Mimoto's Reiseforum

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 Betreff des Beitrags: offroad mit 8 KS zum tembaine =))
Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2015, 13:14 
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seit ewigen zeiten hängt eine postkarte an meiner pinwand, mit dünen drauf und einem spruch von sven hedin: von zeit zu zeit braucht jeder mensch ein wenig wüste

..es müssen nicht immer PS sein - eine traumreise in 12 tagen zu fuß mit 8 kameln von douz zum tembaine und zurück
ein märchen aus 1001 nacht - zunächst ein paar impressionen

salem aleikum
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die karawane zieht weiter
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sie sind auch geniale schattenspender
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noch eine tagesreise bis zum tembaine
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wahnsinnsfarben
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sundowner vom feinsten
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das sofa unter freiem himmel
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feuerzauber
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der tembaine
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Ich habe die Wüste immer geliebt, sagte der kleine Prinz.
Man setzt sich auf eine Sanddüne.
Man sieht nichts, man hört nichts.
Und währenddessen strahlt etwas in der Stille.

Antoine de St. Exupéry

Wie gerne wollte ich dieses Geheimnis immer schon einmal selbst entdecken und es lag eigentlich nahe es mit meiner Leidenschaft fürs Reisen mit dem Motorrad zu verbinden. Ich hatte zum einen jedoch Bedenken, dass bei einer Motorradreise ziemlich sicher die nötige Ruhe und Gelassenheit fehlen würde, um wirklich tief in diesen vielzitierten Zauber der Wüste einzutauchen und zum anderen konnte ich meinen Arbeitgeber bislang auch eh noch nicht zu ausreichend vielen Urlaubstagen in der entsprechenden Jahreszeit überreden, um auch nur halbwegs sinnvoll mit dem Motorrad nach Nordafrika reisen zu können ... doch wie so oft im Leben, kam plötzlich alles fast wie von alleine, so dass dieser Traum von der Wüste dennoch wahr werden konnte. Eine begeisterte Erzählung von einem Freund ... der richtige Zeitpunkt ... eine prompte Reaktion der Organisatorin auf meine Anfrage ... die Urlaubsgenehmigung für die Osterferien ging auch erstaunlich problemlos vonstatten und so konnte sich die Vorfreude schon zum Jahresbeginn breitmachen.

Mit einer Kamelkarawane zu Fuss 12 Tage unterwegs ... da musste es doch einfach gelingen die Sahara in aller Ruhe und Gelassenheit möglichst unverfälscht und authentisch zu erleben. Stefanie Keller - sie ist selbst auch immer als Teilnehmerin mit dabei - organisiert seit einigen Jahren diese Kameltrekkings durch die tunesische Sahara rein privat, d.h. weder auf deutscher noch auf tunesischer Seite gibt es eine Agentur. Die tunesischen Führer arbeiten selbständig und somit erhalten auch die das Geld, die die Arbeit machen - und sie machen sie einfach wunderbar! Mabrouk & Mehdi sind wirklich wunderbare Gastgeber, die sich mit sehr viel Herzblut um ihre Gäste kümmern und stets bemüht sind, es noch besser zu machen ... das Ganze auf ihre zauberhaft humorvolle und gelassene Art.

Ohne einen kleinen Stolperstein vorab geht es allerdings bei mir im Urlaub selten und der Terroranschlag am 18. März in Tunis und einige Tage später der Absturz des Germanwings-Flugzeugs sorgten doch auch für reichlich Bedenken im Familien- und Freundeskreis. Doch nach ein paarmal drüber schlafen, steht für mich fest: Inschallah, ich geh in die Sahara!

Ende März, an einem Samstag frühmorgens geht es dann endlich in einem knapp 2,5 stündigen Flug nach Djerba. Dort werden wir sechs Teilnehmer von einem Fahrer abgeholt und schnurstracks mit einem Jeep die ca. 240 km zum ersten Nachtlager südlich von Douz in die Sahara gefahren. Nach einem köstlichen Abendessen mit Suppe, Gemüseeintopf, lecker frischem Brot aus dem Glutofen und dem obligaten Grüntee und köstlichen Datteln zum Abschluss verzieht sich jeder von uns satt, zufrieden und hundemüde in seinen Schlafsack. Schlafmatten und zwei Decken pro Person, sowie bei Bedarf auch Zelte werden gestellt. Ich entscheide mich für ein Lager unter freiem Himmel und bin fast augenblicklich eingeschlafen.

