauen wollten. Mit der Fähre sollte es von Kiel nach Litauen gehen, um dann - nach dem Besuch von Riga und Tallin - Finnland Richtung Norden (mit Besuch des echten Weihnachtsmanns) und Schweden Richtung Süden zu bereisen.
Daraus habe ich dann eine Tour gebastelt, die auch von den Tagesetappen gut zu bewältigen sein sollte. Im Nachhinhein kann man sagen, dass ich bei der Länge der Tagesetappen vielleicht etwas zu vorsichtig war, da man gerade im Norden mangels großer Verkehrsdichte gut vorankommt. Aber lieber etwas Puffer, als Zeitdruck. Unterkünfte wurden über booking.com vorreserviert.
Entgegen dem Uhrzeigersinn zu fahren hatte eigentlich nur den Hintergrund, dass die Fähre nach Litauen für einen guten Preis rechtzeitig gebucht werden konnte. Der Starttermin war fix und man kann auf der Rückreise ggf. flexibel reagieren, falls irgendetwas dazwischenkommt, da man von Schweden mehrere Möglichkeiten hat wieder nach Deutschland zu gelangen.
Außer Riga, Tallinn und dem Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi hatten wir uns keine besonderen Dinge rausgesucht, die wir uns unbedingt anschauen wollten. Im Grunde genommen ein Road Trip, um sich einfach mal die Städte/Länder anzusehen. Sightseeing in Motorradklamotten ist auch nicht unbedingt unser Ding.
Mit dem Wetter hatten wir großes Glück. Wir hatten vom 10. – 29.07. praktisch keinen Regen und täglich Temperaturen von 25 + x. Bei den Temperaturen kann man bzgl. motorradfahren geteilter Meinung sein, ob das nicht schon zu warm ist. Es ist aber auf jeden Fall besser als Regen und/oder Kalt. Der Nachteil ist, dass bei den Temperaturen die Motorradkombi irgendwann so riecht, dass die Rentiere denken man gehört zur Herde ;) . Muss wohl mal in die Waschmaschine.

Hier mal eine grobe Übersicht der gesamten Tour (ohne Deutschland)
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10.07.2019 – 12.07.2019
Strecke : zu Hause – Kiel (Fähre)
Km : 642


Die Fähre ging am 12.07. abends, sodass wir uns für die Anreise nach Kiel Zeit gelassen haben und über Nebenstraßen Richtung Kiel gefahren sind, wo wir dann vor Abfahrt noch meine Paten besucht haben.
Der Check-In für die Fähre nach Klaipeda ist etwas anders organisiert, als man das so kennt. Man parkt vor dem Terminal von DFDS und muss drin erstmal eine Nummer ziehen. Der Check-In findet im Terminal statt. Irgendwann öffnen sich die Tore und man wird durch den Hafen zum Schiff geleitet. Ist aber relativ unkompliziert. Im Terminal ist auch noch eine Pizzeria von Domino. Hier kann man nochmal was Essen, falls man auf der Fähre auf das Restaurant verzichten möchte.

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Die Fähre wird wohl hauptsächlich von LKW genutzt. Motorradreisende sind da eher Beiladung. So wurden wir zwischen Sattelauflieger geschoben, wo halt Platz war. Das Personal möchte gerne selber verzurren, nur hatten die zwei überhaupt keine Ahnung, wie und wo sie denn das Motorrad am besten festmachen. Der Lademeister kam noch dazu, aber so richtig getraut haben wir der Sache nicht, so dass ich selbst nochmal Hand angelegt habe und auch nochmal zwei eigene Gurte „verarbeitet“ habe, da die vom Schiff auch schon bessere Tage hatten. Evtl. bin ich da auch etwas übervorsichtig. Die Fähre nach Schottland (gleiche Gesellschaft) war da deutlich besser ausgestattet. Wobei da auch sicherlich der Anteil der Motorräder größer ist. Beachten muss man, dass man die Bordkarten für die Kabinen auf der Fähre nochmal an der Rezeption extra freischalten lassen muss. Kannte ich so auch noch nicht, weswegen wir erstmal vor der Kabine standen und nicht reinkamen. Problem war aber schnell gelöst.


13.07.2019
Strecke : Ins Hotel
Unterkunft : Pirkliu Namai
KM : 7/649


Den Tag verbrachten wir auf der Fähre. Was sollte man auch sonst machen? Über Bord springen ist ja auch keine Lösung. Ankunft in Klaipeda war gegen 17:30 Uhr. Das Abladen ging zügig, sodass wir zeitig in unserer Unterkunft waren.

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Eine gute Unterkunft mit geräumigem Zimmer, gutem Frühstück und abgeschlossenem Parkplatz hinter dem Haus. Beim Frühstück muss man natürlich immer etwas relativieren und beachten wo man sich gerade befindet. Das deutsche Bäckerhandwerk ist in der Ecke Baltikum/Skandinavien nicht so ausgeprägt. Es gibt viel Toastbrot, was für uns aber ok war. Wer morgens auf backfrische Brötchen besteht, wird die Frühstücksqualität dann vielleicht etwas anders beurteilen.
Nach kurzem Klamottenwechsel, sind wir dann zu Fuß in die Stadt (5 min von der Unterkunft), um was zum Essen aufzutreiben und uns Klaipeda zumindest ansatzweise anzuschauen. Da heute Samstag, ein Musikfestival, gerade Abendessenzeit und auch noch gutes Wetter war, war entsprechend viel los und alle von TripAdvisor empfohlenen und für uns interessanten Kneipen/Restaurants leider voll. Aber so sind wir bei der Suche mal eine schöne Runde durch den Ortskern von Klaipeda gelaufen. Zum Schluss sind wir dann doch noch in einer Pizzeria gelandet.


