WICHTIG: ...was ich hier beschreibe sind Eigenbaukonstruktionen die alleine dazu dienen für meine eigenen Interessen Vorrichtungen oder Hilfen zu fertigen, die nicht zum Nachbau gedacht sind. Für die hier gezeigten Konstruktionen kann ich keine Garantie übernehmen, was ich tue und an meinen Motorrädern verwende wird nicht zwangsläufig auch dem deutschen TÜV gefallen. Jeder der Veränderungen an seinem Motorrad vornimmt muss diese in Deutschland dem TÜV vorstellen und abnehmen lassen. Grundsätzlich weiß das ja jeder (..auch DU..), will hiermit nur nochmal eindringlich davor warnen, weil jeder der Veränderungen an seinem Zweirad vornimmt, die nicht den Segen des TÜV's haben, seinen Versicherungsschutz verliert und ggf. sogar strafbar macht.
Alles
klar?, ..... dann los!
NAVIGATION, Bau eine Navigationsgerätehalters ( Garmin 276C )

Wer
meinen Routenbericht von der Normandietour 2004
gelesen hat, dem wird
vielleicht aufgefallen sein, dass ich neben den üblichen Karten
(...1:200.000...) auch ein Handy mit Navigationsfunktion dabei hatte. Es
handelte sich um das
GARMIN Handy
"Navtalk".
An sich hatte ich es mir gekauft um schneller gefunden
werden zu können, wenn ich im Gelände unterwegs bin und dies oft unvernünftiger
weise alleine. Das Handy hat nämlich die hervorragende Eigenschaft, dass man dort
einen SMS Empfänger angeben kann der in einem frei zu wählenden Intervall die
Koordinaten, wo man sich gerade aufhält, per SMS von dem Handy vollautomatisch
geschickt bekommt, dies kann aber abstellen werden wenn man(n) mal nicht
gefunden werden soll. ;-)
Das Handy
erwies sich in der Normandie als sehr nützlich wenn man sich trotz Karte mal
verfranzt hatte, und fragen tun wir Männer grundsätzlich nicht nach dem Weg,
würde unser Ego nicht verkraften, so gesehen ist die Investition auch noch was
für unsere ureigenen Instinkte.
Das "Navtalk" hat leider einen sehr kleinen Display, so dass ich mich
entschlossen habe, für meine nächste Tour nach Schenna (...Scena in Süd-Tirol...),
navigationstechnisch aufzurüsten.
Nach kurzer Überlegung hab ich mich dann für ein Navigationsgerät aus gleichem Hause wie das "NavTalk" entschieden. Die Typbezeichung des Navigationsgerätes lautet "GPSMap 276C", es wäre zwar auch das "GPSMap 60C", was speziell für Motorräder gedacht ist, in frage gekommen aber dort hatte ich ebenso Bedenken, dass der dortige Display zu klein scheint auch wenn es sich um ein deutlich höherwertiges leuchtintensives Farbdisplay handelt.
Also
gesagt getan, ich kaufte mir das "GPSMap 276c", nach der Lieferung und dem Auspacken
entsprach es voll meinen Erwartungen, anfängliche Probleme mit der Verbindung
zum PC wurden nach kurzer Nachfrage bei der Hotline beseitigt und ein
deutschsprachiges Handbuch nachgeschickt, sehr schön!
Das nächste Problem was sich mir stellte war einen vernünftigen Platz am Motorrad zu finden und das war gar nicht so einfach, einerseits sollte das "Navi" in direkter Blickrichtung liegen, andererseits deutlich oberhalb des Tanks damit der Tankrucksack nicht die Sicht auf den Neuerwerb versperrt, andererseits auch nicht zu hoch damit der Blick nicht auf den Tacho versperrt wurde. Nach langem hin und her und einmal drüber schlafen hab ich die einzige Stelle gefunden die all diesen Vorgaben entspricht, zwischen den Lenkerhälften der FJR1300 ca. 12cm oberhalb des Zündschlosses, genau genommen war es nicht das Problem den Platz zu finden, sondern die Befestigung am Motorrad zu klären, so dass sie eventuell auch dem TÜV eines Tages gefallen würde. (...der letzte Satz diente mehr meinem Gewissen, im Grunde meines Herzens bin ich ein guter Mensch...)
Ich entschied mich dazu eine Halterung zu bauen die ich an den Lenker montierte
und zwar an den Anschraubpunkten der Lenkerhörner, auf dem Bild seht Ihr diese,
die Lenkerhörner sind bereits abgeschraubt und hängen nur noch an den Schläuchen
und Zügen der Handgriffe. Wer genau hinschaut und die Yamaha FJR1300 kennt,
sieht das die Lenkerhörner auf Edelstahladapter montiert waren (...mit L und
R gekennzeichnet...) die nicht original sind (..werde hier einen Link
reinstellen der die HP des Herstellers->incl. TÜV! zeigt...) .
Diese
nachträglich angebauten Adapter ermöglichen es die Winkel der Lenkerhörner so zu
verändern dass auch Mitteleuropäer (...nicht Japaner...) nach 900 km
ontour nicht die Arme abfallen, das nur mal am Rande erwähnt.
Aus einer dickeren Plastikfolie schnitt ich mir ein Muster wie die spätere Halterung ausschauen sollte, diese Folie faltete ich so dass sie der späteren Endlage des "Navis" recht nahe kam:
Da die Edelstahladapter ohne festen Einstellpunkt waren, also pro Seite nach Gefühl eingestellt, dann erst geklemmt und gesichert wurden (...je zwei Madenschrauben...), war nicht von einer exakten Position pro Seite auszugehen, so dass ich mir mittels einer Klarsichtfolie die Bohrstellen abmalte und so die Bohrpositionen auf den späteren Halter übertragen konnte, die Löcher bohrte ich mit 2 mm Übermaß als die Schrauben (...M8 demnach 10mm Löcher..) so war sichergestellt dass ich eventuelle Übertragungsfehler nicht als störend erweisen würden.
Die Konturen der Plastikfolie und das Bohrbild übertrug ich auf einen 3mm Aluminiumplatte, bohrte die Löcher und schnitt die angezeichnete Kontur exakt aus, danach bog ich die Halterung so dass sie meinem Modell entsprach.
Was folgte war der erste Testverbau, sitzt passt hat Luft!
Der Anbau des originalen Navigationshalters und des Navi's erfolgte ohne Probleme, die Sicht auf das Navi und den Tacho war gewährleistet, mit und ohne Tankrucksack , .....was nun noch fehlte war eine Probefahrt.
Leider verlief diese nicht so wie gedacht, die Montagelage war Klasse aber der Halter war nicht stabil genug, das Navi vibrierte auf dem Halter viel zu stark, so dass eine klares Ablesen nicht gewährleistet war, er musste verstärkt werden aber wie. Ich hatte noch ein Aluminium U-Profil welches ideal zu den Abmessungen passte, als provisorische Befestigung entschied ich mich einen 2-Komponenten Kleber zu verwenden der für die Schennatour reichen sollte, im kommenden Winter gibt es dann etwas professionelleres eventuell schweißen, mal sehen....
Das funktionierte, der Halter ist nun mit der Versteifung stabil genug. Das ganze hab ich dann noch angeschliffen und schwarz lackiert, ...sieht fast wie gekauft aus
...aber nur fast... ENDE