Am nächsten Morgen weckt mich die erste Morgendämmerung, mein Schlafsack ist außen erstaunlich feucht und auch die Temperaturen laden noch nicht wirklich zum Aufstehen ein. Also genieße ich noch wohlig eingemummelt ein wenig die Stille und das beruhigende Geräusch des wiederkäuenden Kamels, welches offensichtlich ganz in meiner Nähe über meinen Schlaf gewacht hat. Sobald jedoch die ersten Sonnenstrahlen meinen Schlafplatz erreichen, wird es augenblicklich angenehm warm und alles ist sofort wieder trocken. Ich steh auf, pack meine Sachen zusammen und begebe mich zurück ins Lager, wo schon das Brotfeuer hoch in den Himmel lodert. Zum Frühstück gibt es wieder leckeres frischgebackenes Wüstenbrot, Dattelsirup und/oder -marmelade in tunesischem Olivenöl (statt Butter), Halwa, Eckerlkäse oder für hartgesottene Teilnehmer Harissa in Olivenöl. Dazu Tee oder wahlweise Kaffee und ich lerne meinen ersten arabischen Satz ... Min fadlak attini qahwa bil halib

Während wir noch gemütlich frühstücken, beginnen unsere Chameliers Mehdi, Mabrouk, Mosbah und Fethi in aller Ruhe ihre 11 Kamele zu satteln und zu beladen. Stefanie, schon ein „alter Hase“, da sie aus tiefer Leidenschaft für die Wüste bei jeder Tour mit dabei ist, zeigt uns wie wir die Jungs dabei unterstützen können. Wer Lust hat hilft mit, wer nicht mag guckt einfach nur zu oder geht wie unsere beiden Youngster, Johannes (13) und Leo (11) auf Spurensuche. Zuletzt werden noch die Tagesrucksäcke an den Kamelsätteln befestigt, so dass sie jederzeit zugänglich sind. Das Müllfeuer brennt schon und sobald die Karawane abmarschbereit ist, wird der brennbare Müll (z.B. Toilettenpapier das man prima in kleinen Papiertüten sammeln kann) ins Feuer gelegt. Alles andere, z.B. leere Plastikflaschen vom Trinkwasser, Blechdosen oder ähnliches, wird in einem Sack wieder mitgenommen. Ein letzter Rundumblick, ob nichts liegengeblieben ist und es geht endlich zu Fuss los - Richtung Süden immer tiefer hinein in die Sahara ...

Mehdi, der selbst auch noch als Nomadenkind in der Wüste aufgewachsen ist, führt die Karawane nach seinem inneren „GPS“ mit traumwandlerischer Sicherheit an. Die gesamte Route verläuft über mehrere Brunnen - an denen die Kamele trinken können und der Wasservorrat für Brauchwasser wieder aufgefüllt wird – bis zum Tembaine, einen Tafelberg ca. 110 km Luftlinie südlich von Douz und wieder zurück. Die beiden Jungs und ihre Eltern werden am Karfreitag unterwegs mit dem Jeep abgeholt und nach Djerba zurückgefahren, denn sie haben nur die erste Woche gebucht. In der zweiten Woche gehe ich also mit Stefanie, Mabrouk, Mehdi und Mosbah und 8 Kamelen noch die letzten zwei langen Tagesetappen zum Tembaine und dann wieder zurück Richtung Norden. Begleitet werden wir während der ganzen Zeit auch noch von Risha, Stefanies Sloughi, einem Berber Windhund der das Jahr über bei Mehdi lebt. Fethi wird mit seinen drei Kamelen vom Abholpunkt aus in zwei Tagen alleine wieder zurück nach Douz marschieren.