14.07.2019
Strecke : Klaipeda - Riga
Unterkunft : Two Wheels Hostel
KM : 298/947


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Nach dem Frühstück haben wir dann unsere sieben Sachen gepackt und uns auf die Reise nach Riga begeben. Anstatt den großen Straßen zu folgen, haben wir versucht kleinere Straßen zu nehmen. Diese sind auch von der Verkehrsdichte etwas entspannter zu fahren.

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Mit dem Grenzschild nach Lettland, war dann die Teerdecke weg. Das hat man nun davon, wenn man sich die kleinen Straßen aussucht ;).

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Es ging ca. 35 km über Schotterpiste. Da war man dann doch froh, am neuen Motorrad die Motorschutzplatte montiert zu haben. Den Gedanken hatten wir dann auch noch einige Male im Laufe der weiteren Reise. In den Pausen immer mal Handycheck und immer
und überall gutes Netz. Auch in abgelegenen Ecken. Zumindest auf unserer Strecke. Wieso geht das dort und nicht bei uns?

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In Riga angekommen sind wir gleich in unsere Unterkunft, das Two Wheels. Eine Unterkunft die sich als Unterkunft für Motorradreisende versteht. Die Motorräder kann man hinter dem Hostel parken und der Parkplatz ist durch ein Tor verschlossen.

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Es gibt einen Wäscheservice, welchen wir auch genutzt haben. Irgendwas haben die auch mit dem Trans European Trail (TET) zu tun. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Besitzer der „Linesman“ für Lettland. Habe das aber nicht weiterverfolgt.

Nach dem Einchecken, dann erstmal eine erste Erkundungsrunde gedreht. Einfach mal „um den Block“, da morgen ja sowieso Sightseeing auf dem Programm stehen würde.

Abendessen gab es in der Unterkunft nicht, obwohl es eine Karte gab. Vielleicht war der Koch krank, keine Ahnung. Deshalb in der Nähe (zu Fuß 5 min) der Unterkunft bei Street Burger (über google zu finden) was gegessen. In der Nähe ist auch ein Supermarkt.


15.07.2019
Strecke : Sightseeing in Riga
Unterkunft : Two Wheels Hostel
KM : 0/947


Heute mal die Motorradklamotten an den Nagel gehängt und im Sommerdress Richtung Stadt gelaufen. Man kann direkt vom Two Wheels auch mit dem Bus fahren. Zu Fuß braucht man ca. eine halbe Stunde ohne zu hetzen, also verkraftbar.
Einen Plan hatten wir uns nicht gemacht und sind einfach mal kreuz und quer durch die Alstadt gelaufen incl. Fahrt mit der Touristenbimmelbahn. Es war schon einiges los hier, aber eine sehenswerte Stadt durch die sich schön bummeln lässt.
Zum Abschluss dann noch eine Schifffahrt auf der Düna, womit wir unser Soll vermutlich erfüllt hatten.

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16.07.2019
Strecke : Riga - Tallinn
Unterkunft : Poska Villa
KM : 335/1282


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Wir sind schon um halb sieben los, da wir im Westen von Riga waren und durch die Stadt Richtung Osten mussten. Eine gute Entscheidung, denn so sind wir vorm beginnenden Touristen-/Berufsverkehr ganz gut durchgekommen.
Unterkunft nahmen wir diesmal in der Poskavilla, einem Holzhaus direkt an einen Park angrenzend und in Nähe des Fährhafens, da wir ja am 18. morgens nach Helsinki wollten. Auch hier kann man das Motorrad hinter dem Gartenzaun direkt neben dem Eingang vom B&B abstellen.

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Wie auch in Riga habe wir nach Ankunft eine erste Erkundungstour zur Orientierung unternommen. Außerdem brauchten wir einen neuen Fön, da der alte abgeraucht war. Besser der, als das Motorrad. Ein Supermarkt ist 200 Meter entfernt.


17.07.2019
Strecke : Sightseeing in Tallinn
Unterkunft : Poska Villa
KM : 0


Sightseeing in Tallinn. Eine wirklich schöne mittelalterliche Stadt, die aber sehr touristisch ist. Alleine ist man hier an keiner Ecke. Es finden geführte Touren statt, die man buchen kann, aber es gibt auch Führungen, denen man sich einfach anschließt und zum Schluss geht der Hut rum. Einer solchen Führung haben wir uns angeschlossen. Diese fand auf Englisch statt, war aber gut verständlich mit meinem Schulenglisch.

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Er hat das gut gemacht auch mit Einbindung einiger Teilnehmer. Kann man empfehlen. Er steht mit seinem Banner auf dem Platz gegenüber der Touristeninformation. Zeiten der einzelnen Führungen sind mir nicht bekannt, aber bei uns ging das gegen halb zwölf los.

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Wir sind dann auch noch auf eigene Faust durch die Stadt. Zu empfehlen wäre noch die Eisdiele „Gelato Ladies“. Das Eis war echt top. Im „III Draakon“ unter dem Rathaus haben wir noch was gegessen. Eine mittelalterliche Schenke im Gewölbe. Da gabs auch nur Elchsuppe aus dem Napf ohne Löffel oder Licht. Na gut, eine Kerze versuchte ihr bestes. War ganz lustig. Hier gelten aber auch eiserne Regeln. Erst Essen fassen, dann Platz suchen. Wer sich hinsetzt und irgendwelche Plätze reserviert fliegt, wie unsere Tischnachbarn, schon mal raus. So war das halt im Mittelalter, da kannten die das System mit den Handtüchern noch nicht ;) .

Abends haben wir dann noch einen Gang durch den Park bei der Unterkunft gemacht und sind beim Mexikaner „Cantina Carramba“ eingekehrt, der direkt am Park sein Restaurant hat. Essen war gut und zu vernünftigen Preisen.


18.07.2019
Strecke : Tallinn - Jamsä
Unterkunft : Matara B&B
KM : 248/1530


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Am Morgen nach einem kurzen Frühstück sind wir Richtung Fährhafen um auf die Fähre nach Helsinki einzuchecken. Die Fahrt dauert ca. 2 ½ Stunden.

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Angekommen sind wir dann schnellstmöglich aus Helsinki raus. Genug Städtetrip für einen Urlaub. Bis Lahti erstmal die Schnellstraße genommen und von da auf die kleinere Kategorie gewechselt. Hier machte sich dann auch gleich die entspannte Fahrweise der Skandinavier bemerkbar. Kein Drängeln, Schieben, Lichthupe…ach wie schön. Ich mag das Fahren da oben.
Die Unterkunft liegt etwas außerhalb und die Motorräder konnten wir nicht einsehbar hinter dem Haus abstellen. Im weiteren Verlauf der Reise, habe ich mir da aber auch keine wirklichen Gedanken mehr gemacht. Bei keiner der folgenden Unterkünfte hatte ich das Gefühl das Motorrad würde da irgendwie unsicher stehen. Bzgl. Essen hatten wir uns schon vorher im Supermarkt eingedeckt, da es kein Abendessen gab und haben dann „Picknick“ am See hinter der Unterkunft gemacht. Das war dann im Verlauf der weiteren Reise auch noch öfter der Fall.
Gibt schlechtere Plätze um das Abendessen einzunehmen.

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19.07.2019
Strecke : Jamsä - Korkatti
Unterkunft : Villa Korkatti
KM : 332/1862


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Gefrühstückt und dann abseits der großen Hauptstraßen weiter Richtung Norden. Am Anfang noch leicht kurvig und wellig, verliefen die Straßen dann zunehmend eher geradeaus. Was aber auch nicht Schlimm war, denn wir mögen das Fahren an sich und genossen dabei die leeren Straßen mit 80-90 entlang zu „cruisen“.

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Zwischendrin immer mal gestoppt und dann auch mal auf einen Kaffee an einem Supermarkt angehalten, der sich als LebensmittelBauDrogerieKFZ-Teile-Markt mit Café - welches als eine Art Dorftreffpunkt fungierte - entpuppte. Praktisch der „Ike Godsey“ von Finnland. Aber so Läden braucht es dann dort oben wohl auch, wenn man die Strecken in die großen Städte bedenkt. Die Verpackungsgrößen werden dann auch, je nördlicher man kommt, immer größer. Hier kauft man aufgrund der Entfernungen halt auch nicht täglich ein. Der Besitzer präsentierte mir dann voller Stolz ein Trikot von einem Freiburger Eishockeyclub (Name nicht gemerkt). Wenn ich ihn richtig verstanden habe, hat wohl mal ein Dorfbewohner dort gespielt. Viele Deutsche kommen hier wohl nicht vorbei, so begeistert wie er mir das erzählt hat. Wir haben ab Helsinki, bis wir wieder Richtung Mittel-/Südschweden kamen, weder ein deutsches Autokennzeichen gesehen, noch einen Deutschen getroffen. Im Grunde sogar nur skandinavische Nummerschilder, vereinzelt Baltikum. Noch nicht mal Holländer. Auch mal ganz schön.
Die Villa Korkatti wird von einem jungen Paar betrieben, welches seine kompletten Ersparnisse zusammengeworfen hat, um das B&B zu eröffnen. Nebenher werden auch Aktivitäten wie z. B. Axtwerfen angeboten. Das erwähne ich hier mal, weil derjenige der den Haushund überfährt, wissen sollte, dass der Besitzer gut im Axtwerfen ist. Steht jedenfalls so in der Zimmermappe. Also drauf achten, falls mal jemand da hin möchte ;) .


20.07.2019
Strecke : Korkatti - Ranua
Unterkunft : Ranua Guesthouse
KM : 323/2185


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Es ließ sich nach dem Frühstück ganz gut an. Weiter auf Nebenstraßen.

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Den Navi hatte ich so eingestellt, dass er unbefestigte Straßen ausklammert. Nun gut, wir abgebogen und auf einer Piste gelandet, die aber gut ausgebaut war. Erst mal nix dabei gedacht. Es ging in ein Naturreservat. Wir folgten doch einige Zeit der Piste bis Schotter losging. In der Hoffnung, dass das nicht so lange geht mal weitergefahren. Ist ja ein Naturreservat, wo auch Touristen langfahren wollen/sollen/dürfen. Nach einiger Zeit tat sich da aber nix. Es wurde ständig grober.