Was mich bei den Beduinen der Sahara von Beginn an unglaublich fasziniert, ist ihre Präsenz und Aufmerksamkeit und diese ausgeprägte Wahrnehmungsfähigkeit, die ihnen zu eigen ist. Vielleicht weil sie meist noch nomadisierend in der Wüste aufgewachsen sind und daher von klein auf gut geschult wurden, ihre Augen und auch alle anderen Sinne stets offen zu halten. Ein einfaches Beispiel hierzu zeigt sich jeden Abend, wenn die Kamele, die nach der Ankunft am Lagerplatz als erstes abgeladen werden und dann mit Fußfesseln an den Vorderbeinen versehen auf der Suche nach Wüstengras „losstöckeln“. Ohne die Fesseln wären sie sicherlich über alle Berge, aber selbst so legen sie teilweise beachtliche Strecken zurück. Wenn es also dem Sonnenuntergang zugeht, erklimmt der Chamelier eine kleine Düne, blickt einmal kurz in die Runde und hat alle „Schäfchen“ erblickt. Dann marschiert er los um sie zum Lager zu holen, wo sie nachts angebunden werden. In den ersten Tagen habe ich mich dutzende Male auf der Düne im Kreis gedreht bevor ich auch nur ein einziges Kamel entdecken konnte. Gegen Ende der Reise gelingt es mir meist auf Anhieb alle auszumachen. Ebenso bei der Wahrnehmung von Stimmungen, Eigenheiten und Bedürfnissen bei den Tieren und auch den Menschen um sie herum, genauso wie in ihrer Art der nahezu wortlosen Kommunikation beim gemeinsamen Tun sind sie mir ein großes Vorbild geworden.
Wie schreibt Stefanie auf ihrer Homepage faszination-wueste.de so treffend: Mit diesen Menschen durch die Wüste zu wandern empfinde ich als ein großes Geschenk

Wir haben zudem auch das Glück während unserer Wanderung mehrmals auf Nomaden, meist Algerier, mit ihren Ziegen und Schafherden zu treffen, die uns dann teils sogar auch abends am Lagerfeuer zu äußerst geselligen Stunden besuchen. Gerade auch bei diesen Menschen habe ich das Gefühl, dass sie einfach noch viel näher am wirklichen, echten Leben dran sind als wir inmitten unseres mitunter fragwürdigen Luxus. Denn die Kehrseite dieser scheinbaren luxuriösen Vorzüge ... Hektik, Lärm, Termindruck, ständige Erreichbarkeit, Reizüberflutung ... fehlt hier gänzlich und das erscheint mir als die reinste Wohltat.

Es gibt zwar einen klar strukturierten Tagesablauf, der jedoch stets reichlich Freiraum für Überraschungen aller Art bietet. Morgens nach dem Frühstück und dem Beladen der Kamele stehen täglich zwischen 4 – 6 Stunden laufen, mit ein bis zwei Kekspausen zum Ausruhen für Tier und Mensch, auf dem Plan. Wer will oder muss, kann auch jederzeit auf einem der Kamele reiten. Ich habe das Gehen und das Reiten gleichermaßen geliebt ... gelöst hab ich diesen Zwiespalt indem ich mir zweimal in meiner Schusseligkeit - da besteht offensichtlich noch großer Wahrnehmungsübungsbedarf - meine Füsse etwas verletzt habe und somit ein paar Etappen reiten konnte ohne wirklich lieber gehen zu wollen. Zuletzt habe ich dann schuhtechnisch die für mich optimale Lösung gefunden ... da ich sehr gerne barfuss gehe, was in dem unglaublich feinen Sand dort ein wahres sinnliches Vergnügen ist, habe ich meine Teva-Sandalen zum reinschlüpfen bei rauhem Untergrund stets griffbereit am Gürtel befestigt und ich habe mir bei der Abreise in Douz traumschöne lederne Wüstenschuhe beim Schuster bestellt, die jetzt dort auf mich warten.