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Rumdrehen hätte einen sehr großen Umweg zur nächsten Unterkunft bedeutet und wir hätten ja auch durch den Schotter wieder zurückfahren müssen. Also weiter durchgebissen. Irgendwann muss man da ja mal durch sein. Auf den Geraden ging es in den Fahrspuren einigermaßen, aber bei Kurven oder Abbiegungen, stand man dann fast „Knöchelhoch“ im Schotter. Die Bilder geben das nicht wirklich wieder, da gerade auch auf den kniffligen Ecken eher „Gas und durch“ angesagt war, als anhalten und Bilder machen. Das braucht kein Mensch, schon gar nicht mit neuem Moped, welches eher für Asphalt ausgelegt ist. Irgendwann nach einer Ewigkeit waren wir dann durch. Km? Keine Ahnung 35?. Wir hatten die Faxen dicke für den Tag. Warum das Navi da lang geroutet hat, habe ich bis heute noch nicht rausgekriegt. Vermutlich haben Garmin und ich da verschiedene Ansichten über den Begriff „(un)befestigte Straße“ :Kn: .
Als wir dann angehalten haben um mal… zu schauen ob noch alles dran ist, die Steine aus dem Straßenreifen zu poppeln und die Kette mal vom Staub zu befreien, taucht vom angrenzenden Einsiedlerhof ein älterer Mann auf, der die Laune schlagartig wieder verbesserte. Er erzählte uns irgendwas auf Finnisch und war auch bestens gelaunt. Er zeigte auch dauernd in die Richtung aus der wir kamen. Vermutlich hat er uns gesagt, dass wir nicht ganz dicht sind, diese Strecke mit dem Motorrad zu fahren ;) . Wenn, hatte er damit wohl recht. Als ich dann zu verstehen gab, dass ich ihn nicht verstehe, drehte er erst richtig auf. Wir haben dann halt genickt, gelacht und davon erzählt was wir erlebt haben. Wir haben uns dabei bestens verstanden, ohne das bis heute der eine vom anderen weiß was er eigentlich erzählt hat. Foto mit dem netten Mann wäre schön gewesen, aber irgendwie nicht dran gedacht. In Deutschland wäre man vermutlich erstmal bzgl. der Befahrung von Waldwegen belehrt worden.
Danach sind wir dann direkte Strecke weiter ins Ranua Guesthouse. Kann man machen, muss man aber nicht unbedingt hin. Einfaches, sauberes Zimmer mit Frühstück gab es für einen vernünftigen Preis. War auch der Hauptgrund für die Buchung. Liegt, wer hätte es gedacht, auch an einem See.

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21.07.2019
Strecke : Ranua – Polarkreis – Weihnachtsmanndorf – Polarkreis - Avasaksa
Unterkunft : Aurinkomajat
KM : 302/2487


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Heute war der große Tag. 48 Jahre hat es gedauert, bis ich endlich den echten Weihnachtsmann treffen darf :Sl: . Rovaniemi ist ca. 80 km von Ranua entfernt, sodass wir zeitig da waren.
Kurz bevor wir da waren, eine kurze tierische Begegnung. Waren dem Weihnachtsmann wohl durchgegangen. In den nächsten Tagen sollten uns dann Rudolph und seine Kollegen noch öfter auf der Straße begegnen.

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Um zehn Uhr morgens zeigte das Thermometer am Polarkreis 22 Grad.

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Erstmal das obligatorische Polarkreisfoto erledigt und dann durch einen von mehreren Souvenierläden gestolpert. Ein T-Shirt muss schon sein.

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Im Anschluss in die Hütte, wo man zum Weihnachtsmann geleitet wird, der praktisch nur auf uns gewartet hat. Rechts und links Platz nehmen und dann die Überraschung. Der kann astrein Deutsch. Nach einem kurzen SmallTalk „woher/wohin?“ noch ein Foto und wieder raus. Am Ausgang bot man uns die digitalen Werke incl. Film an. Einen Zehner wäre mir der Spaß ja Wert gewesen, aber 30 Euro für den Link oder 40 Euro für den Fotoausdruck, fanden wir dann doch etwas heftig. Mit Kurzfilm dabei, wären es dann 60 Euro gewesen. Aber die Zeit war schon etwas fortgeschritten und die ersten Japanerbusse waren da. Die haben dann auch fleißig Bilder gekauft, so brauchte ich kein schlechtes Gewissen zu haben, dass ich den Weihnachtsmann in den Ruin treibe und er vielleicht kein Futter mehr für die Rentiere kaufen kann. Deswegen gibt es auch kein Fotodokument über den denkwürdigen Augenblick.
Als Finne muss man da wohl mal gewesen sein, denn Lordi und Nightwish waren auch schon da.

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Wieder draußen kamen mir dann auch leichte Zweifel, ob das jetzt der echte Weihnachtsmann war, denn scheinbar wird beim Bilder machen auch Outsourcing betrieben. Neben dem Haus vom Weihnachtsmann haben wir dann noch eins gesehen, wo der angeblich auch noch wohnt und man ihn besuchen kann. Vermutlich schafft ein Weihnachtsmann alleine nicht mehr die Touristenströme, die mittlerweile begonnen hatten zu fließen. Wir planten schnell den weiteren Tag und machten die Schlitten startklar.

Wir fuhren noch etwas nördlicher und bogen dann ca. 40 km weiter nach links Richtung Schweden ab, wo wir dann nochmal den Polarkreis Richtung Süden überquerten. Von der schwedischen Grenze wären es noch ca. 660 km bis zum Nordkap gewesen. Praktisch um die Ecke, aber uns zieht da irgendwie nix hin.