Gegen Nachmittag wird mit Bedacht der Lagerplatz ausgewählt und als erstes werden die treuen Kamele abgeladen und versorgt. Stefanie und ich sind dann meist gleich noch los, ein paar Arme voll Feuerholz sammeln. Für die erschöpften Fußgänger gibt es von Mabrouk lecker Zitronensirup in frischem Wasser und Mehdi, der weltbeste Wüstenkoch bereitet derweilen das verspätete Mittagessen ... entweder lecker Suppe oder frischen Salat mit dem restlichen Brot vom Frühstück ... oder auch mal köstliche Briks, frittierte Teigtaschen gefüllt mit Thunfisch, Petersilie, Ei und etwas gekochte und zerdrückte Kartoffelstücke. Als Nachtisch gibt es Tee und frische Orangen, deren Schalen die Kamele lieben. An einem besonders heißen Tag ... die Jungs hatten uns mangels schattenspendender Sträucher das große Zelt aufgebaut ... erlebe ich meine einzige Fata Morgana in der Wüste – tunesischer „Kaiserschmarrn“ aus dem Brot mit Datteln und Butter. Das Essen dort war stets ein echter kulinarischer Genuss, aber allein wegen dem Kaiserschmarrn muss ich da nochmal hin!

Nach der nachmittäglichen Stärkung ist allgemeine Siesta angesagt ... jeder streckt sich genüsslich aus und hält ein Schläfchen. Auch da erlebe ich ein Phänomen, das ich leider schon seit Jahrzehnten nicht mehr kenne. Ich dämmere jedesmal ganz langsam und bewusst ins Reich der Träume hinüber ... ein geniales Gefühl. Ausgeruht und völlig entspannt beginnt dann die frei verfügbare Zeit ... wer mag geht Feuerholz sammeln für das Brotfeuer, zum Abendessen kochen und fürs Lagerfeuer oder macht sich auf die Umgebung zu erkunden, Dünen zu erobern ... einfach nur sitzen und schauen ... geht auf Spurensuche, sucht und richtet seinen Schlafplatz, schreibt Tagebuch, oder hilft bei den Vorbereitungen fürs Abendessen oder beim Kamele holen... ganz nach Lust und Laune oder Tagesverfassung ... alles kann, nichts muss ... mit arabischer Gelassenheit und Ruhe =))

Apropos Kamele ... ich habe sie zu meinem Krafttier ernannt, denn sie sind zum einen so unglaublich an diese doch schon auch lebensfeindliche Umgebung angepasst und andererseits hätte auf dieser Reise ohne sie der ganz besondere Zauber gefehlt. Ich habe sie sehr schätzen gelernt und wenn man ihre Eigenheiten respektiert, beißt auch keins.

Der Sonnenuntergang ist natürlich jeden Abend ganz großes Kino, das niemals langweilig wird ... die Farben dort in der Wüste sind irgendwie anders ... faszinierend ohne Ende und das nicht nur für Fotografen oder Maler. Danach kommt der gemütliche und gesellige Teil des Abends, das Sofa aus Kamelsätteln, Matten und Decken lädt ein sich niederzulassen und Mehdi bei den letzten Handgriffen für das allabendliche Drei-Gänge-Menü (Suppen und Eintöpfe aller Couleur und als Nachtisch Tee und Datteln) zuzuschauen ... das war für mich jeden Abend der Moment an dem ich zutiefst dankbar war den ganzen Tag und auch die Nacht im Freien verbringen zu dürfen. Mosbah, der weltbeste Brotbäcker, hat in der Zwischenzeit das heißgeliebte Wüstenbrot gezaubert und spätestens jetzt finden sich alle am Feuer ein, das Essen wird verteilt und gemeinsam meist schweigend genossen. Abgespült wird übrigens in der Wüste mit dem feinen Sand ... da kann man seinen Teller gleich direkt selbst spülen ohne aufzustehen. Das Kochfeuer wird zum Lagerfeuer umfunktioniert, wir unterhalten uns ... die Jungs sprechen fließend Französich und sogar ein paar Brocken Deutsch, wir lernen arabische Wörter und mit Händen und Füssen geht es eh immer ... oder wir sitzen einfach nur da, schauen ins Feuer und lauschen diesen schönen arabischen Lauten ... den Beduinen gehen die Geschichten nie aus und an manchen Abenden haben sie auch zu ihren Trommeln gesungen. Nach solchen Tagen geht es glücklich und zutiefst zufrieden in den Schlafsack unters Tausend-Sterne-Zelt.