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Diese großen Nord-/Süd-Verbindungen waren dann eigentlich auch die einzigen Straßen wo man mal wirklich Motorradreisende gesehen hat. Auf den Nebenstraßen auf den wir unterwegs waren sind uns diese eher selten begegnet. Meistens einheimische Motorradfahrer. Schweden und Finnland werden dann wohl doch eher als reines Transitland gesehen, um ein Foto mit dem Globus zu machen. Unserer Meinung nach ein Fehler, aber jeder wie er mag.
Noch schnell was für den Abend eingekauft und zur Unterkunft, die dann wieder auf der finnischen Seite lag.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 30. September 2019, 19:01 
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22.07.2019
Strecke : Avasaksa - Fällfors
Unterkunft : Fällfors Camping
KM : 370/2857


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Nach einem selbstgemachten Kaffee ging es los. Nach ca. 7 km hatten wir schon eine Stunde rausgefahren :Ju: . Mit Übertritt nach Schweden kamen wir wieder in unsere Zeitzone. Da gestern ungeplant auch schon wieder Piste, hatten wir heute keine Lust darauf und sind einen etwas längeren Weg gefahren. Den Rest der Reise haben wir dann auch komplett auf Pisten verzichtet und haben diese ggf. umfahren. Man muss es mit dem neuen Gefährt ja auch nicht übertreiben.
Das Schöne an solchen geradeaus Strecken im Norden ist ja, man kommt mal dazu über Dinge nachzudenken, an die man sonst im Alltag gar nicht so denkt… war Lee Harvey Oswald wirklich alleine, was ist in Area51 wirklich, wo ist das Bernsteinzimmer und wo verdammt bleiben eigentlich die Elche? Ich bin dabei zu Erkenntnis gekommen, dass ich für die ersten drei Fragen keine wirkliche Lösung habe, aber ich vermute, dass der extrovertierte, touristisch veranlagte Elch mit Tendenz zur Rampensau und Hang zum gerne fotografiert werden an den großen „E“-Straßen rumsteht, da sich dort ja auch die Masse der Reisenden tummelt. Na ja, vielleicht haben wir doch noch Glück und wenn, bitte neben und nicht auf der Straße.

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Am Campingplatz angekommen, dann unsere Hütte für die nächsten zwei Nächte bezogen und mal Wäsche mit der Maschine des Campingplatzes gewaschen.

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Als ich dann an der Rezeption zwei kalte Bier holen wollte, wurde ich mit den Eigenarten des Alkoholverkaufs in Schweden konfrontiert. Alles halb so wild. Man muss es nur wissen. Supermärkte verkaufen nur Leichtbier mit 2,5-3,5 %. Stärkeres Bier wird in extra Läden mit Lizenz verkauft, den sogenannten „Systembolaget“ die ein Monopol darauf haben. Das führte dazu, dass ich zwar an der Rezeption ein Bier hätte trinken können, es aber nicht kaufen konnte, um es dann die 30 Meter mit zur Hütte zu nehmen. Wenn er das machen würde, wäre er ja dann Händler und nicht Wirt oder so ähnlich. Das wird wohl auch ziemlich streng gehandhabt. Hat er jedenfalls erzählt. Auf jeden Fall gab´s nur was im Café der Rezeption. Sind wir halt ins Café. Grundsätzlich haben wir uns aber in Schweden im Supermarkt für abends immer ein paar Leichtbier mitgenommen. Das Leichtbier ist preislich auch deutlich unter dem normalen angesiedelt.


23.07.2019
Strecke : Rumfahren Richtung Ostsee
Unterkunft : Fällfors Camping
KM : 193/3050


Heute war ja eigentlich ein Ruhetag mit Wäschewaschen usw. geplant. Da wir aber die Wäsche schon gestern erledigen konnten, sind wir dann halt doch mal 200 km im Kreis grobe Richtung Ostsee gefahren. Da war, wie man erwarten konnte, großes Urlauberaufkommen, sodass wir uns nicht so lange an einem bestimmten Ort aufgehalten haben.


24.07.2019
Strecke : Fällfors - Gafsele
Unterkunft : Lappland Hostel
KM : 314/3364


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Nach dem „Ruhetag“ ging es weiter Richtung Süden. Ziel war heute das Gafsele Lappland Hostel. Hierbei handelt es sich um eine alte Schule (zu aktiven Zeiten die älteste Schule Lapplands), die nach Schließung zu einem Hostel umgebaut wurde. Das Hostel liegt schön an einem See mit einem Grillplatz, der aber auch mal gepflegt werden müsste. Nichtsdesto trotz haben wir da noch ein schönes Picknick-Abendessen gemacht.

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Die Unterkunft erscheint wirklich nur für die Durchreise geeignet. Die Zimmer haben mit den Stockbetten schon etwas Zellencharakter, aber es ist ja auch nicht als 5-Sterne Palast ausgewiesen.
Dafür ein guter Preis und nette Betreiber. Aufgrund der Hitze wurde uns dann sogar noch Wasser und kaltes Bier spendiert und ans Zimmer gebracht. Dafür Daumen hoch DD !


25.07.2019
Strecke : Gafsele – Brunflo
Unterkunft : Sörbygarden B&B
KM : 318/3682


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Die Bilder werden langsam weniger, aber das merke ich bei mir bei jedem Urlaub. Irgendwann lässt das Bedürfnis auf den Auslöser zu drücken etwas nach. Nichts desto trotz schöne Tagestour nach Brunflo bei Östersund. Das B&B ist auch interessant. Das obere Stockwerk wird von einer großen Gemeinschaftsküche dominiert und rundherum gehen die Türen zu den Zimmern ab. Hat was von WG, aber schön gemacht. Aufgrund der Hitze haben wir zwischendurch mal einen Stop eingelegt, um die Füsse mal ins Wasser zu halten.