Ich habe sooft es nur ging unter freiem Himmel geschlafen, aber für jeden ist auf Wunsch auch ein kleines Zweimannzelt mit dabei ... Mehdi und Mabrouk haben mich nur einmal an einem Lagerplatz mit relativ vielen Büschen und Felsen gebeten im Zelt zu schlafen - eine reine Vorsichtsmaßnahme, die ich aber gerne befolgt habe. Wir haben während der ganzen Zeit weder einen Skorpion noch eine Schlange zu sehen bekommen. Für den Notfall ist übrigens ein Satellitentelefon mit dabei, dass bislang aber noch nie zum Einsatz kam. Nach gut einer Woche war Vollmond, der einen Wetterwechsel nach sich zog ... die erste Woche war perfekter Sonnenschein und angenehme Temperaturen und ab dem Tembaine hatten wir einige Tage heftigen Wind ... spätestens da war dann der Sand wirklich überall ... und es wurde sogar tagsüber richtig kalt und so haben wir auch eine Nacht zum Schutz vor dem Wind und Sand in dem großen Zelt geschlafen. Die Nächte waren auch eh eine ganz besondere Erfahrung ... alles war in silbernes Mondlicht getaucht ... trotz der Temperaturen war es - warm eingemummelt - gut auszuhalten und selbst wenn ich weiter weg vom Lager in der Wüste lag, kam ich mir nie verloren vor. Einzig den phänomenalen Sternenhimmel über der Wüste, den konnte ich (noch) nicht sehen, nur in der zweiten Woche, als es abends vor dem Mondaufgang wenigstens noch 1-2 Stunden halbwegs dunkel war, da war er zu erahnen .. aber das wird nachgeholt ... erwähnte ich das schon?

So war jeder Tag ein besonderes Erlebnis und ich könnte noch jede Menge erzählen über den lecker Osterhasen in der Falle, den einsamen Sandfisch, den Mehdi der Jäger im vorbeigehen aus dem Sand „gefischt“ hat, über die zauberhaften Sandrosen, von Tieren und ihren Spuren und dem betörenden Duft der Pflanzen ... die Wüste lebt tatsächlich ... von Begegnungen mit Nomaden am Brunnen, von Mehdis Geschichten und Spielen im Sand und von der Ziege, die wir Nomaden abgekauft und dann geschlachtet haben ... an dem Abend gab’s lecker Grillfleisch zum Eintopf *njam* ... aber vielleicht wollt ihr das alles ja lieber selber mal erleben?

Ich möchte mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei Stefanie, Mabrouk, Mehdi, Mosbah und Fethi bedanken für diese wunderbare und zauberhafte Zeit, die sie mir geschenkt haben ... barakallahufik

Mit das schönste Geschenk auf dieser Reise war für mich, die Worte des kleinen Prinzen tatsächlich mit Leben füllen zu können, denn in der unendlichen Stille der Wüste konnte ich ganz sanft den Herzschlag der Erde wahrnehmen und tief in mir wieder deutlich ein Lächeln spüren ... eine wundervolle innere Ruhe dehnte sich immer weiter aus. Ich habe mich dort vom ersten Moment an sicher, geborgen und zuhause gefühlt und es fiel mir sehr schwer wieder zu gehen. Sahara, ich komme wieder .. Inschallah


..und noch ein paar impressionen aus der sahara

Äh .. also wie geht das jetzt?
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zur abwechslung mal wieder ein hauch von privatsphäre .. hat mir aber eigentlich gar nich gefehlt
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schuhe bitte draußen lassen
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mehdis wundervolle sandgeschichten
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der erste brunnen
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der kleine prinz - so heißt das kamel - trinkt gern aus dem becher
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siesta arabica
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steinfelsen mitten in der wüste
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mabrouk =))
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die sind echt knuffig und angeblich sehr lecker..
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..die sandfische
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risha .. im jagdfieber
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die wüste lebt
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die war ganz schön groß
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spuren die geschichten erzählen
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auch ein kamel muss mal gähnen
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ein stückchen wüstenautobahnpiste war auch dabei
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bitte bleiben sie auf der A 32-9
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waschtag der nomaden
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wäsche ist aufgehängt .. jetzt sind wir dran =))
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vortreffliches feuerholz
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alles da .. kann losgehen
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auf mit der ofentür und rein mit den lecker wüstenbrot
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mitunter fast bibilisch anmutende motive
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gleich gibt's lecker essen *njam*
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amel =)))))))
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reisen ist am schönsten, wenn man nicht weiß, wohin es geht .. aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt .. träume wollen gelebt werden Bild

*Meine Reiseberichte*


Zuletzt geändert von steph am Donnerstag 26. November 2015, 22:28, insgesamt 8-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2015, 13:18 
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Wooow- tolle Fotos die so richtig Fernweh aufkommen lassen :L

Der Text muss noch warten bis ich im Büro bin :mrgreen:

So long,

da Wolf

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...der mit dem Tiger tanzt

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2015, 13:23 
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Das ist mal eine ganz andere Art zu reisen. Klasse! :L :L

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2015, 13:47 
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Beiträge: 3084
Wohnort: direkt an HH dran
Wooow! :L Toll ge- und beschrieben!

Dieses Bewusstsein für das Einfache (oder für das Wenige), was oft ausreichend ist, um sich glücklich zu fühlen ... es muss nicht gleich die Wüste sein, um das zu erkennen (eine Mehrtageswanderung durch einen Wald in einem deutschen Mittelgebirge kann auch schon diese Erkenntnis bringen). Aber die Stimmung dort ist doch intensiver. Zumindest, wenn Du sie beschreibst.

Ganz grosses Wortkino; Steph! :L

Danke fürs Mit-Teilen!
Moni

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MoniK on tour

"Wollen Sie in ein Land eintauchen oder nur drauf rumlaufen?" (gelesen in einem Schaufenster in HH)

"Es ist der Reiz des Lebens, dass man nicht alles für selbstverständlich hält, sondern noch bereit ist sich zu wundern." (Loriot)


Zuletzt geändert von MoniK am Mittwoch 25. November 2015, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2015, 13:50 
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Beiträge: 5608
Wohnort: 80993 München
Eine wunderbare Reise.
Deine Worte schmelzen im Auge, wabern durch's Hirn, bedecken dabei alles hecktische und nach einer kurzen Zeitspanne glaubt man die Stille zu hören.
Ich bin noch ganz gefangen von den von Dir durch Wort und Bild vermittelten Eindrücken und freu mich riesig, dass Du das Forum gefunden hast.
:L :L :L

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maxmoto
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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2015, 14:00 
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Beiträge: 3082
Wohnort: Biberist, Schweiz
Wunderbarer Bericht mit tollen Bildern von einer faszinierenden Landschafts- und Gebietsart welche mich seit der Mongolei total in ihren Bann gezogen hat. Nach deinem Bericht freue ich gleich noch mehr auf Marokko... auch wenn das kaum mehr möglich ist. Danke für den tollen Auftakt. :L

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Hör nicht auf die Vernunft, wenn du einen Traum verwirklichen willst.
(Henry Ford)

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2015, 14:02 
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Registriert: Mittwoch 25. Mai 2011, 11:05
Beiträge: 635
Wohnort: Idar-Oberstein
Ja Steph,

hier im Forum bist Du richtig. Ich glaub, auf meiner Marokko-Tour hab ich nur ein bisschen Wüste erlebt, wenn ich mir deine Bilder so anschaue.

Gruss Thomas

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Immer unterwegs mit Honda NC 750 XD, MZ ETZ 250, Simson Schwalbe oder Honda SH 300

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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2015, 14:18 
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Registriert: Mittwoch 16. Juni 2010, 07:11
Beiträge: 12175
Wohnort: Idar-Oberstein
...fühle mich gerade wie Lawrence von Arabien. :L :L

Was für Einstieg, genial. :D


Viele Grüße

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Michael /mimoto

Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)

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