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26.07.2019
Strecke : Brunflo - Idre
Unterkunft : Framgarden B&B
KM : 290/3972


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Auf der heutigen Etappe kamen wir Norwegen ziemlich nahe, was man auch etwas an der bergigen Landschaft merken konnte. Ein Schlenker über die Grenze war kurz angedacht, würde aber den Zeitrahmen sprengen. Also weiter auf der schwedischen Seite mit einem Zwischenstop zum abkühlen.

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Die 311 von Tannäs Richtung Süden kann man als eine wirklich schöne, wellige, kurvige Strecke empfehlen. Das wir das in dem Urlaub überhaupt noch erleben dürfen ;) .
Wie auch heute wieder ist uns auf der ganzen Tour aufgefallen, dass die Schweden große Fans der Weiter-/Wiederverwertung sind. In praktisch jedem Dorf gibt es einen oder mehrere „Loppis“. Das sind Garagenflohmärkte, wo allerhand krimskrams zur Zweitverwertung verkauft wird. An einem haben wir mal Halt gemacht und uns umgeschaut. Zur Belustigung der Kundschaft liefen da auch zwei Rentiere auf dem Hof rum, aber mehr als 2-3 Meter kam nicht an sie ran.

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Nach Ankunft im B&B, dann in die „City“ und was zum Essen gesucht. Hier sollte man zum "Idregrillen" gehen. Die Pizza war gut und relativ Preiswert.


27.07.2019
Strecke : Idre - Lakene
Unterkunft : Lakene Ostgard B&B
KM : 300/4272


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Heute sind wir mal direkte Strecke gefahren. Ich hatte auf google maps eine Elchfarm gefunden und da wir ja bis jetzt nicht einen Elch gesehen hatten, sind wir halt dahin. Die Betreiber sind Engländer die es nach Schweden verschlagen hat. Einer der Söhne hat dann die Führung übernommen. Diese dauert ungefähr 1 ½ Stunden. Man merkt bei seinem Vortrag richtig, dass er für dieses Thema brennt. So vermittelt er auf Englisch viele Infos zum Thema Elche und man darf diese dann auch mal streicheln und füttern. Jedoch immer in der Sicherheit eines großmaschigen Zaunes. Ist glaube ich auch besser. Einen Babyelch gab es auch noch.

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Interessanter Besuch und wir wissen jetzt, warum wir keine Elche gesehen haben. Die liegen halt tagsüber irgendwo rum. Am ehesten sieht man sie in der Dämmerung und bis in die Nacht. Bis zur Unterkunft waren es dann nur noch ein paar Kilometer, die auch wieder mit Abendessen einkaufen gefüllt wurden.
Die Unterkunft ist schon was Besonderes auf der Tour gewesen. Es handelt sich um einen Bauernhof auf dem die Besitzer Käse und Eis selbst herstellen und dort in einem kleinen KäseEisdielenSouvenierLaden auch verkaufen. Das Eis musste probiert werden und ist eine klare Weiterempfehlung, ebenso wie der Käse. Leider lässt sich beides schlecht mit dem Motorrad weiter transportieren.

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Das gebuchte Doppelzimmer stellt sich als ein komplettes altes Holzhaus mit Küche, Bad heraus. Ich vermute mal das alte Bauernhaus. Die Besitzer wohnen in einem neueren nebenan. Wenn der Laden um 18 Uhr schließt, ist man dann auch völlig für sich, da es keine weiteren Unterkünfte auf dem Hof gibt.

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28.07.2019
Strecke : Lakene - Hedekas
Unterkunft : Kynnefjäll Natur
KM : 280/4552


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Das Frühstück gab es im KäseEisdielenSouvenierLaden. Kann man nicht meckern.
Weiter ging die Reise Richtung Süden. Heute zur Unterkunft Kynnefjälls Natur, wo wir wieder zwei Nächte eingeplant hatten, da wir am Folgetag eine Tour Richtung Westküste machen wollten.
Das Kynnefjälls Natur liegt in einem Naturreservat und die Auffahrt geht über einen steilen Schotterweg mit zwei weiteren leichten Anstiegen bis zur Rezeption. Bei dem Wetter kein Problem. Bei schlechtem Wetter bzw. durchgeweichter Straße mit den Straßenreifen wohl eher nicht so prickelnd und Endurobereifung empfohlen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich wohl nicht gebucht. Die Traktionskontrolle hatte praktisch Dauerleuchten bis wir oben waren. Im Nachhinein bin ich aber ganz froh, da schöne Unterkunft.
Die Hütten sind nicht bei der Rezeption, sondern man muss dann nochmal 500 m über einen Schotterweg bergauf, an diesem Schild vorbei und steht dann mitten im Wald.
Weil es sich einfach anbot, aber vermutlich nicht so gedacht ist, haben wir das Vordach mal als Garage genutzt. Hat sich aber keiner beschwert.

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Hier war dann auch mal wieder Waschtag. Was noch bemerkenswert war…die Dusche in der Hütte hat Fußbodenheizung. Das ist ja fast schon „Glamping“.

Frühstück gibt es im Haupthaus, dass man auf einem Pfad zu Fuß erreichen kann.
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Was macht man jetzt wenn der Bär :Kn: hinter dem Baum steht? Am besten :Hilf: :Flu: .
Er war nicht da, sonst wäre es vermutlich auch nix mit dem Reisebericht geworden ;)



29.07.2019
Strecke : Tour Küste
Unterkunft : Kynnefjäll Natur
KM : 188/4740


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Es sollte mal an die Westküste gehen. Ein befreundetes Paar hatte uns 2015 nach ihrem Schweden/Norwegen Motorradurlaub ein Paar Kronen überreicht, um davon in Smögen ein Eis zu Essen. Im Rahmen der Planung mal geschaut, wo Smögen ist und so wurde das eingebaut. Von der Unterkunft gleich Richtung Smögen gefahren. Der Verkehr wurde dichter und in Smögen trafen wir dann vermutlich auf den In-Touri-Ort an der schwedischen Westküste. Vielleicht ist er das auch nicht, aber da war morgens schon einiges los. Jetzt wussten wir auch wo die Holländer und Deutschen waren, die wir bisher nicht getroffen hatten ;) . Parken lässt sich da nur, wenn man die notwendige App zum Gebührenbezahlen installiert hat. Zum Glück war ein Parkplatz direkt neben dem Kiosk mit der Eisfachverkäuferin frei, sodass wir in Sprungweite waren, wenn verdächtige Personen mit Notizblöcken auftauchen sollten.

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Ich also mit den 80 Kronen an den Kiosk und Eis bestellt. Irgendwie schaute die junge Dame etwas irritiert, als ich ihr das Geld auf den Tresen legte. Auf Nachfrage teilte sie mir mit, dass das alte Kronen sind, die kein Zahlungsmittel mehr sind. Die wurden wohl die letzten Jahre ausgetauscht. Das ist wohl so, aber ob die jetzt wirklich nicht mehr als Zahlungsmittel gelten, kann ich jetzt nicht sagen. Ich habe dann mal sicherheitshalber mit meinen Kronen aus dem Automaten bezahlt. Danach wurde dann auch die Ware für den Verzehr freigegeben. Mit Blick auf Smögen ein Eis gegessen und damit Aufgabe erfüllt.

Da wir keinen bestimmten Plan hatten, sind wir dann mal Richtung Lysekil gefahren. Da war es mal min. genauso voll wie in Smögen. Also auch eher den kurzen Stopp mit Kaltgetränk gewählt und wieder retour. Wenn man Lysekil rausfährt kann man rechts ab auf die Fähre Finnsbo – Skar fahren. Die kostet nix und fährt so alle 15 min. man fährt über Wasser und kann dann weiterfahren. Also im Grunde genommen wie bei jeder Fähre ;) .

In einem kleinen Dorf dann ein verlassener Badesteg. Der kam zur Abkühlung gerade richtig. Also mal die Klamotten aus und die Füße rein. Kurz danach kam noch ein Dorfbewohner mit Kind und Hund dazu. Etwas Small-Talk, aber dann sind wir auch schon weiter.

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Mit Navi mal was zum Tanken und Einkaufen gesucht und dann auf kleineren Straßen Richtung Unterkunft. Für 18 Euro kann man dort auch Abendessen. Da wir gestern für die 1. Nacht schon eingekauft hatten, haben wir uns für den 2. Abend angemeldet. Es gab Elchfrikadellen mit Beilagen und die waren unserer Meinung nach gut. Für den Preis kann man da ruhig mal den Kochlöffel ruhen lassen.
Lässt sich trinken...
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30.07.2019
Strecke : Hedekas - Simlangsdalen
Unterkunft : Tallhöjden Hotel
KM : 317/5057


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Morgens früh kurzer Blick aus dem Fenster: Was ist das? So komisches dunkles Zeug da oben am Himmel….. Regenwolken. Mein nächster Gedanke galt der Abfahrt auf dem Feldweg und dem letzten Steilstück. Wenn das jetzt losgehen sollte, dann könnte es etwas knifflig werden. Also mal an die gute alte Bundeswehrzeit erinnert und eine kurze Alarmübung eingestreut ;) . Katharina geweckt und zügig die Klamotten gepackt. Es war zwar noch keine Frühstückszeit, aber trotzdem schon mal zur Rezeption gefahren um zumindest den Schlüssel loszuwerden. Die Chefin hat uns aber geöffnet, sodass wir noch einen Kaffee trinken konnten, bevor wir losfuhren.
So langsam geht es dem Ende zu. Es geht Richtung Fähre, die uns am 31. wieder nach Deutschland bringen soll. Eine Übernachtung haben wir noch eingeplant. Erwähnenswert ist von dem Tag sicherlich, dass wir heute den ersten Regen seit Beginn der Tour hatten, aber das für 100km gleich richtig. Egal, kann man mal ab, wenn man die letzten Wochen bedenkt. Also Regenkombi an und durch.


31.07.2019
Strecke : Simlangsdalen - Trelleborg
Unterkunft : Fähre
KM : 234/5291


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Es ging mit Regenschauer zwischendrin zur Fähre. Wir waren relativ früh dran, aber durch Gespräche mit anderen Reisenden ging die Zeit relativ schnell rum, bis wir aufs Schiff konnten. Es ging nach dem Auslaufbier zeitig in die Koje, da wir schon gegen 06:10 in Rostock sein würden.

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Auf Wiedersehen Skandinavien :(

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01.08.2019
Strecke : Rostock - Wernigerode
Unterkunft : Fürstenhof
KM : 374/5665


Morgens zügig von der Fähre und erstmal eine Tanke gesucht, um mal den Plan für den Tag zu machen. Durchfahren war keine Option, also grob Richtung Harz. Als wir nach Mittag irgendwann mal nach einer Unterkunft suchen wollten, traf uns die deutsche Realität mit voller Wucht. Wo ist das Mobilfunknetz? Ach ja, ich vergaß, im Baltikum im Wald.
Also erstmal eine größere Ortschaft gesucht. Hier ging es dann doch. Weiteres Ziel … Wernigerode mit anschließendem Bummel durch die Stadt incl. Biergarten und Essen bei „Mampfy“. Kann man mal hingehen. Gutes Burger Restaurant (finden wir).



02.08.2019
Strecke : Wernigerode – nach Hause
Unterkunft : Das eigene Bett
KM : 212/5877


Das letzte Mal Klamotten packen und aufsatteln. Dann ging es heimwärts. In einer Mischung aus Bundes- und Landstraße waren wir dann nach Mittag wieder zu Hause. Damit nahm die Sommereise 2019 ihr Ende.

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Wieder mal eine schöne Tour, die uns sehr gefallen hat. Die beiden Tracer haben zuverlässig ihren Dienst verrichtet und es waren keinerlei Wartungsarbeiten nötig, außer ab und an mal die Kette vom Staub zu befreien. Das darf man von einem Motorrad mit gerade 10.000 km aber auch erwarten.
Reine Kurven- und Passjäger werden mit einer solchen Tour sicher nicht glücklich, aber wer einfach mal einen schönen „Road Trip“ machen möchte, dem kann man das empfehlen. Ich gebe aber auch zu, dass ich das jetzt nicht jedes Jahr machen müsste. Sicher wird’s wieder kurviger bevor es vielleicht wieder mal in die Richtung geht.
Aber es gibt ja noch so viele andere Ziele. Zum Beispiel Irland und deshalb hat der Marco auch schon eine Irland Karte im Regal und grübelt über die verschiedenen Fährverbindungen nach. Gar nicht so einfach. Weite Anreise nach Cherbourg oder doch über England/Schottland...Fragen über Fragen. Nach der Reise ist halt auch immer vor der nächsten .


Bis zum nächsten Mal
Adjö oder auch Näkemiin
Marco und Katharina

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 30. September 2019, 20:45 
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Hi Marco,

sehr stark, mit dem Wetter hat es richtig gepasst.
Tolle Landschaften, komische Hirsche, kaltes Bier umsonst - perfekt. :mrgreen: ...echt schön. :Ni: DD

Beste Grüße

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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 30. September 2019, 22:14 
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Hallo Marco, hallo Katharina!
Tolle Reise, sympathischer Bericht - Hut ab, wie ihr die langen Schotterstrecken mit Euren Straßenmaschinen weggesteckt habt!
Den Weihnachtsmann-Besuch hätt's wohl nicht gebraucht und die Elche liegen nur im Wald auf der faulen Elchhaut rum ;)
Dafür tolle Landschaften, besondere Unterkünfte und nette Begegnungen...
Es gibt bestimmt kurvigere und spektakulärere Reisen - aber es wirkt auf mich ziemlich gemütlich und entspannt. Schön! :D

Danke fürs Zeigen und Mitnehmen! :L :L
Liebe Grüße,
Tanja

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Zuletzt geändert von hoppalla am Dienstag 1. Oktober 2019, 20:48, insgesamt 1-mal geändert.

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@Micha: ja die komischen Hirsche waren das auch. So ein Rentier trabt schon sehr trollig.

@Tanja: ja das stimmt. War schon gemütlich, wenn man einzelne Abschnitte mal ausklammert. Da oben ist das Reisen ja generell entspannt. Da fährt man halt auch anders. Die Reise an sich (in der Art, in der Gegend) würden wir auch wieder so machen, aber natürlich mit anderer Route. Die Touristenorte im schwedischen Südwesten bräuchte ich nicht nochmal und beim Weihnachtsmann war ich ja jetzt. Da muß man aber auch nicht hin. Könnte mir wieder eine Runde, dann mit evtl Stockholm und Oslo als Städte und den Rest auf kleinen Strassen vorstellen.
Aber wie im Bericht erwähnt nicht gleich nächstes Jahr. Aber irgendwann gehts wieder hin. Mittlerweile ist die Fähre nach Irland auch schon gebucht.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 1. Oktober 2019, 08:53 
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Hallo Marco,
erstmal Danke fürs Teilen eures Bericht`s, der mir sehr gut gefallen hat - knackig kurz, mit allen relevanten Details und ein paar schönen Bildern. Gerade richtig um neugierig zu werden. Wäre jedoch - genauso wie für dich - mal eine schöne Abwechslung zu Bergen und Kurven, halt mehr als Relaxtour.

Nach eurem Bericht weiß ich aber sicher, dass ich mit dem Weihnachtsmann nichts am Hut habe. Aber genau dies ist doch auch einer der Zwecke eines Reisebericht`s - andere vorzuwarnen :mrgreen:

Danke euch beiden DD

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Liebe Grüße von Chris aus Oberösterreich
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Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 1. Oktober 2019, 09:12 
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Hallo Chris
danke für die Rückmeldung.
Ja, dass mit dem Weihnachtsmann wird schon sehr ausgeschlachtet.

Offtopic: ich war vor 3 Wochen mit zwei Kollegen auf Tour und wir sind im Waldviertel gelandet. Auch ein Schild Hofkirchen tauchte da mal auf. Dachte ich doch gleich, gibts doch im Forum jemand. Schöne Ecke da. Mit kurviger über die kleinen Strassen war echt top.
Dabei auch einen bestens ausgebauten Übergang von Tschechien nach Österreich gefunden.
Wäre was fürs Bilderrätsel ;)


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Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 1. Oktober 2019, 09:31 
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Die Grenzübergänge sehen im Waldviertel vielfach so aus. Wäre eine harte Nuss als Bilderrätsel ;)

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